Gemeinsam im Schneetreiben

Wie lange ist es her, seit ich zum letzten Mal mit den Jungs vom Samstagslauftreff unterwegs war? Im Februar 2016 muss das gewesen sein. Nachdem ich am Mittwochabend – immerhin fast 12 Kilometer im Dunkeln – beim Lauftreff von Christoph die Zusicherung bekommen hatte, dass am Samstag eine Doppelrunde gelaufen wird, um mir den Aussteig nach Runde 1 zu ermöglichen, war heute also frühes Aufstehen gefragt.

DSC02954

Die verspätete Weihnachtsfeier der Redaktion gestern bei der Trierer Privatbrauerei Petrisbräu war nicht so ausufernd, dass es für mich zu schwer war, um kurz vor 7 Uhr die warmen Federn zu verlassen.

DSC02953

Eine Stunde ruhigen Anlauf vor dem Lauf brauche ich einfach. Kurz vor 8 Uhr also abklatschen mit dem Laufcoach und Warmlaufen zu Treffpunkt am Sportplatz. Dort kurze Abstimmung mit Bernd,  Jürgen und Marc … Es geht hoch zur Schell.

DSC02956

So ein langer Anstieg am Morgen ist keine Sache für jeden. Aber kalt wird bei Temperaturen um die Nullgradgrenze niemandem. Ich kann bergauf generell gut mithalten. Im Flachen ist es für mich allerdings gefühlt schon ungewöhnlich flott. Probleme gibt es aber keine. Und die Leiste hält. Zu sehr geht der Blick auch nicht nach innen bei diesem laufenden Stammtisch mit witzigen und auch tiefsinnigen Gesprächen. Das habe ich am meisten vermisst und der lauffreien Zeit.

DSC02958

Ab Tarforst liegt Schnee. Das macht nicht nur optisch Spaß. Nur diese verdeckte und lediglich leicht zugefrorene Pfütze wäre nich nötig gewesen. Aber ein nasser Fuß macht bei einem Lauf wie diesem auch keine größeren Probleme. Das Schneegestöber auf der Höhe erfrischt. Dann geht es wieder hinunter. Zurück am Sportplatz sind wir nach knapp 13 Kilometern. Abklatschen, alles gut. Gerne wieder!

 

 

Wechselspiel

dsc02941

Lieber Besuch ist bei uns immer willkommen. Und so ist die Freude groß, dass Anja es trotz des Eisregens gewagt hat, am frühen Morgen durch die Eifel nach Trier zu kommen. Ein ausgedehntes Frühstück, bei dem Anne die Runde komplett machte, und dann ein ausgedehnter Spaziergang bei Nebel, Sonne, Regen und Grieseln über den Felsenpfad und durch den Weisshauswald.

dsc02943

Und dann – natürlich – noch vegan gekocht. So darf ein Sonntag verlaufen!

img_0736

Die Woche war arbeitsreich, aber beruflich durchaus effektiv. Erfreulich wenige Kommentare gab es bei einer großen Geschichte über Alleinreisende jugendliche Flüchtlinge. Insgesamt drei Läufe – das ist auch in Ordnung.

dsc02949

Schnee, Eis und Polarkälte waren dabei die wechselnden äußeren Bedingungen. Entsprechen unterschiedlich sind die Fotos, die ich nicht weiter kommentiere. Euch allen einen guten Start in die Woche!

dsc02917 dsc02920 dsc02921 dsc02922 dsc02926 dsc02927 dsc02931 dsc02934

 

Weil’s so schön war

Der erste Lauf im neuen Jahr wurde sogar durch etwas Schnee verziert. Weil es aber so früh war, stelle ich lieber noch zwei Fotos ein, die mein Lieblingslaufportalfotograf Holger Teusch beim Silvesterlauf geschossen hat.

27. Bitburger 0,0% Silvesterlauf Trier

Da wird noch einmal die Freude am gemeinsamen Lauf mit Freunden deutlich.

27. Bitburger 0,0% Silvesterlauf Trier

Silvester 2016 – Ein guter Abschluss

dsc02795

Nun leben wir also schon im Jahr 2017. Alles Gute für alle, die diese Zeilen lesen. Ich will weder zu sehr zurückblicken noch spekulieren, was das neue Jahr bringen wird. Hier geht es nur um den schönen letzten Tag des Jahres 2016.

dsc02783

Minustemperaturen und Nebel haben das Moseltal in einer Winterwunderlandschaft verwandelt. Da muss ein Spaziergang einfach sein. Auch wenn am späten Nachmittag noch der Silvesterlauf in Trier ansteht. Aber den will ich eh moderat angehen und die Stimmung genießen.

Tolle Stimmung und Ruhe gibt es im Tiergartental. Fotomotive en masse. Zumindest eine kleine Auswahl will ich hier nicht vorenthalten. Es ist schlicht traumhaft, wenn Reif und Eisnadeln die Pflanzen mit einem virtuellen Zuckerguss überziehen.

Es ist kalt, was besonders in der Trierer Innenstadt klar wird. Am X-Duathlon-Treffpunkt in der Brotstraße warten auch Anne, Helge und Karina.

dsc02817

Die Stimmung ist prima. Ratschen, Trillerpfeifen, Konfetti und Klappern gehören einfach zum Silvesterlauf in Trier.

dsc02808

Und dann kommen die flotten Damen des Elitelaufs schon vorbei. Wenn regionale Topläuferinnen scheinbar gemächlich im Mittelfeld des langgezogenen Starterfelds traben,  lässt sich erahnen, wie schnell es da an der Spitze zugeht.

dsc02830

U20-Crosseuropameistern Konstanze Klosterhöfen gewinnt die fünf Kilometer in 16:05 Minuten. Auch angesichts der engen Kurven und der eisigen Temperaturen ist das ein irre Zeit.

dsc02857

Noch wahnsinniger sind die Topläufer der Männer unterwegs. Der Äthiopier Getaneh Tamire rennt die acht Runden in 22:50 Minuten und gewinnt vor dem Marokkaner Mahjoub Dazza (22:53). Klasse, dass Philipp Pflieger (Regensburg, 23:11) als Dritter aufs Treppchen läuft und den Weltrekordler Leonard Komon kurz vor dem Ziel noch überholen kann.

dsc02868

In der Zwischenzeit haben sich die drei Damen für den Volkslauf fertiggemacht. Sie werden Spaß haben und endlich warm werden.

dsc02891

Als die Damen die erste Runde absolviert haben, wird es auch für mich Zeit, mit kalten Füßen zum Lauftreff-Treffpunkt zu spazieren. Christoph hat sein Büro in der alten Hauptpost am Kornmarkt. Eine mondäne Lage, denn vom Balkon des klassizistischen Gebäudes lassen sich die Läuferinnen besonders gut anfeuern.

dsc02896

Es ist wirklich schön, einmal wieder die Jungs vom Lauftreff zu sehen und gemeinsam unterwegs zu sein. Ich hatte befürchtet, mit meinem moderaten Tempo allein unterwegs sein zu müssen.

dsc02900

Als Christoph sagt, dass wir gemeinsam laufen, ist das ein kleines verspätetes Weihnachtsgeschenk. Ralph ist noch nicht so lange im Lauftreff und nicht ganz so flott unterwegs. Er soll das Tempo vorgeben.

dsc02907

So laufen wir sehr entspannt am Ende des Feldes. Zwar bin ich mit Marc, Jürgen und Rudi irgendwann quasselnd dann doch ein wenig voraus.

dsc02901

Aber zwei Runden vor Schluss warten wir auf Ralph und Christoph, um den Rest der Strecke dann wieder als Gruppe die Stimmung zu genießen. Es ist auch eine neue Erfahrung, beim Silvesterlauf zwischendurch wartend einen Abschnitt rückwärts zu laufen …

dsc02905

Arm in Arm geht es durchs Ziel. Einfach wunderbar. Schade eigentlich, dass die Kälte es nicht erlaubt, etwa länger im Zielbereich zu bleiben. Zu einigen guten Wünschen für Bekannte und Freunde reicht es dennoch. In diesem Sinne: Alles Gute für 2017!

Alles Gute!

dsc02715

Wieder einer längere Pause in diesem Blog. Ein Zeichen dafür, dass noch immer nicht alles rund läuft. Leider. Wieder Beschwerden im Leistenbereich. das bremst mich aus und macht mich nachdenklich.

dsc02717

Auch die erneuten Besuche bei Osteopathen haben nicht wirklich Besserung gebracht. Ausgangspunkt ist wohl der Übergang von Dünndarm zu Dickdarm. Das war auch der Bereich in dem die flächigen Verwachsungen gelöst wurden. So hoffe ich, dass es noch immer Nachwirkungen der Operation sind, auch wenn die bereits vier Monate zurückliegt.

dsc02720

Aber Jammern hilft nicht. Die wenigen Läufe, allesamt kurz und dennoch schön, genieße ich dennoch. Ich setze mir keine Ziele und nähre alleine die Hoffnung, irgendwann wieder ohne Beschwerden unterwegs sein zu können.

dsc02741

Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Abschluss dieses Jahres, das zum Ende noch einmal von schlimmen Nachrichten und Gedanken getrübt wurde. Dennoch ist es wichtig, positiv zu bleiben und nicht in Hysterie und Panik einzustimmen. In diesem Sinne …

dsc02747

Wieder oben

dsc02679

Die Zeit vergeht. Das merke ich auch daran, wie lange der letzte Beitrag in meinem Blog zurückliegt. Das liegt nicht nur daran, dass mein Optimismus einen deutlichen Dämpfer erhalten hat. Auch die berufliche Situation lässt kaum Zeit und Energie für Blogeinträge. Genauer gesagt, mir ist die freie Zeit zu wertvoll, um auch davon viel am Computer zu verbringen.

dsc02671

Meine Steigerung auf 14 Kilometer war nur bedingt gut. Der Euphorie folgte bei den nächsten beiden Läufen doch eine deutliche Zunahme der Beschwerden, die zu meinem Erschrecken wieder an jene erinnert haben, die mich im Februar zunehmend geplagt haben.

dsc02674

Also erst einmal eine Woche Pause, in der eh ein Besuch beim Osteopathen  anstand. Entzündung im Übergangsbereich von Dickdarm und Dünndarm hat er erspürt. Genau in dem Bereich, wo mein Gedärm mit dem Beckenknochen verwachsen war.

dsc02657

Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als es doch noch vorsichtiger anzugehen. Um den mentalen Absturz zu vermeiden, sind Spaziergänge bei Sonne ein gutes Rezept. Einen davon habe ich am letzten Wochenende mit einer Schneideaktion verbunden, um den vollkommen zugewucherten  Einstieg zu meinem Lieblingstrail freizuschneiden. Ein schweißtreibende Sache, die sich aber gelohnt hat, wie die Bilder hier zeigen.

dsc02676

Die sind nämlich entstanden bei einem wunderbaren Vormittagslauf aus dem Nebel in die Sonne. Nach überraschend schmerzfreien sieben Kilometern bei Eisnadelwetter am Mittwoch, waren auch die zehn ruhig gelaufenen am Samstag komplikationsfrei.

So scheint es doch nicht ganz so schlimm zu sein, was sich da in meiner Körpermitte abspielt. Es dauert eben länger als gedacht, bis solche innerlichen Wunden komplikationslos verheilt sind.

dsc02678

Belohnung sind dann solche Bilder wie gestern. An einem sonnigen Tag an der Nebelgrenze zu laufen ist so ziemlich das Schönste, was einem Läufer passieren kann. Die vielen Fotostopps sind dabei sicher nicht schlecht für eine moderate Belastung.

dsc02689

Nun denn, das Zwischentief ist überwunden. Ich werde mir noch ein wenig mehr Zeit nehmen. Zehn Kilometer ohne Schmerzen sind ja schließlich auch nicht ohne. Und der Silvesterlauf geht ja nur über acht Runden … sofern ich wieder richtig zähle …

dsc02695