Dunkel

… sind nun schon fast die meisten Stunden des Tages. Wie angenehm ist es da, nicht zu früh mit dem beruflichen Tagwerk beginnen zu müssen.

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So schaffe ich es also, am Morgen zumindest bei Dämmerlicht unterwegs zu sein.

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Die Runde zu den Mattheiser Weihern ist mittlerweile wieder möglich. Langsam werde ich dann wohl am Wochenende wieder die Distanz steigern müssen. 12 Kilometer müssten am Samstag möglich sein.

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Noch hält der Herbst eine etwas dunklere Farbenpalette bereit. Auch das hat etwas für sich. Die kommenden Monate werden aber zunehmend graue Töne bringen.

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Da wird dann jeder Lauf bei hellem Licht zum Genuss, so wie der am Sonntag gemeinsam mit Karin.

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Heute lasse ich mal meinen Osteopathen nachspüren, was meine Innereien nach der OP im Spätsommer zu melden haben. Bei diesem trüben Wetter spüre ich doch noch Nachwehen.

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Alles Gut(e)

So ändern sich die Zeiten. Vor einigen Jahren waren an einem Geburtstag noch einige Karten mit guten Wünschen im Briefkasten. Heute nichts, dafür aber Hunderte gute Wünsche in den elektronischen Postkästen, vor allem aber natürlich im Fratzenbuch. Viele zu viele, um wirklich jede einzeln zu beantworten. Deshalb auch an dieser Stelle vielen Dank für Eure Gedanken und Worte!

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Mir persönlich habe ich auch ein Geschenk gemacht: Zum ersten mal seit dem Endwinter bin ich meine geliebte Drachenrunde über den Petrisberg gelaufen. Elf profilierte Kilometer, über wiegend auf unbefestigten Wegen und Pfaden.

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Meine Freude daran war so groß, dass am Ende der Runde wirklich viele Fotos auf meiner kleinen Kamera waren. Der Einstieg in meinen Lieblingsstreckenabschnitt ist zwar vollkommen zugewuchert.

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Nach einem kleinen Umweg zwischen Hecken und über eine Streuobstwiese ist der Zugang aber möglich.

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Die Sorge, dass auch die Ginsterbüsche in meiner Abwesenheit ein weiteres Durchkommen unmöglich machen, erweist sich als unnötig. Hier wurde mächtig gehäckselt. Schneidearbeit wird also auch im Frühling hier nicht notwendig sein.

Nach dem Sturm am Morgen und den kurzen Aufheiterungen zu Beginn des Laufs, schicken die schnell ziehenden Wolken nun wieder Regentropfen ins Trierer Land. Kontaktlinsenwetter!

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Seenlandschaften, die in Wirklichkeit nur große Pfützen sind.

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Die Innenstadt mit dem Doppelweltkulturerbe Dom und gotische Liebfrauenkirche sind wie immer beeindruckend, auch im Regenschleier.

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Und dann – keuch – die letzte Rampe hoch und ab in den Wald. Ich laufe, schnaufe heftig, und freue mich.

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Auch auf Franzens Knüppchen war ich schon lange nicht mehr.

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Eine Runde um das Wasserband muss sein, das diesen Namen ganzjährig verdient.

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Die Rinnen und Wannen für die Versickerung des Oberflächenwassers sind derweil selten so geflutet wie in diesen nassen Novembertagen.

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Angesichts der Enten könnte der Eindruck entstehen, hier ist immer ein kleiner See.

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Der Turm Luxemburg ist bei jedem Wetter interessant.

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Kilometer 8 ist hier absolviert. Jetzt geht es fast nur noch bergab. Ein weiterer Test für die Leistengegend also, wo bis zur Blinddarm-OP auch der Dünndarm an Beckenknochen und Bauchfell festgewachsen war.

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… Auch das geht immer besser. Bei den steilsten Bergabpassagen bin ich aber noch sehr zurückhaltend.

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Die folgen nach dem Skulpturenpark und der Halbrunde um den Uniweiher.

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Nach gut elf Kilometern ist es dann tatsächlich vollbracht. Das ist derzeit genug für die noch nicht ganz fitten Beine von midLAUFcrisis. Aber die Adduktorenprobleme vom Neustart Anfang Oktober sind verschwunden. Die Leiste gibt komplett Ruhe und das leise  Murren im Umfeld des Darmoperation-Zielgebietes  am Ende der Läufe wird immer geringer.

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So kann es weitergehen! Das gesundheitlich so fiese 51. Lebensjahr lasse ich nun hinter mir. Alles wird gut!

Im Frühtau zu Berge …

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Geträllert haben wir nicht. Aber zumindest etwas gejauchzt, angesichts der doppelten Freude, eine profilierte Trailstrecke wie die durch Tiergarten und über die Kernscheider Höhe wieder laufen zu können.

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Ein gemeinsamer Lauf pro Woche mit Anne, wird schon fast zur Gewohnheit. Es hat wieder viel Spaß gemacht. Fü rmit 10 Kilometer, für Frau Weinbergschnecke war es sogar einer mehr.

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Und die Farben des herbstes sind noch immer eine Wucht, auch bei eher trübem und feuchten Novemberwetter.

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Allerdings war es nach dem frostigen Montag fast frühlingshaft warm.

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Und am kleinen Biest haben sich nach einer knappen Stunde unsere Wege wieder getrennt.

Mission erfüllt

3642185_m2h800q75v49851_i5d_9113Es hat geklappt! Ich kann mich beherrschen und bin tatsächlich beim ersten Volkslauf seit acht Monaten nicht zu schnell gelaufen.

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Mit Dominik, der das Ganze in einer für mich auch unter fitesten Umständen  unerreichbaren 38er Zeit bewältigen wird, ist auch die Anreise unterhaltsam. Dank Park&Ride sind wir zudem mehr als eine Stunde vor dem Start in Langsur. So können wir gelassen den zunehmenden Trubel beim großen Laufabschluss in der Region betrachten.

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Viele Bekannte und Freunde sind da, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Auch Karina und Helge sind gekommen – mit dem Fahrrad. Das TriTeamDream-Duo peilt knapp unter 55 Minuten an, das ist genau die Pace, die ich mir vorgenommen habe: 5:30 Min/km.

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Weil ich mit Dominik noch auf andere Freunde vom Lauftreff Olewig warte, verlieren wir uns  wieder aus den Augen. Nach dem gemeinsamen Einlaufen noch ein Foto und dann trennen sich unsere Wege. Denn Die Jungs sind zu flott für mich.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigt sich als Schirmherrin. Ihr Mann, Klaus Jensen, das ist der Herr ganz links, läuft auch, aber offenbar nicht beim Deuluxlauf 2016. Es sei denn, er trägt seine Laufsachen unter dem Mantel.

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Und dann ordne ich mich fast ganz hinten in die 2000 Läufer zählende Meute ein, immer auf der vergeblichen Suche nach Karina und Helge.

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500 Meter nach dem Start entdecke ich die Beiden dann vor mir. Gut so. Ich werde nicht in die Versuchung kommen, zu schnell zu laufen.

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Ganz im Gegenteil. Es wird ein wirklicher Genusslauf, auch wenn Karina bei diesen Zeilen mit dem Kopf schütteln wird, obwohl dieses Foto das Gegenteil beweist. Sie strengt sich mächtig an, lässt sich gleich von zwei Pacemakern nicht irritieren und erreicht mit etwas über 53 Minuten eine tolle persönliche Bestzeit.

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Bevor es knapp drei Kilometer vor dem Ziel auf der Grenzbrücke nach Wasserbillig auf Luxemburger Terrain geht, sehen wir auch noch Anne, die uns anfeuert. Danke dafür!

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Im Ziel sieht man schließlich, wie viel Spaß es gemacht hat. Und die Dame in der Mitte hat ihre Ankündigung nicht wehrgemacht, dass sie dann mehr von sich geben würde als ein erschöpftes aber glückliches Lächeln.

Mission erfüllt. Auch am Tag danach keine Nachwehen. Es geht voran.

Der offizielle Bericht und viele Fotos mehr gibt es auf dem TV-Laufportal

 

 

 

 

 

Kontrapunkte

Es war am Mittwoch kein gutes Erwachen. „Kaum noch Chancen für Clinton“ tönte da aus dem Radiowecker. Ja, ich lasse mich noch von so einem analogen Teil wecken. Wenig gestört hätte es mich, dass Frau Wachsgesicht die Wahl in den USA verliert, sofern da nicht der größte Populist der Zeitgeschichte gewonnen hätte.

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Gut, dass ich mich schon einige Tage davor mit Anne verabredet hatte, um einen gemeinsamen Morgenlauf zu absolvieren. Es kam uns beiden zugute, ein wenig Dampf und Frust abzulassen. Nachdem ich am Sonntag zehn flache Kilometer ohne große Probleme geschafft hatte, war die Runde zu den Mattheiser Weihern so etwas wie eine Bestätigung: es geht voran! Die Farben des Herbstes haben wir genossen. Es wird immer weniger – leider. Aber wir haben es trotzdem und trotz der Wahl in den USA geschafft, einigermaßen entspannt in die Kamera zu blicken. (Es muss ja niemand wissen, dass wir dafür vier Versuche benötigt haben …) .

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Wieder keine Nachwehen. So habe ich mich also tatsächlich  für den Deuluxlauf am Samstag angemeldet. Den flachen 10er auf der deutschen und luxemburgischen Seite der Sauer werde ich mitrollen und es genießen, zum ersten Mal seit dem 7. März wieder einen Volkslauf zu bestreiten.

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Auf dem Rück hat mir Anne noch den Schönstatt-Park gezeigt. An dem bin ich bislang sonderbarerweise immer vorbeigelaufen. Sehr idyllisch ist der, öffentlich aber hinter einer hohen Mauer und nur durch zwei schmale Türen zugänglich. Ich freue mich, neue Dinge zu entdecken.