Wasserläufer

Wer an Land nicht laufen kann und darf, der geht ins Wasser … Das Thema Aquajogging wird mich noch einige Zeit beschäftigen.

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Alleine kann das ziemlich öde sein, auch wenn das Freibad wesentlich besser taugt als das Schwimmkorkendasein im Hallenbad. Aber wenn nette Begleitung dabei ist, vergeht sogar eine Stunde Wassertreten fast wie im Flug.

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Mit Anne funktioniert das jedenfalls. Und wenn dann auch noch mein Schatz nebenan ihre Schwimmbahnen zieht, gibt es die Haltungsnoten inklusive Korrekturvorschlägen gleich dazu.

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Jetzt weiß ich also, worauf ich morgen achten muss. Heute waren Magnetfeldgedöns und manuelle Therapie an der Reihe. Im Doppelpack ist das ganz schön reizend, wie zu spüren glaube. Aber wenn’s hilft, ist mir nahezu alles recht.

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Vielen Dank Euch allen für die guten Wünsche. Die tun gut.

Diagnose Aua

Liebe Freunde und Besucher meines Laufblogs. Es ist ruhig geworden hier angesichts meiner fortgesetzten Laufpause. Nun will ich aber zumindest berichten, was die MRT-Untersuchung erbracht hat: die Diagnose lautet Schambeinentzündung.

Smily traurig

Bei der Lektüre der Definition dieser typischen Fußballerverletzung finde ich tatsächlich alle Symptome wieder, die mich seit Anfang des Jahres zunehmend plagen. Dabei spiele ich gar nicht Fußball … Nun ja, vermutlich war die Belastung im vergangenen Jahr doch etwas zu groß. Auch daraus lässt sich für die Zukunft lernen. Zwei schnelle Marathons mit dem entsprechenden Training und dann mal noch locker ein kleiner Doppelultralauf an zwei Tagen dazwischen, das war dann wohl doch etwas üppig, auch wenn gerade das riesigen Spaß gemacht hat.

Nun werde ich also weiterhin pausieren und nur das machen, was mir keine Schmerzen bereitet. Da werden wohl noch viele Meter im Freibad hinzukommen, geschwommen und mit Treibkorkengürtel.

Eine gute Nachricht hat die Unrtersuchung aber auch gebracht: Die Hüftgelenke sind in einwandfreiem Zustand. Keine Arthrose oder Knorpelschaden. Das ist doch auch etwas. So werde ich also in einigen Wochen oder Monaten wieder laufen können. Bis dahin ist Geduld gefragt. Das Hospizlaufprojekt muss ich in diesem Jahr leider absagen. Tut mir leid.

Hier noch meine aktuelle Laufkolumne, die sich auch um dieses Thema dreht.

Treibgut

Darauf habe ich lange gewartet: endlich eine neue Bestzeit. 4:53 Minuten … für 100 Meter. Nein, da fehlt keine 0. Wer als strampelnder Schwimmkorken im Freibad unterwegs ist, freut sich darüber, überhaupt das Ende der Schwimmbahn zu erreichen. Aquajoggen nennt sich diese Betätigung, bei der invalide Vielläufer zumindest ein wenig Bewegung simulieren. Da verwandelt sich der vormals dynamischste Astralkörper in scheinbar träges Treibgut.
Zum Glück ist es für die überwiegend betagteren Mitbenutzer meines Lieblingsfreibades inzwischen nicht mehr außergewöhnlich, wenn sich vermeintliche Nichtschwimmer einen Styroporgürtel um die Hüfte schnallen. Nur damit gelingt es, einigermaßen aufrecht im Wasser zu stehen, um mit Armen und Beinen hochfrequent Laufbewegungen zu imitieren. Das kann einen ganz schön außer Atem bringen, ganz ohne das übliche Schwitzgefühl. Ganzkörperkühlung ist bei 20 Grad Wassertemperatur garantiert.
Lang und noch langweiliger können 30 Minuten im Aquajogging-Modus sein, wären da nicht die netten Gespräche der wenig flotteren Freunde des morgendlichen Freibadbetriebs. Peinlich ist diese Strampelei auf der Stelle nicht. Nur wenn die dynamische Schwimmbrillen-Fraktion untertaucht und die traurige Mühsal des menschlichen Wasserläufers erblickt, dann gerät die neue Bestzeit in Gefahr.

 

Kolumne und Korken

22 Grad Wassertemperatur! Da macht es doch schon viel mehr Spaß, sich am Morgen ins nicht mehr ganz so kühle Nass zu begeben. 800 Meter Brust und Kraul im Wechsel, dann noch 25 Minuten als strampelnder Schwimmkorken. Mehr war vor Arbeitsbeginn nicht möglich. Es musste aber auch nicht mehr sein.

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Meine neue Laufkolumne greift übrigens ein Thema auf, über das ich jüngst in meinem Blog schon einmal sinniert habe:

 

Total entspannt

 

Vor allem vor Marathonläufen sind diese Typen zu sehen: hagere Menschen, vor allem Männer, mit dünnen Körpern und ausgezehrten Gesichtern, in denen begeisterte Augen glänzen. Jede Falte zeugt von den langen Kanten, mit denen sie in den vergangenen Trainingswochen ihren Körper auf die Königsdisziplin des ambitionierten Läufervolks vorbereitet haben. Die Fettdepots der Komfortzone haben sie aufgebraucht.
Auch unter den mehr als 2000 Menschen, die am Mittwochabend beim Firmenlauf den Trierer Asphalt unter die Sportschuhe genommen haben, waren solche Typen zu sehen. Schließlich ist die Vorbereitung für die Marathonsaison in der heißen Phase. Fünf Kilometer im Megapulk durch die Stadt waren da nur wenig mehr als ein Aufwärmtraining, vor allem aber Spaß.
Sicher gibt es einfachere Methoden, um Gewicht zu verlieren, als lange Laufleistungen. Nur wenige bringen aber so viel Zufriedenheit und Kraft für den Alltag. Besonders bewusst wird das allen, die von einer Verletzung ausgebremst werden, die eine längere Pause notwendig macht.
Ob ich in den vergangenen Wochen zugenommen habe? Ein wenig mehr habe ich wohl tatsächlich auf den Rippen. Meine Frau sagt jedenfalls, ich hätte weniger Falten und würde wieder jünger aussehen. Total entspannt … Nun ja, eine Zwangspause hat nicht nur Nachteile.

Traumschleife

Wer zwei Jungs im schwierigsten Selbstfindungsalter hat, darf am Vatertag nicht erwarten, dass eine Wanderung am Morgen auf Begeisterung stößt.

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Deshalb war es auch keine Überraschung, dass auf der Galgenkopftour nur ein Mann unterwegs war, in bester weiblicher Begleitung natürlich.

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Diese Traumschleife war im vergangenen Jahr schon einmal Herausforderung mit meinen Kumpels vom Samstagslauftreff. Ein wirklich anspruchsvolles Profil, dass auch im Wanderschritt warm hält.

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Aber bei einem so tollen Wetter wie an diesem Tag ist eh jeder Schritt in der aufblühenden Natur ein Genuss.

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Im Wald leuchtet das Grün in frischen Schattierungen. Die Buchen sammeln schon reichlich Energie, während die Eichen noch im Aufbruch begriffen sind.

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Die Wiesen sind so intensiv Grün wie das Sommergetreide auf dem Feld.

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Der Raps blüht und verströmt einen intensiven Duft.

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Von dem kann man(n) gar nicht genug bekommen, zumal der doch noch ziemlich kühle Wind, der über die Höhen pfeift, ihn auch dorthin trägt, wo von den prächtig gelben Feldern gar nichts zu sehen ist.

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Den Hut aus Kanguruleder habe ich schon einige Mal ausgeführt, Ein guter Sonnenschutz, der auch bei Regen die Nässe von der Brille den hält.

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Die Traumschleife bietet immer wieder weite Blicke über die Höhenstadtteile Triers und über das Moseltal hinweg bis in die Eifel.

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Aber natürlich blühen auch die Kirschbäume noch wunderbar, während die Apfelbäume nach den kühlen Tagen noch ein wenig Zurückhaltung zeigen. Zumindest auf der Höhe.

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So ein frisches Ahornblatt taugt auch als Landeplatz für Insekten. Wieder ein Grünton zum Verlieben.

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Und sogar die Plastikrosen am Wegkreuz wirken so, als wären sie frisch geschnitten worden. Der Himmel ist in der Mittagsstunde wirklich blau.

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Aber natürlich ist es wie fast immer. Wer sich angeregt unterhält verliert auch mal die Markierung aus dem Auge. Und so müssen wir ein wenig improvisieren. Aber das ist auf dem Schellberg kein Problem, denn hier war ich schon zig Mal laufend unterwegs.

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Weil wir schon 2,5 Stunden unterwegs sind ersparen wir uns also die Schleife zur keltischen Fliehburg über dem Ruwertal und nehmen den direkteren Weg, der nun der ersten Etappe des Saar-Hunsrück-Steigs entspricht.

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Ein Stärkung im Angesicht der Rinder oberhalb von Trier-Filsch. Dann geht es weiter hinunter nach Alt-Tarforst und weiter in Richtung alte Eiche.

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Leider ist von dem von mir so geliebten Wiesenpfad am Rande der Tapferster Höhe nicht mehr viel zu entdecken. Hier wurde Kanalisation für die Entwässerung des Neubaugebiets verlegt. Es wird wohl einige Jahre dauern, bis die planierte Autobahn wieder etwas grüner ist.

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Aber die Natur wird sich den Weg sicher zurückerobern, der zu diesem mächtigen Baum führt, der immer wieder ein Erlebnis ist. Mehr als 400 Jahre alt ist die Eiche, die leider von Fichten umrahmt wird, was dem Solitärbaum leider aus der Ferne etwas die Wirkung nimmt.

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Die Rinde gleicht aus der Nähe einem wehrhaften Panzer. Möge er das Prachtstück von Baum noch lange schützen.

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Und dann geht auch diese schöne Wanderung ihrem Ende entgegen. Noch ein Schattengruß von dem Brückchen nach Irsch. Es waren wohl 10 bis 12 Kilometer, die wir genossen haben. Die komplette Traumschleife summiert 15 Kilometer. Aber die werde ich hoffentlich in nicht zu ferner Zeit dann wieder laufend.

P.S.: Der sonnige Nachmittag auf der Terrasse brachte dann doch noch familiäre Vaterfreuden mit den Söhnen. Ich wäre mit 15 oder 17 auch nicht mit meinem Vater gewandert …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wasserstandsmeldung

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Nun noch schnell eine Wasserstandsmeldung zu meiner physiologischen Befindlichkeit nach dem Besuch beim Osteopathen: Der Mann mit den hoffenlich heilenden Händen hat eine neue Theorie, die mir aber durchaus plausibel scheint. Entweder es sind tatsächlich Verwachsungen an einer 40 Jahre alten Narbe. Es könnte aber auch eine leichte Entzündung im Umfeld des Blinddarms sein. Darauf deuten zumindest leicht geschwollene Lymphknoten hin.

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Die nicht unbedingt schmerzfreien Friktionen, Handauflegungen und Verschiebungen haben keine schlechten Nachwirkungen, wie mir scheint.  Eher im Gegenteil. Aber in einer Woche folgt die MRT-Untersuchung. Die wird hoffentlich weitere Erkenntnisse bringen.

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Der Morgenspaziergang heute nach einerr überraschend frostigen Nacht ist schon wieder fast Geschichte. Dennoch will ich auch ein wenig Farbe und Natur ins Spiel bringen.

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Allen einen schönen Feiertag, gute Läufe, Wanderungen oder was auch immer.

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Nur die Harten und so weiter …

Ich habe es getan,  in bester Begleitung. Aber was bleibt einem schon übrig, wenn nicht auch die letzte Fitness verloren gehen soll …

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Freibaderöffnung in Trier. 9 Grad Lufttemperatur. Aber zum Glück ist das Nordbadwasser nach dieser verregneten Nacht ja geheizt. Denkste! Als ich mit Karin und Anne  an der Eingangskasse stehe, bin ich mir nicht ganz sicher, ob sich hinter dem Lächeln auf der anderen Seite des Tresens nicht ein mitleidig bis diebisches Grinsen verbirgt, als wir fragen, ob die Anzeige der Wassertemperatur fehlerhaft ist. Es seien die kalten Nächte, die das Wasser immer wieder abkühlen ließen, lautet die Erläuterung zu den 18,7 Grad, die einen nicht unbedingt fröstelfreien  Schwimmspaß versprechen.

Aquajogging mit Anne auf der 50 Meter-Bahn … Also fröstelnd unter die Dusche, kurz das warme Wasser genossen und dann – fröstel-fröstel – rein in die zugegeben sensationell klare Beckenfüllung. Erstmal vier Bahnen gemeinsam mit Karin flott schwimmen, dann ist es sogar einigermaßen erträglich. Anne strampelt neben den abgesperrten Schnellschwimmerbahnen schon mal kräftig auf und ab. Dann also: Gürtel an, festgezurrt und auf zur Schwimmkorkendisziplin …

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Alleine wäre das so ziemlich die Höchststrafe. Aber in Gesellschaft geht es. Nicht besonders angenehm ist allerdings, dass sich parallel zum Fortgang der Unterhaltung die Füße mit jeder Bahn dem Vereisungszustand nähern. Da unten sind es bestimmt nur 15 Grad. Also Strampelfrequenz erhöhen und immer wieder aufs Neue zwei zusätzliche Bahnen, auch wenn das mit der Unterhaltung angesichts der steigenden Atemfrequenz schwieriger wird. Verkehrte Welt. Wenn ich mit dieser Atemfrequenz laufen würde, wäre eher der Schweiß das Problem.

Zumindest die Sonne gibt uns die Illusion, dass wir uns tatsächlich im Frühling bewegen und es sich nicht um ein Silvesterschwimmen handelt.  Nach 45 Minuten reicht es dann aber auch. Es gelingt mir, auf gefühllosen Füßen den Weg in die Duschen zu schaffen. Und wenn die neuen Brausedüsen das ersehnte heiße Wasser noch etwas weniger auf die Armaturen und mehr auf den bibbernden Körper davor verteilt hätten, wäre es ein wirklicher Genuss gewesen. Aber da bekanntlich nur die Harten in den Garten und so, war es am Ende doch ein schönes und lustiges Erlebnis. Spätestens nach dem gemeinsamen Auftauen auf der Bank.

DSC00979Am Nachmittag dann noch ein Spaziergang zum Biergarten auf dem Petrisberg, wo die Jugend der Stadt mit Bollerwagen und reichlich Getränken den sonnigen Nachmittag feierten. Ein aktiver 1. Mai. Hätte ich mich am Abend nicht noch von einer Zecke befreien müssen, wäre er fast perfekt gewesen.

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