Schmerz vergeht – der Ruhm bleibt

Eine der pfiffigsten T-Shirt-Aufschriften beim Köln-Marathon lautete „Schmerz vergeht – der Ruhm bleibt“. Daran muss ich in diesen Tagen immer wieder denken, wenn ich den sich zunehmend verflüchtigenden Resten dieses hefitgen Muskelkaters nachspüre, der mich seit Sonntagnachmittag auf Schritt und Tritt begleitet hat.

Etwas schmunzeln musste ich dann schon angesichts der Feststellung von Michael Pfeil, der in Berlin mit einer äußerst beachtlichen Zeit von 2:23:58 Stunden aufhorchen ließ. „Für weitere Marathonläufe fühle ich mich ersteinmal zu jung“, sagte der 25-Jährige im Ziel.

Als fast 45-Jähriger möchte ich ihm da am liebsten zurufen „quäl dich, du Sau“, aber dieses Bonmot ist ja schon verbraucht, vor einigen Jahren bei der Tour des France. Udo Bölts hat damals, 1997,  seinen Kapitän Jan Ullrich aufgerüttelt, nicht nachzulassen. Am Ende gewann dieser dann die Tour, und Bölts blieb dank dieses Spruchs in Erinnerung, nicht nur der Radsportfans.

Nun ist auch heute die Tour das sportliche Top-Thema, scheint die Mär von den sauberen Siegern doch nach dem neuen Dopingverdacht gegen Alberto Contador  endgültig in die Kategorie der Sagen eingeordnet zu sein.

Wie auch immer, ich muss mir nun – ganz ohne Doping – eine neue Aufgabe für den Herbst und Winter  suchen. Klar, da ist der Deulux-Lauf und der Wurzelweglauf in Konz. Der Silvesterlauf in Trier ist Pflicht. Und im Frühjahr wird der Halbmarathon in Schweich wieder eine Standortbestimmung.

Nun, das ist doch gar nicht so übel, wenn ich es mir recht überlege. Bleibt ja noch der Lauftreff am Samstag, um auch einmal etwas länger unterwegs zu sein.

Aber erst einmal gebe ich mich dem Ruhm hin ;o)

… und warte auf das Ende des Schmerzes