Blütenträume

Die Sonne verbirgt sich, dafür ist es heute früh etwas milder als nach den klaren Nächten der vergangenen Woche. Heute nur ein kurzer Lauf. Dafür aber vorher 30 Minuten Laufkraftübungen auf dem Sportplatz: Banksteigen, Strecksprünge und alles, was so dazugehört.

Danach eine gemütlich Runde durch den Tiergarten und über Kernscheid zurück. Weil das Wetter doch eher trüb ist, nehme ich diesmal einige Blütenimpressionen für den Blog mit nach Hause. Acht Kilometer stehen auf dem Trainingsplan. Es werden dann doch zehn, weil ich auf den Serpentinen hoch nach Kernscheid nicht umkehren will.

Morgen dann der erste Lauf über 30 Kilometer. Wird höchste Zeit dafür. Der Meulenwald wartet.

Frühe Sonne – und tschüss

Das Wetter hier an der Mosel schlägt um. Zwar bleiben wir vermutlich von Regen verschont. Aber die Sonne versteckt sich nun wieder hinter den Wolken.

Blick von der Konrad-Adenauer-Brücke in Richtung Römerbrücke.

Am frühen Morgen herrschte heute allerdings noch eitel Sonnenschein. Ideale Voraussetzung, um eine weitere Kerneinheit meiner Marathonvorbereitung zu bewältigen.

15 Minuten Lauf-ABC, vor allem Anfersen – sorry Jens, nicht barfuß. Und dann 16 Kilometer im Tempo 4:30. Das entspricht ungefähr der angestrebten Geschwindigkeit für den Hamburg-Marathon.

Flach also, vom Sportplatz in Olewig, an den Mattheiser Weihern vorbei, die Aulstraße runter, über die Konrad-Adenauer-Brücke und dann auf der Morgensonnenseite der Mosel entlang bis nach Pallien und von dort die ganze Strecke wieder zurück.

Begegnung an der Kaiser-Wilhelm-Brücke.

Beruhigende Erkenntnis: Das geforderte Tempo ist im Flachen kein großes Problem. Der Puls dürfte dabei im oberen GA1-Tempo liegen. Schwierig wurde es dann auf dem Rückweg nach el Kilometern, als die Rampe auf die Brücke und danach der Anstieg an der Aulstraße zu bewältigen war. Das war eindeutig im Bereich über 90 Prozent des Maximalpulses. Und danach machte Herzilein auch nicht mehr wirklich langsam.

Und dennoch: Mission erfüllt! 4:28 im Durchschnitt über 16 Kilometer. Darauf lässt sich weiter aufbauen.

Tschaka!

Morgen dann Schwerpunkt Laufkrafttraining und ein kurzer Rekomlauf, bevor am Samstag der erste Longjog über 30 Kilometer ansteht. Auf die Meulenwaldtour mit Freunden freue ich mich besonders.

 

22 Kilometer, ein Gast und zwei Räder

Jetzt wird es aber höchste Zeit, den Samstagsreport nachzutragen. Aber fehlte dazu am Mittag die Zeit und am Abend die Energie nach einigen Stunden Probiertag und Geburtstagsfeier im Weingut Schleimer. Nein, ich hatte nicht Geburtstag, aber mein Freund und X-Duathlon-Partner hatte in kleinem Kreis eingeladen. Jede Menge Babys und kleine Kinder… Ein Glück, das entspannt ansehen zu können im Bewusstsein, dass wir dieses Rundumsorgen hinter uns gebracht haben – und es auch nicht mehr kommen wird.

Aber am Morgen stand natürlich sportliche Betätgung in frühlingshafter Natur an. Mein Trainer hatte mir nur maximal 22 Kilometer erlaubt, für den Anschluss aber noch 30 Minuten Radfahren verordnet.

So war klar, dass sich unser Lauftreffgrüppchen nach einer bestimmten Zeit trennen würde.So wählten wir die Runde durch das Tiegartental zur Pellinger und weiter zum Roscheider Hof. Von dort ging es für mich und diejenigen, die etwas weniger lang laufen wollten durch de Mattheiser Wald zurück nach Olewig.

Gerne häufiger: weibicher Gast beim Samstagslauftreff.

Die drei Longjogger nahmen von Roscheid den Weg hinunter nach konz, dort über die Eisenbahnbrücke auf die andere Seite der Mosel und die Konrad-Adenauer-Brücke zurück zum Startpunkt am Sportplatz.An der Pellinger Straße wartete Birgit auf uns, die zumindest einen Teil der Strecke mit uns laufen wollte. Sie würde prima in unsere Samstagslaufgruppe passen, hätte dann allerdings immer 25 Minuten Anfahrt aus Lampaden.

Jedenfalls freute sie sich darüber, eine bislang unbekannte Strecke kennenzulernen. Und dort in Begleitung in einem nicht zu langsamen Tempo laufen zu können, machte ihr außerdem Spaß.

Kurz vor Mariahof trennten sich unsere Wege dann wieder, weil sie die kürzere Variante zurück zur Pellinger bevorzugte. Toi, toi, toi Birgit, für die Prüfung am Montag und Dienstag!

Wunderbare Weiblicke auf der Roscheider Höhe.

Mit unserem schwedischen Gelegenheitsgast Magnus ging es also dann auf die letzten sechs Kilometer. Er trainiert für den Göteborg Varvet. Ein Halbmarathon mit 58000 Teilnehmern. Ich war da mal vor zwei Jahren. Verrückt, was da los ist. Kein Lauf für Bestzeiten 😉

Am kleinen Biest habe ich plötzlich wieder die Achillessehne an der linken Wade gespürt. Das gefällt mir gar nicht und irritiert. Ich hoffe, das ist wieder nur ein kurzzeitiges Aufflackern. Mein Coach Jens hatte aber sicher Recht, dass er mir keinen zu langen Lauf erlaubte.

An den Mattheiser Weihern

Die entspannte Runde auf dem Rad im Anschluss war jedenfalls kein Problem und trainierte noch ein wenig die Oberschenkelmuskulatur.

Heute ist in jedem Fall Ruhe angesagt. Entspannung im sonnendurchfluteten Garten. Der Natur lauschen, die sich räkelt und streckt. Die Palmkätzchen schnurren, oder sind es die ersten Bienen und Hummeln?

Vielleicht folgt ja noch ein kurzer Besuch in der City, wo heute die Geschäfte offen haben. Ein oder zwei Paar Laufsocken sind fällig nach dem Blasenwurf vom Freitag…

Heiße Socke

So lautete das Programm für den Freitagmorgen, auf das ich schon am Vortag sehr gespannt war. Denn die 45 Minuten bedeuten das angepeilte Marathon-Wettkampftempo für Hamburg. Dass mein Coach Jens Nagel den Lauf auf dem Plan mit der Bemerkung GA1 kommentiert hatte, machte mich ein wenig nachdenklich. Denn das bedeutet maximal 80 Prozent des Maximalpulses.

Nach dem Aufwärmen, angehockten Sprüngen von der Bordsteinkante und Strecksprüngen folgte also der flotte Lauf im Tiergarten. Knapp zwei Runden entsprechen zehn Kilometer.

Abstieg am "kleinen Biest".

Ich will es vorweg nehmen: Ein entspannter Lauf war das nicht. Und selten habe ich die Steigungen im Tal so bewusst erlebt. So war mein Puls zumindest an den Streckenabschnitten beim Weingut von Nell und bei der Gärtnerei Schmittgen sicher näher an der Belastungsgrenze als vorgegeben. Aber vielleicht lag das auch daran, dass ich etwas schneller gelaufen bin als es Vorgabe war. 4:25 statt 4:30.  So ganz kann ich es mir noch nicht vorstellen, dieses Tempo über 42 Kilometer zu halten. Aber ein Wettkampf ist ja auch eine andere Situation.

Idylle mit Bach.

Nach dem Drücken der Stopptaste

konzentrierten sich mein Sinne plötzlich auf die linke Ferse. Mal nachsehen … Wow, eine dicke Blase. So etwas hatte ich beim Laufen noch nie. Allerdings war ich mit diesen Socken auch noch nie in diesen Schuhen unterwegs.  Und das wird auch nie wieder passieren.

Blöde Blase...

Morgen beim Samstagslauf ein Pflaster oder Tape darüber, dann wird das schon gehen.

Schön war es heute früh dennoch, besonders auf der Waldstrecke mit wunderbar weichem Boden und einer erwachenden Natur.

Tolles Wetter, ein freies Wochenende, Freude!

 

Keine Beißhemmungen

Ein wenig hat es heute Morgen schon geschmerzt, sich an den Trainingsplan zu halten: Kein Lauf! Und das bei dem Wetter!

Aber ich werde stark sein und das Experiment zu Ende bringen. 13 Wochen Trianing nach Plan.

  • 5 Minuten Aufwärmen
  • 15 Minuten Koordination für Fortgeschrittene
  • 30 Minuten Rumpfstabi-Übungen
  • 3×15 Wiederholungen pro Seite einbeiniges Wadenheben.
  • Stretching und Black Roll

Das stand an. Balancepad und Isomatte also wieder im Einsatz. Je frühlingshafter es wird, desto schwieriger fällt es, nicht zu laufen, sondern den Körper zu stählen. Für beides habe ich leider zu wenig Zeit.

Frühlingsgefühle auch beim Blick auf die noch überschaubare aber prächtige Blütenpracht im Garten. Da war dann klar, wovon die neue Laufkolumne handelt, die morgen in unserer Regionalzeitung Trierischer Volksfreund erscheint.

Hier der Text:

Keine Beißhemmungen

Läufer sind mutige Menschen. Wenn Bäume ausschlagen und Knospen schießen, haben sie besonderen Spaß an der Bewegung in freier Natur.
Der Frühling ist da. Darüber können auch die frostigen Temperaturen am Morgen nicht mehr hinwegtäuschen. Sonne pur – die lange Variante der Laufhose bleibt ab sofort wieder im Schrank. Dreiviertel lang und über kurz oder lang definitiv kurz ist angesagt. Halstücher werden verräumt. ebenso die Handschuhe … na gut, die dürfen für die frühen und späten Stunden des Tages noch bereitliegen.
Blasse Waden blenden ab sofort Gassigeher, die von ihren Vierbeinern durch die erwachende Natur gezogen werden. Noch in dicke Mäntel gehüllt, beobachten sie die alljährlich sich wiederholende Verwandlung der schnelleren Weggefährten mit freundlichem Interesse.
Diese wiederum passieren mit großer Aufmerksamkeit Hundeführer und Tier. Wie werden die hechelnden Fangzahnträger auf die neuen, bunten Schuhe reagieren? Aber viel wichtiger ist ja die hübsche Joggerin, die endlich wieder Form zeigt.
Frühlingsgefühle – höchste Zeit, dem Winterspeck den Kampf anzusagen. Dreimal 30 bis 60 Minuten laufen pro Woche soll die beste Dosis sein, um gesund fit zu werden. Zudem ist die Fortbewegung im Laufschritt – auch das ist wissenschaftlich bewiesen – wesentlich effektiver sprich Körperfett killender sein als schnelles Gehen. Aber selbst das ist viel besser, als nichts zu tun. Also auf , Ihr Zögerlichen! Schluss mit dem Winterschlaf! Läufer sind mutige Menschen: Sie zeigen ihrem inneren Schweinehund die Zähne.
laufen@volksfreund.de

 

Frühlingsanfangslauf

Höhenpfad über dem Tiergartental.

Der Frühling ist da! Die Temperaturen am Morgen sind zwar noch kein Hinweis darauf. Aber dass die Sonne bereits um 8.30 Uhr über die Hügel blinzelt, kann nur eines bedeuten: Es geht aufwärts! Mit den Temperaturen in den kommenden Tage – mit der Natur, die zunehmend ihr buntes Gewand anlegt – und natürlich mit der Form 😉

Heute mal in schwarz - fast gar nicht gestellt.

Damit Letzteres wirklich so eintrifft, waren heute erst einmal 15 Minuten Lauf-ABC auf dem Olewiger Sportplatz angesagt. Und die Bierbank dort taugte zudem noch wunderbar für die folgenden 15 Minuten Laufkrafttraining: Banksteigen, Seitstütz, Strecksprünge.

Großes Biest - heute geht es nur bergab.

Und dann – endlich – zwölf Kilometer. Tempovorgabe 5:10. Also darf es auch eine profilierte Streckenvariante sein:

Eisblume

Eselspfad hoch, Tiergartental, rauf nach Kernscheid, zurück zur Hill, das „kleine Biest“ runter in den Tiergarten und nach einer Waldrunde wieder hoch. Dann ist es noch genau einen Kilometer bis nach Hause.

Blick in Richtung Hill.

Eines meiner Lieblingsmotive auf dieser Runde.

In den schattigen Lagen herrschte noch reichlich Frost. Dafür war im Wald der Boden nicht zu matschig, was sich auf der zweiten Runde im Tal bereits geändert hatte. Die Temperaturen steigen in der Sonne spürbar. Und nun soll es bis Freitag an jedem der kommenden Tage um zwei Grad wärmer werden. Schöne Aussichten! 🙂

Auch diese Pfützen-Schlamm-Piste wird bald trocken sein.