Finale II

Darauf hatte ich mich in den vergangenen Tagen sehr gefreut: Der erste Lauf im Urlaub. Und wie kann der besser beginnen als in der Gesellschaft meiner Kumpels vom Lauftreff Olewig. Marcel war verhindert, so blieb es beim Quartett mit Achim, Christoph und Rudi.

Da Anne vor tiefem Geläuf gewarnt hatte, bot sich mal wieder ein Ausflug über die Mosel in den Weißhauswald an. Den direkten Weg durch die Stadt dorthin sind wie noch nie gelaufen, wie uns auffiel. Durchaus interessant.

Durch Palastgarten, über den Domfreihof, Hauptmarkt und Startbereich des Stadtlauf-Halbmarathons in der Franz-Ludwig-Straße zu Kaiser-Wilhelm-Brücke.

Der Blick über die Mosel auf die Felsen und den sich lichtenden Nebel verschlägt einem fast den Atem.

Auf der anderen Seite der „Trierer Berg“, wie die Bitburger Straße auch genannt wird. Dieses wichtigeste Einfalltor von der Eifel nach Trier ist in diesen Wochen gesperrt, weil im Engstellenbereich unterhalb der Fachhochschule ein zweite Bergabfahrspur gebaut wird. So soll der Dauerstau stadteinwärts gemildert werden.

Der schöne Buntsandsteinfels muss reichlich Substanz lassen. In drei Sprengungen wurden fünf Meter Raum gewonnen. Hier wird auch heute gearbeitet. so dass wir unterhalb der Napoleonsbrücke nach links ins Gillenbachtal abbiegen.

Einmal war ich vor einigen Wochen hier schon einmal gelaufen, beim Abendtrainign mit „Der TV bewegt“. Jetzt genieße ich gemeinsam mit den Lauftreff-Jungs die tolle Strecke, die schnell neben dem Bach an Höhe gewinnt.

Es ist ein Traum, in dieser prächtigen Natur zu laufen. Und auch einige umgestürzte bzw. gefällte Bäume, die über dem Weg liegen, trüben diese Freude nicht.

Christoph bremst mich ein, sonst wäre ich sicher unvernünftig gewesen und auch noch im Anschluss den Felsenpfad bis Biewer gelaufen. Das wäre am Ende aber bei dieser zunehmenden Schwüle definitiv heute zu weit gewesen. So laufen wir durch das Gelände der Fachhochschule und nehmen die idyllischen Treppen hinunter nach Pallien.

Ein Stück die Mosel entlang zurück bis zur Römerbrücke. Und von dort wieder auf kürzestem Weg nach Olewig. Das macht insgesamt 22 Kilometer, von denen die letzten doch ordentlich in die Beine gehen. Der schnelle Lauf vom Sonntag ist offenbar noch nicht ganz verkraftet. Aber egal. Es war toll und die richtige Einstimmung auf den Urlaub.

Meine Laufsachen nehme ich nach Südfrankreich natürlich mit, Trinkrucksack inklusive. Wie oft ich mich auf den Weg machen werde, weiß ich allerdings noch nicht. Entspannung ist angesagt.

Bei midlifecrisis wird also nun für einige Zeit Ruhe herrschen. Ich melde mich wieder in drei Wochen. Bis dahin wünsche ich allen meinen Freunden und Lesern einen schönen Sommer und viele schöne Läufe!

 

Nachschlag

Heute mal wieder Sturzbäche vom Himmel. Nicht wirklich schlimm, da ich eh einen Tag Laufpause habe und außerdem wieder eine langer Konferenzentag ansteht, der mein frühes Erscheinen in der Redaktion notwendig macht. Für ein paar Liegesstütz und die Blackroll reicht es dennoch.

Als Ausgleich einige Aufnahmen vom Trierer Petrisberg, wo Windharfen, Turm Luxemburg und Natur immer als Motive gut sind. Sozusagen ein Nachschlag zu der „Schweinerei“ vom Montag 😉

Schweinerei

Wie sieht denn nur mein Lieblingstrial aus! Nach den vielen Regentagen ist der Pfad durch das Dickicht auf halber Höhe des Petrisberges reichlich aufgeweicht.

Die Brennesseln wuchern hoch und versperren für Normalläufer den Zugang. Das ist noch einigermaßen tolerierbar.

Was Wildschweine mit dem Untergrund allerdings angestellt haben, ist eine echte Sauerei.

Um dem Matsch auszuweichen, habe ich einen Abstecher gewagt. Welch ein idyllischer Ort, wenn in der kleinen Senke im Wald ein munteres Bächlien sprudelt.

Die Natur saugt die Feuchtigkeit begierig auf und sprießt.

Es ist ein Traum, auf diesem wenig genutzten Pfad unterwegs zu sein und das Summen der Millionen Insekten zu hören, das als Grundton das sonst allenthalben präsente Rauschen rotierender Autoreifen ablöst.

Zur Belohnung für den teilweise etwas mühsamen Aufstieg dann ein prächtiges Panorama in Richtung Hunsrück.

Das war gestern … Ein Erlebnis als Spaziergänger … Wade schonen, so wie heute. Am Dienstag dann ein neuer AnLAUF.

 

In großer Erwartung …

… auf alles, was da kommen wird:

  • besseres Wetter
  • netten Besuch
  • den nächsten Lauf
  • und natürlich ein gutes Spiel heute Abend.

 

Denn als Turnier-Fußballfan werde ich natürlich mitfiebern, wenn die Kicker von Deutschland und den Niederlanden ihre Kräfte messen.  Temperaturen um die 30 Grad werde dafür in der Ukraine prognostiziert. Davon sind wir hier an der Mosel meilenweit entfernt. Mit Wohlwollen und Aufrunden zeigt hier das Thermometer 15 Grad.

Die 30 Grad werden wir dann vermutlich in einer Woche haben, wenn der Trierer Stadtlauf ansteht. Da wären mir dann die 15 gerade Recht. Aber egal, beeinflussen kann man(n) das nicht.

Ich freu‘ mich d’rauf!

Blütenpracht und schwere Beine

Nach einer schönen Doppel-50-Geburtstagsfeier in meinem Lieblingsweingut inklusive Großbild-Viewing des glücklichen WM-Auftakts der deutschen Mannschaft ist der Kopf noch etwas schwer. Die Beine fühlen sich heute dagegen schon wieder besser an.

Nach den 25 Kilometern gestern hatte besonders die rechte Wade ungewöhnlich stark protestiert. Ich nehme mal an, dass am Tag vorher die 40 Minuten mit den neuen, flachen und ungestützten Trailschuhen doch für mein Laufwerk anstrengender war als gedacht.

Gestern also direkt danach mit Thermowickel die Wade gekühlt. Das hilft in der Regel gut. Heute früh dann -Spannung – die Wadenbehandlung mit der Blackroll … Keine übermäßigen Schmerzen. Das scheint also keine schlimmere Verletzung zu sein. Heute und Morgen Ruhe, dann ist alles hoffentlich wieder im Lot.

Auf der langen Tour an der Mosel hatte ich tatsächlich meine Kamera vergessen. Wer optische Eindrücke bekommen will, kann bei Thestral schauen. Der war kurz vorher bei seiner 30er Runde zumindest teilweise auf der selben Strecke unterwegs.

Von mir gibt es als kleine Entschädigung drei Schnappschüsse aus dem Garten, der vor Blütenpracht strotzt. Schade, dass ich heute arbeiten muss 🙁