Spontan – grandios

Ein wolkenloser Himmel, kein Nebel. Die Pläne für die Morgengymnastik sind schnell geändert. Bei so einem Prachtwetter muss es ein Spaziergang sein, auch wenn sich die Rumpfmuskulatur langsam etwas hängen lässt.  Laufen? Na ja, Seit Samstag sind es ja nur zwei Tage her. Und übertreiben will ich es nicht. Los ghet es also in Jogginghose und mit Fleecejacke über dem Sportshirt. 6 Grad. Trailschuhe sind auch zum Spazieren gut.

Aber die paar Meter bis in die Weinberge kann ich ja zumindest laufen … geht doch … kein Ziehen in der Leiste … na gut: noch ein paar Meter ….

DSC03306Herrliches Gras, weiche Erde, ein Laufgenuss … noch ein paar Meter … Die schräg stehende Sonne taucht den Petrisberg in zauberhaftes Licht. … noch ein paar Meter …

DSC03309Meinen Lieblingstrail bin ich schon so lange nicht mehr gelaufen … noch ein paar Meter …

DSC03312Und die kleine Schleife hoch an der Pferdekoppel vorbei … ein Traum … noch ein paar Meter ….

DSC03316Durch die Weinberge in Richtung Stadt … den Ausblick wiklich sehen … noch ein paar Meter ….

DSC03318Zum Aussichtspunkt steil hoch an die Sickingerstraße wird aber gegangen … ein toller Morgen …

DSC03320Trier erwacht … noch ein paar Meter … und die Leiste? War da nicht ein leichtes ziehen?

DSC03322Besser also den kürzeren Weg zurück … noch ein paar Meter

DSC03321Das Laub leuchtet bunt. Hier muss ich in den nächsten Tagen unbedingt nochmal hin.

DSC03325Dieser Jägerstand, da muss ich rauf, den Blick über die Streuobstwiese schweifen lassen.

DSC03328Noch ein paar Meter … und wenn mir mein Körper nichts in die Quere legt, werden es bald wieder noch ein paar Meter mehr.

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Silberstreif

04-DSC03298Der Jauchzer hätte ein echtes Alpenecho verdient gehabt. So ließ der lautstarke Ausruf von Freude lediglich das Wild und vielleicht auch einige Spaziergänger aufschrecken, die an diesem späten Vormittag im Domherrenwald unterwegs waren.

10-DSC03281Es war kein beschwerdefreier Lauf. Aber zumindest war es seit Wochen die erste Runde, auf der ich zeitweise kein Ziehen in der Leiste gespürt habe. Ein überwältigendes Gefühl, als ich auf der Kernscheider Höhe angelangt war.

11-DSC03274 09-DSC03283 08-DSC03286Ich will nicht verschweigen, dass mir angesichts dieses etwas kräftigeren Silberstreifs am Horizont sogar ein paar Tränen über die Wangen liefen.

07-DSC03289Knapp sieben Kilometer mussten genügen. Ein Wiedersehen mit lieb gewonnenen Ausblicken und Landmarken. Und jetzt warte ich gespannt, wie der Körper reagiert. 06-DSC03292

05-DSC03293 Ich werde nichts übertreiben. Es scheint endlich eine Besserung in Sicht. All die guten Gedanken und das Daumendrücken meiner Lauffreundinnen und -freunde haben mit dazu beigetragen. Ich danke Euch dafür!

02-DSC03300 01-DSC03302Zu euphorisch will ich aber nicht werden ….

 

 

Zusätzlicher Kick

Heute zum ersten Mal seit Tagen kein Morgennebel an der Mosel und in deren Seitentäler. Da hält es mich am Morgen nicht in den vier Wänden. Auch wenn die Zeit knapp ist, muss ein Ausflug in die Natur sein. Die liegt ja quasi vor der Haustür. Und da mein neues Smartphone auch die Möglichkeit bietet, unmittelbar im Quadratformat zu fotografieren, will das erprobt sein. Die Bearbeitungseinstellung „Transfer“ verfremdet die Farben etwas. Das gibt den Fotos einen zusätlichen Kick.  Ist natürlich nichts, was immer eingestellt werden sollte

Aber überzeugt Euch selbst:

Allen Besuchern meines Blogs wünsche ich viel Sonne am Wochenende, wo immer ihr unterwegs sein werdet.

Ausgebremst

5-DSC00357Wenn Sportler ausgebremst werden, ist das alles andere als erfreulich. Passieren kann das nicht nur auf den Rallye- oder Formel-1-Pisten. Auch für Läufer gibt es kaum etwas Schlimmeres. Eine Erkältung nach wochenlanger Vorbereitung, nur wenige Tage vor einem Wettkampf ist ein Schreckgespenst. Aber auch ein nachlässig gebundener Schnürsenkel kann den Traum von der Bestzeit zunichtemachen. Auch der Gedanke an Blasen erzeugende Sockenfalten oder Brustwarzen blutig scheuernde Laufshirt-Stoffe erzeugt keine wohlige Gänsehaut. Und von Vollbremsungen wegen Verletzungen an Fuß, Achillessehne, Knie oder Leiste soll hier gar nicht die Rede sein.
Thema ist eine andere Form der Vollbremsung: So musste am Wahlssonntag beim Baden-Marathon in Karlruhe ein Zug eine solche vollziehen, um Opfer unter der über die Gleise spurtenden Läuferschar zu vermeiden. Zu Schaden kam zum Glück niemand. Nur stand der Güterexpress nach dem Bremsmanöver für geschlagene zehn Minuten und blockierte den Bahnübergang für die folgenden Läufer des Halbmarathons, die sich damit begnügen mussten, an Ort und Stelle die Muskulatur warm zu halten und mental von der persönlich avisierten Zielzeit Abschied zu nehmen. Warum die Bahn ausgerechnet an diesem Tag zu dieser Stunde einen Zug fahren ließ, obwohl der Laufwettbewerb wie seit 25 Jahren für diese Strecke angemeldet war, ist noch nicht geklärt. Zumindest haben aber die Zuschauer im Ziel ziemlich schnell erfahren, warum es nach dem ersten Drittel der Finisher eine mehrere Minuten dauernde Pause gab, bevor die nächsten Läufer ihr Rennen beendeten. Ausgepumpt, vor allem aber ausgebremst.
Mehr zum Thema Laufen: www.volksfreund.de/laufen

Rumpeltest

Meine besten Laufblogfreunde wussten es: Nach fünf Wochen komplett ohne Laufen sollte an diesem Wochenende ein moderater Text Aufschluss darüber bringen, ob ich wieder langsam daran denken kann, meine geliebten Morgenrunden zu drehen.

3-DSC03260Interessant, wie sehr alleine der Gedanke daran meine Gefühlswelt durcheinander wirbelt. Laufen ist wohl doch eine Sucht. Nach den Entzugserscheinungen der vergangenen Wochen glaube ich das wirklich. Und alleine die Aussicht auf einen Lauf nach dieser langen Zeit und die damit verbundene Sorge, dass es nicht funktionieren würde, hat mich doch sehr in eine innere Unruhe versetzt, vor allem am Morgen, in der Aufwachphase nach einer zum Glück ungestörten Nacht.

1-DSC03257Dass meine Leiste am Samstag schon nach dem Aufstehen zwickte, ist vielleicht auch ein Ergebnis dieser Angst vor dem misslungenen Neustart. Also kein Lauf am Samstag. Neuer Anlauf am Sonntag. Nur vorsichtig, Nur nicht zu lang. Und immer das Radar ganz nach innen gestellt.

Geliebter Tiergarten. Weiche Wege nach dem Regen. Üppige Natur.

2-DSC03259Nur fünf Kilometer. Nicht beschwerdefrei. Die Leiste zwickt merklich, mal links, dann auf beiden Seiten, dann wieder nicht. Bergauf geht gut. Die Kondition ist auch noch da, zumindest reicht es locker für das kleine Biest. Bergab mit besonders viel Vorsicht.

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Keine Überteibung. Locker gedehnt.

Fazit: Es geht noch nicht beschwerdefrei. Aber richtig schmerzhaft ist es auch nicht. Der Orthopäde wird mich in den nächsten Tagen wieder sehen, der Urologe hoffentlich nicht. Abwarten.

Jetzt wählen und dann ab in die Redaktion. Ein langer Abend. Es wird spannend, in mehrfacher Hinsicht.