Vernebelt

Der November steht vor der Tür. Das Wetter heute Morgen passte dazu: 2 Grad und dicke Nebelsuppe über der Mosel und den Seitentälern. Jetzt beginnt wieder die Zeit, in der ich alle beneide, die 200 Höhenmeter mehr zu den geografischen Daten ihres Wohnortes addieren dürfen.Dort scheint an solchen Tagen die Sonne.

DSC03919Aber egal. Zum ersten mal seit dem Winter Mütze statt Käppi, gelbe Jacke an. Für die kurzes Leggin ist es noch nicht zu kühl. Handschuhe? Hätten nicht geschadet.

DracheEs wird die klassische Petrisbergrunde – die Drachenrunde -, wegen des einem solchen Fabeltier ähnlichen Wegdiagramms.   Einige steile Passagen dabei. Mein Test für den Wurzelweglauf am Sonntag.

DSC0392310,6 profilierte Kilometer. Keine Probleme. Die 4.4 Kilometer zusätzlich sollten keine zu große Herausforderung sein, sofern ich nicht unvorsichtig werde. Vor allem bergab muss ich vorsichtig sein, damit die Leiste nicht wieder anfängt zu mucken.

DSC03925Schön kann so ein Nebellauf sein. Meditativ. Dass am frühen Nachmittag der Nebel verschwunden ist und die Sonne die herbstliche Natur in wunderbare Licht getaucht hat, erwähne ich hier nicht, nein, von Neid auf Nachmittagsläufer keine Spur, fast keine. Eine klitzekleine, vielleicht …

Ach ja, Anne habe ich getroffen. Das war natürlich eine wirklicher Lichtblick 🙂

Steil und schmutzig

Heute wieder Laufpause. Rumpfstabi mit dezentem Bauchmuskeltraining. Die Leiste soll schließlich nicht überfordert werden. Aber es ist Kolumnentag. Hier das Ergebnis:

DSC08998Dieses nette Foto vom vergangenen Jahr habe ich noch als passende Illustration gefunden 😉

Steil und schmutzig

Wer gerne im Matsch wühlt, hat als Läufer in diesen Tagen wahre Freude. Mit grobster Stolle durch tiefes Geläuf, das macht Spaß. Das haben die Teilnehmer am Samstag beim kleinen aber feinen Crosslauf in Gladbach erlebt. Wer Lust und Energie für mehr als sieben Kilometer hat, dem sei am kommenden Sonntag der Wurzelweglauf in Konz empfohlen. Prunkstück der schwierigen Streckenpassagen ist dort der steile und nach viel Regen mit enorm geringer Griffigkeit glänzende Wurzelweg hinauf zur Roscheider Höhe. Wer über zehn Kilometer an den Start geht, kommt ebenso in den Genuss dieser Herausforderung wie jene, die bei dem erst seit drei Jahren stattfindenden Wettlauf über 15 Kilometer ihre Kondition testen. Und wie in jedem Jahr werden vor dem Eingang zu den Umkleiden wieder Zuber mit Wasser und Wurzelbürsten stehen, damit sich die Läuferinnen und Läufer zumindest den gröbsten Schmutz von Schuhen und Beinen schrubben können. In den Geburtsstunden dieses Volkslauf-Methusalems, der nun in die 38. Auflage geht, war das übrigens völlig normal. Straßenläufe waren damals noch verpönt und selten. Auf Straßenverläufe sollten die Teilnehmer an diesem schönen Landschaftslauf allerdings auch am Sonntag achten. Da die Niedermenniger Straße zum Schulzentrum Konz teilweise gesperrt ist, müssen Läufer und Fans auf die Umleitungsschilder achten. Start aller Wettbewerbe: 10 Uhr, für Kinder 30 Minuten früher. Den Kleinen bleibt der Wurzelweg freilich erspart.

Vorzeichen

Wieder so ein Tag …

DSC03917Zum Glück war ich heute früh zumindest Laufen.

  • Dass meine Garmin schlappe 15 Minuten gebraucht hat, bis sie einen Sateliten gefunden hat, war ein Omen. Ich habe natürlich nicht gewartet, sondern bin  losgelaufen.
  • Dass keine Speicherkarte in meiner Kamera war. Die steckte noch im Laptop zuhause, Egal, einige Bilder auf dem internen Speicher der Cam mussten eben genügen.
  • DSC03910Dass der Stau an der Olewiger Straße besonders zäh war. Noch ein Zeichen. Egal, die 15 Minuten Verspätung hole ich wieder auf, hatte ich gedacht.

Mehr schreibe ich hier nicht. Nur, dass mir das Laufen mit meinen schnellsten Trailflitzern durch den Matsch im Tiergartental so richtig Spaß gemacht hat. Und keine Nachwehen. Das ist noch besser.

DSC03912Ich bin gespannt auf den Wurzelweglauf am Sonntag. 15 Kilometer mit viel natürlichem Untergrund. Aber natürlich nicht auf der Jagd nach einer Bestzeit.  Locker durchlaufen wird die Devise sein.

Wer läuft mit?

 

 

 

Mit Flügeln

06-DSC03882Ein vorletztes Aufbäumen des Altweibersommers. Temperaturen um 19 Grad. Nach dem strömenden Regen der Nacht und des frühen Morgens wechselnd bewölkt. Ideale Voraussetzung, um noch einmal in Kurz-kurz zu laufen. Es soll eine beflügelte Runde durch den Tiergarten werden, denn mein neues Laufshirt will unbedingt getestet werden.

07-DSC03886Dass ein Getränke-Hersteller aus Österreich Flügel verleiht, ist leidlich bekannt. Ich mag das Zeug nicht. Dass die bekannteste deutsche Sportmarke das auch vermag, ist eine andere Sache, aber irgendwie komme ich mir mit dem Adizero Sprint Web Tee – interessanter Name für ein Laufshirt – fast so vor wie der Typ mit der roten Nase in rotbulligen Zeichentrickwerbung. Gelbe, reflektierende flügelartige Konturen geben dem sonst schwarzen Kompressionsshirt einen unverwechselbaren Look.

05-DSC03877Größe M ist für S-Typen wie mich, die sonst kaum Kompressionswäsche wählen, angenehm zu tragen. Auch so modelliert das schnelle Teil den Körper ohne Gnade nach und bringt jedes Fettpölsterchen in Stellung. Nach dem verletzungsbedingten Rumpfstabi-Schlendrian der vergangenen Monate drängen sich die drei Kilogramm Zusatzgewicht, die sich da wohl vor allem im Bereich Bauch und Hüfte konzentriert haben, mehr in den Blick als mir lieb ist. (Wehe es kommt kein Widerspruch in den Kommentaren zu diesem Artikel!)

04-DSC03871Wer sich also so ein Teil anschafft, sollte entweder einigermaßen hüftschlank sein, oder über ein gesteigertes Selbstbewusstsein verfügen. Wer aber das Shirt erst einmal an hat, wird daran gefallen finden. Es ist angenehm weich, keine Nähte stören, und gibt der Muskulatur halt, was angeblich zu besseren sportlichen Leistungen führt. Daher vermutlich auch der Name. Aufgescheuerte Brustwarzen sollten mit dem Adizero kein Thema sein.

08-DSC03892Mir ist es trotz der versprochenen Climacool-Funtkion heute ziemlich warm. Aber das liegt  sicher auch an dem wunderbar tiefen Boden im Tiergartental. Dort noch eine nette Begegnung mit einem Läufer, der dort nach eigenen Angaben seit 20 Jahren regelmäßig seine Runden dreht. Vielleicht gewinnt unser Samstagslauftreff ja einen Gast.

09-DSC03901Und danach? Erst mal aus dem Kompressionsshirt schälen. Wenn schon das Anziehen etwas schwierig ist. Sich auszupellen, war noch eine Tick komplizierter. Hat aber doch geklappt. 😉

Ein schöner Lauf. Am Dienstag soll es dann kühler werden, spätestens. Die Jackenzeit steht vor der Tür.

P.S.: Die Bildergalerie zeigt – ahm, nicht mich, sondern meine großen Sohn. Der hat in Sachen Köperform inzwischen mehr zu bieten als ich. As Time goes by …

Kein Treppenwitz

Lieber Volker, nicht böse sein, aber ich musste einfach das Treppenerlebnis in Oldenburg in meiner Laufkolumne verarbeiten 😉

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Kein Treppenwitz

Treppen sind ein prima Sportgerät. Wer das nicht glaubt, sollte mal im Laufschritt mehr als 20 Stufen hinaufeilen. Ungeübten ist eine Veränderung der Gesichtsfarbe gewiss. Geübte laufen so ein Treppchen gleich mehrfach, um die Kondition zu stärken. Oder sie suchen sich ein ausgewachsenes Exemplar.
Rekordhalter sind die 1600 Stufen des Empire State Buildings. Der deutsche Treppenkönig Thomas Dold bewältigte die 86 Stockwerke in New York in 10 Minuten und 10 Sekunden und gewann damit das seit 36 Jahren stattfindende Rennen zum siebten Mal in Folge.
Scheinbar endlose Treppen für mutige Läufer gibt es aber auch in unserer Region. In Kanzem, Ayl oder Saarburg zum Beispiel. Erfolgsorientierte Trainer scheuchen ihre Laufschäfchen auch gerne von Trier-Pallien zum Weisshaus hinauf.
Ein noch höheres Ansehen haben Treppen im Norden der Republik. In Oldenburg zum Beispiel – so eine Erkenntnis meines Herbsturlaubs – ziehen die Stufen unter der Autobahnbrücke über den Fluss Hunte die fitteren Flachländer fast magisch an. Thomas Dold würde darüber vermutlich schmunzeln und das Treppchen im Rückwärtsgang erklimmen. Für uns zählt das nicht. Schließlich ist Dold, der auch schon beim Trie?rer Silvesterlauf am Start war, Weltmeister im Rückwärtslauf.

Mehr meiner Laufkolumnen gibt es auch im Laufportal des Trierischen Volksfreunds nachzulesen.