Eine Idee für den Samstag

Jetzt ist so langsam die Luft raus aus dieser Arbeitswoche. So locker wie früher verkrafte ich sechs Arbeitstage in Folge mit insgesamt knapp 60 Arbeitsstunden doch nicht 😉

Aber am Samstag ist Zeit zum Luftholen. Da geht es am Nachmittag zu den Lauffreunden nach Bekond. Wer noch Lust hat, dort eine schöne Runde zu drehen, ist willkommen.

Hier könnt Ihr Euch ansehen, welche strecken dort auf dem Programm stehen.

Ich habe da noch ein paar Fotos aus dem vergangenen Jahr:

DSC00055 DSC00057 DSC00074 DSC00077… und am Sonntag sitze ich dann wieder in der Redaktion … 🙁

 

Wege

Interessant, wie groß die Resonanz auf meine Kolumne zum Thema gelbe Jacken ist. Offenbar ist das Thema Laufbekleidung eines, das interessiert. Auch das geht mir heute früh bei meiner Morgenrunde durch den Kopf.

DSC04319Nach Nieselregen bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ist es ganz schön frostig. Da reichen die dünnen Handschuhe fast nicht mehr aus, um die Finger warm zu halten. Und das Licht ist an diesem trüben Novembermorgen auch nicht das, was sich Fotografen mit lichtschwachen Kameras wünschen.

Also schön stillhalten beim Druck auf dne Auslöser. Den will ich eigentlich gar nicht oft betätigen. Aber es überkommt mich der Gedanke, Wege zu zeigen, die auf meiner Tiergartenrunde zu laufen sind. Hier das Ergebnis.

Ein kurzes aber schönes Erlebnis. Da konnte der Tag gar nicht schlecht werden.

 

 

Eindeutig gelb!

samstahgslauf 081212 (8)Als ich vor drei Jahren unseren Fotoreporter, einige aktive Kollegen und mich selbst mit Laufjacken ausgestattet habe, war ich auch ein wenig stolz auf mich. Denn kaum jemand sonst wagte es damals, in so wunderbarem Gelb durch die Gegend zu joggen. Besonders in den Morgen- und Abendstunden, bei Nebel und Zwielicht wurden wir fortan zu laufenden Leuchtbojen: Nicht zu übersehen und auch wiedererkennbar – mit dem Signet „Der TV bewegt!“ auf Rücken und Brust.
Wenn also jemand versicherte, er habe am Morgen vom Küchenfenster aus gesehen, wie ich in 400 Metern Entfernung meine Joggingschuhe ausführte, entsprach das in der Regel den Tatsachen. Keine Verwechslungsgefahr. Und immer war die schön grelle Jacke für andere ein willkommenes Thema, um ein Gespräch zu beginnen.
Damit ist es nun vorbei. Nicht etwa, weil ich die Jacke nicht mehr trage. Ganz im Gegenteil. Aber plötzlich leuchtet es überall in den Weinbergen und Wäldern, auf Pfaden und Wegen. Das ist mir spätestens klar geworden, als beim Samstagslauftreff vier von fünf Teilnehmer in gelb erschienen sind.
So weiß ich nun also zum ersten Mal in meinem Leben, wie es sich anfühlt, ein Trendsetter zu sein. Allerdings stellt sich zunehmend die Frage, welche Farbe nun sinnvoll wäre, um werbewirksam etwas aus der Reihe zu fallen. Grün? Violett?? Rosa??? … Nein! Gelb bleibt eine schöne Farbe. Vielleicht lasse ich mir ja noch einen Spruch auf das gute Teil drucken: Ich war der Erste!

Der Sonne entgegen

Ein wenig neidisch war ich doch, als ich gestern Annes Blogbeitrag gelesen bzw. die Fotos einer von der Sonne überfluteten Landschaft gesehen habe. Spätestens beim Anblick eine sternenklaren Himmels heute früh um kurz vor 7 war dann klar, dass ich eine Stunde später den Petrisberg erklimmen würde. Der Sonne entgegen.

DSC04288Frostig, dieser Morgen. Anders als am Samstag ist die Winterhose heute nicht zu warm. Handschuhe und Mütze erfüllen ebenfalls wunderbar ihren Zweck. Für die Eisweinlese fehlen aber trotzdem noch 6 Minusgrade.

DSC04291Einige Wolken sind inzwischen aufgezogen. Aber am Horizont verspricht der Schimmer der bald aufgehenden Sonne zumindest etwas direktes Licht. Das hält die Beine in Schwung, die sich heute ziemlich schwer anfühlen. Die Ausblicke beim hinaufmeandern  am Peter- und Geisberg entschädigen aber für die Anlaufprobleme.

DSC04292Die Sickingenstraße erspare ich mir heute. Stattdessen nehme ich die Diretissima hinauf zum Aussichtspunkt. Und just auf der Hälfte des Anstiegs empfangen mich die ersten Sonnenstrahlen. Die Stadt liegt noch im Schatten. Aber die Bundsandsteinfelsen auf der Eifelseite der Mosel leuchten bereits in morgendlichem Rot.

DSC04293Nun kann ich nicht anders. Mein Lauf entwickelt sich wieder einmal zu einem Stop-and-go Da wollen einfach zu viele Motive auf die Festplatte. Die Gesichter der Menschen, die mir begegnen sind heute so sonnig wie die Morgenstimmung.

DSC04294Auch auf dem Unicampus erreichen die ersten Strahlen unseres Tagessterns den Boden, als ich dort den Weg zurück nach Olewig nehme.

DSC04295Jetzt muss ich mich etwas sputen, sonst wird das mit Frühstück und Zeitungslektüre zu hektisch. Brutto 10 Kilometer in 1:06 Stunden, davon fast acht Minuten Fotografierpausen. Ein gemächlicher Drachenlauf.

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336

Gefühlt 3000, aber es waren real „nur“ 336 Höhenmeter, die mir heute bei unserem Samstagslauf die Beine schwer werden ließen. Da macht sich das wochenlange Aussetzen und vorsichtige Herantasten an alte Umfänge doch bemerkbar.

1-DSC04263Christophs Vorschlag, zum Weißhauswald zu laufen, musste ich noch ablehnen, da diese Runde zwar wunderschön, mit mindestens 22 Kilometern aber für mich noch definitiv zu lang ist. Einen erneuten gesundheitlichen Rückschlag will ich jedenfalls nicht riskieren. Und die etwas mehr als 17 Kilometer in 1:42 Stunden heute werden ja schon eine Steigerung um fast zwei Kilometern und zehn Minuten im Vergleich zum vergangenen Samstag sein.

2-DSC04264Birthe hatte gestern Abend noch gemailt, dass sie sich uns vielleicht mal wieder anschließen würde. Und tatsächlich steht sie um 8 Uhr gemeinsam mit Marc und Marcel am Sportplatz, um Christoph und mich zu empfangen. Wir laufen von unseren Haustüren immer die 300 Meter zum Treffpunkt.

Viermal gelb, einmal blau. So machen wir uns also noch etwas müde in der Morgendämmerung auf den Weg in Richtung Irsch. Denn wenn nicht Weißhauswald, dann soll es die Filscher Höhe sein, die wir uns auf der kürzeren Runde erkämpfen. Die 330 Meter hoch zum Heidkopf sind tatsächlich ein Kampf. Vor alllem, wenn wir sie wie heute fast komplett auf direktestem Weg angehen. Das ist selbst für Birthe ein Kracher. Allerdings nur, weil sie erst vor einer Woche den 51 Kilometer langen Obersauertrail gelaufen ist – und in der Damenwertung gewonnen hat.

3-DSC04267Es ist schön, mal wieder mit ihr zu reden. Auch wenn meine Form derzeit 35 Kilometer von ihrer entfernt ist. Angesichts dessen hätte ich auch auf die Winterhose verzichten und wie Marcel in kurz laufen können. Das Merinoshirt unter der Jacke wärmt auch ordentlich, obwohl die Morgendämmerung nicht so recht weichen will. Ein trüber Tag, der meine nicht sehr lichtstarke Kamera vor Herausforderungen stellt. Jetzt wird es doch mal Zeit, die GoPro mitzunehmen., die im Handling allerdings etwas komplizierter ist.

4-DSC04268Ein fotografischer Trick bei solchen Verhältnissen ist es, die Kamera in die Bewegungsrichtung der Läufer mitzuziehen. Wenn dann ein wichtiger Bereich des Bildes einigermaßen scharf ist, gelingt in der Regel eine dynamisch wirkende Aufnahme.

5-DSC04270Schön sind die Ausblick von da oben. Da lohnt sich der anstrengende Anstieg auf jeden Fall. Weniger anfreunden kann ich mich allerdings derzeit noch mit langen Gefällstrecken. Die bekommen meiner Leiste noch nicht wirklich.

6-DSC04273Hinunter also zur Domäne Avelsbach, hinauf nach Tarforst und über den Unicampus in Richtung Petrsiberg. Kurz nach dem Geozentrum verabschiede ich mich von den Anderen, die noch bei zum Aussichtpunkt an der Sickingenstraße laufen wollen. Das würde mir zu weit werden. Alleine also gemütlich die zwei Kilometer durch die Weinberge hinunter nach Hause.

8-DSC042809-DSC04285Ein schöner Lauf. Es geht voran. Ich freue mich auf den Winter!