Nachsitzen …

… muss ich fast immer, bevor ich einige Tage frei habe. So ist es auch heute. Ich komme also nicht dazu, etwas ausführlicher über das Training gestern Abend im Weißhauswald zu berichten. Dabei war das doch ziemlich lustig und ich hätte sooo viele schöne Fotos. Hier nur eine kleine Auswahl.

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Den Cooper-Test im Anschluss an die Leiterübungen zur Verbesserung der Koordination habe ich mir angesichts des Großprojekts am Freitag geschenkt. In zwölf Minuten so viele Runden laufen wie möglich, musste nicht sein. Dass ich für mein Alter ausreichend fit und schnell bin, weiß ich auch so 😉

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Jetzt wird es also einige Tage ruhig in diesem Blog. Aber dann …

 

Ende eines Marathons

So, geschafft, ein besonderer Marathon ist beendet: Der Wahlmarathon 2014. Ist schon eine besondere Sache, so eine Kommunalwahl. Als Redaktion ist es natürlich wichtig, alle Kanäle zu bespielen. Print und Online, Liveticker, Schnellmeldung, Analyse, Kommentar. Dazwischen noch flott einen Text für Seite 1 schreiben. Wenn ich das selbst so lese, ist mir ein schön langer Lauf doch lieber.

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Und da bleibt mir doch zum Beispiel der Blick an die Wand meines Büros, wo mich seit einigen Tagen ein Poster im XXXL-Format an den wunderbaren Freundschaftslauf erinnert.

Mein zweiter, aber dafür umso mehr fordernder persönlicher Freundschaftslauf in diesem Jahr wartet am Freitag. Au Backe, nur noch viermal schlafen … Tapering ist angesagt. Heute nur ein wenig Gymnastik, morgen dann ein entspannter Lauf beim Gruppentraining. Vielleicht dann nochmal eine kurze Runde vor der Abfahrt in den Norden am Donnerstag.

Hatte ich schon geschrieben, dass ich mich darauf freue? 😉

 

Nur noch sechs Tage

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Sechs Tage, dann geht es los zur nächsten großen Herausforderung. Anders kann ich einen Lauf von Oldenburg bis an die Nordsee nicht bezeichnen. Es werden knapp 60 Kilometer sein, die es in bester Gesellschaft zu bewältigen gilt. So eine Strecke bin ich bislang am Stück noch nicht gelaufen. Über 70 innerhalb von zwölf Stunden beim Hospizlauf, das gab es schon zweimal. Aber ein echter Ultrarun wird für mich Premiere.

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Längster Vorbreitungslauf war der Marathon in Mainz. Etwas zu schnell dafür, aber warum bei so einem bescheidenen Wetter bewusst im GA1-Tempo laufen? Das wird es am kommenden Freitag definitiv. Quasseltempo über reichlich viele Stunden. Ich bin gespannt, wie das wird.

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Heute also noch einmal ein etwas längerer Lauf. 21 Kilometer mit den Jungs vom Samstagslauftreff. Eine wunderbare Sache nach dem Regen der Nacht und des frühen Morgens. Aber als ich mit Christoph lostrabe, um am Sportplatz Marcel und Rudi aufzugabeln, ist es von oben wieder trocken. Bis auf ein paar Tropfen wird das auch in den beiden Stunden dieses Laufs so bleiben.

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Erstmal also auf Asphalt durch die Stadt bis zum Estricher Hof kurz vor Konz. Dort geht es dann auf einer langen Steigung durch den Wald hinaus bis auf die Roscheider Höhe und zurück bis Heiligkreuz durch den Mattheiser Wald. Der strotzt vor Kraft. Alles grünt, die Luft dampft vor Feuchtigkeit. Herrlich!

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Es gibt viel zu erzählen, vor allem Rudi, der seit langer Verletzungspause wieder die gemeinsamen Samstagsläufe genießen will, hat Kommunikationsbedarf und kaum in seinem Redefluss zu stoppen. Aber das will ja auch niemand. Vielleicht lenkt er sich damit ja auch ein wenig von der Anstrengung ab, die er sichtbar auf den letzten Kilometern empfindet.

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Die bewältigen wir auf der Waldrunde im Tiergarten, wo es herrlich matschig zugeht. Das kleine biest hoch und auf meine Bitte noch eine kurzen Abstecher zum abgesperrten Höhenpfad. Da muss ich noch ein Foto machen für einen Artikel, der in der kommenden Woche erscheinen soll. Das Absperrgitter müssen wir dafür erst mal wieder in Position bringen. Es ist von erbosten Zeitgenossen bereits ziemlich ramponiert worden. Keine schöne Sache. So oder so nicht.

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Jetzt heißt es also, sich noch einige Tage Erholung gönnen, bevor am Freitag die lange Tour in Angriff genommen wird. Mein neuer Camelbak-Trinkrucksack hat diesen Testlauf jedenfalls schon mal gut überstanden. Sehr angenehm zu tragen, sehr praktisch das Teil.

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Ein schönes Restwochenende Euch allen. Und vergesst nicht, am Sonntag zu wählen. Jede nicht abgegebene Stimme hilft den rechten Splitterparteien. Es gibt ncihts zu verschenken!

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Von Lauftreff und Drehwurm

Das schnelle Bahntraining noch in den Beinen. Da fällt die eher gemütlich gelaufene Runde mit dem Lauftreff am Mittwochabend gar nicht so leicht. Zudem ist es auch im Tiergarten ordentlich schwül. Auch für eine 15er Runde wäre es deshalb angebracht, etwas zum Trinken dabei zu haben.

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Soweit denke ich natürlich nicht, wenn ich unmittelbar nach einem Termin dorthin hetze, um den Anschluss nicht zu verpassen. Aber den anderen geht es auch nicht viel besser. Nur Marcel hat vorgesorgt und den Hüftgurt umgeschnallt.

Der gemeinsame Lauf war trotzdem eine Freude, zum Marc nach einer Dehnung im Knöchel überraschend schnell wieder dabei ist. Und auch Rudi dreht nach längerer Zeit erstmals wieder eine Runde in der Gruppe – und wundert sich über die vielen neuen Gesichter.

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Wie bereitet man sich sinnvoll auf einen 60-Kilometer-Lauf vor, der drei Wochen nach einem Marathon bewältigt werden soll? Das ist die Frage, die mich derzeit beschäftigt. Hat jemand eine Idee?

Schnelle Intervalle auf der Bahn gehören vermutlich nicht zum mustergültigen Plan. Womit ich wieder bei Dienstagabend gelandet bin. Dieses Training hat sich auch in meiner aktuellen Laufkolumne in der Tageszeitung Trierischer Volksfreund niedergeschlagen:

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Abwechslung macht Spaß und ist wichtig, um bei Laune zu bleiben. Das gilt auch für Läufer. Wer immer dieselbe Strecke zur gleichen Zeit im gleichen Tempo läuft, wird irgendwann die Lust daran verlieren.
Ich wechsle gerne ab: Die Strecke, die Uhrzeit und auch die Begleitung. Alleine zu laufen ist schön. Ab und an sich in Gesellschaft durch die Landschaft zu bewegen, bringt aber ebenfalls viel Spaß, gute Unterhaltung und hilft, den inneren Schweinehund zu überwinden.
Eine Möglichkeit, Abwechslung in den Laufalltag zu bringen, ist das Training auf der Bahn. Immer im Kreis beziehungsweise oval herum, bis einem schwindelig wird … Nein, natürlich gilt es gerade dann, mit Intervallen und Steigerungsläufen das Tempo zu trainieren. So wie am Dienstagabend im altehrwürdigen Stadion im Trierer Weißhauswald. Achtmal 800 Meter im flotten Tempo, dazwischen jeweils 400 Meter Trabpause, um den Pulsschlag wieder zu senken. Wie gut ist es doch, bei so einer anspruchsvollen Trainingseinheit einige laufende Sparringspartner dabei zu haben. Gegenseitige Motivation, wechselndes Laufen an der Spitze. Das hilft.
Wer sich also einen Lauftreff in der Nähe sucht, um gemeinsam auf der Bahn zu trainieren, ist nicht schlecht beraten. Spaß machen solche heftigen Trainingseinheiten dann auch, spätestens, wenn sie bewältigt sind.

Am Limit

Wieder Dienstag, wieder eine Trainingseinheit im Stadion Weißhauswald. Viel los auf der Bahn, da alle drei Gruppen von „Der TV bewegt!“ an diesem Abend Runden abspulen.

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Wobei Abspulen nicht das richtige Wort ist, denn zumindest für die 10er und die Halbmarathonis geht es nach den Aufwärmrunden flott zu Sache: Intervalltraining steht an. Für die von Marc Kowalinski akribisch betreuten 10er heißt die Devise, jeweils über 400 Meter schnell zu sein. Unsere, von Jens Nagel gecoachte Langstrecklergruppe muss da natürlich einen draufsetzen: 8 x 800 Meter in GA2-Tempo, dazwischen jeweils 400 Meter traben.

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Zum ersten Mal die Mizuno Wave Inspire 9 10 an den Füßen. Wie immer etwas ungewohnt bei neuen Schuhen, aber das Gefühl ist schnell angenehm bzw. ich spüre sie gar nicht mehr. Das ist immer das beste Zeichen, dass ein Schuh gut passt.

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Und dann geht es auf die schnellen Runden. Tempo 3:55 Minuten/km. Das bin ich vor zwei Jahren schon mal über zehn Kilometer gelaufen. Von der damaligen Schnelligkeit bin ich aber ein ganzes Stück entfernt. So wird dieses Training ziemlich anstengend, eine Einheit am Limit, die aber trotzdem und vor allem deshalb Spaß macht, weil ich mit Claudia und Frank zwei Sparringspartner habe. So können wir uns in der Führungsarbeit abwechseln und gegenseitig motivieren.

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Während die Einsteigruppe mit Therabändern experimentiert und ganz offensichtlich viel Spaß hat, kommt der Spaß bei uns vor allem, als die achte Tempoeinheit zu Ende ist und sich die Schweißporen endlich nicht mehr zurückhalten müssen. Das suppt.

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Aber weil heute Dienstag ist und auf dem Trainingsplan vermerkt ist, dass Isomatte und Blackroll an diesem Abend auch eine Rolle spielen, gibt es noch eine schöne Rumpfstabi-Einheit obendrauf. Trainer Jens macht’s vor, während die Wolken am Himmel immer dunkler werden, und die angestrengten Stöhnlaute der gymnastizierenden Damen und  Herren immer häufiger. Aber gemeinsam ist auch das durchzustehen.

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Nur ein paar Tröpfchen fallen vom Himmel. Da lässt sich im schwindenden Tageslicht noch gemeinsam ein alkoholfreies Bierchen genießen. Danke an die Brauerei aus Bitburg, die uns die Erfrischung spendiert hat.

 

Im Test: Adidas Supernova Riot 5

5-DSC05698Premiere mit Adidas. Bislang hatte ich noch keinen Laufschuh vom Hersteller aus Herzogenaurach. So war es also ein Experiment, als ich den Adidas Supernova Riot 5 aus dem Schuhkarton befreite und zum ersten Mal seinem Zweck zuführte: dem Laufen im Gelände.

Der Schuh: Auf den ersten Blick wird klar, wozu dieser Schuh gemacht ist. Spaß im Gelände soll er bringen. Mit 340 Gramm ist er zwar kein Leichtgewicht. Aber bei einem stabilen Geländeschuh ist das zu tolerieren.

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Optisch kommt er seriös daher, der Riot. Schwarz überwiegt, korrespondierendes Weiß und silberfarben die unvermeidlichen drei Streifen. Als farblicher Kontrast dazu die orange Sohle dort, wo sie besonders stabil sein muss. Ein schöner Schuh, ohne Zweifel. Dazu tragen auch die gut haltenden Schnürsenkel und das im dezenten Wabenmuster  gehaltene Meshgewebe bei.

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Die Sohle: Das Continental-Logo ziert das schwarze Sohlenelement, signalisert maximalen Gripp. Und tatsächlich lässt sich daran nichts ausetzen. In jedem Gelände und bei jedem Wetter gibt der Riot Halt, auch bei Nässe auf Asphalt, wo er allerdings nicht wirklich hingehört.

Besonders auffällig ist die hinten überstehende Formotionsohle, die vermutlich auch den heftigsten Fersenläufern ein weiches und sicheres Auftreten ermöglicht. Mit seiner relativ hohen Sprengung begünstigt der Schuh das robuste Auftreten sowieso. Aber auch das ist typisch für einen stabilen Laufschuh, erst recht, wenn er fürs Gelände gemacht ist.

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Die Passform: Adidasschuhen wird nachgesagt, sie seien im Vorderfußbereich grundsätzlich schmal. Für den Riot 5 trifft das nicht zu. Ich empfinde ihn zum Beispiel deutlich geräumiger als die vergleichbaren Fujitrabuco von Asics. Mein bisheriger Lieblingstrailschuh hat also einen ernst zu nehmenden Konkurrenten bekommen. Besonders angenehm und auf den ersten Blick auffallend ist der tiefe Ausschnitt im Bereich der Knöchel. Da scheuert nichts. Der Fuß bleibt sehr beweglich und dennoch stabil gestützt. Für Überpronierer wie mich leider ein Muss. Wobei die von einem organgefarbenen Zugband gekrönte Fersenkappe hoch und fest anliegt – angenehm.

Der Praxistest: Ja!!! – Ein Schuh fürs Gelände, eindeutig. Kurze Passagen über Asphalt müssen auch mal sein. Das ist dann natürlich ein Kompromiss. Aber auf Schotter, Erde, Steinen, Splitt zeigt der Riot eindeutig seine Stärke – bei jedem Wetter. Und dank luftigem Mesh-Obermaterial gilt das sogar für warme Tage.

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Mein Fazit: Das Experiment Adidas ist geglückt. Ich werde bei Gelegenheit sicher auch mal einen Straßenschuh mit drei Streifen ausprobieren. Wer einen stabilen und gut profilierten Trail- und Geländeschuh sucht, ist mit dem Riot 5 in jedem Fall gut bedient.

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Vielen Dank an keller-sports für die Möglichkeit, diesen neuen Schuh zu testen.