Test: Mizuno Wave Inspire 10

Der Mizuno Wave Inspire 9 ist mein „Sofa“ für lange Läufe auf Asphalt. Grenzenlos bequem, sehr gut gedämpft, Stabil und doch flexibel im Vorderfußbereich. Dazu noch speziellem Sohlenaufbau und Mesh-Obermaterial ziemlich leicht.

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So war es spannend zu sehen, wie der Nachfolger mit der Nummer 10 sein würde. Noch leichter sollte er sein. Aber wie würde er sich anfühlen? Kaum vorstellbar, dass er bei noch weniger Gewicht die oben genannten Vorzüge beibehalten kann.

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Und in der Tat ist der Wave Inspire 10 nicht nur eine leichter und optisch veränderte Kopie seines Vorgängers. Er gehört einer anderen Kategorie an. Mit unter 300 Gramm hat er den Ruf, der leichteste Stabilschuh zu sein. Das Gewicht lässt in Fast in die Klassifizierung der Lightweightschuhe rutschen. Dabei stützt er nach wie vor im Rück- und Mittelfußbereich gut und ist somit für Überpronierer wie mich bestens geeignet. Die Flexibilität im Vorderfußbereich ist aber nochmal größer geworden, was eine dynamische Abrollbewegung begünstigt.

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Die nach wie vor hohe Sprengung ist weniger stark als beim Vorgängermodell zu spüren. Hervorragende Dämpfung – markantestes Merkmal der Wellentechnologie in der Zwischensohle – macht ihn aber wie den Inspire 9 zu einem Schuh, der ideal für harten Untergrund und lange Läufe geeignet ist.

Aber auch leichte und trockene Trails machen mit diesem Schuh Spaß – solange keine wirkliche Profilsohle notwendig ist. Der Ausschnitt im Knöchelbereich ist tiefer geraten. Von mir bekommt der Schuh dafür einen Extra-Pluspunkt. Wund gescheuerte Knöchel gibt es mit dem Inspire 10 auch auf unruhigem Gelände nicht. Die etwas zu langen Schnürsenkel erfordern in jedem Fall eine Doppelschleife. Aber die ist bei den meisten Läufern eh üblich.

Fazit: Auch mein zweiter Mizuno gefällt mir gut. Ein sehr leichter Stabilschuh mit breitem Einsatzgebiet, auch für lange Läufe. Gut geeginet als Trainings- oder auch Wettkampfschuh für Läufer mit Überpronation.

 

 

Verbotene Pfade

Heute Abend bei Gewitter mit dem Lauftreff, oder heute früh bei angenehmen Temperaturen alleine? – Ich habe mich gegen das Gewitter und für den morgendlichen Meditationslauf entschieden, sorry SV Olewig.

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Verbotene Pfade bin ich gelaufen. Nach Wochen erstmals wieder den Panoramaweg im Tiergarten, auch wenn Fritz von Nell die Zugänge mit reichlich Stroh weitgehend dicht gemacht hat. So wird wirklich jedem klar, dass er da auf Privatgelände wechselt und versicherungsrechtlich niemanden in Haftung nehmen kann.

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Außerdem blockiert er damit illegale Müllkutscher, die ihm das Gelände und das Gebüsch versauen.

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Schade, dass es soweit gekommen ist, denn der Pfad ist nach wie vor unglaublich schön, besonders am Morgen.

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Die Mattheiser Weiher will ich endlich auch mal wieder sehen.

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Einige andere Jogger sind dort auch bereits unterwegs.

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An den Weihern beginnt nun die Seerosenblüte. Schade, dass die große Runde um die beiden Teiche gerade mal 1600 Meter lang ist.

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Im Grunde könnte man hier auch ein wenig kreiseln. Aber ich nehme auf dem Weg zurück lieber noch die Waldrunde im Tiergarten unter die Trainer DS, die ich erstmals seit langem mal wieder unter die Füße geschnallt habe.

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Mit den flachen und leichten Teilen läuft es sich automatisch ein wenig flotter. Und so kommen mir bei diesem Lauf Gedanken, die ich in den vergangenen Monaten überhaupt nicht hatte: Wie wäre es, im kommenden Jahr mal einen Marathon unter drei Stunden anzustreben? … Rechenaufgabe … Das wäre pro Kilometer etwas unter 4:15 Minuten.

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Mein Versuch an diesem Morgen, dieses Tempo mal einen Kilometer zu laufen, scheitert kläglich. Aber ich weiß, wenn ich im Spätwinter mit dem Aufbau- und Tempotraining beginne, kann so etwas bei einem flachen Frühjahrsmarathon möglich sein.

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Diese Gedanken kommen erst einmal in die mentale Kladde mit der Aufschrift Wiedervorlage bei Übermut. Ich freue mich derweil über Schatten, denn kurz vor 9 Uhr ist es in der Sonne schon sehr warm. Also ab in den Tunnel und die gut elf Kilometer mit Anstand zu Ende bringen.

 

P.S.: In Sachen Terrasse muss ich leider mitteilen, dass der Familienrat entschieden hat, zunächst keine Bilder öffentlich zu posten. Wer dieses Wunderwerk also sehen will, muss sie persönlich in Augenschein nehmen.  Spätestens beim Bloggertreffen im kommenden Jahr wird dies möglich sein.

Regen(ge)wald(ig)

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Franken haben einen sympathischen Sprachfehler. Denn sie können weder „T“ noch „P“ korrekt aussprechen. Und so gibt es für meine Landsleute bekanntlich beim Buchstabieren die verbale Hilfskrücke, zum von einem „harden D“ und einem „weichen D“ zu sprechen.

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So sei mir augenzwinkernd das Wortspiel erlaubt, das mir beim Samstagslauf in den Sinn gekommen  ist: Regen(ge)wald(ig). Das war diese 21er Runde über Petrisberg, Filscher und Trimmelter Höhe.

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Die lange Tour unseres Freundschaftslaufes ohne die Extrarunde zur keltischen Fliehburg.

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Subtropisch ist es in diesen Tagen des Nachmittagsregens in Trier. Am Morgen hüllt sich dann die Landschaft in dichten Nebel, wie er sonst nur im Herbst durch die Gegend wallt.   Besonders im Wald fehlen dann nur noch fernes Tigergebrüll und Affengeschrei, dann könnte das auch eine Episode aus dem Regenwald von Sumatra sein.

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Vielleicht ist das etwas übertrieben, aber die Gedanken sind frei, erst recht beim Laufen.

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Als Trio mit Marc und Marcel bin ich unterwegs.

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Die Temperaturen sind sehr angenehm, die Luft ist entsprechend feucht. Fotomotive gibt es auch bei diesem Wetter.

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Nur auf der Höhe über Filsch ist die Sicht so eingeschränkt, dass die lange Steigung hinauf nach 30 Metern im Dunst verschwindet. Von den geernteten Getreidefeldern steigt spütbar Wärme und Dunst auf.

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Erst als wir wieder unten in Filsch sind und in Richtung alte Eiche laufen, gibt es wieder etwas zu sehen.

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Ein Traumhafter Lauf. Die Kühe nehmen das gelassen und suchen schon mal Schutz vor Regen, der heute nicht kommen wird. Vielleicht stellen sie sich aber auch vorsorglich unter, um Schatten zu finden, der am sonnigen und sommerlichen Nachmittag wohl tun wird.

Allen Freunden und Besuchern meines Blogs wünsche ich einen wunderbaren Sonntag!

Ferienzeit ist Trainingszeit

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Es ist tatsächlich so weit: Das gefühlt längste Schuljahr aller Zeiten geht zu Ende. Durchschnaufen dürfen die Schüler. Für Läufer, die im Spätsommer oder Herbst bei einem Halbmarathon oder Marathon starten wollen, hat der späte Ferienbeginn eine andere Konsequenz. Denn wer sich gewissenhaft vorbereiten will, darf nun nicht pausieren. Laufdress und -schuhe sollten dann zum Urlaubsgepäck gehören.

Wer seinen Urlaub nicht an den Ferien ausrichten muss, kann die Sache natürlich gelassener angehen und wie gewohnt seine Vorbereitungsläufe machen. Zum Beispiel am Samstag am Nürburgring. Der „Run am Ring“ ist ein echtes Bergtraining und bietet die Gelegenheit, die legendäre Rennstrecke per pedes unter die Lupe zu nehmen. Nachmeldungen sind für Frühaufsteher am Veranstaltungstag noch möglich.

Ähnlich anspruchsvoll, aber noch abwechslungsreicher ist der Maare-Mosel-Lauf. Bei dem lässt sich am 30. August testen, ob die körperliche Verfassung dem entspricht, was ein schneller Halbmarathon oder ein Marathon im Herbst erfordert. Ganz nebenbei ist das auch noch einer der schönsten Landschaftsläufe in der Region. Die Schulferien werden dann wieder fast vorbei sein. Der kluge Läufer meldet sich rechtzeitig an. Oder er gewinnt einen Freistart. Das Bewerbungsformular dafür ist im TV-Laufportal zu finden.

Müde Knochen munter machen

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Wie fühlen sich die Beine beim Laufen an, nach zehn Stunden Terrassenbau? Richtig, erst einmal unendlich schwer. Vor allem der Rücken ist nicht wirklich begeistert von der Idee seines Eigentümers, nochmal einen gepflegten Gruppenlauf hinzulegen, zusätzlich auch noch mit Trinkrucksack, weil es so hübsch warm ist …

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Die Empörung der Gelenke legt sich zur Überraschung des Denkers allerdings doch recht flott, nachdem sich an die andere Belastung gewöhnt haben.

 

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Eine nicht ganz so große Laufgruppe an diesem Abend. Dafür aber mit dem jungen Martin als Gast, der vor lauter Begeisterung ein ordentliches Mitteilungsbedürfnis pflegt und uns über seine  Erfahrungen mit dem ein oder anderen Lauftreff versorgt.

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Schattig muss die Runde sein, deshalb übernimmt zunächst Marc die Führung und lotst die Truppe am Gut Mariahof vorbei durch einen urigen Pfad zu den Pfahlweihern.

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Hier haben die Französischen Soldaten einst Krieg gespielt und angeblich auch Munition entsorgt. Der Mattheiser Wald ist inzwischen ein Biotop – mit breiter Straße als Schneise, die angeblich von Longboardern für rasante Fahrten genutzt wird. Steil und lang genug ist sie dazu ja.

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Das genügt auch, um dem Oberschenkel von Rudi so sehr zuzusetzen, dass er nicht mehr rund läuft und die Tour verkürzt, ebenso wie Dominik, der noch vorsichtig ist sowie Katrin, deren Kinder zuhause auf die Mama warten.

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Pia und Marion laufen noch ein ordentliches Stück weiter mit in Pellinger Straße, bevor sie „die Kurve kratzen“. Als Quartett läuft es dann Marc, Marcel, Martin und mich zurück und hinunter durchs Goldkäulchen und das Tiergartental. Herrlich der weiche Boden nach dem Regen.

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Knapp 20 Kilometer haben die zunächst müden Treter also noch überstanden, um dann noch zwei Stunden entspannt auf der fast fertigen Holzterrasse zu ruhen. Es war eine schöne Entscheidung, sich noch aufzumachen. Auch wenn heute die Glieder ziemlich schmerzen. Aber das liegt wohl mehr an der ungewohnten Handwerkertätigkeit gestern.

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Der arme Marc hat vermutlich Schmerzen an einer anderen Stelle. Bei so schweißtreibendem Wetter empfiehlt es sich eben doch, zum Pflaster zu greifen.