Alles gut!

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Danke an alle, die mir die Daumen gedrückt haben. Der Infekt vom Donnerstag hat sich zum Glück gestern und über Nacht so verbessert, dass ich den langen Lauf heute ohne zu große Sorgen angehen konnte. Das Aufwachen fühlte sich gut an. Noch eine halbe Stunde bei guter Musik gedöst. Es war die richtige Entscheidung, erst um 9 Uhr zu starten. Der Frost der Nacht begann sich da zu verflüchtigen. Die Sonne in Olewig versteckte sich zwar   an der Mosel über dem Nebel. Aber als Dominik und ich – Christoph ist an diesem Wochenende nicht da, Marc Rekonvaleszent und Frank unabkömmlich wegen Kindergeburtstags – aus dem falschen Biewertal auf die lange Moselrunde einbogen, durften wir uns über die Kraft der Sonne freuen.

Es wurden 28 Kilometer in einem Schnitt von 4:57 nach Strava und 4:59 nach Movescount, beides trotz vieler Fotostopps. Denn es war seit langem mal wieder ein richtiger Fotolauf. Hier die Ergebnisse in der Reihenfolge der Aufnahmezeit.

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Pause und Vorfreuden

Vielleicht war es doch keine so gute Idee, am Mittwoch 16 Kilometer zu laufen und danach 28 Stunden nichts zu essen und den Körper für die Darmuntersuchung zu entwässern. Jedenfalls hat die Nase gestern Nachmittag angefangen, die typischen Symptome eines aufziehenden Schnupfens zu zeigen. Schweren Herzens lege ich also heute eine Laufpause ein, obwohl eine Tempoeinheit  in Form von einem gesteigerten 10er auf dem Trainingsplan steht. Aber besser heute pausieren als morgen richtig krank zu werden.

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Die gute Nachricht. Bis auf ein paar Nießer und des noch dezenten Einsatzes von Papiertaschentüchern hat sich bislang nichts verschlechtert. Ich hoffe, mein gestählter Körper macht tapfer weiter so mit der Abwehr der „Freck“, wie hier in Trier jede Form von Erkrankung genannt wird.

Als Lektüre und Motivationshilfe hier noch die Laufkolumne. Ist zwar vom Donnerstag, aber noch immer aktuell. Bewerbungen für die 2015er Aktion Der TV bewegt! sind übrigens ab sofort möglich. Und ab Samstag sind auch Freistarts für den Fährturmlauf Schweich am 14. März zu gewinnen.

Vorfreuden

Selten bin ich bei einem Lauf so nass geworden wie am Montagmorgen. Vor diesem fiesen Nassschneeregen musste sogar die teure Funktionsjacke kapitulieren. Nasse Füße nach der ersten Pfütze. Und was so ein Wetter für Brillenträger bedeutet, können alle nachvollziehen, die schon mal mit offenen Augen durch eine Waschstraße gelaufen sind. Nur so viel Schaum war am Montag nicht dabei, höchstens in meiner Vorstellung – vor dem Mund. Schließlich hatte ich am Wochenende meine innere Uhr definitiv auf Frühling umgestellt.

Der wird kommen, daran kann auch das Schmuddel-Winterwetter-Intermezzo nichts ändern. Und damit erwacht auch wieder die Lust auf Bewegung. Soll ich ein wenig Vorgeschmack darauf geben? Gerne! Der TV bewegt auch 2015 wieder. Profitrainer werden unsere Leserinnen und Leser für den Trierer Stadtlauf fit machen. Schon Ende März beginnt das Training. Die begehrten Plätze dafür sind ab Freitag zu haben. Mehr dazu dann im TV-Laufportal. Auch alle, die Sport treiben, dabei aber nicht unbedingt laufen wollen, machen wir fit für den Frühling: Eine große Serie mit vielen Tipps und Hinweisen für die richtige Sportart in jedem Alter startet am Dienstag.
Nun gibt es aber auch Menschen, die im Winter die Laufschuhe geschnürt haben und schon fit genug sind, um zehn Kilometer am Stück zu bewältigen. Für die gibt es am Sonntag, 1. März, einen Geheimtipp: In Schweich kann ohne Zeitdruck die Strecke für den Fährturmlauf am 14. März getestet werden. Start ist um 10 Uhr im Leichtathletikstadion. Danach gibt’s Tee und Laugengebäck. Aber bitte überseht nicht die Spendenbox für die Förderschule Meulenwald!

Ausnahmsweise …

… kein Beitrag über das Laufen. Nichts über einen möglichen Zieleinlauf, ja nicht einmal etwas über einen Einlauf. Denn das wird bei einer Koloskopie nicht benötigt. Kolowas? Na ja, das einfachere Wort dafür ist Darmspiegelung. Eben jene Untersuchung, die Männern ab 50 dringend empfohlen wird. Und wenn in der Familie ein naher Verwandter bereits mit Darmkrebs zu tun hatte, ist sogar schon fünf Jahre früher Vorsorge angesagt.

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Ein unappetitliches Thema? Nur dann, wenn es um diese mit jedem Glas scheußlicher schmeckende Moviprep geht. Zwei Liter von diesem in Wasser gelösten Abführpulver gilt es sich einzuverleiben, um ins Kamillentee-Stadium zu kommen. Was das ist? Na ja, einfach an Farbe und Konsistenz denken … Mehr muss ich dazu hoffentlich nicht erklären.

Gestern ab dem späten Nachmittag und heute ab 5 Uhr (!) also gläserweise Lösung einverleibt und viel Zeit an dem Ort verbracht, an dem es nicht immer still ist. Termin zum gucken lassen dann heute um 10 Uhr. Alles kein Problem. Wenn die freundliche und zunehmend mitfühlsame Schwester und danach der Arzt dann auch nicht erst im vierten Anlauf die Vene für die Infusionsnadel getroffen hätte. Aber dann, eine kleine Portion „Hau weg“ in die Blutbahn … und auf Wiedersehen im Aufwachraum. Mein niedriger Ruhepuls lässt dort die Schwester ein wenig stutzen. „Ist normal – ich bin Sportler“ – selten war ein Ausspruch so befriedigend.

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Die hübsche Krankenhausmontur mit der himmelblauen Megahose durfte ich dann bald wieder ablegen und in Ruhe und mit dem vor der Untersuchung besorgten Imbiss abwarten, bis mein Schatz nach der Arbeit Taxi für mich spielte.  Wie grandios nach 28 Stunden Fasten und … zwei Brötchen, Laugenbrezel und Croissant und eine Flasche Multivitaminnektar schmecken können!

Der Befund? Ach ja, alles in Ordnung. Ein paar Narben von der elenden Häm(h)orrhoiden-OP vor zwei Jahren. Sonst ohne Befund. Das beruhigt.

Also Jungs im besten Alter: So eine Darmspiegelung ist keine schlimme Sache. Darmkrebs ist es schon. Aber je früher der entdeckt wird, desto größer ist die Heilungschance.

 

Verdammt früh …

… war es heute, als ich mich in die Laufklamotten geschmissen habe, wobei gequält wohl die passendere Umschreibung ist. Denn zwar habe ich nicht besonders gut geschlafen und war um 4.30 Uhr schon mal ziemlich wach. Als dann eine Stunde später aber der Weckalarm losging, hätte ich doch tatsächlich noch weiterschlafen können.

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Kllitzekleines Frühstück also – und um 6:15 Uhr raus auf die Piste. 16 Kilometer sollten es heute werden. Zusammen mit den 30 Minuten Laufkrafttraining davor wäre das eine heftige Trainingseinheit geworden. Dafür hätte ich mich aber nochmal eine halbe Stunde früher aufmachen müssen. Das hätte ja vielleicht noch funktioniert. Aber die Aussicht auf einen weitgehend kalorienfreien Tag hat mich dann doch gebremst.

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Schonkost deshalb, weil am Donnerstag ein Arzt meinen Dickdarm von innen betrachten will. Und dazu soll sich dieser aufgeräumt präsentieren. Weitere Details erspare ich mir an dieser Stelle. Nur so viel: Ich muss morgen wieder um 5 Uhr aufstehen und nochmal einen Liter von dieser nicht sehr wohlschmeckenden Darmputzflüssigkeit trinken, um das Kamillentee-Stadium zu erreichen …

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Heute früh also diese frühe Runde. Zunächst durch die nahezu menschenleere Innenstadt. An der Mosel war es dann hell genug, um ohne Laternenbeleuchtung den Weg zu finden. Die Konrad-Adenauer-Brücke in nüchterner Beleuchtung. Aber die Reflexionen auf dem Wasser lassen den Anblick doch zu einem Interessanten werden. An der Schleusenbaustelle wird auch schon gearbeitet …

Nach zwei Scheiben Toast und drei Tassen grünen Tee bin ich dann rechtzeitig zum 9 Uhr-Termin in der Redaktion. Die wird mich morgen nicht sehen …

Zieht Euch warm an!

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Heute 60 Minuten Koordination und Rumpfstabi. Nichts wirklich Aufregendes, um darüber mehr zu schreiben. Aber ich habe ja noch die Laufkolumne der vergangenen Woche. Die hatte ich noch gar nicht hier eingestellt. Bitte werft mir nach der Lektüre nicht auch noch eine gespaltene Persönlichkeit vor. Das Thema Masochismus genügt mir 😉

Zieht Euch warm an!
Wenn ich wieder einmal schreiben würde, dass Laufen gesund ist, wäre das langweilig. Oder doch nicht? Gerade in Zeiten, in denen die Erkältungswelle neue Rekorde bei den Krankschreibungen und Betttagen einfordert, ist es vielleicht doch interessant, einmal mehr darauf zu sehen, was die Forscher dieser Welt in Zusammenhang mit dem Laufsport unter die wissenschaftliche Lupe genommen haben.
Da wäre zum Beispiel ein gewisser Neil Walsh. Der lehrt an der Bangor University in Wales und hat untersucht, wie sich die Intensität des Laufens auf das Immunsystem auswirkt. Wie er das im Detail gemacht hat, ist an dieser Stelle nicht unbedingt von Relevanz. Das Ergebnis ist es allerdings schon: Wer die Sache nämlich ernst nimmt, läuft ab sofort lieber zweimal 30 Minuten als einmal zwei Stunden lang. Auch kurze und gleichzeitig schnelle Läufe belasten das Immunsystem geringer als ein moderater langer Lauf. Eine längere Belastung, so die Schlussfolgerung des Wissenschaftlers, führe eher zu einer Schwächung des Immunsystems. Grundsätzlich ändert diese Erkenntnis allerdings nichts daran, dass Bewegung an der frischen Luft in angemessener Bekleidung das Immunsystem trainiert und stärkt. Vor allem aber ist es in der kühlen Jahreszeit wichtig, sich nach dem Lauf möglichst rasch „trockenzulegen“ und warm anzuziehen. Wer nach dem Laufen friert, geht tatsächlich ein hohes Risiko ein, sich eine Erkältung einzufangen. Das gilt erst recht nach langen Läufen.

Nicht optimal …

… ist die Strecke, die ich für meine Intervalleinheiten in der Vorbereitung auf den Düsseldorf-Marathon ausgesucht habe. Denn je länger die Strecken für die Intervalle werden, desto stärker macht sich die leichte Steigung bemerkbar, die dann zumindest in eine Richtung den Atem schneller beschleunigt als auf einer komplett flachen Piste.

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Heute – tätä – dann auch noch fies nasser Schnee von oben. Die Frühlingsvorgefühle vom Wochenende waren da schnell verdrängt. Aber zumindest war das mit dem wach werden spätestens nach der ersten Pfütze kein Problem mehr.

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Die Vorgabe: 14 x 500 Meter in jeweils 1:51 bis 1:57 Minuten. Das macht eine Pace von 3:42 bis 3:54 min/km. So kann eine interessante und vermutlich nicht nur wegen des Lauftrainings anstrengende Woche beginnen …

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O.K., den Plan habe ich erfüllt, auch wenn ich mich bei jedem zweiten Intervall wirklich gequält habe. Aber so ein kleiner Hang zum Masochismus wird mir angesichts der Bewältigung dieser Trainingswochen ja eh nachgesagt. Auch diese Erwartungen konnte ich nicht enttäuschen.

Morgen ist dann wieder Laufpause und Turnerei auf Matte und Stabipad angesagt.

  • 10 Minuten warmlaufen
  • 4 Lauf-ABC-Übungen
  • 14 x 500 Meter (in 1:51 bis 1:57 Minuten) mit je zwei Minuten Trabpause
  • 10 Minuten auslaufen
  • Black Roll