Zurück auf dem Felsenpfad

Christoph und Marc in Luxemburg, Dominik beschäftigt. Da war es spannend, wer neben Marcel noch zum Samstagslauf erscheinen würde. Und tatsächlich mussten wir nicht als Duo starten – was natürlich auch kein Problem gewesen wäre.

DSC07484-001

André mit seiner Hündin Naja kommen gerade den Mühlenpfad herunter, als ich  den  Sportplatz erreiche. Kathrin trifft wenig später mit dem Auto ein. Also wieder eine Frau dabei. Das wird langsam zu einer angenehmen Konstante. Die Route hatte ich für Interessenten bereits am Vorabend auf der WhatsApp-Gruppe des Lauftreffs verraten. Der Felsenpfad soll es heute sein – und über Schusters Kreuz und Innenstadt zurück. Deshalb habe ich auch den Gürtel mit zwei gefüllten Wasserfläschchen angeschnallt. Ein Gel ist auch in der Tasche, denn kräftezehrende Höhenmeter bietet diese Runde in jedem Fall.

DSC07462-001

Kein Widerspruch, also machen wir uns auf den Weg zur Mosel und dort weiter zur Kaiser-Wilhelm-Brücke. Am frühen Morgen schläft der Fluss noch, bietet eine spiegelglatte Oberfläche. Immer wieder ein toller Anblick bietet sich von der Brücke, die im vergangenen Jahr 100. Geburtstag hatte. Hoch geht es die Treppen auf dem nach Felssicherungsarbeiten wieder frei gegebenen Weg zur Hochschule.

DSC07463-001

Natürlich denke ich an Tanja Gräff, die vor acht Jahren hier unterwegs war und von den Felsen gestürzt ist. Zumindest das steht inzwischen fest, nachdem vor zwei Wochen ihre Überreste endlich am Fuße einer 50 Meter Hohen Sandsteinwand durch Zufall entdeckt wurden. Eine Sonderkommission der Kriminalpolizei versucht nun noch einmal herauszufinden, ob es ein Unglück oder ein Gewaltverbrechen war.

DSC07467-001

Vor zwei Wochen war ich in meiner beruflichen Funktion hier oben, um Fotos vom Umfeld des Fundortes zu machen. Heute laufen wir wieder an der Stelle vorbei, an der sie in die Tiefe gestürzt sein muss. Wie mir aber heute erst auffällt, gibt es tatsächlich im Bereich oberhalb des Ortes, wo der Körper der jungen Frau so lange lag, einen kleinen Vorsprung hinter dem Zaun, auf dem man auch stehen oder sitzen kann. Vielleicht doch ein Unglück im Morgengrauen? Ich bin sehr gespannt, ob sich die Todesnacht irgendwann bis zum schlimmen Ende rekonstruiert werden kann.

DSC07475-001

Ziemlich genau unter dieser Felskante sind die Überreste von Tanja Graf gefunden worden.

Natürlich ist all das auch Thema in unserer Laufgruppe. Wir genießen den wunderbaren Untergrund und die tolle Aussicht dennoch sehr und werden bald auch von einem Herrchen abgelenkt, der seine beiden schwarzen Hunde nicht ganz so gut im Griff hat. Nala übersteht die Begegnung zum Glück ohne Schaden und freut sich sichtlich darüber. Fit ist die Hündin, denn sie nimmt ohne Probleme auch den langen Anstieg zum Schusters Kreuz hinauf. Ich darf für Kathrin derweil den Samariter spielen und einer meiner Trinkflaschen anbieten.

DSC07489-001

Schusters Kreuz

DSC07498-001

Nachwuchs im Wildschweingehege Weißhauswald.

Weil wir einen Abzweig verpassen, laufen wir einen etwas kürzeren Weg, der dafür aber etwas steiler ist. So stehen am Ende „nur“ 21 Kilometer und 427 Höhenmeter auf dem Uhrentacho.

DSC07501-001Das ist aber auch gut so. Denn weil Kathrin mein Gel nicht runterbringt, ist sie am Ende doch ziemlich im Hungerloch und nur durch ein Stück Brötchen zu retten, das André ihr gerne aus dem Frühstücksbeutel für seine Familie zur Verfügung stellt, den er auf der Strecke durch die Innenstadt erstanden hat.

DSC07505-001 DSC07512-001

Kathrin ist zwar ziemlich am Ende ihrer Kräfte, als wir wieder in Olewig ankommen. Sie versichert dennoch, dass ihr der Lauf sehr viel Spaß gemacht hat. Beim nächsten Ausflug dieser Länge wird sie bestimmt eine Stärkung mitnehmen. Auch für André und Nala war dieser Lauf ein schönes Erlebnis in für sie neuem Terrain, was wiederum mir sehr gefällt. Jetzt kann ich Christoph und Marc in Ruhe die Daumen für heute Abend beim Luxemburg-Marathon drücken.

 

Landesgartenschau Landau

DSC07336

Ich hatte versprochen, von der Landesgartenschau in Landau zu berichten. Heute ist dafür Platz, denn es ist mein läuferischer Ruhetag in dieser Woche. Allzu lang soll der Text aber nicht werden. Dafür gibt es etwas mehr Bilder. die sagen eh mehr als Worte.

DSC07323

Wie ist sie also, diese 27 Hektar große Schau auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne? Vom Konzept erinnert sie sehr an die Gartenschau in Trier, bei der auch ein ehemaliges Kasernenareal komplett verändert wurde. Anders als in Trier ist das Areal in dem 45000 Seelen zählenden Städtchen in der Südpfalz aber flach, was ihm einigen Reiz nimmt.

DSC07332

Und wie in Trier ist deutlich zu erkennen, welcher Teil der Schau später als Grünzug oder Parkgelände erhalten werden soll. Mehr als die Hälfte der Fläche ist eher provisorisch hergerichtet.

DSC07319

Die Infrastruktur ist prima. Wer aber zu den Sport- und Spielflächen will und nicht zu gut zu Fuß ist, sollte die regelmäßig über das Gelände fahrenden Shuttles nutzen. Bollerwagen für  die Vermeidung nörgelnder Kinder gibt es natürlich auch.

DSC07318

Eine Blümchenschau ist es in Landau nicht. Das diesbezügliche Ausstellungsangebot hält sich wohltuend im Rahmen. Und zu den Muster-Kleingärten und dem Friedhofskulturbereich kann ich nichts sagen. Die habe ich gemieden.

DSC07345

 

Wie in Trier stehen auf dem Gelände auch Musterhäuser, die zum Teil bereits bewohnt sind. In Trier waren allerdings Generationenwohnen und „Wohnen und Arbeiten“ die Themen. Moderner Geschosswohnungsbau scheint in Landau das Thema zu sein.

DSC07352

Der Blick in den bereits angeblich bewohnten Bereich – wir haben tatsächlich zwei ältere Herrschaften gesehen, die dort auf Gartenstühlen die Sonne genossen – lässt mich aber zweifeln, ob so etwas mehr als architektonische Ästhetik ist. Familien mit Kindern werden hier wohl eher nicht erwünscht sein.

DSC07330

Am meisten beeindruckt – das mag ein wenig fies sein – hat mir der Blick vom 25 Meter hohen Aussichtsturm … auf das Gelände außerhalb des Ausstellungsareals. Wo vor Jahrzehnten vermutlich Soldaten den Krieg probten, hat sich die Natur machtvoll zurückgeholt, was ihr gehörte.

DSC07328

Lohnt sich also ein Buch der Landesgartenschau in Landau? Interessant ist sie, vor allem, wenn ein Vergleich zu anderen Schauen wie in Trier oder Koblenz möglich ist. Mir hat allerdings der eine Besuchstag genügt. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn auf einer der drei Bühnen an diesem Tag etwas geboten worden wäre.

DSC07347 DSC07339 DSC07344 DSC07337 DSC07338 DSC07333 DSC07350 DSC07329 DSC07326 DSC07325 DSC07324 DSC07322 DSC07321 DSC07361 DSC07357 DSC07359 DSC07362 DSC07355 DSC07354 DSC07353 DSC07320

Außerirdisch

DSC07453

Zu den langsamsten Läufern zähle ich nicht. Dennoch erscheint mir das Tempo außerirdisch, mit dem die Semiprofis und Profis über die Strecke fegen. Wenn ich bedenke, wie ausgeruht und entspannt die schnellste Frau, Linda Betzler, schon länger als fünf Minuten da stand, bis ich beim Kröver Mitternachtslauf ins Ziel hechelte, könnte ich dezent verzweifeln.
Zum Glück gibt es auch Zeiten, die ich ohne akute Atemnot erreichen kann. Wobei sich das Thema ausreichende Sauerstoffzufuhr bei dem Marathon, der mir in den Sinn kommt, schwierig gestaltet: Nicht von dieser Welt ist jedenfalls der Rekord des Nasa-Roboters „Rover Opportunity“. Ziemlich genau elf Jahre und zwei Monate hat das Gefährt benötigt, um 42,195 Kilometer auf dem Mars zurückzulegen. Es ist das erste von Menschen gebaute Gefährt, das eine Marathonstrecke auf einem fremden Planeten bewältigt hat.
Den außerirdischen Rekord haben die Wissenschaftler des Jet Propulsion Laboratory der Nasa wohl auch deshalb besonders gefeiert, weil er die bisherige Bestmarke des sowjetischen Mondmobils Lunochod 2 um mehr als drei Kilometer übertraf. Beim Marathonlauf zur Feier des neuen Rekords waren die Kalifornier allerdings deutlich flotter als ihr fahrender Roboter. Nach fünf Stunden war der letzte Wissenschaftler im Ziel – eine realistische Herausforderung, nicht nur für mich.

Runden-Koller

Das Thema Laufrunden lässt mich nicht los. Denn was hatte sich Coach Michael Pfeil für das Training bei Der TV bewegt! ausgedacht? Sechs Kilometer Tempodauerlauf bei konstantem Tempo. Soweit kein Problem. Aber sechs Kilometer im Waldstadion zu laufen bedeutet 15 Runden …

DSC07390

Zum einen ist das nicht sonderlich spannend. Zum Zweiten erzeugt das eine Art Drehwurm. Zum Dritten würde ich es eh nicht schaffen, bis zum Ende richtig zu zählen.

DSC07411

Wie gut ist deshalb eine Laufuhr, die das Zählen übernimmt bzw. die zurückgelegte Strecke anzeigt! Denn ich hatte auch nur für die Hälfte der Strecke einen Begleiter. Der musste dann leider abreißen lassen …

DSC07399

Davor natürlich das übliche Programm: Aufwärmrunde durch den Wald, Lauf-ABC und Steigerungsläufe.

DSC07404

Im Waldstadion hatte Jens derweil seine Koordinationsleiter ausgerollt und machte seinen inzwischen recht fitten Einsteigern Beine.

DSC07413

Marc scheuchte sein Team in Intervallen über die Bahn. Das zumindest war nicht schlecht, weil es ab und zu auf den sonst einsamen Runden zu Laufbegegnungen führte.

DSC07425

Schön angestrengt haben sich alle. Aber die fröhlichen Gesichter auf der Auslaufrunde zeugen auch davon, dass es Spaß gemacht hat.

DSC07428

P.S.: Ich bin keine Runde zu viel oder zu wenig gelaufen.

Schon wieder …

DSC07367

… könnte ich eine Überschrift … + Dame wählen. Die würde dann „Quintett plus Dame plus Hund“ lauten. Denn irgendwie scheint es zur Serie zu werden, dass sich immer „nur“ eine Läuferin unseren Treffs anschließt.

DSC07376

Lisa ist natürlich eine wirklich fitte und flotte Frau, auch wenn sie das selbst gar nicht so gerne hört. Sie hatte kein Problem, beim Pfingstabschlusslauf am Montagabend mitzuhalten. Dabei hatte es diese 15er Runde durch Tiergartental, Goldkäulchen und Mariahof ganz schön in sich. Damit meine ich nicht nur die 340 Höhenmeter, sondern besonders das Tempo, das mit 5:26 min/km doch ordentlich flott war.

DSC07379

Dominik, André, Marc und André mit Hündin Nala – allesamt wirklich fitte Vertreter des gepflegten Laufens. Ich zähle mich mal auch zu dieser Kategorie. Und die flotte Lisa – gut bei Puste – mit dabei. Wer sich beim Laufen noch problemlos unterhalten kann, ohne in Schnappatmung zu verfallen, ist nicht überfordert. Später Sonnenschein und eine vom Regen gereinigte Luft waren dafür die Belohnung.

DSC07384

Fürwahr kein Schneckentempo. Und ich sehe Kandidaten und auch wieder eine Kandidatin für unseren Samstagslauftreff.

 

Dreierpack mit Bart

Ein wenig verspätet kann ich berichten, dass der Mitternachtslauf in Kröv wieder eine sehr schöne Sache war. Am Pfingstsonntag war der Besuch der Landesgartenschau Landau angesagt, da blieb keine Zeit für den Computer, was auch mal nicht schlecht ist. Der Bericht zur LGS wird folgen, jetzt muss aber erst einmal einer der stimmungsvollsten Laufveranstaltungen an der Mosel bedichtet werden:

31. Krˆver Mitternachtslauf

Nach dem entspannten Morgenlauf sattle  ich also um 18 Uhr meine 110 Pferde und mache mich auf in Richtung Kröv. Eine Stunde Anfahrt ist schon ganz schön lang, aber dafür werde ich es voll ausreizen. Denn nach der Pflichtveranstaltung Firmenlauf am frühen Abend will ich auch noch eine Stunde vor Mitternacht beim Hauptlauf starten. Der ist offiziell zwar nur für Jungspunde bis 39 Jahre gedacht. Als älterer Herr darf ich aber außerhalb der Alterswertung teilnehmen.

DSC07240

Die Nachmeldung für den 9400 Meter langen Mitternachtslauf ist schnell erledigt. Dirk hat bereits die Nummern für den Firmenlauf gesichert. Seine Partnerin Larisa ist auch wieder dabei. Und so ergeben wir gemeinsam mit Claudia und Sabine eine hübsches Quartett + Gast. Das Gruppenfoto ist allerdings erst nach dem Zieleinlauf möglich, weil Claudia wegen eines Staus bei der Anreise erst zwei Minuten vor dem Start ankommt, vollkommen durch den Wind und deshalb nicht so aufgeregt wie sonst.

DSC07246

Vielleicht ist das sogar gut für sie, denn sie geht nach dem Startschuss ab, wie es die Post niemals konnte. Meinen Plan, mit ihr gemeinsam zu laufen, gebe ich deshalb nach einem Kilometer in irrsinnigem Tempo auf. Schließlich warten nach der ersten Hälfte der Runde durch den Ort zwei Rampen, die bezwungen werden wollen und ordentlich an die Puste gehen.

DSC07251

Also nehme ich ein wenig Tempo raus und laufe zügig hoch und dann wieder durch die von stimmungsvolle Ortsmitte hinunter zur Mosel. Es wartet ja noch eine zweite Runde, auf der ich dann ordentlich Dampf machen kann, denke ich und wundere mich sehr, als mich ein netter Streckenposten unterhalb der Kröver Nacktarschhalle in den Zielkanal winkt. Hä?!!! Zu einem Schlussspurt ist es jetzt zu spät. TV – total verpeilt. 3800 Meter sind also 1,5 und nicht 2,5 Runden …

DSC07253

Na gut, einige Körner gespart für den späten Lauf. Mit Claudia, die 30 Sekunden vor mir,  und Dirk, der 40 Sekunden nach mir (14:37; Pace 3:52) ins Ziel kommen, gewinnen wir trotz meiner Trotteligkeit die Firmenwertung locker. Claudia ist es die schnellste Frau in diesem kurzen Lauf, der gemeinsam mit der normalen Wertung als Jedermannlauf immerhin 260 Starter hat. Ich auf Platz 12 und in der M50-Klasse auf Platz 4. Aber das ist nicht wichtig. Hätte ich nicht so gepennt, wäre ich maximal zwei Plätze besser gewesen.

DSC07264

Kaum ist das Siegerteamfoto gemacht und ein alkoholfreies Bier des Hauptsponsors verköstigt, schon steht Marc breit grinsend und im Outfit des SV Olewig neben uns. Als meine Teammitglieder hören, dass ich mit ihm noch den späten Lauf angehen werde, freuen sie sich. Vor allem deshalb, weil mir dadurch die Aufgabe zufällt, bis zu Siegerehrung zu bleiben. Und schon sind sie auf dem Heimweg.

DSC07279

Dummerweise ist die Siegerehrung in der Nacktarschhalle just zu dem Zeitpunkt vorgesehen, wenn die Mitternachtsläufer sich eine halbe Dorfrunde weiter zum Start aufstellen. Wer sich über den sonderbaren Namen für diese Festhalle wundert, dem sei kurz erläutert, dass der Kröver Nacktarsch eine Weinlage ist, die werbewirksam in Szene gesetzt wird und die Blicke der verwunderten Touristen an diesem idyllischen Örtchen an der Mittelmosel an Hauswänden, einem Brunnen und manch anderer Form nahegebracht wird.

DSC07266 DSC07310

So informiere ich also das Orgateam über meine Zeitprobleme. „Wir wollten die Siegerehrung eh mit den Hauptläufen machen“, lautet die Antwort. Auch gut, also Nachsitzen bis 2 Uhr …

DSC07276

Da der Abend noch lang wird, muss erst einmal ein Döner in den Magen. Meinem Sohn, der den Lauf nutzt, um mit seiner 125er einen schönen Ausflug zu machen und Caddy für mich zu spielen, hatte ich einen solchen Imbiss versprochen.

DSC07281

Lecker. Und spannend. Denn als wir schmausend an der Strecke sitzen und die Startvorbereitungen für den Lauf der Junggebliebenen  verfolgen, werde ich natürlich mehrfach von Bekannten angesprochen. Wenn ich dann berichte, dass ich erst 100 Minuten später mit den Jungspunden laufen werde … Ich glaube, nicht sehr viele würden sich trauen, davor noch so ein leckeres Fladenbrot mit Fleischfüllung zu genießen.

DSC07280

Ein Attraktion sind übrigens die Insassen des Pacecars mit ihren angeklebten Bärten und Sonnenbrillen. Cool und oft fotografiert. Aber dann geht es schon los im Dämmerlicht, die meine kleine Kamera deutlich an die Grenzen bringt. Aber mit ein wenig Experiemtierfreude und Blitz gelingen doch einige Fotos.

DSC07285

Ist schon interessant, als Betrachter auf die Läufer zu sehen, wie sie laufen, leichtfüßig und elegant, schnell und verkrampft, gerade, buckelig, lächelnd oder gequält. Im Ziel werden sie alle ihren Spaß haben bzw. wieder finden.

DSC07311

Und dann ist es auch schon kurz vor 23 Uhr. Wir haben unsere Taschen in die Turnhalle gebracht und stehen im schwarzen Dress des SV Olewig bereit, um die dreieinhalb Runden bei Kerzenschein zu drehen. Tolle äußere Bedingungen. Noch immer viele Menschen an der Strecke. Der Döner liegt nicht schwer im Magen. An einigen Stellen ist es zwar so dunkel, dass ich als Brillenträger vorsichtig sein muss, damit ich keine Bürgersteigskante oder eine andere Unebenheit zu übersehe.

DSC07313

Der Plan, gemeinsam mit Marc zu laufen, gelingt aber leider nur teilweise. Denn schon am ersten Anstieg verliere ich ihn, obwohl ich gefühlt nicht am Anschlag laufe. Am Ende der Gefällstrecke ist er wieder da, aber auf der zweiten Runde verliere ich ihn wieder. Und er kommt auch nicht mehr heran, obwohl ich Tempo rausnehme. Dann also die letzte Runde mit Power und … Zielsprint. Schließlich habe ich hier noch etwas nachzuholen.

DSC07314

9400 Meter vergehen wie im Flug. 39:42 Minuten (Pace 4:13) sind angesichts von 96 Höhenmetern auf dieser Distanz nicht schlecht. Platz 20 in der Altersklasse M35 … das kann sich doch sehen lassen 😉 Marc ist nach 40:35 Minuten im Ziel. Auch eine gute Zeit.

DSC07315

Ich entschuldige mich, dass ich ihm davon gelaufen bin. Er meint, am Berg sei heute nicht mehr drin gewesen. Beide freuen wir uns, dass es insgesamt doch gut gelaufen ist. Selten bin ich an einem Tag dreimal gelaufen, und davon zweimal flott. Aber es ging und hat Spaß gemacht.

DSC07316

Das Mitternachtsfeuerwerk hören wir nur beim Duschen. Für mich heißt es dann noch ausharren bis zur Siegerehrung der Firmenwertung … die doch bereits um 23 Uhr stattgefunden hat, wie ich um 1:30 Uhr erfahre. Na gut, dann packe ich also den beiseite gestellten Wein und die Urkunden ein und mache mich auf den Weg durch die Nacht in Richtung Trier. Allerdings fesselt mich davor noch die Feuershow von Christian Dirr. Hey, Kompliment! Mein Nachbar hat es drauf!

DSC07365

Das war also ein ganz besonderer Lauftag, der bis heute mit leichtem Muskelkater in den Wade nachwirkt. Aber so ist das bei schnellen Läufen auf Asphalt. Der offizielle Bericht vom Kröver  Mitternachtslauf und sehr viele professionelle Fotos von Holger Teusch gibt es übrigens auf dem Laufportal.