Bilder eines Jahres

Der TV bewegt, 2015TV-Foto: Friedemann Vetter

TV-Foto: Friedemann Vetter

Es gibt Menschen, die genießen ihre Zeit in der Natur nicht nur, wenn sie unterwegs sind. Mit handlichen Kameras oder Smartphones ausgerüstet, nehmen sie sich zusätzlich schöne Augenblicke für den doppelten Genuss mit nach Hause. Wegen meiner Sammelwut in Bezug auf schöne Fotos musste ich mir schon manche Bemerkung gefallen lassen.

Dass es dennoch lohnt, zeigen nicht nur viele positive Reaktionen auf Beiträge in meinem Laufblog. Spätestens bei der Sichtung tausender Fotos eines Jahres für das obligatorische Fotobuch kann ich noch einmal viele wunderbare Laufmomente nachempfinden. Kaum zu glauben, was da alles in zwölf Monaten passiert ist!
Unter den mehr als 400 Fotos, die das stundenlange Aussuchen überstanden und den Weg in den Bildband gefunden haben, gibt es natürlich einige, die herausragen. Eines davon zeigt 60 strahlende Frauen und Männer in einheitlichen Shirts, die gut gelaunt und motiviert in Richtung Kamera winken. Dieses Foto habe nicht ich, sondern mein Kollege Friedemann Vetter geschossen, der dafür an einem sonnigen Tag im Juni 2015 im Trierer Weißhauswald aúf ein Gerüst geklettert war.

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Die Teilnehmer an der Aktion „Der TV bewegt!“ freuten sich an diesem Abend über den Abschluss des wochenlangen Trainings, in denen sie nicht nur fitter geworden waren, sondern auch neue Freunde und Gleichgesinnte gefunden hatten.
Auch in diesem Jahr wird ein solches Foto entstehen. Wer darauf zu sehen sein wird, ist aber noch offen, denn die Ausschreibung für die Vorbereitung auf den Stadtlauf Trier startet erst am kommenden Wochenende. Sicher bin ich mir allerdings schon jetzt, dass es auch 2016 eine tolle Aufnahme sein wird.

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Psst, für die Gäste meines Laufblogs gibt es einen kleinen Vorteil. Euch verrate ich den Link zum Bewerbungsformular bereits heute: Hier geht‘ lang!

Mal wieder Mosel

Die Wettervorhersage hat Regen und Wind angekündigt. Spätestens als mich in der Nacht das Trommeln auf das Dachfenster weckt ist klar, dass dieser Samstagslauf unter reichlich ungemütlichen Voraussetzungen stattfinden würde.

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Aber da Dominik sein Kommen zugesagt hat, gibt es keine Ausrede. Zudem soll ja der  ganze Tag regnerisch werden. Nach den berufs- und gesundheitsbedingten Absagen der restlichen Truppe sind wir also mal wieder als Duo unterwegs, was dazu motivert, sich an die Zeit vor einem Jahr zu erinnern, als wir im Training für Düsseldorf regelmäßig an der Mosel zu zweit Tempo gemacht haben.

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Die Mosel ist bei diesem Sauwetter also das Ziel. Dominik will einen langen Lauf machen. Er wird in Hamburg starten. Ich will auch lang, obwohl ich bis zum Luxemburg-Marathon Ende Mai noch reichlich Zeit habe.

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So laufen wir also über die Konrad-Adenauer-Brücke und dann an der Mosel bis zu Eisenbahnbrücke Konz. Das war meine Tempodauerlaufstrecke im Herbst vor Frankfurt. So flott sind wir heute nicht, Aber knapp unter 5 min/km ist nicht langsam. Luft zur Unterhaltung bleibt noch. Wenn nur der Wind nicht so sehr um die Ohren rauschen würde, dass es kaum möglich ist, etwas zu verstehen.

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Auf dem Rückweg auf der anderen Moselseite ist es dann besser. Rückenwind. Wir entscheiden uns, durch die Stadt zurück nach Olewig zu laufen. Da ist an diesem Morgen wirklich noch nicht viel los. Einfach zu ungemütlich für einen frühen Stadtbummel. Insgesamt ist das Wetter aber weniger nass als vor einer Woche in Irrel.

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Am Ortseingang von Olewig verabschieden wir uns. Ich nehme die Variante durch das Tiergartental und das kleine Biest.

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Die Beine sind nach 27 Kilometern ordentlich schwer. Ein wenig Sorgen macht mir aber das Ziehen in der Leiste. Das muss ich im Blick behalten. Heute werde ich aber  nicht in die Versuchung kommen, es zu übertreiben. Sonntagsdienst – mal wieder. Allen, die den Tag genießen können, wünsche ich viel Spaß dabei.

Hoppla!

Was ist das denn für weißes Zeug? Ich glaube, es bleibt in diesem Jahr erst zum zweiten Mal überhaupt Schnee liegen. Der Blick in den Garten ist jedenfalls winterlich heute morgen.

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Da ist es eigentlich schade, dass Rumpfstabi auf dem Programm steht. Ein Tag Laufpause muss vor dem Samstagslauf sein, der vermutlich trotz des angekündigten miserablen Wetters ordentlich lang wird. Und schließlich war ich ja gestern früh unterwegs, zwar nicht sehr lang, dafür aber mit einigen Tempopassagen.

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Die Wochenbelastung will ich nicht zu schnell wieder steigern. Nur nichts übertreiben. Ich muss ja erst zum Luxemburg-Marathon am 28. Mai wieder richtig fit sein.

Allen ein schönes und aktive Wochenende!

 

Es wird bunt

Danke an Anne, für die Inspiration zur neuen Laufkolumne.

Es wird bunt

Der Februar ist ein Monat der Hoffnung. Zumal er kürzer ist als alle anderen, scheint der Frühling endlich in greifbare Nähe zu rücken. Daran ändern auch Schaltjahre wie dieses nichts. Der Januar unendlich lang und dunkel. Jeder Sonnenstrahl, der die Welt aus dem Einheitsgrau befreit, ist kostbar. Die Sehnsucht nach Farben wächst.
Das haben auch die Sportartikelhersteller erkannt: Bei der Laufbekleidung kann es gar nicht bunt genug zugehen. Grelle Jacken, Tigerhosen, Pop-Art-Halstücher. Sogar die Displays vieler Laufuhren strahlen neuerdings in Rot, Grün und Gelb. Und die Schuhe?
Wer auch an trüben Tagen ein farbiges Spektakel erleben will, muss Läufern auf die Füße schauen, die unverdrossen auch im Winter ihre Runden drehen. Einheitsgrau und zurückhaltende Monochromie war gestern. Laufschuhe präsentieren sich bunt wie eine Blumenwiese im Frühling – wenn sie nicht von Schlamm ummantelt sind, wie das am Samstag nach dem Zitronenkrämerlauf in Bekond und dem Eifellauf in Irrel der Fall war. Dort boten die vor der Umkleide abgestellten Schuhe ein interessantes und sehr abwechslungsreiches Bild: erdig und dennoch farbenfroh.
Der Februar geht mit raschen Schritten seinem Ende entgegen. Die Tage werden länger. Bald ist die Welt wieder hell und bunt, nicht nur an den Füßen von Läuferinnen und Läufern.

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Es werde Licht!

Wie wichtig der Morgenlauf heute war, ist mir gerade erst bewusst geworden, als ich noch einmal auf die Fotos geschaut habe. Ohne viel Text stelle ich sie deshalb ein. Nur der Hinweis sei erlaubt: Es geht aufwärts mit der Helligkeit. Wenn sich die Wolken lichten, dann lassen sich sogar schon zwischen 8 und 9 Uhr ein paar Sonnenstrahlen genießen. Es werde Licht!

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Statt Blumen

Blumen für die Liebste am Valtentinstag? Ich muss gestehen, dass ich davon eher wenig halte. Lieber an einem anderen Tag, ohne kommerziell gesteuerten Anlass.

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Aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, seine Zuneigung zu zeigen. So wurde es mal wieder Zeit für einen gemeinsamen Lauf. Ich habe dabei auch mein Versprechen eingehalten, mich im Tempo anzupassen – mit einer kleinen Ausnahme am steilsten Berg und 500 Extrametern. Aber nach zehn Kilometern waren die Beine dann doch ganz schön schwer. Das lag am Eifellauf vom Tag davor. Aber auch die ungewöhnlich vielen Schritte für diese Distanz sind mir ganz schön in die Gliedmaßen gefahren.

Nach Sauna und Blackroll war aber alles wieder gut.