Entspannt

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Meine Frau sagt, meine Falten hätten sich geglättet, seit ich nicht mehr laufe. Ehrlich gesagt würde ich sogar einer Botoxbehandlung zustimmen, wenn ich im Gegenzug wieder beschwerdefrei laufen könnte. Noch immer geht da nichts, und meine Geduld ist langsam aufgebraucht. Allerdings bin ich inzwischen fast sicher, dass die Ursache der Probleme vom Hüftgelenk kommen. In der kommenden Woche ein Besuch beim Osteopathen, und dann noch der lange erwartetet MRT-Termin. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, zumindest bei unserem Freundschaftslauf Anfang Juni wieder aktiv sein zu können. Es muss auch nicht die lange Strecke sein.

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Heute statt Samstagslauf also wieder ein zweistündiger Solo-Spaziergang. Sonne tanken, in diesen wechselhaften Tagen. Die Ruhe und die Natur sind einfach ein Genuss. Die Fotos geben vielleicht einen kleinen Eindruck davon. Zumindest konnte ich es mit entspannter Gesichtshaut genießen, während meine Frau ihre Kernscheidrunde unter die Laufschuhe genommen hat. Liebe ist: Gönnen können …

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Krasse Typen

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Immer wieder kursieren im Fratzenbuch und anderen Spielarten des weltweiten Netzes mehr oder weniger kuriose Filmchen und Einlassungen über Läufertypen. Da ist die Rede von Halbmarathon-Typen, Eisenmännern, Trippelschrittlern, Plattfußplatschern, Fersenstampfern, Satellit-Gesteuerten, Springböcken, Gehläufern oder Wagenschiebern. Wer im wirklichen Leben darauf blickt, wie sich die Republik joggend bewegt, wird noch mehr bildhafte Beschreibungen finden. Denn so vielfältig wie die Laufbekleidung sind die individuellen Bewegungsabläufe.
Wer dann auch noch die Möglichkeit hat, einer Trainingsgruppe bei Koordinationsübungen oder Lauf-ABC zuzusehen, wird überrascht sein. Nicht alles davon taugt dazu, in einem Video der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Aber bekanntlich ist nicht jeder Meister vom Himmel gefallen. Und auch erfahrene Läufer können die Sache mit der Körperkontrolle gar nicht oft genug üben. Wer aber dann nach Hopserläufen, Kniehebeübungen, Anfers-Varianten, Strecksprüngen und Co. endlich loslaufen darf, wundert sich darüber, wie verändert sich das anfühlt. Es sieht auch viel besser aus als vorher.
Mein Lieblingsläufertyp ist – aus eigener Betroffenheit – übrigens der sogenannte Sitzläufer. Mit seiner durch überlanges Sitzen verkürzten Beinmuskulatur sieht er so aus, als könnte man ihm jederzeit einen Schreibtischstuhl unters Gesäß schieben. Mit Laufkoordination alleine ist bei degenerierten Streckern nicht mehr zu helfen. Dann hilft nur noch das Dehnen. Aber das ist eine andere Geschichte …

Ingo Froböse: Fitness kann man nicht kaufen

IMG_0423Wie versprochen: Hier mein Interview mit Prof. Ingor Froböse, Sporthochschule Köln:

 

„Fitness kann man nicht kaufen“

Wenig Bewegung ist besser als keine. Dieser Weisheit widerspricht auch der Gesundheitsexperte Ingo Froböse nicht. Aber wie minimal muss der Aufwand sein, um maximalen Erfolg für Gesundheit und Fitness zu erreichen?

Langsamkeit hilft. Wer schnell werden will, muss langsam laufen. Das ist eine wesentliche Erkenntnis des renommierten und durch zahlreiche Fernsehauftritte bekannten Sportwissenschaftlers Ingo Froböse. TV-Redakteur Rainer Neubert sprach mit ihm über Trends, Unsinn, falsch verstandenen Ehrgeiz und wirkliche Fitness.

Herr Froböse, mit dem Smartphone vernetzte Armbänder zeichnen jeden Schritt auf. Apps steuern das tägliche Workout. Die Werbung verheißt Fitness ohne viel Aufwand und mit viel Spaß. Ist das der Weg zu einer gesunden Gesellschaft?
Froböse: 85 Prozent der Bevölkerung tun deutlich zu wenig. Deshalb freue ich mich grundsätzlich, wenn die Menschen überhaupt in Bewegung kommen. Große Sorge habe ich allerdings beim Blick auf diese Trends: Welche Trainingsqualität vermitteln Apps? Wer hat sie gemacht? Und wohin gehen die Daten? Zudem sind sie eindimensional, weil der Nutzer nichts bekommt, außer vielleicht eine stilisierte Medaille.

Aber das Versprechen ist doch Fitness und Jugend …
Froböse: Wenn das so einfach wäre. Fit wird man nicht durch eine Uhr, sondern nur durch aktives Handeln. Vielleicht können diese Dinge kurzfristig motivieren. Die Interpretation des Trainings wird den Nutzern überlassen. Aber dafür benötigen sie eine gewisse Kompetenz.

Minimaler Aufwand für maximalen Ertrag wird postuliert, was bedeutet das?
Froböse: Das ist genau das Thema. 10.000 Schritte zum Beispiel sind ein Aufwand, den die meisten Menschen kaum schaffen. Mehr als 5000 bis 6000 Schritte am Tag sind für den Durchschnitt das Maximum. Das zu verdoppeln, ist enorm sportlich.
Aber für den Einstieg zu mehr Fitness ist die Sportart eh egal, Hauptsache man tut etwas. Der Körperzelle ist es egal, ob man läuft, joggt oder mit Stöcken durchs Gebüsch rennt. Es muss nur Bewegung sein, die zu einer gewissen Erhöhung der Atem- und der Herzfrequenz führt. Ich kann diese Dinge im Alltag sammeln, in zehnminütigen Abständen. Wichtig ist, das über die Woche verteilt mehrmals zu tun. Meine Empfehlung ist es, so oft wie möglich im Alltag aktiv unterwegs zu sein.

Reichen nicht auch zwei oder drei Stunden konzentrierter Sport in einer Woche?
Froböse: Nein. Durch zwei oder drei Stunden konzentrierten Sport können Sie nicht kompensieren, was Ihr Körper durch einen trägen Alltag eingekauft hat. Ein aktiver Alltag ist fast wichtiger als aktiv Sport zu treiben. Je mehr man unterwegs ist, desto besser.

Fitnessstudios werben aber anders. Und wer sich im EMS-Training elektromotorisch stimulieren lässt, hat bereits bei 30 Minuten pro Woche heftigen Muskelkater.
Froböse: Das ist nur zu empfehlen, wenn die Betreuung ausgezeichnet ist. Vor einiger Zeit habe ich einen Patienten nach EMS-Training analysiert, der hatte viel schlimmere Entzündungsparameter als ein Marathonläufer, und zwar um das 50fache. Muskelkontraktionen, die durch Strom verstärkt werden, führen bei einem nicht gut trainierten Muskel zu sehr vielen Mikroverletzungen.

Also eher eine Sache für Profis?
Froböse: Ja, da kommt das auch her. Man muss einfach festhalten, dass man Fitness nicht kaufen kann. Fitness muss man machen. Ohne Anleitung sind solche Dinge ebenso wenig gut wie Fitnessgeräte zu Hause oder in Studios. Aber natürlich ist EMS in der Rehabilitation sinnvoll, um Muskeln zu stimulieren.

Laufen ist eine der beliebtesten Sportarten, um fit zu werden. Natural Running und das Laufen ohne aktive Unterstützung im Schuh sind derzeit wieder sehr in Mode.
Froböse: Ich bin grundsätzlich gegen jegliche Unterstützung des menschlichen Organismus. Wenn ich Systeme verändere, die seit 30 oder 40 Jahren gut funktioniert haben, ist das nicht gut. Ich hatte noch nie so viele Patienten mit Achillessehnenproblemen wie durch Dämpfung. Es muss ein Kompromiss sein. Dämpfung sollte im Verlauf einer Laufkarriere immer weiter reduziert werden, weil zunehmend die Muskulatur die Funktion der Dämpfung und Federung übernimmt.

Irgendwann dann also barfuß?
Froböse: Das absolut natürliche, fast barfußähnliche Laufen überfordert den Körper. Ich selbst laufe fast jeden Tag. Five Fingers ziehe ich aber maximal einmal in der Woche an, dann aber für eine eher kurze Strecke. Aber grundsätzlich ist es natürlich gut, möglichst viel barfuß zu gehen, zum Beispiel in der eigenen Wohnung.

Hat sich beim Thema Fitness mehr verändert als die Begrifflichkeit?
Froböse: Fitness ist heute wesentlich mehr als reine Körperlichkeit. Zu Fitness gehört nicht nur Kraft, sondern auch Ausdauer, Flexibilität und viele andere Dinge. Dazu gehört die Fähigkeit, zu entspannen und zu regenerieren. Es ist die Kombination aus vielen Aktivitäten. Stressresistenz zu erarbeiten, auch das ist Fitness.

Zur Person

Prof. Dr. Ingo Froböse, geboren 1957 in Unna, ist Professor für Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln, der weltweit größten Sportuniversität. Der Diplomsportler wurde in seiner Studienzeit mehrfach als Sprinter deutscher Vizemeister über 100 und 200 Meter sowie deutscher Hochschulmeister über 200 Meter. Froböse ist wissenschaftlicher Berater zahlreicher Krankenkassen und erfolgreicher Buchautor. Als einer der führenden Gesundheitsexperten in Deutschland ist er auch durch seine zahlreichen Auftritte im Fernsehen bekannt.
Auf Einladung des Marketing Club Trier-Luxemburg, der Vereinigung Trierer Unternehmer in der Region Trier und des Kreises Junger Unternehmer Trier gastierte Ingo Froböse im Theater Trier mit seinem Vortrag „Fitness und Gesundheit – Geschenk oder harte Arbeit?“.

Langsam hilft

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Nach längerer Funkstille mal wieder ein Lebenszeichen an dieser Stelle. Meine derzeitige Laufinvalidität lähmt die Motivation zu Blogaktivitäten erheblich. Für Ingo Froböse mache ich aber doch mal eine Ausnahme, zumal er sehr locker und spontan dazu bereit war, einen Videogruß an meine Lauffreunde aufzunehmen.

 

Hier noch meine aktuelle Kolumne dazu. Das Interview mit ihm werde ich dann vermutlich morgen einstellen. Oder Fotos vom ersten Training von Der TV bewegt! für den Stadtlauf …

Langsam hilft

Selten habe ich jemanden kennengelernt, der so vor Energie sprüht wie Ingo Froböse. Der im Fernsehen multipräsente Sportwissenschaftler ist auch in der Realität eine wirbelnde Werbe-Ikone für gesunden Lebenswandel. Davon durften sich am Dienstagabend jene überzeugen, die es trotz des DFB-Halbfinals ins Theater Trier geschafft hatten, wo der laufaktive Professor auf Einladung von drei Trierer Unternehmerverbänden sein Postulat für mehr Fitness, Zufriedenheit und Glück zelebrierte. Seine Botschaften sind einfach: „Fitness kann man nicht kaufen, Fitness muss man machen“ ist eine davon, mit Blick auf all die Apps und Bewegungsarmbänder, die so sehr in Mode sind. Jede Bewegung ist besser als keine. Wer schnell werden will, muss langsam laufen. Alle vier Schritte Einatmen, alle vier Schritte ausatmen. Vor allem aber ist es wichtig, bei allen sportlichen Aktivitäten Spaß zu haben. Burnout, so der Wissenschaftler, sei oft nicht das Ergebnis einer Überlastung, sondern der Verlust der Fähigkeit zu regenerieren, wobei die Bewegung und Sport die beste Regeneration biete.
Für alle, die ab und an entspannt durch die Natur laufen, ist das keine Überraschung.
Ingo Froböse läuft auch, fast täglich. Dass er daneben noch etwas für die Rumpfmuskulatur, Oberkörper und Gelenke tut, ist dem fast 60-Jährigen anzusehen. Ein Vorbild? Sicher! Aber das Beste an seiner Botschaft: Jeder kann schon mit kleinen Schritten viel bewegen.

 

Fotopirsch auf dem Petrisberg

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Wenn ich schon nicht laufen kann, dann lädt der beginnende Frühling Spaziergänger zumindest dazu auf, mit offenen Augen durch die Landschaft zu gehen, auch wenn sie ohne Brille eher als Blindschleichen unterwegs sind.

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Im Petrispark, dem, was von der Landesgartenschau vor elf Jahren geblieben ist,  wurde jedenfalls mächtig gewerkelt. So mancher wohl nicht mehr ganz standfeste Baum musste daran glauben. Schade, aber wegen Haftungsfragen musste das vermutlich sein.

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Das war also meine Bildausbeute. Es hilft ja nichts, den Kopf in den Sand zu stecken, oder gar damit durch die Wand zu gehen …

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Namen sind Nachrichten

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Nichts Neues von der Verletzungsfront. Da ist es gut, wenn ich in der wöchentlichen Laufkolumne nicht witzig sein muss. Die Gewinner der TV-bewegt-Aktion sind schließlich auch eine interessante Information …

Der TV bewegt!

Namen sind Nachrichten. Diese alte Weisheit für Journalisten gilt auch für den Sport. Deshalb erspare ich mir heute die Suche nach einem witzigen Lauferlebnis und verrate stattdessen die Gewinner für die große TV-Trainingsaktion zum Internationalen Trierer Stadtlauf. Los geht es am 14. April. Lauferlebnisse gibt es dann in Hülle und Fülle. Herzlichen Glückwunsch!
5,4 Kilometer:
Lisa Bergmann (Trier), Christian Bußler (Konz), Erika Dülmer, Britta Fickenscher (beide Trier), Birgit Grösser (Gusterath), Kirstin Heinen (Halsdorf), Klemens Herkel (Schweich), Heike Junkes, Christian Keiser (beide Trier), Simy Korn (Osann), Michael Lauer (Zerf), Edmund Link (Gusenburg), Maria Löcherbach (Trier), Heiko Merz (Thomm), Thomas Müller (Waldweiler), Peter Pauli (Saarburg), Arndt Unterweger (Trier), Hilde Wagner (Ralingen), Ralf Wagner (Fell), Marianne Wollscheid (Morscheid).
10 Kilometer:
Martina Ackerschott (Gusterath), Eveline Adams (Trierweiler), Sabine Christmann (Konz), Bettina Dreher, Roland Gard (beide Trier), Axel Geibel (Malborn), Sabine Hemmerling (Konz), Annemarie Heucher, Alexander Houben (beide Trier), Dirk Klassen (Thomm), Claudia Neumann (Beurig), Dieter Raeder (Brauneberg), Martina Scheuring (Konz), Frank Schmitt, Michael Schmitz (beide Binsfeld), Katharina Schwind (Trier), Marion Trierweiler (Ralingen), Jasmin Wagner, Andrea Weber (beide Trier), Stefan Zimmer (Newel), Thomas Zeller (Trier).
21 Kilometer:
Rita Brandenburg (Waxweiler), Anette Braun (Nittel), Claudia Flesch (Kenn), Frank Giarra (Trier), Oliver Gouverneur (Osburg), Jan Jaeger (Trier), Ute Kleinert (Konz), Martina Kreber (Trier), Markus Kredinger (Gusterath), Ferdinand Kremer (Ensch), Rudy Leyendecker (Piesport), Gerd ludes (Köwerich), Monika Macherey (Trier), Herbert Meyers (Lasel), Bernhard Scherf (Trier), Irene Schikowski (Konz), Bernd Steinmetz (Trier), Stefanie Thein (Langsur), Andreas Wagner (Ralingen) und Hans Werner (Fisch).