Was mich bewegt

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Wiederkehrende Knieschmerzen hatten mich in der Vergangenheit vom Laufen abgehalten. Doch im Alter von 39 Jahren hat sich das geändert. Denn irgendetwas musste vor dieser magischen 40er-Marke getan werden. Kein Bock auf die Midlifecrisis! Das war 2005. Seitdem ist in dem Blog unter gleichem Namen einiges darüber zu erfahren, was einen Zeitungsredakteur und zunehmend begeisterten und ambitionierten Hobbyläufer bewegt, der seine sportliche Heimat und nette Gleichgesinnte im Lauftreff des SV Trier-Olewig gefunden hat. Da ich inzwischen aber älter geworden bin und das Thema Midlilifecrisis für einen Laufblog mit vergleichsweise hoher Resonanz ziemlich erklärungsbedürft ist, habe ich mich für eine dezente Umbenennung in midLAUFcrisis  entschieden

Anfang des Jahres 2010 ist übrigens auch die Idee für ein Laufportal entstanden. Unter www.volksfreund.de/laufen ” Der TV bewegt” finden sich inzwischen viele interessante und nützliche Infos, Fotogalerien, Laufstrecken, Portraits von Vereinen und natürlich unzählige aktuelle und archivierte Berichte rund um das Thema. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Region Trier.Zu den offiziell vom Laufportal präsentierten Veranstaltungen zählen der Hospizlauf, der Trierer Stadtlauf, der Silvesterlauf Trier, der X-Duathlon Trier, der Bendersbachtallauf Föhren, Fährturmlauf Schweich, Maare-Mosel-Lauf, Bitburger Stadtlauf, Spiridon-Volkslauf Schillingen,  Wurzelweglauf Konz und weitere Laufsportereignisse in der Region Trier.

2009 habe ich in Köln meinen ersten Marathon bewältigt, in einer Zeit von 3:38, 2010 in Berlin bei Dauerregen dauerte es eine Minute länger, bis die Königsstrecke geschafft war.

In Stockholm 2011 fiel mit 3:24 Stunden die Schallmauer von 3:30.Dafür erlebte ich im Herbst desselben Jahres nach einigen Problemen mit der Achillessehne mein bisheriges Laufwaterloo beim Hochwald-Marathon in Schillingen: Die letzten 14 Kilometer mit heftigen Wadenkrämpfen waren eine hoffentlich einmalige Erfahrung. Die Zeit von 4 Stunden und einigen Sekunden war da am Ende Nebensache.

2012 sollte besser werden. Neustart nach einer umfassenden Bewegungsanalyse mit gezielten Übungen für die Schwachstellen, ergänzend zum drei bis viermal Laufen wöchentlich. Und als mir TV-bewegt-Laufcoach Jens Nagel anbot, mich für den Hamburg-Marathon zu trainieren, habe ich das Experiment gewagt: Zielzeit 3:15 Stunden.

16 Wochen intensives Training folgten ab Februar. Rückblickend verklären sich die Läufe bei bis zu -16 Grad zu besonderen Erlebnissen. Die wöchentlich aktualisierten Trainingspläne viel Disziplin und das Feedback durch Jens ließen das Experiment glücken: mit meinem Laufkumpel Marcel bin ich in Hamburg nach 3:08 Stunden über die Ziellinie gelaufen.

Von der erworbenen Fitness habe ich noch das ganze restliche Jahr profitiert.  Nicht nur beim wunderschönen Monschau-Marathon (3:45), der mit etwa 800 Höhenmetern ordentlich in die Beine ging. Auch beim zweiten Anlauf zu einem unverkrampften Hochwald-Marathon machte der Körper mit. 3:37 Stunden.

Aber natürlich bin ich auch auf den kürzeren Strecken unterwegs. Besonders stolz bin ich nach wie vor auf meine Zehn-Kilometer-Zeit von 40:51 Minuten bei der Hitzeschlacht Trierer Stadtlauf 2010. Beim ersten Fährturmlauf 2012 in Schweich war die 40er Marke noch nicht zu knacken. Das gelang drei Wochen nach Hamburg allerdings in Echternach. Dank Jens, der für Daniel Jakoby und mich die Rolle des Tempomachers übernahm, steht nun die 39:08 als Bestmarke.

Und die Bestzeit für die Halbmarathonstrecke liegt seit dem Stadtlauf 2012 bei 1:29 Stunden.

Geschmack habe ich mittlerweile auch an Bergläufen gefunden. Zudem locken zunehmend Distanzen jenseits der 42 Kilometer.

Die Hoffnung, dies 2013 anzugehen, haben sich verletzungsbedingt leider zerschlagen. Erst Probleme im Mittelfuß, nach einem Schuhwechsel., dann eine heftige Entzündung des Leistenkanals. Ein Seuchenjahr, das allerdings einen eindeutigen Höhepunkt hatte: Das Laufbloggertreffen in Trier. Das war ein unvergessliches Erlebnis.Trierer Stadtlauf (Halbmarathon). Mittelrhein-Marathon und Hospizlauf sind die drei weiteren erwähnenswerten Ereignisse.
Zumindest die Knieschmerzen sind längst Geschichte. Nur eine der vielen heilsamen Wirkungen des Laufens.

Um diese Dinge dreht sich auch alles bei meiner wöchentlich in der Tageszeitung Trierischer Volksfreund erscheinenden Kolumne. Motto: Auf dem Laufenden. Die veröffentlichten Texte sind auch in einem eigenen Kapitel in diesem Blog nachzulesen.

Ein Gedanke zu „Was mich bewegt

  1. Dass wir uns noch nicht über den Weg gelaufen sind… Ich bin auch Sportredakteur, habe das Laufen kurz nach dem 40. Geburtstag für mich entdeckt, bin mittlerweile auch beim Marathon angekommen. Haha, und für meinen Arbeitgeber, die Landeszeitung in Lüneburg, fällt auf LZsport.de auch die eine oder andere Kolumne ab. Ich hatte meinen Weg vom ersten Lauf bis zur Marathon-Premiere in 42 Kapiteln veröffentlicht -- ohne meine damalige Serie hätte ich das wohl nie durchgehalten. Jedenfalls behalte ich deine Seite im Blick -- und sie wandert auch gleich in meine Blogroll.

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