Bergauf

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Jede Minute Sonne muss genossen werden. So ist zumindest das Gefühl in diesem Herbst. Und so musste ich auch sofort los, als sich am Samstag der Nebel gelichtet hat.

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Das Tiergartental bietet derzeit wunderbar herbstliche Farben. Aber vor allem der Laubwald ist eine Pracht.

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Weil sich aber immer wieder Wolken vor die Sonne schoben, habe ich dem Impuls nachgegeben und bin am Brückchen nicht im Tal zurück, sondern den steilen Anstieg hinauf in Richtung Kernscheid gelaufen.

 

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Mein Körper ist zwar noch eine Baustelle, aber die Sanierung geht langsam ihrem Ende entgegen.

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Wenn ich schon noch nicht weit laufen, kann, dann ist doch auch auf der kurzen Runde mal eine ordentliche Anstrengung nicht schlecht.

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Eine Pulsgurt hatte ich nicht dabei. Der hätte sicher Werte im Bereich des Maximalpulses registriert. Puh, dagegen ist das kleine Biest ein Kinderspiel.

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Aber hat letztlich doch Spaß gemacht, vor allem, weil zur Belohnung dann doch wieder die Sonne die Landschaft verzaubert hat.

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So kam die Kamera dann doch wieder häufiger zum Einsatz. Auch das hat mir in den vergangenen Monaten gefehlt. Es schult die Aufmerksamkeit für die Schönheit der Natur.

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In diesem Sinne: die Sonne hat gerade wieder den Nebel im Moseltal vertrieben. Gleich muss noch ein Spaziergang sein. Der Felsenpfad ruft. Die Kamera nehme ich mit, natürlich.

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Einen wunderbaren Sonntag allen Gästen meines Blogs!

Über den Wipfeln …

Nun ja, über den Wipfeln ist Ruh‘ … Im übertragenen Sinn gilt das auch seit einigen Wochen auch wieder für diesen Blog. Der Grund liegt nah denn der Titel ist tatsächlich wörtlich zu nehmen. Noch immer geht nichts in Sachen Lauferei. Ärzte und Osteopath rätseln weiter und suchen nach der Ursache der Probleme in der Leistengegend.

Meine gebremste Motivation fürs Bloggen ist deshalb vielleicht verständlich das Thema Laufen werde ich erst wieder ansprechen, wenn ich wieder beschwerdefrei unterwegs sein kann.

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Über den Ausflug zu einer neuen Attraktion des Saarlandes will ich allerdings berichten. Denn wenn die Saarschleife bei Orscholz bislang schon einen Ausflug wert war, so lohnt sich die Fahrt dorthin nun umso mehr. Denn der neue Baumwipfelpfad und der dazugehörige Aussichtsturm sind wirklich toll und eröffnen neue Ausblicke in und über die Landschaft.

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10 Euro Eintritt sind angesichts der beeindruckenden Holzkonstruktion und deren Instandhaltung nicht zu viel. Wenn sich der Forst bunt färbt, werde ich wiederkommen. Und ein schneereicher und sonniger Wintertag wird dort sicher auch beeindruckend sein. Aber bis dahin ist es hoffentlich noch lang. Der Sommer muss schließlich noch sein Versprechen erfüllen, seinem Namen gerecht zu werden.

Hier meine gesammelten Eindrücke:

Bergwertung

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In unserer Samstagsgruppe geht es manchmal basisdemokratisch zu. Heute hat  jedenfalls Marc mit seinem Votum das Zünglein an der Waage, deren Schale sich zugunsten der Mariensäule senkt. So machen sich am frühen Samstagmorgen als fünf Läufer auf den Weg durch die Stadt zur Eifelseite Triers und lassen die Korlinger Höhe mit ihrem größeren Anteil an unbefestigten Wegen zu einem Ziel der nächsten Läufe werden, die nun wieder von Woche zu Woche länger werden.

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Die Vorbereitung auf die Frühjahrsmarathons hat begonnen. Nach den 24 Kilometern am vergangenen Samstag müssen es heute mindestens 1000 Meter mehr werden.

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Beim Start ist die Sonne zwar noch nicht aufgegangen, aber der Himmel verspricht schönes Wetter. Und tatsächlich lugt schon auf der Konrad-Adenauer-Brücke die Sonne hervor.

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Durch Euren auf die Serpentinenstraße hinauf in Richtung Euren führt uns der Weg. Aber bevor die Bergwertung der steilen Strecke unsere Kondition auf den Prüfstand stellt, schauen wir uns noch das kleine Marienkapellchen an, das da am Wegesrand steht.

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Wie wenig sich die Natur beeindrucken lässt, zeigt sich an dem Baum, der ein Verkehrsschild frisst.

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Die Anfangs doch ziemlich kühlen Temperaturen steigen nun spürbar. Der Frühling gibt endlich eine erste Visitenkarte ab. Aber bis es grün wird, werden noch einige Wochen ins Land gehen.

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In jedem Fall macht so ein Lauf besonders viel Spaß, wenn die Sonne scheint. Da sind die Anstrengungen des langen Anstiegs doch eher willkommene Herausforderung als Last.

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Unser Quintett ist tatsächlich schon gut in Form, auch wenn das Tempo – besonders am Berg – variiert. Aber das ist überhaupt kein Problem, denn gerade bergauf muss jeder die für ihn angenehme Pace laufen.

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Höhepunkt ist natürlich die Marinesäule und vor allem der Blick auf das Moseltal und die Stadt. Von dieser Seite sehen wir das doch eher selten.

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Mit der Hochschule und ihrer Architektur aus schlimmen Zeiten im Blick, geht es dann wieder hinunter und an der Mosel entlang zurück zur Konrad-Adenauer-Brücke.

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Attraktiver ist natürlich die historische Römerbrücke, zumindest vom Moselufer aus. Wer darüber geht, läuft oder fährt und es nicht weiß, kommt nicht auf die Idee, dass er gerade eine der ältesten Brücken Deutschlands nutzt.

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An den Mattheiser Weihern vorbei und durch das Tiergartental schleppen wir unsere inzwischen reichlich müden Körper in Richtung Olewig. Am Ende stehen 26,6 Kilometer und 500 Höhenmeter auf dem Tacho. Ein schöner Lauf!

Vor dem Regen

Eifellauf in Schnecken am Nachmittag oder früher Morgenlauf ab Olewig? Das war am Freitagabend bei zumindest sechs Teilnehmern bei der bewusst an das Januarende vertagten Weihnachtsfeier des Lauftreffs Olewig. Wenn ich jetzt aus dem Fenster auf den heftigen Regen und Wind schaue ist es nicht schwer sich darüber zu freuen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

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Denn trotz der inkludierten Brauereibesichtigung und einigen Humpen mit dem Gerstensaft unseres Trikotsponsors hatten wir uns heute für 8 Uhr verabredet. Weil heftiger Wind angekündigt war, ersparen wir uns einen reinen Waldlauf. Coach Christoph schlägt vor, zur Eisenbahnbrücke Pfalzel zu laufen. Kein Widerspruch.

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Den Kleeburger Weg hoch, das Aveler Tal hinunter und an der Riverissiedlung vorbei.  Der Biergenuss vom Vorabend zeigt bei niemandem größere Nachwirkungen. Gute Stimmung, wenn auch so mancher Witz im Niveau tiefer liegt als die Wegoberfläche. Aber immer niveauvoll zu sein, ist auch nicht lustig.

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Weil der Wind doch noch nicht so stark ist wie angekündigt, laufen wir doch in den Wald. Yes! Keine lange Moselgerade!

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Durch Biewer in das falsche Biewertal und dann am Hang hinauf und hinauf und links – wunderbar weicher Boden im Laubwald – nochmal rechts und schon ist das Sextett auf dem Felsenpfad. Wer im Trierer Land läuft der wandert, muss diesen teilweise ausgesetzten Weg am Rand der Bundsandsteinfelsen erlebt haben. Zu jeder Jahreszeit ist das ein Traum mit traumhaften Ausblicken auf die Mosel und die Stadt.

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Ein Gruppenfoto für das Jahresalbum muss da natürlich sein, bevor es weitergeht zum Weißhaus. Das Restaurant ist derzeit nicht bewirtschaftet. Das ist vermutlich auch der Grund, warum die Terrasse noch von den Resten der Silvesternacht übersät ist. Das nervt!

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Marc will noch nicht auf direktem Weg nach Olewig zurück. 25 Kilometer hat er sich in der Vorbereitung für Hamburg verordnet. Also doch eine längere Gerade an der Mosel bis zu Konrad-Adenauer-Brücke und durch Trier-Süd und den Tempelbezirk, wo die Überreste etlicher römischer Tempel unter der von Kleingärtnern genutzten Erde darauf warten, dass sie irgendwann ausgegraben werden. Durch das Tiergartental zum kleinen Biest. Von dort ist es genau einen Kilometer bis zu meiner Haustür.

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Marc schlägt noch einen Haken durch den Ort. Marcel hängt diverse Kilometer an. Für Bernd, Christoph, Jürgen und mich genügen 24 Kilometer mit gut 400 Höhenmeter heute reichlich. Draußen stürmt und regnet es.

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Sorry Bettina, dass wir uns für die angenehmere Alternative zum Eifellauf entschieden haben.

Heiß auf Eis

Die gute Nachricht des Tages: Die Fäden sind raus, Befund gut, kein Nachschneiden notwendig. Nach zwei Wochen mit Einschränkungen darf nun wieder das selbstbestimmte Laufen beginnen. Wie mir meine Hautärztin anhand eines Vergleichsfotos von einem anderen – weniger glücklichen – Patienten gezeigt hat, war es per Ansicht nicht erkennbar, ob der dunkle Bereich im Muttermal nicht doch ein bösartiges Anzeichen ist.

Jetzt also wieder drei Monate Pause und dann zur nächste Hautscreening-Kontrolle.

Läuferisch habe ich heute nicht mehr zu bieten. Da trifft es sich gut, dass donnerstags Kolumnentag  ist …

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Heiß auf Eis

 

Alle, die den Winter gar nicht mögen, bitte ich um Entschuldigung. Aber in meinen Ohren ist es Musik, wenn eine Schnee- oder Eiskruste unter den Schuhen knirscht. Richtig gekleidet – ich erinnere an das Zwiebelprinzip – können auch Minustemperaturen dem Spaß an der Bewegung in der frischen Luft nichts anhaben.
Eine der härtesten Wintersporterfahrungen habe ich vor einigen Jahren im Trierer Weißhauswald gemacht, als sich beim X-Duathlon der Boden eisig gefroren präsentierte. Nicht das Laufen war die Herausforderung. Es war vielmehr die Hatz mit dem Mountainbike. Vor allem bergab ging vielen Teilnehmern damals so richtig die Klammer.
Ob das auch in diesem Jahr am 28. Februar so sein wird, ist noch nicht ausgemacht. Denn bis dahin hat der Winter reichlich Zeit, es sich doch anders zu überlegen und den harten Boden in hübschen Matsch zu verwandeln.

 

Wie auch immer, die Kombination aus Geländelauf und Mountainbiken ist etwas für alle, die ihre Leistungsgrenzen einmal austesten wollen. Und wer nicht beide Disziplinen alleine absolvieren will, hat auch die Möglichkeit, mit einer Partnerin oder einem Partner als Staffel zu starten.
Ausprobieren lohnt sich. Freistarts für alle Wettbewerbe verlost noch bis Sonntag der Trierische Volksfreund. Wie immer ist das Bewerbungsformular dafür im TV-Laufportal zu finden.

 

P.S.: Für alle Läufer, die ausnahmsweise mal radeln wollen, habe ich aus eigener Erfahrung einen Tipp: Schraubt vorher den Seitenständer ab. Das schont wirklich die Nerven.

Premiere I

Endlich Schnee. Was Christian in seinem aktuellen Beitrag so euphorisch beschrieben hat, gibt es in ähnlicher Form auch in Trier. Am Samstagmorgen sogar im Tal ein Hauch von echtem Winter. Keine Frage, dass dieser Samstagslauf auf die Höhe führen muss.

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Mal wieder ein Quartett. Christoph ist  zwar verhindert, aber dafür ist Jürgen dabei. Und auch Dominik hat seine Winterpause beendet. Marc ist derzeit in Sachen Ambitionen unser Spitzenreiter. Er steckt schon mitten in den Vorbereitungen für den Hamburg-Marathon, wo er eine neue Bestzeit anpeilt.

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Auf dem Petrisberg ist der Boden noch nicht gefroren. Aber die Ruhe am frühen Morgen ist einfach wunderbar. Denn es muss nicht immer gesprochen werden bei solch einem Lauf. An einigen Rampen bleibt aber eh nicht viel Luft, um auch noch zu quatschen.

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Auf den Spuren des ersten Freundschaftslaufes geht es durch den Unicampus und Filsch hinauf in Richtung Schellberg. Auf dem befestigten Wege haben die SUV-Brummer der Gassifahrer, denen der Weg hinauf zu weit ist, um ihn ohne PS zu bewältigen,  ordentlich glatte Reifenrinnen hinterlassen. Ein wenig Vorsicht ist da schon angebracht, zumal es nun kälter ist und endlich dieses winterliche Knacken die Ohren verwöhnt, wenn die Schuhe auf Harsch und Eiskrusten treffen.

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Der noch wenige Schnee genügt, um die Landschaft mit einem weißen Tuch zu bedecken.  Wenn der Blick über die Höhenrücken von Hunsrück oder Eifel streift, bietet sich einfach Genuss. Aber dann müssen wir ja auch wieder hinunter nach Olewig. Die vom Landesrechnungshof so arg ins Visier genommene Domäne Avelsbach biete auch bei wenig Schnee ein sehr schönes Bild. Dann wartet noch der steile Gegenhang, um die Bergtauglichkeit zu testen. Alle vier Teammitglieder sind offenbar schon ziemlich fit.

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Zwei Kilometer hinunter, und schon sind fast 22 Kilometer bewältigt. Schneepremiere in diesem Jahr. Auf den letzten Metern überholt mich Premiere II. Aber davon mehr im nächsten Beitrag.

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In der Nacht zum Sonntag hat es übrigens noch ein wenig mehr geschneit. Ein schöner Spaziergang bei Sonne und Wolken war genau richtig, um noch ein wenig Genuss hinzuzufügen.