Zackig …

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… ging es heute früh zu. Denn Trainer Jens hat mal wieder seine sadistische Ader gepflegt. Dominik und mir hat er 6×1000 Meter in 3:55 Minuten verordnet, mit zweiminütigen Trabpausen dazwischen. Und das, nachdem wir am Samstag in Schweich schnelle zehn und am Sonntag zum „Auslaufen“ nüchterne 18 Kilometer in den Beinen hatten.

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Entsprechend heftig war das dann heute um 7.45 Uhr im Tiergartental. Wieder einmal diese fiese Steigung, die normalerweise kaum zu merken, bei hohem Tempo aber extrem atemberaubend ist.

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Dei 120 Sekunden Pause dazwischen kamen mir jedenfalls immer sehr kurz vor, nachdem ich den „Berg“ hochgerannt war. Ächz. Fotos habe ich davon keine gemacht. Es gibt einfach noch die verregneten von dem meditativen Nüchternlauf am frühen Sonntag.

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Und ausnahmsweise packe ich auch noch zwei Fotos bei, die ich heute in meiner journalistischen Funktion machen „durfte“. In Trier ist ein 16-jähriges Mädchen erstochen und ihre Leiche verbrannt worden. Das geht inzwischen bundesweit durch die Medien. Ich war heute am Tatort, eine elendige Dreckecke im Norden der Stadt. Eine unfassbare Sache, aber der 24-jährige Täter ist gefasst und hat die Sache gestanden. Er war ein Nachbar der jungen Frau … Hier unser Bericht dazu.

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Je suis Charlie – der Lauf muss warten

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Aus dem geplanten Lauf mit den Freunden vom Lauftreff ist es heute Abend nichts geworden. Denn auch in Trier haben Menschen gegen den Terror und für die Meinungsfreiheit demonstriert. Gerne habe ich dafür die aktuelle Berichterstattung für unsere Online- und die Printausgabe Dienstag übernommen.

Der Bericht ist hier zu finden.

 

 

 

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Ganz schön lang

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23 Kilometer können ganz schön lang sein. Das hatte ich nach all den Läufen zwischen 30 und 58 Kilometern in diesem Jahr schon fast vergessen. Aber nach dem Doppelmarathon auf dem Moselsteig habe ich die Umfänge deutlich reduziert. Zwei Monate lang maximal 16 Kilometer. Da lässt die Kondition ganz schön schnell nach.

 

Aber vielleicht liegt es ja auch an dem 12,5 Stunden-Tag gestern, warum die Beine am Ende ungewohnt schwer geworden sind. Fünf Stunden im strömenden Regen und mit durchnässten Schuhen wegen zwölf Idioten der NPD, die glauben, mit ihren Parolen gegen Asylbewerber die Menschen zu nerven. Die braunen Gesinnungsbrüder schafften es zumindest, fast 300 Gegendemonstranten und 150 Polizisten zu mobilisieren. Zumindest die Demonstration für eine bunte Gesellschaft hat mir gut gefallen.

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So ganz einfach war es aber nicht, heute früh um kurz vor 7 Uhr aus dem nett zu kommen, um in einigermaßen brauchbarer Verfassung eine Stunde später am Treffpunkt für den Samstagslauf zu sein. Diese Stunde inklusive zwei Tassen Tee und einem kleinen Frühstück brauche ich immer, um in die Pötte zu kommen.

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Marc und Marcel sind schon da, als ich pünktlich am Sportplatz angewackelt komme. Christoph hat sich für heute entschuldigt, läuft am Sonntag mit Achim und Jürgen, die sich in diesem Jahr überwiegend als Duo ausgeklinkt haben. Wir müssen auf den Petrisberg, weil dort um 8.15 Uhr Frank am Turm Luxemburg wartet – was nicht so ist. Als wir ihn am Ende unserer langen Runde dann doch noch begegnen klärt sich, dass wir uns um ein oder zwei Minuten verpasst haben, obwohl wir zwölf Minuten Warterunden gedreht hatten.

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Als Trio laufen wir also zunächst eine gemütliche Runde auf dem Petrisberg, inklusive Ausblick auf die erwachende Stadt. Dann hinüber nach Neu-Kürenz und die lange Steigung hinauf zur Schell. Da oben ist es zwar wesentlich trockener als vor einer Woche. Dafür erwischt uns der eisige Gegenwind auf der Querung in Richtung Stadt voll. Aus fünf Grad plus werden das gefühlte minus zehn. Marcel, der fast in sommerlichem Outfit unterwegs ist, scheint das nicht wirklich zu stören.

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Mit seiner Frage, nach meinen schönsten Momenten im vergangenen Jahr bringt er mich tatsächlich erst einmal ins Grübeln. Drei große Lauferlebnisse sind in jedem Fall dabei. Der Freundschaftslauf des Lauftreffs, der Lauf zur Nordsee und das Wochenende auf dem Moselsteig. Auf eine umfassende Bilanz habe ich aber noch keine Lust.

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Nach 2:20 Stunden kommen wir schließlich wieder in Olewig an. Marcel hat sich Frank nochmal für weitere fünf Kilometer angeschlossen. Der hat einfach nach wie vor eine Riesenkondition. Hier die Details zum Lauf.

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Graffiti im Regen

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Sind Graffiti Kunst oder Schmiererei? Dieser Frage bin ich in der vergangenen Woche beruflich nachgegangen. Es war ein Experiment mit Facebook-Usern der Hompage unseres Medienhauses. Deren Anregungen habe ich aufgegriffen und einen Text geschrieben, der am Samstag auch im Trierischen Volksfreund veröffentlicht worden ist.

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Bei der Recherche dafür habe ich das Jugendzentrum Am Weidengraben kennengelernt und dessen engagierten Leiter Tom Cartus, der mit Hip-Hop und Graffiti die Jugendlichen abholt und motiviert, ihre Energie positiv zu kanalisieren. Eine super Sache, zumal es Hand in Hand mit dem Konzept der Stadt agiert, die inzwischen zehn legale Stellen für Graffitikunst ausgewiesen hat. Die Unterführungen in Trier sind deshalb sehenswert, zumindest die meisten.

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Bei unserem regnerischen Samstagslauf, der auf Vorschlag von Christoph wieder auf die Höhe führte, haben wir – Marcel machte das Trio perfekt – uns auf die Suche nach der All of Fame des Jugendtreffs gemacht und auch gefunden. So sind zumindest drei Fotos heute ziemlich farbenfroh trotz des düsteren Regenwetters.

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So nass war jedenfalls in diesem Jahr noch kein Samstagslauf. Lediglich die beiden Marathons in Koblenz und Mainz waren in etwa vergleichbar. Es waren dennoch 16 schöne Kilometer. Nach einer Woche Laufpause war das aber auch mal wieder notwendig. Dem Zahn, beziehungsweise dem sich langsam schließenden Loch im Oberkiefer, den dessen Extraktion (ein schönes Wort) hinterlassen hat, scheint es auch nicht geschadet zu haben. Gut so. Mal sehen, was die nächste Woche bringt. In jedem Fall das, was mir auch am Sonntag droht: viel Arbeit. Aber die Leute wollen nun mal am Montag eine Zeitung lesen.

Hier die Details zum Lauf.

Respekt!

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Von Mitarbeitern der Redaktion ist bei Leseraktionen Zurückhaltung gefragt. Schließlich soll niemand von der Meinung eines Redakteurs beeinflusst werden, wenn es um die Wahl des schönsten Bildes oder des besten Ehrenamtlers geht.
Zugegeben, ich habe gegen diesen Grundsatz verstoßen und bei Bekannten für das Organisationsteam des Hospizlaufes getrommelt. Dieses hat dann auch, wie gestern zu lesen war, die November-Teamwertung des Respekt-Ehrenamtspreises für sich entschieden. Vermutlich wäre das – zurecht und zur Freude vieler Läufer – auch ohne meine Empfehlung passiert. Zumal die Zahl der Teilnehmer an dem sommerlichen Benefizlauf von Koblenz nach Trier von Jahr zu Jahr zunimmt. Unter anderem mit deren Spenden haben die engagierten ehrenamtlichen Organisatoren schon 80?000 Euro für das Hospizhaus Trier gesammelt. Respekt! Für die Jahreswertung, bei der das beste Team 5000 Euro gewinnt, drücke ich wieder die Daumen – mindestens.
Zum Vormerken: Der Hospizlauf 2015 wird am 10./11. Juli stattfinden.

Auf ein Neues!

Zwar zwingt mich die Entzündung am Zeh zu einer Laufpause. Keine Pause gibt es allerdings für die immer donnerstags in der Tageszeitung Trierischer Volksfreund erscheinende Laufkolumne. Hier das Ergebnis:

Auf ein Neues!

Das neue Jahr beginnt in der Regel mit einigen Vorsätzen. Bei Läufern können diese ganz unterschiedlich sein. Die einen wollen einfach die Erfolge der zurückliegenden Monate wiederholen. Egal, ob damit die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben gemeint ist oder der regelmäßige Spaß bei Freizeitläufen. Für andere ist es das Ziel, die eigene Fitness weiter zu verbessern, durch die Bewegung bei erhöhtem Puls noch einige ?Kilokalorien mehr zu verbrennen.
Wieder andere, und diese Gruppe ist leider nicht sehr klein, wollen nach Verletzungen und erfolgreichen Angriffen des inneren Schweinehunds einfach wieder in Tritt kommen, die Schmerzen vergessen, wieder einmal das vollkommen unbeschwerte Laufen erleben. Keine Lust auf ein Seuchenjahr wie 2013! So lautet auch meine Devise.
Aber egal wie die sportlichen Vorsätze für das neue Jahr aussehen. Planung ist wichtig: für den wöchentlichen Lauftreff, für die Morgenläufe, für die ergänzenden Gymnastikeinheiten – und natürlich für die Laufveranstaltungen, bei denen die Fitness getestet, die Bestzeit verbessert oder das Laufen in Gesellschaft genossen werden will.
Der Laufkalender des Trierischen Volksfreunds und seines Internetportals bietet ab sofort wieder die Möglichkeit, sich die passenden Termine zusammenzustellen. Alle bekannten organisierten Läufe in der Region im Jahr 2014 sind dort mit Datum und Hintergrundinformationen dokumentiert. Und weil auch in den Nachbarregionen viele attraktive Laufveranstaltungen locken, bietet die Datenbank im TV-Laufportal ab sofort noch mehr Termine und Hinweise.
Traditionelle Zeitungsleser müssen nicht enttäuscht sein. Eine Doppelseite mit allen Terminen wird in den nächsten Tagen auch im Trierischen Volksfreund erscheinen.
Auf ein gutes Laufjahr 2014!
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www.volksfreund.de/laufen