Tanzwütig …

… bin ich nicht. So war es nicht wirklich schlimm, dass dieses Fest noch etwas zu früh kam für ausgiebige Bewegung zu heißer Musik. Letztlich hat das aber nicht die Freude darüber getrübt, an einen sensationellen Abend bis tief in die Nacht mit lieben Freunden und Verwandten zu verbringen.

IMG_2329

120 Jahre lassen sich schließlich nicht so häufig feiern. 50 + 50 + 20 – so lautet die Rechnung, wenn mein Schatz rundet, ich selbst meine schon einige Monate zurückliegende Rundung dazu addiere  und auch noch den 20. Hochzeitstag hinzufüge.

IMG_2173

Aus allen möglichen Ecken der Republik sind also unsere Verwandten und Freunde angereist, um mit uns gemeinsam im Weingut von Nell bei prächtigstem  Sommerwetter wunderbare Stunden mit vielen Gesprächen, leckerem Essen und reichlich Getränken zu erleben. Danke an alle, die diesen Abend für Karin und mich unvergessbar gemacht haben.

IMG_2314

Am Morgen danach dann noch ein entspannter Brunch auf unserer Sommer-Wohnzimmer-Terrasse, bei dem auch im Laufblogger-Stammtisch sehr bekannte Freunde dabei waren.

DSC01912

Das schreit nach Wiederholung, auch wenn wir in absehbarer Zeit nicht wieder so ein großes Fest feiern werden. Wie auch immer, auch bei einer kleineren Ausgabe werde ich dann wieder tanzen und toben können.

DSC01914

Würzburg – zu schade …

DSC01238

Auch wenn mir nach wie vor nicht wirklich die große Motivation packt, wieder regelmäßig in der Bloggerwelt aktiv zu sein. Die Langzeitverletzung fordert leider ihren Tribut. Die Tage in meiner alten Heimatstadt waren einfach zu erlebnisreich und schön, um nicht in einigen Fotos dokumentiert zu werden.

DSC01200

Ich will nicht zu viel schreiben, empfehle aber sehr „111 Orte in und um Würzburg, die man gesehen haben muss“, einem etwas anderen Tourismusführer. In dem stehen nicht nur selbst für Einheimische interessante Dinge, die sie bislang nicht wussten. Das Büchlein enthält auch Tipps für das Umland, wie zum Beispiel dem Einsiedel im Gramschatzer Wald, wo ich schon als Kind häufig über riesige hohle Baumstämme geklettert bin.

DSC01204

Die sind zwar nicht mehr vorhanden. Dafür hat sich das Gasthaus im wunderbar grünen Wald zu einem echten Erlebniszentrum entwickelt, mit einem Lehrpfad für alle Sinne, Kletterpark, einem Naturerlebnishaus und natürlich viel Wald.

DSC01201

Bier und Radler im Steinkrug gibt es in dem Biergarten natürlich auch. Auch wenn Thüngener Bier bei den Einheimischen in Rimpar doch eher für Stirnrunzeln sorgt.

DSC01205

In Würzburg, das uns nach längerer Zeit auch mal wieder Nachts verzaubert hat, wird allerdings überwiegend Würzburger Hofbräu ausgeschenkt.

DSC01206

Nich vom Faun am Steinbäck-Brunnen. Aber zum Beispiel in den Biergärten am Mainkai, die immer wieder ein Erlebnis sind, besonders die lange Promenade mit der Kaimauer, die an schönen Tagen die beliebteste Sitzbank in der Stadt ist.

DSC01268

Manche wagen sich sogar in den Main, aber das sorgt bei den Zuschauern doch eher für Kopfschütteln.

DSC01267 DSC01265

Der schönste Platz jenseits des alten Mainkrans, um einen Schoppen Wein zu trinken, ist allerdings die alte Mainbrücke, die sich damit rühmt, die älteste Steinbrücke weit und breit, vielleicht sogar in Deutschland zu sein. Das mag ich allerdings nicht so recht glauben.

DSC01229 DSC01228

Wer in einer Stadt mit 56 Kirchen ist, muss natürlich auch einige davon nicht nur von außen sehen.

DSC01269

Der Würzburger Dom in Verlängerung der ehrwürdigen Brücke, die vor einigen Jahren für den Autoverkehr gesperrt wurde, ist wie die gesamte Innenstadt am 16. März 1945 bei einem katastrophalen Bombenangriff weitgehend zerstört worden und präsentiert sich nach dem Wiederaufbau eher schlicht.

DSC01213

Im in Weiß gehaltenen Innern erinnern aber der Altarraum und die Grabplatten und Figuren der Würzburger Bischöfe an die alte Pracht. Würzburg gilt schließlich als ein Juwel der Barockzeit.

DSC01211

Bildhauer, Ratsherr und Bürgermeister Tilman Riemenschneider gilt als der größte Figurschnitzer seiner Zeit. Die beiden dunklen Bildnisse im Vordergrund stammen aus seiner Hand. Besonders beachtenswert ist dabei, dass er den 100-jährigen Mützenträger im Vordergrund tatsächlich wahrheitsgemäß und nicht idealisiert dargestellt hat. Das erzählen zumindest die Domführer, die nichts dagegen haben, wenn man sich mal für ein paar Minuten der Führung anschließt.

DSC01271

Ein Besuch bei den Frankenaposteln nebenan in Neumünster muss auch sein. Kilian, Kolonat und Totnan – Missionare aus dem schönen Irland – wurden erschlagen und unter dem einst an diesem Ort stehenden Pferdestall verscharrt, weil sie ihrem Gastgeber nahe gelegt haben, sich von der eigenen Schwägerin zu trennen. Dieser hat das gar nicht gefallen und die Liebesspielverderber meucheln lassen.

DSC01214

Jetzt werden ihre heiligen Knochen – die Schädel liegen im Dom – einmal im Jahr durch die Stadt getragen. Dann ist Kiliani, als Volksfest auf der Talavera, dem größten Parkplatz der Stadt, der an die Mainwiesen grenzt, wo einmal im Jahr das Afrikafestival tobt.

DSC01248

Auch das steht natürlich auf dem Programm dieses langen Wochenendes. Milliuuunen Leut‘ würden die Trier sagen und damit ausnahmsweise auch fast recht behalten. Denn es braucht tatsächlich Immunität gegen Platzangst, um sich in diesem Getümmel zwischen Zelt, Bühne, Basar- und Essständen wohl zu fühlen.

DSC01261 DSC01260 DSC01262 DSC01259

Damit es aber nicht zu bunt wird, noch einige Fotos von barocker Kultur.

DSC01225

Zum Beispiel die Marinekapelle und das Faltenhaus Marienkapelle und das Falkenhaus auf dem Oberen Markt. Die Stände davor gehören übrigens zum Würzburger Weindorf, das zum Genuss von Silvaner, Ortega und Müller-Thurgau einlädt.

DSC01241

Grauen Burgunder gibt’s wohl auch, wie der zum Kerzenständer umfunktionierte Bocksbeutel beweist. Das Wappen darauf gehört übrigens zu Fürstbischof Julius Echter, nach dem auch ein Weizenbier und natürlich das Spital benannt ist, das er auf einem ehemaligen jüdischen Friedhof errichten ließ. Der Wohltäter seiner Glaubensbrüder hatte wenig Nachsicht für Protestanten und Andersgläubige. Die Hexenverbrennung nahm unter seiner Herrschaft an Fahrt auf.

DSC01270

Aber davon erzählen heute die Nachtwächter, die Touristen und Einheimische vom Vierröhrenbrunnen aus durch die Stadt führen, mit eine Schmunzeln, na ja, vielleicht nicht wirklich. Aber mit erhobenem Zeigefinger.

DSC01272

DSC01275

Zum Beispiel vor dem Riemenschneiderhaus (rechts hinten) und dem Gebäude, in dem einst Balthasar Neumann lebte, der als Barocker Baumeister manches wunderbare Gebäude schuf.

DSC01237

Aber davon gibt es dann vielleicht beim nächsten Mal Fotos. Denn meine alte Liebe zu dieser Stadt ist wieder erwacht, Dazu benötige ich nicht einmal ein Liebesschloss, wie sie massenhaft an den alten Metallringen und Ösen der alten Mainbrücke hängen, an denen früher mal die Pferde festgebunden wurden.

P.S.: Ein Tipp noch, der auch zu den 111 Orten gehört, die man besucht haben sollte: Knüpfings Geknickte, wer die beste Bratwurst des Frankenlandes probieren will, muss sich auf dem unteren Markt anstellen, immer.

DSC01221

Aber danach strahlt die Familie – garantiert!

DSC01235

Und geschrieben habe ich nun auch wieder viel mehr als ursprünglich geplant …

Statt Blumen

Blumen für die Liebste am Valtentinstag? Ich muss gestehen, dass ich davon eher wenig halte. Lieber an einem anderen Tag, ohne kommerziell gesteuerten Anlass.

DSC00382

Aber es gibt ja noch andere Möglichkeiten, seine Zuneigung zu zeigen. So wurde es mal wieder Zeit für einen gemeinsamen Lauf. Ich habe dabei auch mein Versprechen eingehalten, mich im Tempo anzupassen – mit einer kleinen Ausnahme am steilsten Berg und 500 Extrametern. Aber nach zehn Kilometern waren die Beine dann doch ganz schön schwer. Das lag am Eifellauf vom Tag davor. Aber auch die ungewöhnlich vielen Schritte für diese Distanz sind mir ganz schön in die Gliedmaßen gefahren.

Nach Sauna und Blackroll war aber alles wieder gut.

Sonniges Trio!

Keine Sorge! Ich bin weder beim Laufen verloren gegangen, noch habe ich mich verletzt. Die Funkstille auf meinem Blog ist alleine einer Verschnaufpause geschuldet, die ich mir mit meinen Jungs gegönnt habe.

DSC04520

Zwei Tage in den Vogesen. La Bresse-Honeck ist als Skigebiet für eine solche Kurztour ausreichend, wie sich gezeigt hat. 3,5 Stunden Anfahrt ist dann auch verkraftbar, besonders, wenn das Skigebiet über dem Hochnebel liegt und zwei Tage die Sonne lacht. Eine sehr schöne Männertour. Die Mama musste leider arbeiten.

Hier also einige Impressionen. Mehr Fotos von meinen Jungs zeige ich nicht. Das sollen sie selbst tun, wenn sie es wünschen.

DSC04507 DSC04537 DSC04544 DSC04560 DSC04564 DSC04572 DSC04579 DSC04589 DSC04591P.S.: Mein Jüngster hat sich leider eine dicke Erkältung eingefangen. Er musste heute das Bett hüten. Nur falls hier einer seiner Lehrer mitlesen sollte 😉

 

Homerun

23-DSC05799

Der Begriff Homerun kommt ja vom Baseball, soweit ich weiß. Ich verwende Homerun aber einfach für einen schönen langen Lauf in der alten Heimat.

20-DSC05778

Zum 40. Geburtstag von Schwager Peter mal wieder für ein Wochenende nach Rimpar im schön ländlichen Unterfranken gereist. Viel Familie und ein schönes Fest, bei dem Schwager und einige Gäste durchaus mehr Stehvermögen beweisen als die Zugereisten aus Trier.

15-DSC05771

Wir haben dafür am Samstag dann noch einige Energie für einen schönen Stadtbummel in Würzburg (dazu vielleicht morgen mehr). Der lange Wochenendlauf muss bis Sonntag warten. Da ist der Neu-40er dann auch wieder soweit intakt, um mit Hund Mogli und Schwager Rainer zu einem Prachtwetterlauf im Gramschatzer Wald zu starten.

17-DSC05775

Unglaublich schön und verzaubernd der Teppich aus blühenden Buschwindröschen. Schwager P. zeigt mir seinen schönsten 20er. Zumindest fünf Kilometer davon bin ich bislang noch nicht gelaufen.

25-DSC05805

Es ist schon schön in der alten Heimat. Dieser Wechsel aus Wald und weiter Ackerfläche. Hügelig geht es dabei zu. Da lassen sich Höhenmeter sammeln. Angeblich 1124 sind es am Ende, was ich irgendwie kaum glauben kann.

19-DSC05777

Aber da ich nach 20 gemeinsamen Kilometern Schwager und Hund zuhause abliefere  und mich nach einem gar furchtbaren Gel nochmal auf den Weg mache, um den schönsten Teil der Strecke nochmal zu laufen, könnte das doch stimmen.

22-DSC05794

Zehn Kilometer habe ich also drangehängt.

24-DSC05801

Eine Schleife, die mich am Ende am Radweg entlang der Pleichach  an der idylischen Weiheranlage bis nach Maidbronn führt, wo in einem kleinen Kirchlein das letzte größere Werk des Bildhauers Tilmann Riemenschneider bewundert werden kann.

1-DSC05809

Weiter nach Rimpar und eine kleine Extraschleife um den Block, damit die 30 auch voll werden. Die Marathonvorbereitung ist also wieder im Soll. Der erste Lauf über drei Stunden seit langem. Und das bei sensationellem Wetter.

26-DSC05812

Danke Peter für die Begleitung. Ich hoffe, das mit der Verabredung beim Trierer Stadtlauf klappt wirklich.

18-DSC05776