Rumpfstabi 2.0

Leute, habe ich Muskelkater! Wer glaubt, er hat dank jahrelang regelmäßiger Übung auf der  Gymnastikmatte eine wirklich starke Rumpfmuskulatur, der soll mal einige Stunden damit verbringen, einen mächtigen Nadelbaumstamm in für den Kaminofen angemessene Portionierungen zu bringen …

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Aber aus solchen Erlebnissen mit Kettensäge, Spaltkeilen, Vorschlaghammer und Spaltaxt lassen sich auch Erkenntnisse gewinnen. Zum Beispiel, dass beim nächsten Mal doch wieder Buche verarbeitet wird. Oder – noch besser – das Brennholz bereits „mundgerecht“ angeliefert wird.

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Nach dem intensiven Krafttraining am Samstag kann ich mich heute zumindest wieder einigermaßen normal bewegen. Vielleicht schaffe ich es ja sogar zum Lauftreff am Abend  …

Zieht Euch warm an!

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Heute 60 Minuten Koordination und Rumpfstabi. Nichts wirklich Aufregendes, um darüber mehr zu schreiben. Aber ich habe ja noch die Laufkolumne der vergangenen Woche. Die hatte ich noch gar nicht hier eingestellt. Bitte werft mir nach der Lektüre nicht auch noch eine gespaltene Persönlichkeit vor. Das Thema Masochismus genügt mir 😉

Zieht Euch warm an!
Wenn ich wieder einmal schreiben würde, dass Laufen gesund ist, wäre das langweilig. Oder doch nicht? Gerade in Zeiten, in denen die Erkältungswelle neue Rekorde bei den Krankschreibungen und Betttagen einfordert, ist es vielleicht doch interessant, einmal mehr darauf zu sehen, was die Forscher dieser Welt in Zusammenhang mit dem Laufsport unter die wissenschaftliche Lupe genommen haben.
Da wäre zum Beispiel ein gewisser Neil Walsh. Der lehrt an der Bangor University in Wales und hat untersucht, wie sich die Intensität des Laufens auf das Immunsystem auswirkt. Wie er das im Detail gemacht hat, ist an dieser Stelle nicht unbedingt von Relevanz. Das Ergebnis ist es allerdings schon: Wer die Sache nämlich ernst nimmt, läuft ab sofort lieber zweimal 30 Minuten als einmal zwei Stunden lang. Auch kurze und gleichzeitig schnelle Läufe belasten das Immunsystem geringer als ein moderater langer Lauf. Eine längere Belastung, so die Schlussfolgerung des Wissenschaftlers, führe eher zu einer Schwächung des Immunsystems. Grundsätzlich ändert diese Erkenntnis allerdings nichts daran, dass Bewegung an der frischen Luft in angemessener Bekleidung das Immunsystem trainiert und stärkt. Vor allem aber ist es in der kühlen Jahreszeit wichtig, sich nach dem Lauf möglichst rasch „trockenzulegen“ und warm anzuziehen. Wer nach dem Laufen friert, geht tatsächlich ein hohes Risiko ein, sich eine Erkältung einzufangen. Das gilt erst recht nach langen Läufen.

Laufen, oder nicht laufen …

Soll ich laufen, oder soll ich nicht laufen, oder soll ich doch laufen …

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Die Entscheidung ist nicht immer einfach. Heute war aber doch recht schnell klar, dass meine Körpermitte mehr körperliche Betätigung benötigt als meine Beine. Und der Vorsatz, wieder mindestens zweimal pro Woche auch auf der Matte zu turnen, will schließlich auch erfüllt sein.

Gelaufen wird morgen wieder 🙂

Am Limit

Wieder Dienstag, wieder eine Trainingseinheit im Stadion Weißhauswald. Viel los auf der Bahn, da alle drei Gruppen von „Der TV bewegt!“ an diesem Abend Runden abspulen.

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Wobei Abspulen nicht das richtige Wort ist, denn zumindest für die 10er und die Halbmarathonis geht es nach den Aufwärmrunden flott zu Sache: Intervalltraining steht an. Für die von Marc Kowalinski akribisch betreuten 10er heißt die Devise, jeweils über 400 Meter schnell zu sein. Unsere, von Jens Nagel gecoachte Langstrecklergruppe muss da natürlich einen draufsetzen: 8 x 800 Meter in GA2-Tempo, dazwischen jeweils 400 Meter traben.

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Zum ersten Mal die Mizuno Wave Inspire 9 10 an den Füßen. Wie immer etwas ungewohnt bei neuen Schuhen, aber das Gefühl ist schnell angenehm bzw. ich spüre sie gar nicht mehr. Das ist immer das beste Zeichen, dass ein Schuh gut passt.

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Und dann geht es auf die schnellen Runden. Tempo 3:55 Minuten/km. Das bin ich vor zwei Jahren schon mal über zehn Kilometer gelaufen. Von der damaligen Schnelligkeit bin ich aber ein ganzes Stück entfernt. So wird dieses Training ziemlich anstengend, eine Einheit am Limit, die aber trotzdem und vor allem deshalb Spaß macht, weil ich mit Claudia und Frank zwei Sparringspartner habe. So können wir uns in der Führungsarbeit abwechseln und gegenseitig motivieren.

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Während die Einsteigruppe mit Therabändern experimentiert und ganz offensichtlich viel Spaß hat, kommt der Spaß bei uns vor allem, als die achte Tempoeinheit zu Ende ist und sich die Schweißporen endlich nicht mehr zurückhalten müssen. Das suppt.

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Aber weil heute Dienstag ist und auf dem Trainingsplan vermerkt ist, dass Isomatte und Blackroll an diesem Abend auch eine Rolle spielen, gibt es noch eine schöne Rumpfstabi-Einheit obendrauf. Trainer Jens macht’s vor, während die Wolken am Himmel immer dunkler werden, und die angestrengten Stöhnlaute der gymnastizierenden Damen und  Herren immer häufiger. Aber gemeinsam ist auch das durchzustehen.

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Nur ein paar Tröpfchen fallen vom Himmel. Da lässt sich im schwindenden Tageslicht noch gemeinsam ein alkoholfreies Bierchen genießen. Danke an die Brauerei aus Bitburg, die uns die Erfrischung spendiert hat.

 

Futter für den Muskelkater

Noch immer morgens und abends antiseptische Zehen-Fußbäder und dann wird die mit Jodsalbe dick bekleckerte große Zehe in ein Pflaster verpackt.  Aber es sieht so aus und fühlt sich an, als würde die Entzündung verschwinden und die Sache heilen. Meine Laufpause habe ich bis einschließlich Sonntag terminiert. Dann mache ich mich wieder auf meine Morgenrunden, toi toi toi.

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Ganz ohne Bewegung will kann ich aber nicht sein. Deshalb Morgengymnastik. Solche Übungen, bei denen kein Druck auf die Zehen ausgeübt wird. Bei Ariana habe ich ja etwas über einbeinige Kniebeugen gelesen. Aber dazu bin ich noch lange nicht fähig, Ich beginne mal mit der verschärften Version der normalen Kniebeugen: Ferse leicht erhöhen. Funktioniert prima mit einem Stabipad. Und dann einen Stock oder wahlweise die Blackroll mit beiden Händen ausgestreckt über den Kopf halten und bei geradem Rücken in die Knie …

Lauftherapeuten analysieren so die Bewegung des Kniegelenks. Wenn es nach innen wegknickt, darf die Muskulatur durchaus gestärkt werden, wurde mir erzählt … Zweimal 60 Kniebeugen, dazwischen ein bis zwei Minuten Pause und Beine ausschütteln. Das fetzt und sorgt prompt für ordentlichen Muskelkater.

Einbeinstände auf dem Stabipad  und Hubschrauberübung für den Rücken ergänzen das Kernprogramm. Dabei liegt man mit ausgetreckten Armen und Beinen auf dem Bauch. Einen leeren Becher in einer Hand, beide Arme und Beine anheben und den Becher mit ausgestrecktem Arm in weitem Bogen hinter den Rücken bringen und dort in die andere Hand übergeben. Dann die nächste Übergabe vor dem Kopf. Auch davon zwei 60er Sätze mit zweiminütiger Pause dazwischen. Das macht Spaß und stärkt den Rücken.

Kniestandliegestütz mit Knien auf dem Stabipad als Abschluss. Jetzt fehlt nur noch die Treppenlift-Übung für Achillessehne und Waden. Dann ist das Morgenprogramm rund.

Probiert’s mal aus. Wer keinen Muskelkater bekommt, muss die Anzahl der Wiederholungen einfach erhöhen. Viel Spaß!