Der Leibhaftige

 

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Diese schöne Welt ist von sonderbaren Wesen bewohnt. Wer dazu einen Beweis sucht, dem empfehle ich einen großen Marathon wie in Frankfurt. Was einem dort als Zuschauer oder Teilnehmer unter die Augen kommt, summiert sich im Laufe der Veranstaltung zu einem Panoptikum kurioser Typen.
Denn etlichen Läufern genügt es nicht, ihre zunehmend an Funktion verlierende Funktionssportwäsche ins ach so weit entfernte Ziel zu schleppen. Sie stählen ihren Kreislauf, in dem sie als Feuerwehrmann, Formel 1-Fahrer oder medizinisches Fachpersonal eingepackt und verkleidet über die Strecke schleichen. Laufen, bis der Arzt kommt …
Gesehen werden und Spaß haben, ist das Maß der Dinge, manche sammeln dabei auch Geld für einen guten Zweck. Dietmar Mücke ist so einer, der als Pumuckel – mit roter Perücke und barfuß – schon bei über 500 Laufveranstaltungen dabei war. Der Ultraläufer Rolf Keßler, stets als bunter Clown unterwegs, steht ihm nicht viel nach. .Da er sich immer ein breites Grinsen ins Gesicht schminkt, vergeht ihm das Lachen auch nicht nach Kilometer 30, wenn viele Marathonis die Bekanntschaft mit dem Hammermann fürchten. Für alle Nichtläufer: Der Mann mit dem Hammer ist die personalisierte Vorstellung von dem Zustand, wenn mit einem Schlag die Beine schwer werden und der Körper sämtliche Energie entweicht.
In Frankfurt war der Hammermann auch auf der Strecke, furchterregend, in schwarzer Kutte, mit Sonnenbrille und zwei mächtigen Schlagwerkzeugen – zum Glück aus Schaumstoff. Aber keine Sorge. Der Hammermann heißt Frank, ist 50 Jahre alt, kommt aus der Niederlausitz und hat bei Kilometer 30 selbst mit seinem Alter Ego Bekanntschaft gemacht. 30 Minuten mehr für den zweiten Teil der 42 Kilometer als für den ersten …. Nicht nur angesichts der wenig hämefreien Kommentare seiner Mitläufer waren die letzten Kilometer für den Hammermann nicht der Hammer. Vielleicht läuft er beim nächsten Mal doch lieber als Clown.

 

Dieser Text ist als Laufkolumne im Trierischen Volksfreund erschienen.

Zu viele Hammermänner

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Ich dachte, es wäre ein gutes Omen, dass meine Kollegin Katharina in der vergangenen Woche ihren Namen gewechselt hat. Das hat sie zwar nicht wegen mir getan. Aber de Mos ist vor einem Marathon dennoch besser als Hammermann, auch wenn sie selbst sich mit kürzeren Laufdistanzen begnügt. Ein Hammermann weniger war in diesem Fall allerdings nicht genug. Es gibt in Frankfurt einfach zu viele davon …

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Aber der Reihe nach: Eine Woche Küchenrenovierung ist vielleicht tatsächlich nicht das perfekte Tapering. Das merkte Coach Jens schon mit einem Augenzwinkern an, als er davon erfahren hatte. Na ja, tatsächlich ist es vermutlich nicht wirklich erholsam, fünf Tage lange bei Renovierung- und Aufbauarbeiten permanent auf den Beinen und Knien zu sein.

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So sind die Beine nicht ganz leicht, als ich mit meinem Schatz am Samstagmittag auf den Weg nach Frankfurt mache. Irgendwie ist es so unwirklich wie noch nie vor einem Marathon. Und dann soll es auch noch mein schnellster werden …

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Bevor wir im Hotel einchecken –  Hamburger Hof unmittelbar am Hauptbahnhof ist sehr zu empfehlen, wenn ich mir diese Anmerkung erlauben darf -, geht es erst einmal zum Messegelände, Startunterlagen abholen, Marathonmesse durchschlendern und Freunde treffen.

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Die Einen nur virtuell, weil sie höchst plakativ – hallo Jens, hallo Yvonne – für den Luxemburg-Marathon im kommenden Frühjahr werben.

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Die anderen live und in Farbe. Martin ist da, der es doch mit einem schnellen Lauf versuchen will, Frank, der froh wäre, nach 3:15 Stunden im Ziel zu sein, und der schnelle Dominik, der bei seiner Marathonpremiere „so etwas um die 2:50“ laufen will. Holla!

Flo Neuschwander kommt auch noch vorbei, der „Rockstar unter Deutschlands Läufern“, wie im aktuellen Runners Magazin zu lesen und zu sehen ist. Allerdings war dieser Bericht wohl schon vor Flos Mega-Ultraerfolg in den USA entstanden. Denn auf meine Frage, wo denn seine Piercings geblieben sind, antwortet er mit einem Grinsen, die habe ihm ein Bär in den Rocky Mountains abgeluchst. Nun ja, ein witziger Typ ist der Florian ja. Und in seiner neuen Wahlheimat Frankfurt fühlt er sich augenscheinlich sehr wohl.

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Da alle anderen befreundeten und bekannten Läufer in anderen Hotels übernachten, haben wir zu zweit den Vorteil, am Abend nach nur kurzer Wartezeit einen Platz beim Italiener zu finden. wo überwiegend schmale Menschen sich ihre private Pasta-Party geben. Ist aber auch lecker.

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Und dann ist schon der Wettkampftag da. Die Nacht war in Ordnung. Alleine am Wettkampftag beim Frühstück zu sitzen, ist aber schon ein komisches Gefühl. Und auch zum Start bei einem großen Marathon bin ich noch nie alleine gegangen. Alles unwirklich, sag ich doch.

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Ideales Wetter, knapp über 10 Grad, kein Wind. Das Gewusele vor und in der Festhalle nimmt zu. Eine knappe Stunde später wird nur einen Steinwurf entfernt der Startschuss fallen.

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Kleiderbeutel abgeben, das neue Startnummernband angeschnallt, mit vier Gels bestückt, gut zehn Minuten einlaufen, dann noch drei Steigerungsläufe. Die Beine fühlen sich ganz gut an. Jubelpose nicht vergessen. Hier ist alles erlaubt, ohne das irgendjemand fragend schaut.

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Und dann begegnet mir der Hammermann! Zu früh, viel zu früh. Aber auf meine Bitte, er möge mir in den nächsten 3,5 Stunden nicht mehr begegnen, reagiert er beim Posen in die Fernsehkamera des Hessischen Rundfunks gar nicht. Ein schlechtes Zeichen?

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Im Asics-Block – hier starten alle, die eine Zielzeit schneller als 3:15 Stunden angegeben haben – ist schon viel los, als vor mir der Mann mit dem gelben Ballon auftaucht. 2:59 steht darauf, auch auf seinem Shirt. Schön wär’s …

Aber schon wieder winkt ein Hammermann. Einer, den auch die Leute kennen, die nicht Strecken mit mehr als 40 Kilometer laufen. Vielleicht sind auch wegen des überdimensionalen Klöppelschwingers die Menschen im Starterfeld so wenig ausgelassen an diesem Morgen.

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Martin, Dominik und ich sind da natürlich eine Ausnahme. Vor allem Dominik scheint überhaupt keinen Respekt vor der Königsdisziplin zu haben. Er hat auch allen Grund dafür, wie sich später herausstellen wird. Er wird seinen Premierenmarathon in grandiosen 2:48:01 bewältigen.

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Mir ist die Sache noch immer nicht wirklich geheuer. Ich komme mir ein wenig vor wie im falschen Film. Aber es gibt nun kein Zurück mehr. Mal sehen, wie es läuft. Nicht schlecht  läuft es zumindest für die Nutznießer der Zieh-das-warme-Obereil-aus-und-wirf-es-über-den-Zaun-Aktion. Manch‘ nicht zu schlechtes Stück wechselt so den Besitzer.

Arne Gabius wird vorgestellt. Er startet nur 25 Sekunden vor uns, hat es aber viel eiliger, wieder ins Ziel zu kommen. Gigantisch, was der für eine Zeit hinlegt! Vor allem auf den letzten Kilometern … Aber das ist eine andere Geschichte.

Meine Wettkampfgeschichte beginnt damit, dass sich auf dem ersten Kilometer gefühlt alle gegenseitig auf die Füße latschen. Auf dem zweiten Kilometer rutscht mir eines meiner vier Gels aus dem Gürtel. Nicht so schlimm, drei sollten für das Rennen genügen. Aber welch komische Zeiten zeigt denn meine Suunto an?

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In den Häuserschluchten der Bankenmetropole spielt das GPS-Signal offenbar ab und zu Ping-Pong zwischen Glasfassaden. Jedenfalls können dieses Paceanangaben niemals stimmen, dafür sind wir viel zu schnell unterwegs. oder snd die Fünf-komma-nochwas auf dem Display eine böses Omen?

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Der Pacemaker ist also nun mein Tempomat. Martin, mit dem ich eigentlich gemeinsam laufen wollte, ist nicht mehr zu sehen. Ich wähne ihn hinter mir, kann ihn aber nicht entdecken. Auf den ersten Kilometern geht es im Zickzack durch die Innenstadt. Bei Kilometer sieben, im Bereich Kaiserplatz, wollte Karin stehen. Sie ist nicht zu sehen …

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Kilometer zehn ist an der Universität erreicht. Alles scheint ganz gut zu laufen. Ich habe mein Zwischenzeitenband natürlich im Zimmer vergessen. Ich vermute, wir sind schneller als nötig, aber ein paar Sekunden Puffer sind ja nicht schlecht.

Kilometer 13 – es geht es zum ersten Mal über den Main. Zwischen Sachsenhausen und Niederrad warten die erste langen Geraden. Bei Kilometer 15 sehe ich dann doch meinen Schatz, sie mich auch. Das tut gut. Denn nachdem bislang reichlich Schaulustige an der Strecke angefeuert haben, wird es ab hier doch eher dünn mit Motivationssprüchen. Aber so ist das nun mal bei den meisten Marathons. Die Strecke ist einfach zu lang, als dass an jeder Stelle Publikum zu erwarten wäre.

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Auf Höhe der Staustufe Griesheim ist die Hälfte der Distanz geschafft. Inzwischen habe ich akzeptiert, dass meine Uhr schon jetzt wieder 500 Meter mehr anzeigt als die offiziellen Streckenmarken. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass meine offizielle HM-Zeit mit 1:29:11 notiert wird, meine Suunto aber sensationelle 1:26:27 registriert. Meine Beine fühlen sich eher nach der schnelleren Zeit an. Leider wachsen die Zweifel, ob ich dieses Tempo durchhalten kann.

Drei lange Kilometer zur Schwanzeimer Brücke, über den Main nach Höchst. Selbstmotivation ist nun angesagt. Der gelbe Ballon ist plötzlich wieder direkt vor mir. Geht doch! Denke ich mir ziemlich genau an dem Punkt an dem Martin wegen muskulärer Probleme aussteigt. Aber davon bekomme ich nichts mit, denn die Stimmung in Höchst ist wieder ziemlich gut. Und als die Musik nicht mehr da ist, begegnet er mir wieder und zieht den Stecker heraus:

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Die 3 Kilometer lange Gerade von Griesheim zur Hellerhofsiedlung füllt meine Beine mit Beton. Die Luft ist raus, definitiv. Na gut, dann genieße ich den Rest des Laufs und nehme eben bewusst Tempo heraus. Und noch etwas mehr … 5:05 Minuten pro Kilometer … Hey, das fühlt sich jetzt aber doch wirklich anders an. Erste kurze Gehpause bei der Getränkeaufnahme bei Kilometer 32. Warum läuft es sich so schwer wieder an? Ist ja fast wie beim Maare-Mosel-Lauf. Och nö! …

Zwei Kilometer laufen, bis zur nächsten Verpflegungsstation, dann gönne ich mir wieder ein paar Schritte. Dieses Spiel wiederholt sich nun, ich würde zu gerne einfach aufhören. Das geht nicht, nein, vielleicht ist ja noch eine Zeit um 3:10 möglich!  Mein Beine halten davon nichts und verbünden sich zu einer immer lauter schreienden  Protestbewegung gegen meinen Geist?

Kilometer 37, da müsste doch Karin stehen? Ja, da ist sie! Es gibt keinen besseren Grund, um nochmal stehen zu bleiben. Eine Umarmung, einige Worte der Kapitulation. Vergeblich. Motivierende Worte katapultieren mich zurück auf die Strecke. Na gut, das Verb ist nun vielleicht etwas falsch gewählt. Aber der Geist ist willig. Weitermachen,   dann wird es zumindest eine Zeit unter 3:15 … Immer dieses Schlussgekurve durch die Citys! Das war in Düsseldorf doch auch so, so …  naja, dieses Wort gehört hier nicht hin. Kilometer 40 – hier muss es doch Cola geben?

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Vom Tisch mit den Isodrinks bis zur Koffeinlimonade sind es wohl 100 Meter, die ich gehe, ich kann nicht anders. Tempo 5:57 Minuten für diesen Kilometer – kreisch – das ist der tiefste Tiefpunkt, der die 3:15 gefährdet. Aber das darf nicht sein! Also kämpft Kopf den Widerstand der Beine nieder und lässt sie noch einmal so schnell laufen, wie es möglich ist. Lange Gerade, schon wieder – oh Mann, das wird eng – Kurve, kurze Gerade, noch ne Kurve – jetzt muss es doch endlich … – ja, die Festhalle, nicht nachlassen. Ins Dunkel, roter Teppich, Zielbogen. Wie war das mit der grandiosen Stimmung beim Zieleinlauf? Ich bin nur froh, dass es vorbei ist. 3:14:56 stehen auf der Uhr.

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Das war knapp! Irgendwie doof. Diese Zeit hätte ich auch laufen können, ohne mich so zu quälen. Aber ich wollte es ja so. Das war einfach nicht mein Tag, zumindest nicht ab Kilometer 28.

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Ich komme zumindest noch rechtzeitig, um die Siegerehrung von Arne Gabius im  Zielbereich live zu verfolgen. Von einem neuem deutschen Rekord, von Olympianorm und solchen Dingen ist da die Rede. Wirklich realisieren kann ich das erst später.

Gemein ist in Frankfurt übrigens die  Treppe, die alle Läufer hinabsteigen müssen, um an Medaille, vor allem aber an heißen Tee, herrlich salzige Gemüsebrühe und Obst zu kommen. Wie schmerzhaft ein Marathon sein kann, zeigt sich an der Eleganz, wie dieses unnatürliche Hindernis überwunden wird.

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Wie ich selbst hinuntersteige, kann ich nicht sagen. Ich denke, nicht ganz so gequält. Aber spätestens, als mich Flo Neuschwander entdeckt und mir grinsend auf die Schulter klopft – „na, wie war’s?“ – ist die Welt wieder in Ordnung. Das Lachen kehrt zurück. Es war eben nicht mein Tag. Das ist leichter zu akzeptieren als ein Lauf, bei dem ich – wie in Düsseldorf – die Drei-Stunden-Marke hätte knacken können, es  wegen dummer Fehler aber verpasst habe.

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Ich verabschiede mich von Flo und seiner hübschen Staffelbegleitung. Die Plastiküberzüge sind nun wirklich gut, halten warm in den paar Minuten, bis der Weg zur Kleiderbeutelausgabe gewagt werden kann. Sitzen ist gar keine schlechte Idee.

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Auf dem Weg in die Messehalle kommt mir doch tatsächlich mein Schatz entgegen. Die Welt ist in Ordnung, alles ist gut! Besonders die heiße Dusche im Hotel, die Beinmassage, der Latte Macchiato und das Gefühl, es geschafft zu haben – nicht etwa, die drei Stunden zu unterbieten. Ich habe diesen Lauf hinter mich gebracht. Es ist eine Befreiung. Endlich wieder Genussläufe! Die Hammermänner dieser Welt können mir gestohlen bleiben!

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Wie gut, dass meine liebe Kollegin einen neuen Namen hat …

 

Düsseldorf

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Gut, aber nicht sehr gut. Persönliche Bestzeit zwar, aber nicht unter drei Stunden. Ich muss den  Verlauf des Düsseldorf-Marathons noch verarbeiten. Dass alles hätte stimmen müssen, um  meine sehr ambitionierte Zielzeit zu erreichen, war klar, leider stimmte nach gutem Beginn nicht alles, und so habe ich auf den letzten sechs Kilometern die Chance auf die Marathonzeit meines Lebens vergeben. Ein besonderes Erlebnis war dieses Wochenende dennoch.

Hier die ganze Geschichte:

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14 Wochen intensives Training. Den Lohn dafür wollen Dominik und ich in Düsseldorf erlaufen. Wir sind als Sextett in der interessanten Stadt am Rhein. Ebenfalls dabei sind Christoph mit Birgitt, Marc und Frank, der als einziger nicht im schönen Dress des Lauftreffs Olewig unterwegs sein wird und das großartige Erlebnis seines ersten Marathons erleben wird. Mein Schatz Karin ist auch mitgekommen. Die Damen werden sich Königsallee und Co. entspannt ansehen.

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Dominik ist schon mit dem Zug vorausgefahren, um den Tag mit seiner Schwester zu verbringen, die uns am Sonntag ebenfalls an der Strecke anfeuern wird. Es muss sich zeigen, wie er den Lauf mit seiner urplötzlich aufgetauchten Allergie überstehen wird.

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Im Hotel eingecheckt, geht es natürlich zunächst zur Startnummernausgabe im Sparkassen-Tower. Eine kleine Marathon-Messe ist auch dabei, alles sehr familiär und für den Marathon in einer Landeshauptstadt übersichtlich. 2650 Läuferinnen und Läufer werden am Ende als Finnisher gelistet sein. Hinzu kommen zahlreiche Staffelteilnehmer.

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Die logistische Leistung ist nicht nur am Rheinufer groß, zu dem wir am Abend nach unserer privaten Pizza- und Pastaparty einen Abstecher machen. Unglaublich, was da auch in der Altstadt abgeht. Gedränge wie in Trier beim Altstadtfest.

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Natürlich machen wir am frühen Abend vor dem Renntag auch die obligatorischen fünf Kilometer und stellen gut gelaunt fest, dass wir am liebsten weiterlaufen würden.

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Drei Steigerungsläufe in einer verkehrsberuhigten Nebenstraße  müssen natürlich auch sein. Gelegenheit für ein Spaßfoto … es ähnelt sehr einem Bild, dass ich beim ersten Trainingsintervall im Februar gemacht hatte …

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Einigermaßen gut geschlafen, leicht gefrühstückt. Dominik kommt mit seinen Sachen ins Hotel, das wir bis 16 Uhr gebucht haben. Es wird sich als Segen nach dem Lauf erweisen. Denn wir können später ohne Gedränge duschen und noch ein wenig entspannen, bevor es nach Hause geht.

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Aber davor will noch ein Marathon gelaufen sein. Ein möglichst schneller, denn dafür habe ich mich ebenso wie Dominik geschunden und überwunden und gezweifelt und motiviert. Der Pacemaker mit den Ballons soll es richten, auf denen 3:00:00 steht.

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So verabschieden wir uns also von den drei Helden, die die 3:30er Marke in Angriff nehmen und sortieren uns am Anfang des 3-Stunden-Starterfeldes ein.

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Kurz vor dem Startschuss, die bekannte Stimme von Wolf-Dieter Poschmann im Ohr, der traditionell auch den Trierer Silvesterlauf moderiert, kommt dann tatsächlich ein junger Läufer mit den richtigen Ballons. Es kann los gehen und geht auch ab wie die Post. Bei diesem Marathon verlieren wir zumindest nicht auf den ersten Kilometern Zeit, wie in der Regel bei den ganz großen Rennen. Zum Beispiel in Hamburg, wo zur selben Zeit TV-bewegt-Coach Michael Pfeil sich auf die erfolgreiche Jagd nach einer neuen Bestzeit macht.

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Hier in Düsseldorf laufen etwa 30 Männer und eine Frau im Schlepptau der lustig flatternden Heliumhüllen. Nach zwei Kilometern bewegen die sich ziemlich genau in der anvisierten Pace. Einen Tick schneller, aber das fühlt sich gut und locker an. Allerdings merke ich bei Kilometer 18, dass Dominik immer lauter atmet. Kein gutes Zeichen. Auch gefällt es mir nicht, dass meine Suunto mit jedem Kilometer einige Duzend Meter mehr notiert, als an den offiziellen Streckenmarkierungen angezeigt wird. So laufe ich nach meiner persönlichen Zeitmessung die erste Hälfte der Strecke in 1:28:26 mit klarer persönlicher Bestzeit. 300 Meter später folgt allerdings erst die offizielle Zeitnahme, die 1:29:22 notiert. Immer noch knapp persönliche HM-Bestzeit – und 38 Sekunden Puffer auf die 3-Stunden-Zielzeit …

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Dann zieht unser Pacemaker an … um für eine Pinkelpause anzuhalten. Na ja, der kleine Tross läuft weiter und zieht sich sofort auseinander. Vorne viel zu schnell, mit meinem Partner laufe ich 4:15er Schnitt, um auf den Jungen nach der Pipipause zu warten. Als der dann tatsächlich wieder aufschließt und vorbeifliegt, legt er ein Tempo vor, dass wir uns nicht antun wollen. Zudem signalisiert Dominik, dass er eine Zeit unter 4 min/km nur extrem schwer halten kann.

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Wie er nach dem Rennen berichten wird, geht bei ihm nach 21 Kilometern nicht mehr viel. Die Bronchien machen zunehmend dicht. Zwei Kilometer lang laufe ich voraus, nehme das Tempo etwas zurück. Er kommt dennoch nicht heran, winkt ab. Also mache ich mich alleine auf den Rest der Strecke. Der Tempoläufer ist inzwischen ziemlich weit voraus. Ich muss nun mein eigenes Rennen machen und darauf hoffen, ich wieder im Laufe der Zeit einzuholen.

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Bei Kilometer 30 liege ich noch gut im Schnitt. Nach meiner eigenen Messung sowieso. Aber auch die offizielle Zeitmessung bescheinigt mir nur einen minimalen Rückstand von 13 Sekunden auf meine Zielzeit. Es läuft sich gut, auch wenn ich keine Gruppe mehr habe, an der ich mich orientieren kann. Kilometer 32. Alles gut, die Beine sind natürlich nicht mehr ganz so leicht, aber jetzt ist es nur noch ein 14er Tempodauerlauf an der Mosel …, rede ich mir ein und verpasse es, mich am Gelstand zu versorgen. Mein eigenes Gel hat leider Dominik in der Tasche, in der er auch sein Asthmaspray mitschleppt.

Dieser Verpflegungsfehler wird sich bitter rächen, wie ich ab Kilometer 36 spüren werde. Da hilft es auch nicht, die Kilometer herunterzuzählen. Jeder Einzelne wird länger und schwerer.bKilometer 35 – 4:01 min/km; 36 – 4:27; 37 – 4:21; 38 – 4:30; 39 – 4:23 – der Hammermann hat sich an mein Beine geheftet. Mir ist inzwischen klar, dass meine Traumzeit in immer weitere Entfernung rückt und nicht mehr zu schaffen ist. Warum also weiter quälen? Eine persönliche Bestzeit wird es so oder so werden. Und wo sind die jubelnden Zuschauer, die gerade jetzt so bitter nötig wären? Kilometer 40 – 4:41; 41 – 4:31; 42 – 4:50; 43 – 4:43 …

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Ja, tatsächlich 43,02 Kilometer misst meine Laufuhr, wie ich im Ziel doch einigermaßen ernüchtert feststelle. So hätte ich die drei Stunden gepackt, wenn meine Strecke gelten würde. Die offizielle Zielzeit ist mit 3:04:05 gut, aber – gemessen an meinem Maßstab – nicht sehr gut.

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Ein wenig besänftigt wird meine leichte Enttäuschung durch die Platzierungen: Zehnter in der Altersklasse M50 ist nicht schlecht. Und 117. von 2650 Finishern kann sich auch sehen lassen.

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Mein Schatz und Birgitt freuen sich an ihrem erhöhten Zuschauerplatz im Ziel. Ich bin einfach froh, dass es vorbei ist.

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Aber ein Foto mit dem hübschen Mädchen der Medaillenübergabe gönne ich mir doch noch. Und ein paar weitere Schnappschüsse, von denen mir das mit dem beflügelten Papa besonders gut gefällt.

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Und dann beginnt das Warten. Während ich dem Interviewteam eines lokalen Fernsehsenders über die Streckendiskrepanz berichten kann, kommt Dominik ins Ziel. 3:17:44 sind für ihn ebenfalls eine deutliche persönliche Bestzeit. Glücklich ist er dennoch nicht wirklich. Vor allem tut es ihm leid, dass er mich alleine ziehen lassen musste. Aber dafür kann er ja nichts, wie ich ihm mehrfach versichern muss.

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Der nächste, der ins Ziel kommt, ist Frank:   3:25:31! Das bei seinem ersten Marathon! Er trägt für den Rest des Tages das breiteste Grinsen im Gesicht.  Marc ist mit seiner PB von 3:27:59 ebenfalls glücklich. Christoph erreicht sein selbstgestecktes Ziel mit 3:29:06. Eine insgesamt starke Teamleistung, über die wir uns dann doch alle freuen.

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Die Wetterbedingungen sind übrigens ideal. Erst um 13 Uhr beginnt es zu regnen. Die Plastiküberzüge nach dem Zieleinlauf sind dennoch gut gegen das Auskühlen im Wind, wenn auch ein wenig schwierig überzuziehen …

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Und natürlich schmeckt das alkoholfreie Weizen nach so einem Lauf besonders gut.  Vielleicht werde ich ja mal als Werbefigur für Erdinger entdeckt …

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Nach ausgiebiger Verschnauf-Genuss-Umziehpause machen wir uns dann – ein Hoch auf die U-Bahn – auf den Rückweg ins Hotel. Christoph und Marc ignorieren sogar die Rolltreppen … meinen Ruf, dass sie dann ja durchaus noch etwas schneller hätten laufen können, findet allerdings auch kein Echo.

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Das war es also, das Projekt Düsseldorf-Marathon. Auch am Tag danach würde ich nicht sagen, dass ich nochmals so ein intensives Trainingsprogramm durchziehen werde – auch wenn ich die drei Stunden knacken könnte, wenn wirklich alles passt.

Heute früh die leicht schmerzenden Beine drei Kilometer beim Auslaufen bewegt.

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Nun freue ich mich auf entspannte Landschaftsläufe. Ich werde mich wieder einmal in der Woche dem Lauftreff anschließen. Und dann gibt es natürlich noch ein ganz besonderes Event, dass mich jetzt davon ablenkt, dass dieses persönliche Laufprojekt nicht ganz erfolgreich geendet hat: der Freundschaftslauf am kommenden Sonntag.  Vor allem freue ich mich auf den lieben Besuch, der sich dazu angekündigt hat.

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Generationen

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Laufen verbindet, das ist bekannt. Wie sehr, das wird in meinem Lauftreff deutlich. Von Anfang 20 bis Ende 70 sind alle Altersjahrzehnte vertreten. Das wurde auch bei Jahresbeginnfeier deutlich, der bewusst verspäteten „Weihnachtsfeier“ am Freitagabend in einem Weingut bei Olewig.

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Auch Uschi und Rudi sind gut gelaunt dabei. Sie haben vor 23 Jahren den Lauftreff des SV Olewig ins Leben gerufen. Den Laufsport mussten sie zwar inzwischen leider aufgeben. Auf dem Fahrrad geben beide aber noch eine gute Figur ab.

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Die macht auch das Quintett am Samstagmorgen, das sich ausnahmsweise nach dem späten Feierabend am Vortag mit einer Stunde Verspätung, also um 9 Uhr, auf den Weg.

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Die Franzenheimer Strecke steht an, eine fast legendäre Tour. Denn für mich war es vor Jahren der erste Lauf mit Christoph über mehr als 15 Kilometer. Für Dominik, unser „Rennküken“ war es vor zwei Jahren die erste Runde mit dem Lauftreff. Da passte es, dass er nach seiner Winterpause wieder dabei ist.

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Das Wetter … hervorragend. Sich lichtender Nebel und immer wieder ein paar Sonnenstrahlen. Wunderbar. Es ist anspruchsvoll, nicht zu langsam und kommunikativ. Ein wichtiges Thema dabei: die Vorbereitung auf den Düsseldorf-Marathon am 26. April.

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Denn alle, die heute dabei sind, Christoph, Dominik, Marc, Marcel und der Dichter dieser Zeilen, werden dort starten. Und ausnahmsweise wird es nicht nur darum gehen, gut gelaunt ins Ziel zu kommen. Fast alle wollen neue persönliche Bestzeiten erreichen.

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Dazu ist natürlich ein intensiveres und koordiniertes Training notwendig, das die kommenden Laufwochen bestimmen wird.

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Solch profilierte Strecken wie die Tour heute werden dabei sicher die Ausnahme bleiben. Es wird vielmehr darum gehen, das Grundtempo zu steigern. Und das funktioniert nun mal vorwiegend über entsprechendes Training auf flachen Strecken.

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Aber heute geht es hoch hinaus, mit den entsprechenden Weit- und Tiefblicken. Das Wetter dafür ist prächtig.

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Als wir nach etwas mehr als zwei Stunden am Ölewiger Sportplatz ankommen, haben wir 24 Kilometer in den Beinen. Das muss für diesen Tag genügen.

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Am Montag geht es dann los mit dem Training nach Plan.

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Zehnter mit 42

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Einen kleinen Vorgeschmack gab es ja bereits. Der 5. Spiridon-Marathon im Hochwald ist nun Geschichte. Für mich war es die dritte Langdistanz in Schillingen. Und gleichzeitig, sofern ich mich nicht verzählt habe, der zehnte organisierte Marathon-Wettkampf, an dem ich mich mehr oder weniger gut ins Ziel gekämpft habe.

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Köln, Main, Koblenz, Monschau, Berlin, Hamburg und Monschau waren weitere Stationen. Aber der Lauf im Hochwald ist mit den anderen kaum vergleichbar, am ehesten vielleicht mit dem in Monschau in der schönen Eifel.

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Mit Marcel als Duo war ich am Samstag wieder unterwegs. Zumindest bis acht Kilometer vor dem Ziel. Bis dahin hatte ich meinen Lauffreund so weit gebremst, dass er noch ordentlich Körner übrig hatte und auf mein Signal, ich würde nun in etwas ruhigerem Tempo laufen, als Startschuss für einen langen Endspurt verstanden hat.

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Er war die verbleibende Strecke im Durchschnitt 30 Sekunden pro Kilometer schneller unterwegs als ich. Beachtlich, zumal ich gar nicht so langsam war und gerade auf den letzten drei Kilometern unter 5 Minuten/km geblieben bin, obwohl ich das Gefühl hatte, ich würde stehen.

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Aber nun von Beginn an: Mit reichlich Zeitpuffer in Schillingen angekommen, ist noch Zeit für das ein oder andere „Schwätzchen“, mit Organisator Rudi, mit Schlussläufer Hans-Peter, mit Papillon-Trail-Master Martin und natürlich mit dem ein oder anderen Starter der nur 45 Frauen und Männlein zählenden Marathongruppe.

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Von denen will dann auch keiner so richtig als erster an der Startlinie stehen. Der Hochwald-Marathon ist eben doch eher ein Genuss-Landschaftslauf als eine Hatz um Bestzeiten. Anstrengend ist er wegen der vielen Höhenmeter so oder so.

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Gewitterwetter war angesagt. Das sollte es allerdings erst in der folgenden Nacht geben. Bei prächtig blau-weißem Himmel lachtealso die Sonne und zeigt, was sie bei so einem Altweibersommertag noch drauf hat. Besonders in den Passagen ohne Schatten ist das sehr schweißtreibend.

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So ist klar, dass wir keine Getränke- und Verpflegungsstation auslassen werden. Und bei einer Zielzeit, die „Hauptsache unter 4 Stunden“ lautet, ist auch jeweils genug Puffer für ein kleines Päuschen und Schwätzchen mit den netten Streckenposten vom Spiridon e.V.

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Der Lauf ist wirklich ein Kracher. Landschaftlich superschön aber ordentlich fordernd mit seinen vielen Steigungen und Gefällstrecken. Zudem lauern jede Menge Stolperfallen in Form von Wurzeln. Die Naturwege ermahnen zu Aufmerksamkeit und schneller Reaktion.

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Ein Fest also für alle, die gerne auf Trails unterwegs sind. An diesem Tag ist es allerdings gut, wenn man nicht auch noch zu den Pilzliebhabern zählt. Denn es ist geradezu der Hammer, was da an Lamellen- und Röhrenleckereien am Wegesrand zur Sammelwut einlädt.

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Da ich kein Pilzkenner bin, bleibt es bei mir beim Staunen und weniger bei der Versuchung. Einer solchen widerstehe ich auch auf dem Wurzelweg hinauf zur Ruwerquelle. Der Versuchung, dort schnell hochzuspringen. Seit meinem vollkommen verkrampften Schienbein-Waden-Waterloo vor drei Jahren genau dort gehe ich diesen schönen Abschnitt geruhsam an, vor allem auf der zweiten Runde.

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Die folgt in Schillingen nach eine langen Sonderschleife, die bis an den Ortsrand von Kell am See führt. Die langen Steigungsstrecken im Anschluss machen das fast der mental mühsamste Abschnitt.

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Aber zumindest darf man sich dabei auf den Knüppeldamm freuen. Die Knüppel des Holzsteges sind zwar längst durch gut laufbare Bretter ersetzt. Der Abschnitt durch das Hochmoor gehört aber zweifellos zu den schönsten dieses Laufs.

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Das traditionelle Doppelportrait mit meinem Laufpartner dort muss dank des technischen Unvermögens einer netten Helferin zwar leider ausfallen.

Bild von Holger Teusch

Dafür hat mir aber Holger Teusch ein nettes Foto geschickt, das mich in einer noch nicht gesehenen Aktion zeigt. Also zumindest habe ich mich so noch nicht gesehen.

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Härter wird es dann noch einmal auf der zwei Kilometer langen Steigung acht Kilometer vor dem Ziel. Auf der hatte vor zwei Jahren Marcel seinen Einbruch. Diese Rechnung begleicht er in diesem Jahr souverän.

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Da die Marathonis auf der zweiten Runde auf die Starter des Halbmarathons treffen, ist es dann mit der Einsamkeit des Marathonlaufens vorbei. Das hat den Vorteil bei schweren Beinen, sich an einen Teilnehmer zu „hängen“, der das passende Tempo läuft.

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Den Hammermann glaube ich dann übrigens bei Kilometer 38 zu erblicken. Es ist aber nur ein Schatten. Und meine Autosuggestion, am letzten Verpflegungsstand drei Kilometer vor dem Ziel wäre das Rennen beendet, funktioniert auch. Der Rest der Strecke dient dann eben dem lockeren Auslaufen.

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Na ja, ganz locker ist das nicht. Ich freue mich, als mir Marc aus unserem Lauftreff beim Überholen motivierend auf die Schulter klopft. Gefühlt stehe ich zu diesem Zeitpunkt bereits, obwohl sich die Beine im Takt bewegen. Beim Blick auf die Kilometerzeiten soll sich allerdings herausstellen, dass es die schnellsten drei Kilometer des gesamten Laufes sind…

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Und dann ist doch noch das Ziel erreicht! Nicht ganz locker, vollkommen verschwitzt, aber doch mit Spaß und Stolz. Der dritte Philippides freut sich auf ein neues Zuhause. 3:50 Stunden sind eine passable Zeit.  Platz 6 insgesamt und in der Altersklasse 2. Na gut, bei 45 Startern, darunter eine Läuferin, die mit Gehstöcken (Krücken) unterwegs war, relativiert sich das.

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Und wieder folgen viele Glückwünsche und Gespräche mit lieben Lauffreunden. Dominik, der im Halbmarathon sensationell Dritter wurde. Rudi, Marc, Jens, Daniel, Michael, Toni, Bettina und viele andere sind die Helden dieses Hochwaldlaufes, der leider auch Verlierer hat.

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So trübt die Nachricht von drei notfallmedizinischen Fällen die Freude über die gelungene Veranstaltung dann doch deutlich. Als ich vor dem Lauf dieses Foto geschossen habe, dachte ich natürlich nicht, wie lebensrettend das Fahrzeug sein würde.

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Meine Gedanken sind besonders bei einem lieben Lauffreund aus der Eifel, der eng mit unserem Lauftreff verbunden ist. Er hatte auf der Hälfte der 5-Kilometer-Strecke einen Herzstillstand, wurde aber zum Glück sofort von zwei anderen Läufern wiederbelebt und dann ins Krankenhaus nach Trier gebracht. Ich hoffe, er wird das gut überstehen.

Aber auch zwei andere Läufer hatten mit der Hitze ihre Probleme. Darunter der Sieger des Marathons. Der ist nach der Siegerehrung zusammengeklappt.

Da war es doch weise, nicht zu viel aufs Tempo zu drücken.

Der offizielle Bericht zum Lauf findet sich hier