Silvester 2016 – Ein guter Abschluss

dsc02795

Nun leben wir also schon im Jahr 2017. Alles Gute für alle, die diese Zeilen lesen. Ich will weder zu sehr zurückblicken noch spekulieren, was das neue Jahr bringen wird. Hier geht es nur um den schönen letzten Tag des Jahres 2016.

dsc02783

Minustemperaturen und Nebel haben das Moseltal in einer Winterwunderlandschaft verwandelt. Da muss ein Spaziergang einfach sein. Auch wenn am späten Nachmittag noch der Silvesterlauf in Trier ansteht. Aber den will ich eh moderat angehen und die Stimmung genießen.

Tolle Stimmung und Ruhe gibt es im Tiergartental. Fotomotive en masse. Zumindest eine kleine Auswahl will ich hier nicht vorenthalten. Es ist schlicht traumhaft, wenn Reif und Eisnadeln die Pflanzen mit einem virtuellen Zuckerguss überziehen.

Es ist kalt, was besonders in der Trierer Innenstadt klar wird. Am X-Duathlon-Treffpunkt in der Brotstraße warten auch Anne, Helge und Karina.

dsc02817

Die Stimmung ist prima. Ratschen, Trillerpfeifen, Konfetti und Klappern gehören einfach zum Silvesterlauf in Trier.

dsc02808

Und dann kommen die flotten Damen des Elitelaufs schon vorbei. Wenn regionale Topläuferinnen scheinbar gemächlich im Mittelfeld des langgezogenen Starterfelds traben,  lässt sich erahnen, wie schnell es da an der Spitze zugeht.

dsc02830

U20-Crosseuropameistern Konstanze Klosterhöfen gewinnt die fünf Kilometer in 16:05 Minuten. Auch angesichts der engen Kurven und der eisigen Temperaturen ist das ein irre Zeit.

dsc02857

Noch wahnsinniger sind die Topläufer der Männer unterwegs. Der Äthiopier Getaneh Tamire rennt die acht Runden in 22:50 Minuten und gewinnt vor dem Marokkaner Mahjoub Dazza (22:53). Klasse, dass Philipp Pflieger (Regensburg, 23:11) als Dritter aufs Treppchen läuft und den Weltrekordler Leonard Komon kurz vor dem Ziel noch überholen kann.

dsc02868

In der Zwischenzeit haben sich die drei Damen für den Volkslauf fertiggemacht. Sie werden Spaß haben und endlich warm werden.

dsc02891

Als die Damen die erste Runde absolviert haben, wird es auch für mich Zeit, mit kalten Füßen zum Lauftreff-Treffpunkt zu spazieren. Christoph hat sein Büro in der alten Hauptpost am Kornmarkt. Eine mondäne Lage, denn vom Balkon des klassizistischen Gebäudes lassen sich die Läuferinnen besonders gut anfeuern.

dsc02896

Es ist wirklich schön, einmal wieder die Jungs vom Lauftreff zu sehen und gemeinsam unterwegs zu sein. Ich hatte befürchtet, mit meinem moderaten Tempo allein unterwegs sein zu müssen.

dsc02900

Als Christoph sagt, dass wir gemeinsam laufen, ist das ein kleines verspätetes Weihnachtsgeschenk. Ralph ist noch nicht so lange im Lauftreff und nicht ganz so flott unterwegs. Er soll das Tempo vorgeben.

dsc02907

So laufen wir sehr entspannt am Ende des Feldes. Zwar bin ich mit Marc, Jürgen und Rudi irgendwann quasselnd dann doch ein wenig voraus.

dsc02901

Aber zwei Runden vor Schluss warten wir auf Ralph und Christoph, um den Rest der Strecke dann wieder als Gruppe die Stimmung zu genießen. Es ist auch eine neue Erfahrung, beim Silvesterlauf zwischendurch wartend einen Abschnitt rückwärts zu laufen …

dsc02905

Arm in Arm geht es durchs Ziel. Einfach wunderbar. Schade eigentlich, dass die Kälte es nicht erlaubt, etwa länger im Zielbereich zu bleiben. Zu einigen guten Wünschen für Bekannte und Freunde reicht es dennoch. In diesem Sinne: Alles Gute für 2017!

Zwischen Himmel und Mosel

 

dsc02167Ein wunderbarer Tag mit lieben Freunden an der Mittelmosel. Ziel der inzwischen traditionellen Wanderung bei unseren Treffen war der Klettersteig bei Erden. Ein wunderbares Erlebnis mit exklusivem Blick auf die höchste Talbrücke Europas, die da in wenigen Kilometern Entfernung entsteht. Die Meinungen darüber gehen auseinander. Profitieren wird vor allem der Schwerlastverkehr, der bald wesentlich direkter vom Frankfurter Raum an die holländische Küste kommt.

dsc02183

Aber ich will nicht wieder so lang texten und lasse die Bilder sprechen, inklusive römischer Kelter und Informationszentrum. Die dreistündige Rundtour ist sehr empfehlenswert, ebenso wie die anschießende kulinarische Erlebnisreise im Jugendstil-Hotel Bellevue in Traben-Trarbach. Auch davon habe ich ein Foto, das vor allem die Damen interessieren dürfte. Denn für die lüfte ich damit ein Geheimnis …

dsc02171 dsc02172 dsc02173 dsc02182 dsc02188 dsc02190 dsc02192 dsc02199 dsc02204 dsc02205 dsc02210 dsc02212 dsc02217 dsc02218 dsc02221 dsc02225 dsc02227 dsc02228 dsc02229 dsc02231 dsc02233 dsc02234 dsc02237dsc02239 dsc02243 dsc02245 dsc02246 dsc02247 dsc02248

Und noch eine gute Nachricht: Fünf Kilometer ohne Leistenschmerzen! Aber die Adduktoren mucken noch immer, allerdings schon etwas weniger.

dsc02252

 

Auf der Höhe

Schon wieder eine Zwangspause, aber nur eine kurze, da eine frische Wunde und drei Nähte meinen Rücken zieren. Wieder ein auffälliges Muttermal, das meine Hautärztin lieber ohne seinen Träger ins histologische Labor schicken wollte. So langsam muss ich meine Narben durchnummerieren. Zweistellig ist es schon.

dsc02061

Dreistellig im hohen Bereich ist die Höhenangabe auf dem Erbeskopf. 816 Meter misst der höchste „Gipfel“ von Rheinland-Pfalz, an dem ein Tor zum neuen Naturpark Hunsrück-Hochwald liegt.

dsc02065

Der Ausflug dort mit Kolleginnen und Kollegen vom regionalen Journalistenverband liegt zwar schon einige Tage zurück. Das hat allerdings den Vorteil, dass die Bilder bei prächtigem Spätsommerwetter entstanden sind.

dsc02059

Angesichts der eher grauen Tristesse heute über dem Moseltal ist das dann doch ein schöner Kontrast. Auch das Bild von der Anfahrt, oberhalb von Piesport. Es ist immer wieder beeindruckend, von der Wittlicher Senke kommend, über den Buckel ins Moseltal zu kommen, dass sich dann urplötzlich traumhaft zum Panorama öffnet.

dsc02066

Weniger nach Kulturlandschaft soll in einigen Jahren die Kernzone des Naturparks Hunsrück aussehen. Dann werden die Fichten den Buchen Platz gemacht haben. Denn das ist hier der schützenswerte und dominante Baum.

dsc02073

Zunächst wird es dann wild aussehen.

dsc02072

Ein paar Jahrzehnte später aber werden aufgeräumte Buchenwalddome entstehen. Denn spätestens seit dem Buch „Vom geheimen Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben weiß ich, dass die Buche als Raubtier unter den Bäumen gilt: Sie lässt auf Dauer anderen Artgenossen wegen ihres schnellen Wachstums und dichten Blätterdachs keine Chance.

dsc02080

Zudem ist die Buche kommunikativ und tauscht sich vor allem über ihre Wurzeln mit anderen B-Bäumen aus. Gemeinsam stark …

dsc02078

Wie gut, dass wir bei dieser Wanderung keine Wurzeln schlagen mussten, um uns zu verständigen. Das moderate Tempo, das immer wieder durch wissenswerte Erläuterungen von unserem Führer über die Natur bestimmt wurde, wäre dazu fast geeignet gewesen.

dsc02068

Aber so weiß ich nun mehr, zum Beispiel über den Zunderpilz oder den Brachflächen, die von Wiebke und Kyrill geschlagen wurden. Ganz schön stürmische Frauen waren das.  Und es war auch ausreichend Zeit, um sich an den grandiosen Zwei-Tage-Lauf über den Saar-Hunsrück-Steig vor einem Jahr zu erinnern. Damals herrschte hier oben so viel Nebel, dass kaum etwas zu sehen war.

dsc02090

Aber der Erbeskopf hat auch noch eine ganz andere Geschichte, von der ebenfalls ein pilzartiges Gebäude kündet, auch wenn der militärische Lauschposten als Sperrgebiet markiert ist.

dsc02081

Nicht, dass da jemand in einen Wespennest tritt.

dsc02084

Und dann sind da noch die Kunstwerke auf dem Berg.

dsc02082

Allen voran die begehbare Aussichtsplattform, die einen weiten Blick auf die nicht zum Naturpark zählende Seite des Hügels ermöglicht. Hier tummeln sich in kälteren Wintern auch die weniger alpinen Skisportler.

dsc02085

dsc02088

Zu Schattenspielen reicht es aber auch an einem sonnigen Spätsommertag.

dsc02087

Vielen Dank an die Organisatoren Sabine und Alexander. Es war ein schöner Ausflug!