Mit den Neuen zur Mariensäule

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Nach den Impressionen aus der Mitte Frankreichs gibt es heute mal wieder einige Fotos von Trier. Um zu einem der schönsten Aussichtspunkte der Stadt zu kommen, ist allerdings ein ziemlich mächtiger Anstieg zu bewältigen. Und damit es sich lohnte, war es gleich die erste Bewährungsprobe für den neuen Zuwachs im eh schon ziemlich vollen Laufschuhregal.

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Nach einem Gespräch mit André über die DS Gel-Trainer von Asics habe ich mir die neueste Version davon am Freitag bei einem kurzen Besuch im Laufgeschäft inklusive Test auf dem Band gegönnt. Von der 17er Version war ich begeistert, mit der geänderten 18er Version habe ich mir den Fuß verletzt. Nachdem André von dem 19er geschwärmt und ich gelesen habe, dass die neuen Versionen wieder von Passform und Dämpfung an die alten Varianten erinnern, bin ich nun also Eigentümer eines Paars Asics DS Gel-Trainer 20 … und sehr zufrieden nach den ersten 28 Kilometern. Gewohnt eng anliegend und direkt, dabei nicht zu hart und leicht gestützt. Ein Schuh für flotte Marathons.

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So bunt wie die neuen Treter zeigte sich heute die Natur nicht. Denn nach dem Regen der Nacht war es der erste Morgen, der an den Spätsommer erinnerte, mit bedecktem Himmel, Temperaturen unter 20 Grad und Nebelschwaden im Wald. Angenehm also für einen längeren Lauf.

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Mit Christoph, Marc und André durch Olewig, wo angesichts des Hopfens vor dem Brauhaus unseres Trikotsponsors einfach ein kleines Werbefoto gemacht werden musste. Dann war schon bald die Konrad-Adenauer-Brücke erreicht, über die es weiterging bis Euren.

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Dort führt eine kleine Straße steil und in einigen Serpentinen hinauf bis nach Fusenig. Zwar sind es nur um die 150 Höhenmeter, die es zu bewältigen gilt. Aber die verteilen sich auf nur knapp zwei Kilometern, was jede Unterhaltung zum ersterben bringt, weil sonst die Luft zu knapp wird. Gehen kam dennoch nicht infrage. Auch nicht auf dem zweiten Anstieg, der auf unbefestigtem Untergrund zum höchsten Punkt im Wald führt.

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Bevor wir dann wieder zwei Dutzend Höhenmeter tiefer den Ausblick von der Mariensäule genießen durften, lohnte sich noch ein kurzer Besuch der vor einigen Jahren renovierten Markuskapelle.

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Das Hotel dort ist gut gebucht, wie an der Zahl der davor geparkten Autos zu erkennen ist.  Ist ja auch eine ruhige, naturnahe und idyllische Ecke.

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Und dann – nach 16 Kilometern – die wirklich grandiosen Ausblicke vom Aussichtspunkt bei der Mariensäule. Neben dem Platz an der Sickingen Straße ist das sicher der beste Tipp, um Trier und das Moseltal von oben zu bewundern.

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Der Rest der Tour diente schließlich dazu, noch einige Kilometer zu sammeln und sich dabei zu unterhalten. Am linken Moselufer bis zur Konrad-Adenauer-Brücke, am rechten Moselufer zurück  und durch die Stadt nach Olewig.

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In der Fußgängerzone erwachte gerade das Leben und einige Passanten blickten etwas irritiert auf die vier Läufer. Aber das Hochzeitspaar im Palastgarten war viel zu sehr damit beschäftigt, sich für die Fotografin in die richtige Position dirigieren zu lassen, um sich von einigen schwitzenden Männern im Laufdress  irritieren zu lassen.

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Nach fast zwei Stunden Gymnastik und Rumpfstabi am Freitag und dem 2,5 Stunden-Samstagslauf fühlen sich nun nicht nur die Bein ordentlich durchbewegt und beansprucht an. Ein gutes Gefühl …

 

 

Nicht ganz so lang

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… wie meine beiden Laufkumpel Christoph und Marc ging es heute für mich. Denn die beiden haben – mit Trinkrucksack ausgerüstet – die 35 Kilometer voll gemacht. Sie werden auch in Düsseldorf starten und haben ein anderes Zeitziel. Besonders Marc will unbedingt die 3:30 Stunden unterbieten. Ich bin gespannt, ob sein Trainingsplan mit vielen wirklich langen Läufen in der Vorbereitung aufgeht.

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Mein Coach Jens setzt ja mehr auf intensiv denn auch lang. Deshalb standen heute auch „nur“ 26 Kilometer auf dem Plan – „möglichst nüchtern“. Ein Eiweißbrot mit Quark und Marmelade haben für mich das „möglichst“ erfüllt. Damit habe ich meine gut 28 Kilometer gut überstanden.

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Auf die drei Steigerungsläufe am Ende habe ich allerdings verzichtet, weil ich an der Rücksteif des rechten Oberschenkels nach den letzten schnellen Einheiten jeweils ein doch deutliches Ziehen verspürt habe. Nur nichts riskieren!

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Es tut gut, mal wieder in Gesellschaft entspannt zu laufen, auch wenn ich mich immer wieder ein wenig bremsen muss, weil mein Wohlfühltempo durch das Training bei doch ordentlichen 4:45 min/km liegt.

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Mit all den Fotobreaks schaffe ich es aber, am Ende bei einem Schnitt von 5:12 anzukommen, wobei ich die letzten knapp sechs Kilometer alleine durch die City nach Hause laufe.

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Die weite Runde führte vom Sportplatz über Kürenz, Ruder und Kenn über die Autobahnbrücke auf die andere Moselseite und durch das Industriegebiet am Trierer Hafen und Pfalzel zurück zur Kaiser-Wilhelm-Brücke. Von dort dann den zuletzt schon häufig gewählten Weg durch die Simeonstraße, Domfreihof und Palastgarten zurück nach Olewig.

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Der Großeinsatz der Feuerwehr galt einem Gasalarm, wie ich später recherchiert habe. Zum Glück ist dabei nichts passiert.

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Wenn es interessiert, der kann hier die Details zum Lauf ansehen.

 

 

Nur ein bisschen …

… habe ich geschummelt. Ganz nüchtern wollte ich doch nicht 24 Kilometer angehen. Aber ein Eiweißbrot mit so gut wie keinen Kohlehydraten zählt nicht wirklich, oder? 😳 DSC04644

Der starke Regen der Nacht hat bis 8 Uhr zum Glück zumindest soweit nachgelassen, dass die Klamotten nicht innerhalb von zwei Minuten durchnässt sind. Mit Christoph, Dominik und Marc geht es also los zu einer längeren und weitgehend flachen Samstagsrunde. Die unbefestigten Wege wären aber auch wirklich zu tief und matschig.

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So sind wir uns über die Streckenwahl schnell einig: Durch Karenz zur Eisenbahnbrücke Pfalzel und auf der anderen Moselseite durch das falsche Biewertal zur Hochschule. Von dort noch eine Brückenrunde und dann zurück nach Olewig.

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Das intensive Lauf-ABC zeigt Wirkung … Muskelkater im Allerwertesten. Und auch links oberhalb des linken Fußgelenks zeugt ein gewisses Ziehen von der ungewöhnlichen Belastung. Das stört aber nur auf den wenigen Streckenabschnitten, die etwas steiler bergab verlaufen. Bis Montag wird das sicher wieder in Ordnung sein. DSC04656

Im falschen Biewertall denke ich an die nächste TV-bewegt-Aktion. Die startet Anfang April und wird die Teilnehmer einmal wöchentlich hierhin und in das nur einige Meter entfernte Waldstadion führen. So kann ich meinen heutigen Begleiten erklären, wo die Tempointervalle und die Bergläufe stattfinden werden, bevor wir zur Hochschule gelangt sind und den wie immer faszinierenden Ausblick auf Trier genießen können.

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15 Minuten später kommt uns an der Mosel eine Gruppe Läufer entgegen. Es sind die Lauffreunde aus Konz. Ein schnelles Gruppenfoto muss sein, bevor wir in entgegengesetzter Richtung unsere Touren fortsetzen. DSC04665

Aus der Brückenrunde wird eine Brückengerade, weil Christoph nun auf dem schleunigsten Weg nach Haus will. Angesichts des für ihn ungewohnt hohen Tempos von unter 5 min/km ist das nachzuvollziehen. Dominik und ich laufen dann eben noch eine Dreikilometerrunde im Tiergarten.

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Marc, der nach einem eigenen Plan für den Düsseldorf-Marathon trainiert. nimmt sich sogar zwei Runden als Nachschlag. Die drei Steigerungsläufe am Ende lässt er dafür vermutlich aus. Aber die kosten schließlich auch einige Überwindung.

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25,5 Kilometer mit einem Schnitt von 5:04 min/km. Mission Samstagslauf erfüllt, wenn auch nicht ganz nüchtern. Das Frühstück danach schmeckt jedenfalls …

 

Auf eisigen Höhen

Samstag! Kein Tempolauf! Ruhige 20 Kilometer plus x. Da soll es auch nicht zu flach zugehen wie unter der Woche. Mit Dominik, wir sind wieder als Duo unterwegs, weil der Lauftreff-Coach kränkelt und in Bekond der Zitronenkrämerlauf am Nachmittag die anderen Samstagsläufer lockt.

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Um 8 Uhr also Start zunächst auf den Petrisberg über teilweise doch sehr vermatschte Wege. Auch wenn sich die Beine nach der intensiven Einheit vom Freitag vergleichsweise gut anfühlen. Die Berglaufstrecke macht doch einige Mühe heute. Aber es ist schön, mal wieder auf Trier zu blicken. Und in Richtung Hunsrück sind die Hügel weiß überzuckert. Also nichts wie hin.

Über Neu-Kürenz wieder die giftige Steigung hoch nach Alt-Tarforst. Und weiter hinauf auf die Höhe. Weiß ist die Landschaft nicht, aber doch winterlich. Und es ist ziemlich kalt, so dass der Weg sich teilweise in eine Eispiste verwandelt hat. Vor allem, wo am Vortag noch das Wasser über den Weg lief, ist Vorsicht angebracht.

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Aber wir überstehen auch diesen langen Aufstieg heil, in Vorfreude auf den Rest der Strecke, der überwiegend bergab führt. Erst Tarforst, dann zur alten Irischer Eiche und von dort nicht durch den Wald, sondern auf dem befestigten Rundweg um das Baugebiet BU13, noch ein Schlenker durch das Teletubbiland am Unilaufpfad und über den Campus.

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Auf dem Kleeburger Weg geht es dann wieder hinunter. Bernhard Sesternheimer und seine Partnerin dieseln uns dort bergauf entgegen. Eine freundliche Worte gewechselt und dann noch drei Steigerungsläufe, wie es im Trainingsplan von Jens vorgegeben ist. 21 Kilometer sollen heute genügen. Am Montag geht es schließlich schon wieder weiter, vermutlich mit Intervallen. Aber bis dahin lege ich die Beine hoch. Na ja, nicht wirklich. Aber laufen werde ich in den nächsten 36 Stunden nicht.

Entblättert

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Ganz haben die Laubbäume ihre Blätter zwar noch nicht verloren. Aber nach dem Sturm und der Kälte der vergangenen Tage häuft sich im Wald die Biomasse auf Erde und Wegen erheblich.

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Das durften sieben wackere Morgenläufer heute mit Wonne registrieren. Für unseren Samstagstreff ist die Zahl sieben doch eher eine Seltenheit. Sogar Katharina ist wieder da.

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Die tolle Tour über den Morscheider Grenzpfad hat ihr wohl Laune gemacht und die Angst genommen, dass es für sie zu schnell zugeht.

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Christoph hat wieder einmal seinen Fastschwiegersohn Michael dabei. Dominik und Marcel sind auch da. Und der in Trier noch neue Student, mit dem ich mich zwar ganz gut unterhalte, aber vergesse, nach dem Namen zu fragen.

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Mein Dilemma mit den Namen … Peinlich, wenn ich versäumt hab, mir eine Eselsbrücke zurechtzulegen, um mich bei neuen Bekannten erinnern zu können.

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Unser Studie ist jedenfalls ziemlich flott unterwegs. Er kann auch auf der anspruchsvollen Runde über den Schellberg und den Wald oberhalb von Waldrach mithalten.

Da er Trier noch nicht kennt, zeigen wir ihm auch noch die Domäne Avelsbach und den Unicampus. Unser langer Laufstudi lernt nämlich an der Hochschule, die bis vor einem Jahr noch Fachhochschule hieß und auf der anderen Seite der Mosel liegt.

Zwei Stunden Spaß, schön abwechslungsreicher Strecke und Wegebeschaffenheit, mit etwas mehr als 20 Kilometern die erste längere Tour mit den neuen Brooks-Trailschuhen. Alles gut!

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Euch allen ein schönes Wochenende mit viel Spaß, ob laufend oder wie auch immer!

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Morscheider Grenzpfad

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Gestern die neue Traumschleife Romikaweg, heute der Morscheider Grenzpfad. Aber nach der Wanderung gestern war heute ein etwas flotteres Tempo angesagt. Das war auch gut so, denn die Traumschleife Grenzpfad ist 17 Kilometer lang. Das zu Wandern, hätte ziemlich lange gedauert. Im Laufschritt hatte ich mit 2 bis 2,5 Stunden gerechnet. Bingo, das entspricht ziemlich genau der Zeit, die ich gemeinsam mit Katharina und Marcel für die Runde brauchen werde.

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Tatsächlich! Katharina, eine unserer flotten Neuzugänge beim Lauftreff, hat sich von den Kindern und ihrem Mann den Samstagmorgen freigeben lassen. Um 8 Uhr spiele ich also Taxi vom Sportplatz Olewig nach Sommerau im Ruwertal. Das sind nur wenige Kilometer. Die aber zu laufen, hätte angesichts der Topographie sicher 90 Minuten einfach extra gebraucht.

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Marc, der nur einen Kilometer bis zu unserem Startplatz gehabt hätte, sagt leider kurzfristig ab. Seine Kinder wollen die Aufmerksamkeit des Vaters nicht missen. Auf der Korlinger Höhe scheint die Sonne schon prächtig von einem dunkelblauen Himmel. Mosel- und Ruwertal liegen unter einem Nebelteppich.

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So starten wir – nachdem wir den Berg auf der anderen Seite wieder hinuntergerollt sind – also als Trio im Nebel zur Rundtour. Der erste Berg bis zum Einstieg in die Traumschleife ist mächtig steil. Ich erspare mir, den komplett zu laufen. Aber meine beiden tapferen Partner lassen nicht mit sich diskutieren. Sie laufen und gewinnen dadurch unfassbare zehn Meter Vorsprung.

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Dann biegen wir auf einen wunderbaren Naturpfad ab, der durch niederen Wald führt.  Mystisch wieder einmal die Stimmung, besonders wenn wir an die Grenze zwischen Nebel und Sonne kommen.

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Aber erst geht es mal wieder hinunter fast auf Moselniveau. Die durch Bänke markierten Aussichtspunkte bieten leider keinerlei Ausblick. Dann wieder hoch, runter, hoch und hoch bis nach Morscheid, wie sich das Kirchlein aus dem Dunst schält.

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Angesichts der menschlichen Zivilisation laufen wir plaudernd ins Dorf und verpassen natürlich den Abzweig unseres Wanderpfades. So durchqueren wir den zum Glück nicht sehr großen Ort noch einmal in der Gegenrichtung. So ein Smartphone ist schon praktisch, auf dem sich die richtige Route abrufen lässt. Das funktioniert zumindest so lange, wie der Empfang hält.

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Aber bevor wir uns den nach einer zweiten Unachtsamkeit sehnlichst wünschen werden, erleben wir einige verzaubernde Kilometer, wie sie kaum schöner sein könnten. Sonne und Nebel in lichtem Wald. Traumhaft, viel schöner als es ein Foto festhalten kann.

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Die Riveristalsperre blitzt aus dem Tal hinauf … und betört uns offenbar so, dass wir erneut ein Hinweisschildchen übersehen. Aber wirklich verlaufen kann man sich auf dieser Tour an dieser Stelle nicht. Und die drei Kilometer Waldautobahn tut nach den vielen Rampen und Wurzelwegen auch ganz gut. DSC02204

An einer Schutzhütte finden wir schließlich wieder die Markierung und folgen ihr zum höchsten Punkt der Wanderung.

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Die Aussicht ist nun wie erwartet prächtig. Unten im Tal noch der Nebel. Und oben Weitblick bis in die Eifel bei herrlichem Sonnenschein.

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Das schwarze Langarmshirt will gegen ein kurzes gelbes getauscht werden. Der Laufrucksack erfüllt heute einmal mehr seine Zwecke.

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Im Zick-Zack geht es dann auf die letzten fünf Kilometer zurück nach Sommerau. Wie davor fast ausschließlich auf Pfaden und Wiesenwegen – die reichlich nass sind.

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Auf dem eigentlichen Grenzpfad, einem alten Schmugglerweg, tauchen wir wieder ein in den Nebel, bleiben aber an der oberen Grenze, so dass wir wieder spektakuläres Licht genießen dürfen, bevor wir schon wieder auf Sommerau blicken … Zumindest können wir die Silhouetten der Häuser im Tal erahnen.

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Der Nebel löst sich vor unseren Augen auf. Ein Schauspiel, das sprachlos macht.

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Das alte Kulturhaus ist neu renoviert und beherbergt eine Pizzeria. Gut und günstig soll es da sein. Aber das wird ein anderes Mal getestet.

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Nach 2:20 Stunden sind wir wieder am Auto und strahlen wie Honigkuchenpferde. Eine tolle Tour, die bei Gelegenheit wiederholt werden muss.

Karte Grenzpfad