Krasse Typen

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Immer wieder kursieren im Fratzenbuch und anderen Spielarten des weltweiten Netzes mehr oder weniger kuriose Filmchen und Einlassungen über Läufertypen. Da ist die Rede von Halbmarathon-Typen, Eisenmännern, Trippelschrittlern, Plattfußplatschern, Fersenstampfern, Satellit-Gesteuerten, Springböcken, Gehläufern oder Wagenschiebern. Wer im wirklichen Leben darauf blickt, wie sich die Republik joggend bewegt, wird noch mehr bildhafte Beschreibungen finden. Denn so vielfältig wie die Laufbekleidung sind die individuellen Bewegungsabläufe.
Wer dann auch noch die Möglichkeit hat, einer Trainingsgruppe bei Koordinationsübungen oder Lauf-ABC zuzusehen, wird überrascht sein. Nicht alles davon taugt dazu, in einem Video der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Aber bekanntlich ist nicht jeder Meister vom Himmel gefallen. Und auch erfahrene Läufer können die Sache mit der Körperkontrolle gar nicht oft genug üben. Wer aber dann nach Hopserläufen, Kniehebeübungen, Anfers-Varianten, Strecksprüngen und Co. endlich loslaufen darf, wundert sich darüber, wie verändert sich das anfühlt. Es sieht auch viel besser aus als vorher.
Mein Lieblingsläufertyp ist – aus eigener Betroffenheit – übrigens der sogenannte Sitzläufer. Mit seiner durch überlanges Sitzen verkürzten Beinmuskulatur sieht er so aus, als könnte man ihm jederzeit einen Schreibtischstuhl unters Gesäß schieben. Mit Laufkoordination alleine ist bei degenerierten Streckern nicht mehr zu helfen. Dann hilft nur noch das Dehnen. Aber das ist eine andere Geschichte …

Langsam hilft

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Nach längerer Funkstille mal wieder ein Lebenszeichen an dieser Stelle. Meine derzeitige Laufinvalidität lähmt die Motivation zu Blogaktivitäten erheblich. Für Ingo Froböse mache ich aber doch mal eine Ausnahme, zumal er sehr locker und spontan dazu bereit war, einen Videogruß an meine Lauffreunde aufzunehmen.

 

Hier noch meine aktuelle Kolumne dazu. Das Interview mit ihm werde ich dann vermutlich morgen einstellen. Oder Fotos vom ersten Training von Der TV bewegt! für den Stadtlauf …

Langsam hilft

Selten habe ich jemanden kennengelernt, der so vor Energie sprüht wie Ingo Froböse. Der im Fernsehen multipräsente Sportwissenschaftler ist auch in der Realität eine wirbelnde Werbe-Ikone für gesunden Lebenswandel. Davon durften sich am Dienstagabend jene überzeugen, die es trotz des DFB-Halbfinals ins Theater Trier geschafft hatten, wo der laufaktive Professor auf Einladung von drei Trierer Unternehmerverbänden sein Postulat für mehr Fitness, Zufriedenheit und Glück zelebrierte. Seine Botschaften sind einfach: „Fitness kann man nicht kaufen, Fitness muss man machen“ ist eine davon, mit Blick auf all die Apps und Bewegungsarmbänder, die so sehr in Mode sind. Jede Bewegung ist besser als keine. Wer schnell werden will, muss langsam laufen. Alle vier Schritte Einatmen, alle vier Schritte ausatmen. Vor allem aber ist es wichtig, bei allen sportlichen Aktivitäten Spaß zu haben. Burnout, so der Wissenschaftler, sei oft nicht das Ergebnis einer Überlastung, sondern der Verlust der Fähigkeit zu regenerieren, wobei die Bewegung und Sport die beste Regeneration biete.
Für alle, die ab und an entspannt durch die Natur laufen, ist das keine Überraschung.
Ingo Froböse läuft auch, fast täglich. Dass er daneben noch etwas für die Rumpfmuskulatur, Oberkörper und Gelenke tut, ist dem fast 60-Jährigen anzusehen. Ein Vorbild? Sicher! Aber das Beste an seiner Botschaft: Jeder kann schon mit kleinen Schritten viel bewegen.

 

Namen sind Nachrichten

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Nichts Neues von der Verletzungsfront. Da ist es gut, wenn ich in der wöchentlichen Laufkolumne nicht witzig sein muss. Die Gewinner der TV-bewegt-Aktion sind schließlich auch eine interessante Information …

Der TV bewegt!

Namen sind Nachrichten. Diese alte Weisheit für Journalisten gilt auch für den Sport. Deshalb erspare ich mir heute die Suche nach einem witzigen Lauferlebnis und verrate stattdessen die Gewinner für die große TV-Trainingsaktion zum Internationalen Trierer Stadtlauf. Los geht es am 14. April. Lauferlebnisse gibt es dann in Hülle und Fülle. Herzlichen Glückwunsch!
5,4 Kilometer:
Lisa Bergmann (Trier), Christian Bußler (Konz), Erika Dülmer, Britta Fickenscher (beide Trier), Birgit Grösser (Gusterath), Kirstin Heinen (Halsdorf), Klemens Herkel (Schweich), Heike Junkes, Christian Keiser (beide Trier), Simy Korn (Osann), Michael Lauer (Zerf), Edmund Link (Gusenburg), Maria Löcherbach (Trier), Heiko Merz (Thomm), Thomas Müller (Waldweiler), Peter Pauli (Saarburg), Arndt Unterweger (Trier), Hilde Wagner (Ralingen), Ralf Wagner (Fell), Marianne Wollscheid (Morscheid).
10 Kilometer:
Martina Ackerschott (Gusterath), Eveline Adams (Trierweiler), Sabine Christmann (Konz), Bettina Dreher, Roland Gard (beide Trier), Axel Geibel (Malborn), Sabine Hemmerling (Konz), Annemarie Heucher, Alexander Houben (beide Trier), Dirk Klassen (Thomm), Claudia Neumann (Beurig), Dieter Raeder (Brauneberg), Martina Scheuring (Konz), Frank Schmitt, Michael Schmitz (beide Binsfeld), Katharina Schwind (Trier), Marion Trierweiler (Ralingen), Jasmin Wagner, Andrea Weber (beide Trier), Stefan Zimmer (Newel), Thomas Zeller (Trier).
21 Kilometer:
Rita Brandenburg (Waxweiler), Anette Braun (Nittel), Claudia Flesch (Kenn), Frank Giarra (Trier), Oliver Gouverneur (Osburg), Jan Jaeger (Trier), Ute Kleinert (Konz), Martina Kreber (Trier), Markus Kredinger (Gusterath), Ferdinand Kremer (Ensch), Rudy Leyendecker (Piesport), Gerd ludes (Köwerich), Monika Macherey (Trier), Herbert Meyers (Lasel), Bernhard Scherf (Trier), Irene Schikowski (Konz), Bernd Steinmetz (Trier), Stefanie Thein (Langsur), Andreas Wagner (Ralingen) und Hans Werner (Fisch).

Biester!

Leider keine guten Nachrichten von meiner persönlichen Verletzungsfront. Der erneute Laufversuch am Mittwoch war ernüchternd, um es sachlich zu beschreiben. Ich werde jetzt tatsächlich konsequent drei Wochen nicht laufen und hoffen, dass sich die Leiste in dieser Zeit beruhigt hat.

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Meine Zeitungsleser habe ich mit dem Thema heute übrigens auch genervt …

Biester!

Auf einer meiner Lieblingslaufstrecken im Trierer Tiergartental gibt es zwei steile Anstiege. Eine der beiden Rampen habe ich auf den Namen Kleines Biest getauft. Ziel war es damals, den Anstieg ohne Verschnaufpause zu bewältigen. Zumindest bei vielen meiner Lauffreunde ist der Name für das Kleine Biest inzwischen ebenso etabliert wie der für den wirklich steilen Berg der Runde.

Das Große Biest im Laufschritt zu erklimmen bleibt eine echte Herausforderung, zumal der Zugang durch Zaundraht versperrt ist. Vor allem den Mountainbikern, die zu leichtsinnig das Biest hinunterrauschten, ohne sich um den Verkehr auf der Straße im Tal zu kümmern, verwehrt der Eigentümer damit ihre kamikazegleichen Abfahrten. Sie müssen nun, ebenso wie die Läufer, ihre tierischen Herausforderungen an anderer Stelle suchen.

Gemeine Biester gibt es tatsächlich genug. Jetzt, am Ende des Winters, ist es für viele der Innere Schweinehund, in der Szene gerne mit ISH abgekürzt, der zu schaffen macht. Manchmal sitzt das Biest aber nicht im Kopf, sondern schmerzt in der Mitte des Körpers oder an der nach dem unglücklichen Achilles benannten Sehne. Diese schmerzhaften Monster lassen sich in der Regel mit Geduld und gezielten Übungen besiegen. Manchmal – das sind die fiesesten – hilft nur Zurückhaltung und Ruhe.

Nun ja, auch mein laufsüchtiger Luxuskörper macht Zwangspause. Er wird diese Zeit überstehen und hoffentlich nur in kleinen Häppchen von der in den vergangenen Monaten hart erkämpften Fitness zehren. Danach aber mögen sie kommen, die kleinen und großen Biester. Sollen sie mir nur wieder den Weg versperren. Sie werden mir Spaß machen.

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Noch 94 Tage, dann ist schon wieder Stadtlauftag in Trier. Wem das kurz vorkommt, der hat die Alternative, in Stunden zu rechnen. 2256 sind es, sofern Sie diese Zeilen heute genau um 9 Uhr lesen. Denn das wird auch die Startzeit für den Hauptlauf über 10  Kilometer sein.

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Nur noch 21 Tage, dann startet die neue Auflage von „Der TV bewegt“, bei der wieder 60 Frauen und Männer danach streben, ihr persönliches Laufziel zu erreichen. Sie haben dann ab dem Start am 14. April um 19,30 Uhr genau 6269400 Sekunden, um sich vorzubereiten, also 104490 Minuten, was 1741 Stunden oder 72,5 Tagen entspricht.

Ob nun 21, 10 oder knapp 5 Kilometer am Ende die Strecke sein wird, die angestrebt wird, ist egal. Alle werden ihr persönliches Ziel erreichen, sofern es realistisch gesetzt ist und auch an den Tagen zwischen den 11 gemeinsamen Trainingsabenden der individuell Trainingsplan befolgt wird.

3 professionelle Coaches werden in ebenso vielen Leistungsgruppen für die optimal Vorbereitung ihren guten Ruf verbürgen. Lediglich für die Halbmarathongruppe gibt es im Vorfeld eine Hürde zu überwinden. Denn wer sich dafür bewirbt, muss aktuell die Zahl 3600 unterbieten, also weniger als 60 Minuten für 10 Kilometer benötigen.

Alles kein Problem? Dann besteht noch die Chance, Mitglied im exklusiven TV-bewegt-Team zu werden. Bewerbungen sind noch in den kommenden 8 Tagen möglich. Wer gewinnt, bekommt noch 1 Laufhirt und den Freistart beim Stadtlauf dazu, und jede Menge Spaß. Ich freue mich auf alle Teilnehmer!

Das Bewerbungsformular ist im Internet zu erreichen unter www.volksfreund.de/laufen

Mit Freu(n)de(n)

Meine Laufpause dauert noch an. Ich bin im Normalbetrieb zwar schmerzfrei, will aber nichts riskieren. Vermutlich schenke ich mir deshalb auch den Benderbachtallauf. Schade, denn der ist immer eine besonders schöne Sache.

Zumindest für die aktuelle Laufkolumne kann ich dennoch etwas schwärmen:

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Mit Freu(n)de(n)

Freundschaftsläufe sind eine tolle Sache. Der bevorstehende Termin einer besonders empfehlenswerten Veranstaltung dieser Art ist Anlass genug, um noch einmal von den Vorzügen des stressfreien Laufens in netter Gesellschaft zu schwärmen. Denn Startnummern und Zeitnahmen sind bei den wahren Freundschaftsläufen verpönt. Dafür übertreffen sich diese Gemeinschaftserlebnisse, wenn es darum geht, schöne und ungewöhnliche Strecken inklusive sich häufig anschließender Edelbeköstigung zu entdecken.
Im Winter sind es die Eifelläufe, die traditionell nahezu an jedem Wochenende Bewegungshungrige aus der ganzen Region auf idyllische Wege und Pfade des alten Mittelgebirges locken. Zu Beginn des Frühjahrs verzückt der Bendersbachtallauf in Föhren mit vier unterschiedlichen Strecken die Teilnehmer. Auf den 25 Kilometern der längsten Variante können dabei viele Langstreckler testen, wie es mit ihrer Vorbereitung auf den Frühjahrsmarathon steht. Es soll sogar Verrückte geben, die noch fünf oder zehn Kilometer anhängen, um auf ihr Soll zu kommen.
Wer sich gut gelaunt bei der Ankunft fotografieren lässt, schafft es dann vielleicht sogar auf das Veranstaltungsplakat für das nächste Jahr … Mein Debüt als Werbefigur will ich an dieser Stelle zwar nicht vertiefen. Beim nächsten Mal werde ich allerdings auf einen etwas besseren Fußaufsatz achten.
Viel Spaß und Naturgenuss allen, die am Samstag dabei sind. Start ist um 15 Uhr: Ich wette, viele von ihnen werden sich danach vornehmen, die Runde in ein paar Wochen noch einmal zu laufen, wenn sich die Natur wieder bunt und prächtig präsentiert.