Wechselspiel

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Lieber Besuch ist bei uns immer willkommen. Und so ist die Freude groß, dass Anja es trotz des Eisregens gewagt hat, am frühen Morgen durch die Eifel nach Trier zu kommen. Ein ausgedehntes Frühstück, bei dem Anne die Runde komplett machte, und dann ein ausgedehnter Spaziergang bei Nebel, Sonne, Regen und Grieseln über den Felsenpfad und durch den Weisshauswald.

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Und dann – natürlich – noch vegan gekocht. So darf ein Sonntag verlaufen!

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Die Woche war arbeitsreich, aber beruflich durchaus effektiv. Erfreulich wenige Kommentare gab es bei einer großen Geschichte über Alleinreisende jugendliche Flüchtlinge. Insgesamt drei Läufe – das ist auch in Ordnung.

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Schnee, Eis und Polarkälte waren dabei die wechselnden äußeren Bedingungen. Entsprechen unterschiedlich sind die Fotos, die ich nicht weiter kommentiere. Euch allen einen guten Start in die Woche!

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Silvester 2016 – Ein guter Abschluss

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Nun leben wir also schon im Jahr 2017. Alles Gute für alle, die diese Zeilen lesen. Ich will weder zu sehr zurückblicken noch spekulieren, was das neue Jahr bringen wird. Hier geht es nur um den schönen letzten Tag des Jahres 2016.

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Minustemperaturen und Nebel haben das Moseltal in einer Winterwunderlandschaft verwandelt. Da muss ein Spaziergang einfach sein. Auch wenn am späten Nachmittag noch der Silvesterlauf in Trier ansteht. Aber den will ich eh moderat angehen und die Stimmung genießen.

Tolle Stimmung und Ruhe gibt es im Tiergartental. Fotomotive en masse. Zumindest eine kleine Auswahl will ich hier nicht vorenthalten. Es ist schlicht traumhaft, wenn Reif und Eisnadeln die Pflanzen mit einem virtuellen Zuckerguss überziehen.

Es ist kalt, was besonders in der Trierer Innenstadt klar wird. Am X-Duathlon-Treffpunkt in der Brotstraße warten auch Anne, Helge und Karina.

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Die Stimmung ist prima. Ratschen, Trillerpfeifen, Konfetti und Klappern gehören einfach zum Silvesterlauf in Trier.

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Und dann kommen die flotten Damen des Elitelaufs schon vorbei. Wenn regionale Topläuferinnen scheinbar gemächlich im Mittelfeld des langgezogenen Starterfelds traben,  lässt sich erahnen, wie schnell es da an der Spitze zugeht.

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U20-Crosseuropameistern Konstanze Klosterhöfen gewinnt die fünf Kilometer in 16:05 Minuten. Auch angesichts der engen Kurven und der eisigen Temperaturen ist das ein irre Zeit.

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Noch wahnsinniger sind die Topläufer der Männer unterwegs. Der Äthiopier Getaneh Tamire rennt die acht Runden in 22:50 Minuten und gewinnt vor dem Marokkaner Mahjoub Dazza (22:53). Klasse, dass Philipp Pflieger (Regensburg, 23:11) als Dritter aufs Treppchen läuft und den Weltrekordler Leonard Komon kurz vor dem Ziel noch überholen kann.

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In der Zwischenzeit haben sich die drei Damen für den Volkslauf fertiggemacht. Sie werden Spaß haben und endlich warm werden.

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Als die Damen die erste Runde absolviert haben, wird es auch für mich Zeit, mit kalten Füßen zum Lauftreff-Treffpunkt zu spazieren. Christoph hat sein Büro in der alten Hauptpost am Kornmarkt. Eine mondäne Lage, denn vom Balkon des klassizistischen Gebäudes lassen sich die Läuferinnen besonders gut anfeuern.

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Es ist wirklich schön, einmal wieder die Jungs vom Lauftreff zu sehen und gemeinsam unterwegs zu sein. Ich hatte befürchtet, mit meinem moderaten Tempo allein unterwegs sein zu müssen.

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Als Christoph sagt, dass wir gemeinsam laufen, ist das ein kleines verspätetes Weihnachtsgeschenk. Ralph ist noch nicht so lange im Lauftreff und nicht ganz so flott unterwegs. Er soll das Tempo vorgeben.

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So laufen wir sehr entspannt am Ende des Feldes. Zwar bin ich mit Marc, Jürgen und Rudi irgendwann quasselnd dann doch ein wenig voraus.

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Aber zwei Runden vor Schluss warten wir auf Ralph und Christoph, um den Rest der Strecke dann wieder als Gruppe die Stimmung zu genießen. Es ist auch eine neue Erfahrung, beim Silvesterlauf zwischendurch wartend einen Abschnitt rückwärts zu laufen …

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Arm in Arm geht es durchs Ziel. Einfach wunderbar. Schade eigentlich, dass die Kälte es nicht erlaubt, etwa länger im Zielbereich zu bleiben. Zu einigen guten Wünschen für Bekannte und Freunde reicht es dennoch. In diesem Sinne: Alles Gute für 2017!

Alles Gute!

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Wieder einer längere Pause in diesem Blog. Ein Zeichen dafür, dass noch immer nicht alles rund läuft. Leider. Wieder Beschwerden im Leistenbereich. das bremst mich aus und macht mich nachdenklich.

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Auch die erneuten Besuche bei Osteopathen haben nicht wirklich Besserung gebracht. Ausgangspunkt ist wohl der Übergang von Dünndarm zu Dickdarm. Das war auch der Bereich in dem die flächigen Verwachsungen gelöst wurden. So hoffe ich, dass es noch immer Nachwirkungen der Operation sind, auch wenn die bereits vier Monate zurückliegt.

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Aber Jammern hilft nicht. Die wenigen Läufe, allesamt kurz und dennoch schön, genieße ich dennoch. Ich setze mir keine Ziele und nähre alleine die Hoffnung, irgendwann wieder ohne Beschwerden unterwegs sein zu können.

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Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Abschluss dieses Jahres, das zum Ende noch einmal von schlimmen Nachrichten und Gedanken getrübt wurde. Dennoch ist es wichtig, positiv zu bleiben und nicht in Hysterie und Panik einzustimmen. In diesem Sinne …

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Wieder oben

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Die Zeit vergeht. Das merke ich auch daran, wie lange der letzte Beitrag in meinem Blog zurückliegt. Das liegt nicht nur daran, dass mein Optimismus einen deutlichen Dämpfer erhalten hat. Auch die berufliche Situation lässt kaum Zeit und Energie für Blogeinträge. Genauer gesagt, mir ist die freie Zeit zu wertvoll, um auch davon viel am Computer zu verbringen.

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Meine Steigerung auf 14 Kilometer war nur bedingt gut. Der Euphorie folgte bei den nächsten beiden Läufen doch eine deutliche Zunahme der Beschwerden, die zu meinem Erschrecken wieder an jene erinnert haben, die mich im Februar zunehmend geplagt haben.

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Also erst einmal eine Woche Pause, in der eh ein Besuch beim Osteopathen  anstand. Entzündung im Übergangsbereich von Dickdarm und Dünndarm hat er erspürt. Genau in dem Bereich, wo mein Gedärm mit dem Beckenknochen verwachsen war.

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Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als es doch noch vorsichtiger anzugehen. Um den mentalen Absturz zu vermeiden, sind Spaziergänge bei Sonne ein gutes Rezept. Einen davon habe ich am letzten Wochenende mit einer Schneideaktion verbunden, um den vollkommen zugewucherten  Einstieg zu meinem Lieblingstrail freizuschneiden. Ein schweißtreibende Sache, die sich aber gelohnt hat, wie die Bilder hier zeigen.

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Die sind nämlich entstanden bei einem wunderbaren Vormittagslauf aus dem Nebel in die Sonne. Nach überraschend schmerzfreien sieben Kilometern bei Eisnadelwetter am Mittwoch, waren auch die zehn ruhig gelaufenen am Samstag komplikationsfrei.

So scheint es doch nicht ganz so schlimm zu sein, was sich da in meiner Körpermitte abspielt. Es dauert eben länger als gedacht, bis solche innerlichen Wunden komplikationslos verheilt sind.

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Belohnung sind dann solche Bilder wie gestern. An einem sonnigen Tag an der Nebelgrenze zu laufen ist so ziemlich das Schönste, was einem Läufer passieren kann. Die vielen Fotostopps sind dabei sicher nicht schlecht für eine moderate Belastung.

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Nun denn, das Zwischentief ist überwunden. Ich werde mir noch ein wenig mehr Zeit nehmen. Zehn Kilometer ohne Schmerzen sind ja schließlich auch nicht ohne. Und der Silvesterlauf geht ja nur über acht Runden … sofern ich wieder richtig zähle …

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Dunkel

… sind nun schon fast die meisten Stunden des Tages. Wie angenehm ist es da, nicht zu früh mit dem beruflichen Tagwerk beginnen zu müssen.

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So schaffe ich es also, am Morgen zumindest bei Dämmerlicht unterwegs zu sein.

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Die Runde zu den Mattheiser Weihern ist mittlerweile wieder möglich. Langsam werde ich dann wohl am Wochenende wieder die Distanz steigern müssen. 12 Kilometer müssten am Samstag möglich sein.

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Noch hält der Herbst eine etwas dunklere Farbenpalette bereit. Auch das hat etwas für sich. Die kommenden Monate werden aber zunehmend graue Töne bringen.

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Da wird dann jeder Lauf bei hellem Licht zum Genuss, so wie der am Sonntag gemeinsam mit Karin.

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Heute lasse ich mal meinen Osteopathen nachspüren, was meine Innereien nach der OP im Spätsommer zu melden haben. Bei diesem trüben Wetter spüre ich doch noch Nachwehen.

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Alles Gut(e)

So ändern sich die Zeiten. Vor einigen Jahren waren an einem Geburtstag noch einige Karten mit guten Wünschen im Briefkasten. Heute nichts, dafür aber Hunderte gute Wünsche in den elektronischen Postkästen, vor allem aber natürlich im Fratzenbuch. Viele zu viele, um wirklich jede einzeln zu beantworten. Deshalb auch an dieser Stelle vielen Dank für Eure Gedanken und Worte!

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Mir persönlich habe ich auch ein Geschenk gemacht: Zum ersten mal seit dem Endwinter bin ich meine geliebte Drachenrunde über den Petrisberg gelaufen. Elf profilierte Kilometer, über wiegend auf unbefestigten Wegen und Pfaden.

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Meine Freude daran war so groß, dass am Ende der Runde wirklich viele Fotos auf meiner kleinen Kamera waren. Der Einstieg in meinen Lieblingsstreckenabschnitt ist zwar vollkommen zugewuchert.

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Nach einem kleinen Umweg zwischen Hecken und über eine Streuobstwiese ist der Zugang aber möglich.

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Die Sorge, dass auch die Ginsterbüsche in meiner Abwesenheit ein weiteres Durchkommen unmöglich machen, erweist sich als unnötig. Hier wurde mächtig gehäckselt. Schneidearbeit wird also auch im Frühling hier nicht notwendig sein.

Nach dem Sturm am Morgen und den kurzen Aufheiterungen zu Beginn des Laufs, schicken die schnell ziehenden Wolken nun wieder Regentropfen ins Trierer Land. Kontaktlinsenwetter!

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Seenlandschaften, die in Wirklichkeit nur große Pfützen sind.

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Die Innenstadt mit dem Doppelweltkulturerbe Dom und gotische Liebfrauenkirche sind wie immer beeindruckend, auch im Regenschleier.

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Und dann – keuch – die letzte Rampe hoch und ab in den Wald. Ich laufe, schnaufe heftig, und freue mich.

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Auch auf Franzens Knüppchen war ich schon lange nicht mehr.

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Eine Runde um das Wasserband muss sein, das diesen Namen ganzjährig verdient.

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Die Rinnen und Wannen für die Versickerung des Oberflächenwassers sind derweil selten so geflutet wie in diesen nassen Novembertagen.

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Angesichts der Enten könnte der Eindruck entstehen, hier ist immer ein kleiner See.

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Der Turm Luxemburg ist bei jedem Wetter interessant.

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Kilometer 8 ist hier absolviert. Jetzt geht es fast nur noch bergab. Ein weiterer Test für die Leistengegend also, wo bis zur Blinddarm-OP auch der Dünndarm an Beckenknochen und Bauchfell festgewachsen war.

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… Auch das geht immer besser. Bei den steilsten Bergabpassagen bin ich aber noch sehr zurückhaltend.

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Die folgen nach dem Skulpturenpark und der Halbrunde um den Uniweiher.

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Nach gut elf Kilometern ist es dann tatsächlich vollbracht. Das ist derzeit genug für die noch nicht ganz fitten Beine von midLAUFcrisis. Aber die Adduktorenprobleme vom Neustart Anfang Oktober sind verschwunden. Die Leiste gibt komplett Ruhe und das leise  Murren im Umfeld des Darmoperation-Zielgebietes  am Ende der Läufe wird immer geringer.

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So kann es weitergehen! Das gesundheitlich so fiese 51. Lebensjahr lasse ich nun hinter mir. Alles wird gut!