Mission erfüllt

3642185_m2h800q75v49851_i5d_9113Es hat geklappt! Ich kann mich beherrschen und bin tatsächlich beim ersten Volkslauf seit acht Monaten nicht zu schnell gelaufen.

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Mit Dominik, der das Ganze in einer für mich auch unter fitesten Umständen  unerreichbaren 38er Zeit bewältigen wird, ist auch die Anreise unterhaltsam. Dank Park&Ride sind wir zudem mehr als eine Stunde vor dem Start in Langsur. So können wir gelassen den zunehmenden Trubel beim großen Laufabschluss in der Region betrachten.

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Viele Bekannte und Freunde sind da, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Auch Karina und Helge sind gekommen – mit dem Fahrrad. Das TriTeamDream-Duo peilt knapp unter 55 Minuten an, das ist genau die Pace, die ich mir vorgenommen habe: 5:30 Min/km.

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Weil ich mit Dominik noch auf andere Freunde vom Lauftreff Olewig warte, verlieren wir uns  wieder aus den Augen. Nach dem gemeinsamen Einlaufen noch ein Foto und dann trennen sich unsere Wege. Denn Die Jungs sind zu flott für mich.

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigt sich als Schirmherrin. Ihr Mann, Klaus Jensen, das ist der Herr ganz links, läuft auch, aber offenbar nicht beim Deuluxlauf 2016. Es sei denn, er trägt seine Laufsachen unter dem Mantel.

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Und dann ordne ich mich fast ganz hinten in die 2000 Läufer zählende Meute ein, immer auf der vergeblichen Suche nach Karina und Helge.

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500 Meter nach dem Start entdecke ich die Beiden dann vor mir. Gut so. Ich werde nicht in die Versuchung kommen, zu schnell zu laufen.

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Ganz im Gegenteil. Es wird ein wirklicher Genusslauf, auch wenn Karina bei diesen Zeilen mit dem Kopf schütteln wird, obwohl dieses Foto das Gegenteil beweist. Sie strengt sich mächtig an, lässt sich gleich von zwei Pacemakern nicht irritieren und erreicht mit etwas über 53 Minuten eine tolle persönliche Bestzeit.

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Bevor es knapp drei Kilometer vor dem Ziel auf der Grenzbrücke nach Wasserbillig auf Luxemburger Terrain geht, sehen wir auch noch Anne, die uns anfeuert. Danke dafür!

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Im Ziel sieht man schließlich, wie viel Spaß es gemacht hat. Und die Dame in der Mitte hat ihre Ankündigung nicht wehrgemacht, dass sie dann mehr von sich geben würde als ein erschöpftes aber glückliches Lächeln.

Mission erfüllt. Auch am Tag danach keine Nachwehen. Es geht voran.

Der offizielle Bericht und viele Fotos mehr gibt es auf dem TV-Laufportal

 

 

 

 

 

Das war’s

Eine intensive und arbeitsreiche Woche. Da blieb keine Zeit fürs Bloggen. Ein wenig scheinen sich die Prioritäten verschoben zu haben. Denn wichtiger ist mir derzeit, zumindest etwas Puffer einzuplanen, um nicht den ganzen Tag auf vollen Touren zu drehen. Dazu gehört auch Autogenes Training, das ich seit sechs Wochen fast täglich übe.

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Beim Rückblick auf die vergangenen Tage bleibt aber der Gedanke an wunderbare Herbstbilder. Einige davon will ich auch in meinem virtuellen Tagebuch festhalten und meine Leser teilhaben lassen.

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Wer häufiger bei Anne zu Besuch ist, hat zumindest von unserem gemeinsamen Spaziergang auf dem Felsenpfad schon ähnliche Fotos gesehen.

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Dieser Weg ist einer der schönsten in Trier. Aber wenn sich im Herbst der Wald bunt einkleidet, der Himmel blau ist und alles von einer tief stehenden Sonne beleuchtet wird, dann ist der Blick von dort einfach nur atemberaubend.

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Es passte zur guten Laune, dass uns mein bester Laufkumpel Christoph dort einholte. In einigen Wochen werde ich hoffentlich wieder so fit und beschwerdefrei sein, um die regelmäßigen gemeinsamen Touren genießen zu können.

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Aber noch müssen acht Kilometer genügen. Leiste und Adduktoren geben zwar Ruhe. Im seitlichen Bauchbereich  rumort es aber noch. Dort sind bei der Blinddarmoperation großflächig Verwachsungen des Dünndarms gelöst worden. Das erklärt die Empfindsamkeit, besonders wenn es bergab geht.

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Das ist auch der Grund warum ich der Versuchung widerstehe, heute beim Wurzelweglauf in Konz zu starten.

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Das Tiergartental ist mein derzeitiges Laufrevier. Ich schaffe schon die große Runde. Einmal sogar gemeinsam mit Anne. Da merke ich, wie gut ein Lauf in Begleitung tut.

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Immer der einsame Wolf, das ist auch nicht gut.

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Das war’s aber leider vorerst mit der Sonne. Nun ist erstmal Novembergrau angesagt. Aber auch gedämpfte Farben haben ihre Reize.

Bergauf

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Jede Minute Sonne muss genossen werden. So ist zumindest das Gefühl in diesem Herbst. Und so musste ich auch sofort los, als sich am Samstag der Nebel gelichtet hat.

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Das Tiergartental bietet derzeit wunderbar herbstliche Farben. Aber vor allem der Laubwald ist eine Pracht.

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Weil sich aber immer wieder Wolken vor die Sonne schoben, habe ich dem Impuls nachgegeben und bin am Brückchen nicht im Tal zurück, sondern den steilen Anstieg hinauf in Richtung Kernscheid gelaufen.

 

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Mein Körper ist zwar noch eine Baustelle, aber die Sanierung geht langsam ihrem Ende entgegen.

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Wenn ich schon noch nicht weit laufen, kann, dann ist doch auch auf der kurzen Runde mal eine ordentliche Anstrengung nicht schlecht.

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Eine Pulsgurt hatte ich nicht dabei. Der hätte sicher Werte im Bereich des Maximalpulses registriert. Puh, dagegen ist das kleine Biest ein Kinderspiel.

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Aber hat letztlich doch Spaß gemacht, vor allem, weil zur Belohnung dann doch wieder die Sonne die Landschaft verzaubert hat.

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So kam die Kamera dann doch wieder häufiger zum Einsatz. Auch das hat mir in den vergangenen Monaten gefehlt. Es schult die Aufmerksamkeit für die Schönheit der Natur.

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In diesem Sinne: die Sonne hat gerade wieder den Nebel im Moseltal vertrieben. Gleich muss noch ein Spaziergang sein. Der Felsenpfad ruft. Die Kamera nehme ich mit, natürlich.

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Einen wunderbaren Sonntag allen Gästen meines Blogs!

Zu Besuch

Wer kann schon in meinem Alter von sich behaupten, noch zwei Omas zu haben. Wenige. Noch weniger werden zwei Großmütter haben die beide 97 Lebensjahre zählen.

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So war es an der Zeit ins Allgäu zu reisen und auf den Spuren meiner Kindheit zu wandeln. Denn bei meiner Oma Resi habe ich seit dem Kindergartenalter viele wunderbare Ferienwochen verbracht. Sie lebt noch immer alleine, obwohl sie sich seit einem Unfall in ihrem neunten Lebensjahr mit eine Beinprothese durch das Leben schlägt. Das hohe Alter hinterlässt inzwischen natürlich Spuren, aber es ist noch immer ein Genuss, ihren Geschichten zu lauschen, die ich so ähnlich auch schon vor mehr als 40 Jahren gehört habe.

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Nach einem schönen Nachmittag und Abend, einer Nacht in schlechten Hotelbetten und einem gemeinsamen Frühstück mit emotionalem Abschied geht es weiter nach Würzburg und Umgebung. Eibelstadt, Höchberg, Rimpar und Kist sind die wesentlichen Stationen auf unserer Familientour.

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Bei einem Stadtbummel in Würzburg darf natürlich weder ein Besuch bei der Bäckerei Brandstätter am Hauptmarkt fehlen, noch der Spaziergang am Mainkai mit obligatorischem Schoppen auf der Alten Mainbrücke.

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Die Brückenfiguren  wachen über dem Alten Gemäuer, Frankonia, die Patronin des Frankenlandes, ebenso, wie Pippin und die anderen historischen und metaphorischen Statuen.

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Zu meiner Schulzeit, damals war die Brücke noch nicht vom Autoverkehr befreit, gehörte der Gang über die Brücke fast zum täglichen Ritual. Denn das Deutschhaus-Gymnasium, benannt nach dem kreuzfahrenden Deutschherrenorden, liegt nur einen Steinwurf entfernt auf der linken Mainseite. Die Deutschherrenkirche, in der Friedrich Barbarossa geheiratet hat, ist rechts im Bild oben zu erkennen.

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Der Marktplatz mit Falkenhaus im Renaissance-Stil und der Marienkapelle mit den Riemenschneiderfiguren bzw. deren Kopien sind ein Stück Heimatgefühl, auch wenn wir ausnahmsweise auf Knüpfings Geknickte verzichten. Die mürben Brezeln von Brandstätter lassen dafür einfach keinen Platz.

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Die Gebäude sehen zwar historisch aus, sind aber  nach dem Krieg wieder neu entstanden. Denn Würzburg war am 16. März 1945 das Ziel eine martialischen Bombardements, das die Stadt in Schutt und Asche legte.

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Das Ausmaß der Zerstörung wird von Historikern mit denen von Dresden verglichen. In einer Seitenkapelle der Marienkapelle erinnert eine Heiligenfigur an das Grauen von damals. Unvorstellbar, so unvorstellbar wie das, was in diesen Stunden beim Sturm auf Mossul passiert …

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Wie privilegiert sind wir doch, dass wir von Krieg verschont bleiben und in der Lage sind, den Betroffenen zu helfen, … sofern sie es schaffen, bis zu uns zu kommen.

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In Rimpar, wo mein Elternhaus steht, prachtvolles Herbstwetter. Zumindest für einen kurzen Spaziergang im Plaichachtal muss Zeit sein, bevor es wieder zurück nach Trier geht.

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Laufschuhe hatte ich bei unserer Rundreise nicht dabei. Aber heute sollte natürlich wieder ein Übungslauf sein. Fünf Kilometer durch das Tiergartental. Das ist die Distanz, die noch für einige Zeit genügen muss. Ohne Dehnübungen geht nichts. So schlimm wie sie zu sein scheinen, sind sie aber nicht. Ich muss mich gedulden. Demut und der Gedanke an meine Oma helfen dabei.

 

 

 

 

 

 

Zwischen Himmel und Mosel

 

dsc02167Ein wunderbarer Tag mit lieben Freunden an der Mittelmosel. Ziel der inzwischen traditionellen Wanderung bei unseren Treffen war der Klettersteig bei Erden. Ein wunderbares Erlebnis mit exklusivem Blick auf die höchste Talbrücke Europas, die da in wenigen Kilometern Entfernung entsteht. Die Meinungen darüber gehen auseinander. Profitieren wird vor allem der Schwerlastverkehr, der bald wesentlich direkter vom Frankfurter Raum an die holländische Küste kommt.

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Aber ich will nicht wieder so lang texten und lasse die Bilder sprechen, inklusive römischer Kelter und Informationszentrum. Die dreistündige Rundtour ist sehr empfehlenswert, ebenso wie die anschießende kulinarische Erlebnisreise im Jugendstil-Hotel Bellevue in Traben-Trarbach. Auch davon habe ich ein Foto, das vor allem die Damen interessieren dürfte. Denn für die lüfte ich damit ein Geheimnis …

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Und noch eine gute Nachricht: Fünf Kilometer ohne Leistenschmerzen! Aber die Adduktoren mucken noch immer, allerdings schon etwas weniger.

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