Alles Gut(e)

So ändern sich die Zeiten. Vor einigen Jahren waren an einem Geburtstag noch einige Karten mit guten Wünschen im Briefkasten. Heute nichts, dafür aber Hunderte gute Wünsche in den elektronischen Postkästen, vor allem aber natürlich im Fratzenbuch. Viele zu viele, um wirklich jede einzeln zu beantworten. Deshalb auch an dieser Stelle vielen Dank für Eure Gedanken und Worte!

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Mir persönlich habe ich auch ein Geschenk gemacht: Zum ersten mal seit dem Endwinter bin ich meine geliebte Drachenrunde über den Petrisberg gelaufen. Elf profilierte Kilometer, über wiegend auf unbefestigten Wegen und Pfaden.

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Meine Freude daran war so groß, dass am Ende der Runde wirklich viele Fotos auf meiner kleinen Kamera waren. Der Einstieg in meinen Lieblingsstreckenabschnitt ist zwar vollkommen zugewuchert.

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Nach einem kleinen Umweg zwischen Hecken und über eine Streuobstwiese ist der Zugang aber möglich.

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Die Sorge, dass auch die Ginsterbüsche in meiner Abwesenheit ein weiteres Durchkommen unmöglich machen, erweist sich als unnötig. Hier wurde mächtig gehäckselt. Schneidearbeit wird also auch im Frühling hier nicht notwendig sein.

Nach dem Sturm am Morgen und den kurzen Aufheiterungen zu Beginn des Laufs, schicken die schnell ziehenden Wolken nun wieder Regentropfen ins Trierer Land. Kontaktlinsenwetter!

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Seenlandschaften, die in Wirklichkeit nur große Pfützen sind.

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Die Innenstadt mit dem Doppelweltkulturerbe Dom und gotische Liebfrauenkirche sind wie immer beeindruckend, auch im Regenschleier.

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Und dann – keuch – die letzte Rampe hoch und ab in den Wald. Ich laufe, schnaufe heftig, und freue mich.

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Auch auf Franzens Knüppchen war ich schon lange nicht mehr.

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Eine Runde um das Wasserband muss sein, das diesen Namen ganzjährig verdient.

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Die Rinnen und Wannen für die Versickerung des Oberflächenwassers sind derweil selten so geflutet wie in diesen nassen Novembertagen.

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Angesichts der Enten könnte der Eindruck entstehen, hier ist immer ein kleiner See.

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Der Turm Luxemburg ist bei jedem Wetter interessant.

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Kilometer 8 ist hier absolviert. Jetzt geht es fast nur noch bergab. Ein weiterer Test für die Leistengegend also, wo bis zur Blinddarm-OP auch der Dünndarm an Beckenknochen und Bauchfell festgewachsen war.

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… Auch das geht immer besser. Bei den steilsten Bergabpassagen bin ich aber noch sehr zurückhaltend.

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Die folgen nach dem Skulpturenpark und der Halbrunde um den Uniweiher.

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Nach gut elf Kilometern ist es dann tatsächlich vollbracht. Das ist derzeit genug für die noch nicht ganz fitten Beine von midLAUFcrisis. Aber die Adduktorenprobleme vom Neustart Anfang Oktober sind verschwunden. Die Leiste gibt komplett Ruhe und das leise  Murren im Umfeld des Darmoperation-Zielgebietes  am Ende der Läufe wird immer geringer.

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So kann es weitergehen! Das gesundheitlich so fiese 51. Lebensjahr lasse ich nun hinter mir. Alles wird gut!

Durchatmen

So, das Wochenwerk ist getan, aktueller Artikel geschrieben, Aufmacher und Hintergrund für Montag ebenso. Da will ich nochmal kurz durchschnaufen und ein paar Zeilen im Blog schreiben. Schließlich habe ich noch einige Fotos von gestern (!) früh.

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Spektakulär sind die zwar nicht. Aber so sieht es nun mal an einem grauen Morgen nach viel Regen aus. Die Drachenrunde über den Petrisberg hat dennoch Spaß gemacht, Luft in die Lungen gepumpt und ganz nebenbei auch Recherchezwecken gedient. Denn da oben soll ein Ankunftszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtligne entstehen. Das Schild hängt schon.  Und heute gab’s dazu auch die lange angefragten Infos, allerdings vom Land. Die BAMF-Pressestelle stellt sich tot. Na ja, sind vielleicht ebenso (über)gefordert wie die Mitarbeiter, die Hunderttausende Asylanträge bearbeiten müssen.

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Der See mit den Entchen ist übrigens nicht immer da. Das ist eine in Rheinland-Pfalz übliche Retensionsfläche, wo sich das Wasser bei heftigem Regen versammeln und dann versickern darf. Darunter liegen übrigens die Überreste eines römischen Bauernhofs. Die hatten sie zur Landesgartenschau 2006 ausgegraben. Sind aber längst wieder unter Wiese und Erde verschwunden.

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Morgen geht’s dann voraussichtlich zum Trail in die Eifel. Egal, wie sind ja nicht aus Zucker …

Fast in der Sonne

Nach dem Lauf mit Blick auf den von den ersten Sonnenstrahlen verwöhnten Petrisberg heute also der Versuch, vielleicht doch selbst ein wenig davon abzubekommen. Die klassische Drachenrunde durch den Nebel hinauf. Schöne Eindrücke, aber für die Sonne war es einfach noch einen Tick zu früh. Es sind eben die dunkelsten Tage derzeit. Wer da nicht das Glück hat, zwischen 9 und 16 Uhr unterwegs sein zu können, hat keine Chance, ein wenig Sonne zu erhaschen. So bleibt es auch heute bei einem Hauch davon. Schön sind die Bilder davon dennoch.

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Tag des Drachen

Auf den Petrisberg – Drachenrunde – aber in Gegenrichtung. So lautete der Plan, den es am Donnerstagmorgen umzusetzen galt. Ja, Donnerstag, Blogbeitrag Freitag? Sorry, es war gestern wieder einmal so ein Tag, an dem Zeit und Energie nicht dafür reichten.

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Dabei hätte es gerade gestern doch einen Anlass gegeben. Nicht nur, dass sich am Horizont andeutete, was sich einige Stunden später tatsächlich am Himmel zeigte: Sonne.

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Es war der Krankenwagen, der das langsam den Retzgrubenweg hochgefahren kam, der mich verwunderte. Und 200 Meter unterhalb meines Laufweges standen weitere Rettungsfahrzeuge. Da dort aber die Feuerwehr ihr Domizil hat, dachte ich an eine Übung oder ein Treffen. Deshalb verdrängte ich meine journalistische Neugier und bin nicht hinuntergelaufen, um nachzusehen.

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Als ich dann 90 Minuten später in der Redaktion ankam, wurde ich mit der Nachricht von einer Toten überrascht, die kurz vor 8 Uhr in Olewig gefunden worden sei. Also genau zu der Zeit, als ich mich auf den Weg gemacht hatte. Die arme Frau, 64 jahre alt, wie sich später herausstellte, wurde neben einer Sitzbank gefunden. So wie es scheint, ist sie ohne Fremdeinwirkung an diesem beliebten Spazierweg gestorben. Hoffentich so friedlich, wie sich die Natur an diesem Tag des Drachen zeigte.

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Gestern hop, heute top

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Nun ja, das mit den reichlich ausgefüllten Tagen hat sich noch nicht wirklich geändert. Aber ich versuche, zumindest das mit dem Lauftraining dennoch hinzubekommen. Der Tempodauerlauf gestern früh an der Mosel klappte jedenfalls wirklich gut. 16 Kilometer im Schnitt 4:12 min/km. Das fühlte sich durchaus nicht schlecht an. Die schweren Beine beim Maare-Mosel-Lauf plus X waren wohl tatsächlich dem heißen Wetter und einem ordentlichen Hungerloch geschuldet.

Heute früh dann eine entspannte Drachenrunde über den Petrisberg. Da durfte die Kamera wieder einige Fotos festhalten. Deshalb Schluss der vielen Worten. Die Impressionen vom ersten Herbstlauf des Jahres sprechen für sich.

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Good News

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Die positivste Nachricht des Tages ist die vom Ende des Laufverbotes von Margitta. Es wird zwar noch einige Zeit dauern, bis Ultra wirklich wieder gut ist. Aber Zweifel hege ich nicht, dass sie auch auf die Langdistanz zurückkehren wird. Und dann werden wir uns sicher ein gemeinsames Projekt ausdenken.

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Ich war heute früh mal wieder alleine unterwegs auf meiner Drachenrunde. Schon um 8 Uhr ganz schön warm. Aber meinen Vorsatz, nicht so viele Bilder zu machen, konnte ich nicht einhalten.

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Es ist halt immer so schön da. Und bekannte Motive stellen sich immer wieder in neuem Licht dar.

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Wenig Wasser ist allerdings im Berg. Das Bächlein an meinem Lieblingstrail liegt trocken.

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Auch das Wasserband auf dem Petrisberg war schon mehr und mit frischerem Nass gefüllt. Die immer wieder schöne Spiegelung täuscht darüber hinweg.

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An den Uniweihern zeugt das Niedrigwasser allerdings schon einige Wochen davon, wie wenig es in dieser Zeit geregnet hat. Ich hatte bei einem Termin mit dem Unipräsidenten und der Kanzlerin nochmal nachgefragt. Tatsächlich ist die Trockenheit Ursache, denn nur relativ wenig Wasser wird den Teichen künstlich zugeführt.

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Aber die Natur kommt damit zurecht. So …

DSC09125 oder so …

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Und nun beginnen auch noch die Hundstage, die ja angeblich die heißesten des Jahres sein sollen. Was es damit auf sich hat, erklärt  der Meteorologe Dominik Jung.

Schöne Aussichten!