Laufspaß mit Donnerwetter

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Es ist auch mal interessant, eine Laufveranstaltung komplett aus der Helferperspektive zu betrachten. So wie beim dritten Freundschaftslauf des SV Olewig, der seinem Anspruch als Panoramalauf wieder erfüllt hat.

Mein Bauchgrummeln angesichts der Wetterlage teilten vermutlich einige Sportfreunde, die ansonsten nach Olewig gekommen wären. Aber so war es mit 40 Teilnehmern überschaubar und wirklich unproblematisch. Gute Laune in allen Gesichtern. So soll es sein.

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Christoph und ich waren in unterschiedlichen Rollen. Er als Hauptorganisator, ich als Nebendarsteller und Coach der drei Verpflegungspunkte, natürlich mit lieber Unterstützung.

Aber das Wetter! Am Morgen erst Nebel, dann Sonne, Wärme, zunehmende Schwüle, und pünktlich zum Start machte ein heftiger Regenschauer zunächst einmal alle Läufer nass. Aber das wären sie angesichts der hohen Luftfeuchtigkeit auch ohne Unterstützung von oben auf dem Weg über den Petrisberg zum Turm Luxemburg eh geworden.

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Der erste Verpflegungspunkt bei Kilometer 8 war für alle drei Gruppen, die 10, 16 und 25 anspruchsvolle aber wunderschöne Kilometer bewältigten. sicher der wichtigste. Dort hatten sich die Regenwolken wieder etwas in Richtung Umland verschoben. Sie sind auch dort geblieben bis die 10er wieder im Tal beim Sportheim waren.

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Auch die 16er schafften ihre Extraschleife ohne weitere Zwischenfälle und wurden in Irsch noch einmal mit Stärkungen versorgt.

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Mit Karin habe ich an der wunderschönen Raststelle oberhalb des Friedhofs von Irsch auf die Langstreckler gewartet. Die Aussicht über Trier von hier ist wirklich außergewöhnlich und für unsere Laufgäste eine Premiere.

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Die dunklen Wolken über dem Ruwertal und das zunehmende Grollen begleiteten die Ankunft der Laufgladiatoren an Verpflegungspunkt drei, die inzwischen reichlich Höhenmeter in den Beinen und noch acht Kilometer vor sich hatten.

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Angesichts der dunkeln Wolken dauerte der Stopp nicht zu lang, bevor es in Richtung Domäne Adelsbach weiterging. Gut so, denn das kleine, aber heftige Gewitter drehte doch tatsächlich in Richtung Trier ab und sorgte für zehn Minuten Sturzflut vom Himmel.

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Auf der Terrasse des Sportheims saßen die meisten Starter aber zum Glück im Trockenen und erwarteten die letzten tapferen Panoramisten, die sich beim heftigsten Regen in der Domäne untergestellt hatten, wie sie ihre kleine Verspätung später erklärten.

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Großes Hallo im Ziel. Genüsse vom reichhaltiges Buffet mit Leckereien haben geholfen, die Energiespeicher bestens wieder aufzufüllen. Es war eine schöne Veranstaltung, die im kommenden Jahr sicher eine Fortsetzung finden wird.

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Dann werde ich hoffentlich wieder eine der Startgruppen laufend begleiten können. Denn Verpflegungshelfer zu sein ist zwar eine schöne Sache. Noch mehr Spaß macht mir allerdings, auf der Strecke dabeisein zu können.

Danke an alle, die uns beim dritten Panoramalauf des SV Olewig mit ihrer Teilnahme und guten Laune beehrt haben. Vor allem Dank und Lob für Chefcoach Christoph und allen, die geholfen haben, trotz des Donnerwetters diese schöne Veranstaltung zu realisieren.

Gurken in Stockholm

Heute Sonntagsdienst in der Redaktion. Das Wetter ist schwül und drückend. Hoffentlich richten die erwarteten Gewitter nichts Schlimmes an und bringen nur Kühlung für die 84000 Musikjunkies bei Rock am Ring.

Nachzutragen habe ich hier noch meine Laufkolumne aus der vergangenen Woche. Und weil ich natürlich gar nicht eitel bin 😉 , zur Illustration noch das „offizielle“ Zielfoto vom Stockholm-Marathon.

Gurken in Stockholm

Wie wichtig ausreichendes Trinken für eine gute Laufleistung ist, habe ich in dieser Kolumne ja bereits erläutert. Je länger der Lauf, desto mehr sollte darauf geachtet werden, dass im Getränk ausreichend Kohlenhydrate und Elektrolyte enthalten sind, um den Salzverlust auszugleichen.

Denn die Leistungsfähigkeit ist schon eingeschränkt, wenn auf das eigene Körpergewicht bezogen zwei Prozent Flüssigkeit verloren gehen. Aber natürlich muss jeder selbst ausprobieren, wann, was und wie viel er trinkt. So ist es auch mit dem Essen: Vor einem Lauf sollte der Magen nicht ganz leer sein.

Wer schon einmal mit dem Gefühl gelaufen ist, als hätte er einen Stein im Magen, der weiß auch, dass zu viel kulinarischer Genuss zu knapp vor einem Wettkampf fatale Folgen haben kann. Joghurt, Blaubeeren und Bananen sind die Klassiker für eine leichte und gesunde Kost. Haferflocken sind für Läufer das Maß aller Dinge.

Und natürlich viel Obst und Gemüse. So lautete zumindest bis vor Kurzem nicht nur für Sportler das Credo für eine gesunde Ernährung. Seit die Killermutation des Darmbakteriums Ehec Angst und Schrecken verbreitet, haben Salat und Tomaten, vor allem aber Gurken viel von ihrem guten Ruf verloren.

Doch es gibt sie auch in einer Form, vor der selbst Ehec zurückschreckt: eingelegt, als Salzgurken. Die „entzücken“ nicht nur Spreewald- Touristen. In den zweifellos zweifelhaften Genuss dieses Turbogemüses kamen am Samstag auch die Teilnehmer beim Stockholm-Marathon. Bei Kilometer 22 wurden uns die glibberigen grünen Teile von netten blonden Damen gereicht …

Mein Salzhaushalt war schlagartig wieder in Ordnung. Wer weiß, vielleicht haben die Gurken mir Beine gemacht. Meine bisherige Bestzeit auf 42,195 Kilometern habe ich jedenfalls unterboten: um 14 Minuten.