Nachschlag mit Matte

DSC06871

Weil bei der gemeinsamen Trainingseinheit von Der TV bewegt! am Abend überwiegend Lauf-ABC und Rumpfstabi-Übungen auf dem Programm standen, war ich am Dienstag bereits am Morgen unterwegs.

DSC06875

Ganz ohne Laufen geht es bei unserer Trainingsaktion für den Trierer Stadtlauf aber natürlich nicht ab. Eine schöne Vier-Kilometer-Runde durch den Weißhauswald hat auch am Ende eines Tages etwas für sich.

DSC06877

Spaß hat die Truppe reichlich. Und natürlich wird in Erwartung dessen, was da kommen wird, auch ordentlich gescherzt.

DSC06881

Bevor die mitgebrachten Gymnastikmatten allerdings zum Einsatz kommen, verrät Coach Michael einige fortgeschrittene Formen von Lauf-ABC-Übungen …

DSC06885

Die – zugegeben – als Foto ziemlich lustig aussehen. Und nicht nur da.

Aber dann endlich das Signal zum Mattentraining unter blauem Himmel. Planken und halten und strecken und halten und beugen und halten …

DSC06904

Übungen für die Rumpfstabilität gehören nun mal zu jedem guten Lauftraining.

DSC06901

Für einige im Team ist das trotzdem Neuland. Aber natürlich sind alle diszipliniert und halten durch. Alles für den Muskelkater heute … Den Start beim Firmenlauf über fünf Kilometer wird der auch nicht verhindern.

 

 

 

Laufen, oder nicht laufen …

Soll ich laufen, oder soll ich nicht laufen, oder soll ich doch laufen …

DSC01221

Die Entscheidung ist nicht immer einfach. Heute war aber doch recht schnell klar, dass meine Körpermitte mehr körperliche Betätigung benötigt als meine Beine. Und der Vorsatz, wieder mindestens zweimal pro Woche auch auf der Matte zu turnen, will schließlich auch erfüllt sein.

Gelaufen wird morgen wieder 🙂

Ende eines Marathons

So, geschafft, ein besonderer Marathon ist beendet: Der Wahlmarathon 2014. Ist schon eine besondere Sache, so eine Kommunalwahl. Als Redaktion ist es natürlich wichtig, alle Kanäle zu bespielen. Print und Online, Liveticker, Schnellmeldung, Analyse, Kommentar. Dazwischen noch flott einen Text für Seite 1 schreiben. Wenn ich das selbst so lese, ist mir ein schön langer Lauf doch lieber.

IMG_6760

Und da bleibt mir doch zum Beispiel der Blick an die Wand meines Büros, wo mich seit einigen Tagen ein Poster im XXXL-Format an den wunderbaren Freundschaftslauf erinnert.

Mein zweiter, aber dafür umso mehr fordernder persönlicher Freundschaftslauf in diesem Jahr wartet am Freitag. Au Backe, nur noch viermal schlafen … Tapering ist angesagt. Heute nur ein wenig Gymnastik, morgen dann ein entspannter Lauf beim Gruppentraining. Vielleicht dann nochmal eine kurze Runde vor der Abfahrt in den Norden am Donnerstag.

Hatte ich schon geschrieben, dass ich mich darauf freue? 😉

 

Am Limit

Wieder Dienstag, wieder eine Trainingseinheit im Stadion Weißhauswald. Viel los auf der Bahn, da alle drei Gruppen von „Der TV bewegt!“ an diesem Abend Runden abspulen.

1-DSC06854

Wobei Abspulen nicht das richtige Wort ist, denn zumindest für die 10er und die Halbmarathonis geht es nach den Aufwärmrunden flott zu Sache: Intervalltraining steht an. Für die von Marc Kowalinski akribisch betreuten 10er heißt die Devise, jeweils über 400 Meter schnell zu sein. Unsere, von Jens Nagel gecoachte Langstrecklergruppe muss da natürlich einen draufsetzen: 8 x 800 Meter in GA2-Tempo, dazwischen jeweils 400 Meter traben.

2-DSC06857

Zum ersten Mal die Mizuno Wave Inspire 9 10 an den Füßen. Wie immer etwas ungewohnt bei neuen Schuhen, aber das Gefühl ist schnell angenehm bzw. ich spüre sie gar nicht mehr. Das ist immer das beste Zeichen, dass ein Schuh gut passt.

5-DSC06868

Und dann geht es auf die schnellen Runden. Tempo 3:55 Minuten/km. Das bin ich vor zwei Jahren schon mal über zehn Kilometer gelaufen. Von der damaligen Schnelligkeit bin ich aber ein ganzes Stück entfernt. So wird dieses Training ziemlich anstengend, eine Einheit am Limit, die aber trotzdem und vor allem deshalb Spaß macht, weil ich mit Claudia und Frank zwei Sparringspartner habe. So können wir uns in der Führungsarbeit abwechseln und gegenseitig motivieren.

4-DSC06864

Während die Einsteigruppe mit Therabändern experimentiert und ganz offensichtlich viel Spaß hat, kommt der Spaß bei uns vor allem, als die achte Tempoeinheit zu Ende ist und sich die Schweißporen endlich nicht mehr zurückhalten müssen. Das suppt.

6-DSC06874

Aber weil heute Dienstag ist und auf dem Trainingsplan vermerkt ist, dass Isomatte und Blackroll an diesem Abend auch eine Rolle spielen, gibt es noch eine schöne Rumpfstabi-Einheit obendrauf. Trainer Jens macht’s vor, während die Wolken am Himmel immer dunkler werden, und die angestrengten Stöhnlaute der gymnastizierenden Damen und  Herren immer häufiger. Aber gemeinsam ist auch das durchzustehen.

7-DSC06881

Nur ein paar Tröpfchen fallen vom Himmel. Da lässt sich im schwindenden Tageslicht noch gemeinsam ein alkoholfreies Bierchen genießen. Danke an die Brauerei aus Bitburg, die uns die Erfrischung spendiert hat.

 

Et giet nit geraant

So ganz beherrsche ich den Trierer Dialekt auch nach 22 Jahren in meiner Wahlheimat nicht. „Et giet nit geraant“ – bedeutet in etwa „ruhig Blut“, „nur nichts überteiben“ oder „mach langsam“. Ich nehme es wörtlich und laufe noch nicht. Am zweiten Tag nach dem langen Lauf in Mainz haben die Gelenke ihr Protestgeschrei eingestellt. Die Muskulatur murrt noch etwas.

image

Das Rezept dagegen: Beine weitgehend in Ruhe lassen, Muskulatur mit Blackroll lockern, nach der intensiven Dehneinheit gestern. Und ansonsten ein paar Rumpfstabiübungen. Ganz guter Start in einen langen Arbeitstag, der erst am späten Abend in Hermeskeil enden wird.

Am Mittwoch wird es dann sicher interessant beim Firmenlauf in Trier. Da habe ich ganz optimistisch (und ohne Blick auf den Marathontermin) für das Team des Trierischen Volksfreunds gemeldet. Fünf Kilometer, das wird schon funktionieren. Ich muss ja nicht schnell laufen.

Et giet nit geraant 😉

Unter Strom 2.0

Wer weiß wie es sich anfühlt, wenn man an einen Elektroweidezaun greift. Da trifft einen ordentlich der Schlag. Ganz so schlimm war es am Donnerstagabend nicht. Aber dafür hatte ich das Vergnügen,  am ganzen Körper dieses Kribbeln zu spüren.

IMG_5787

EMS ist das Zauberwort: Elektromuskuläre Stimulation. Sascha Syré und seine Frau bieten das seit November in Trier an. Und da mein Laufkumpel Christoph auf die elektronisch verstärkte Gymnastik schwört, habe ich für ein Probetraining nicht nein gesagt.

IMG_5783

 

Sascha hat Ahnung, das wird schnell klar. Der Sporttherapeut war selbst Profisportler. Eishockey, na ja, nicht ganz meine Kragenweite. Ich wirke neben ihm mal wieder eher wie eine europäisch geprägte Pygmäe.  Aber das bin ich schließlich gewohnt.

IMG_5800

Also erst Frage- und Ausschlussbogen ausgefüllt und dann flugs die Testklamotten angezogen, auf denen die ganzen befeuchteten Elektrodenbänder und die verkabelte Weste besonders gut ihre Wirkung erzielen können – warum habe ich angesichts des Kabelsalats eine Eingebung das könnte auch eine Sprengstoffweste sein? IMG_5784

Und dann geht es ran ans Gerät. Stecker rein und Impulse testen. „Immer schön eine angespannte Grundspannung einnehmen, sonst könnte es weh tun“ … Autsch, ok, verstanden. Beine, Arme, Rücken, Bauch, Rumpf, vorne hinten und überall. Der Strom lässt die Muskeln individuell zittern. Irgendwie ist das Gefühl, als würden überall kleine, hochfrequente Rüttelmaschinen den Körper bearbeiten. 4 Sekunden Strom,  4 Sekunden Pause. Das kribbelt!

IMG_5843

Dann einfache Übungen: Kniebeuge, halten, in der Impulsphase hoch. Meine Schwachstelle rechtes Knie enttarnt Sascha sofort. Dieses nach innen Knicken bekomme ich einfach nicht in den Griff. Dann Crunches im Stehen. Dehnen bei angespannter Muskulatur, allerlei Übungen, die ohne Kabelsalat nur ein müdes Lächeln erzeugen würden. Mit der entsprechenden Dosis Strom eine schweißtreibende Angelegenheit.

IMG_5845

Big Sascha ist sehr fürsorglich, lässt den Strom nur soweit fließen, wie es noch nicht wirklich unangenehm wird. 20 Minuten lang. Das reicht. Der Coach lobt und verspricht Muskelkater. Nimmt sich noch Zeit, über alle möglichen und unmöglichen Übungen zu fachsimpeln. Und natürlich erklärt er, warum das EMS-Training mit individueller Betreuung kein billiger Spaß ist. Aber dafür genügt angeblich ein Training pro Woche und ist siebenmal effektiver als Training ohne Strom.

IMG_5831

Die Preisliste habe ich natürlich mitgenommen. Der Muskelkater kommt nun langsam. Aber ich glaube, vorerst bleibe ich bei meinen normalen Stabiübungen ohne Strom. Und für Übungen für das Knie schaffe ich mir ein Gummiband an.

Vielleicht auch eine von diesen Kettleball-Kugeln … vielleicht, irgendwann. Die sehen zumindest gut aus. 😉

IMG_5789