Meine neue Cam

Ich habe es versprochen: Hier also einige Infos zu meiner neuen kleinen Digitalkamera, die ich mir kurz vor dem Urlaub gegönnt hatte, weil meine alte Sony mal wieder nach einem Jahr intensiven Gebrauchs  wegen ebendiesem deutliche Verschleißspuren gezeigt hat. Vor allem die Schutzlamelle vor der Linse ist bei der DSC W350 nicht optimal und schließt nicht mehr richtig.

Für den fast täglichen Transport in der Laufhose ist sie leider nicht wirklich gemacht. Deshalb war ich auf der Suche nach eine möglichst kleinen Kamera, die möglichst robust und wasserfest ist, aber gleichzeitig noch Bilder von guter Qualität auch bei schwachem Licht liefert.

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Gibt’s nicht, werden nun die Experten sagen. Aber ich habe mit der DSC TX30 ein Nachfolgemodell von Sony gefunden, das ziemlich nah an dieses Ideal herankommt. Die Cam ist zwar einen Tick größer als die 350, passt aber noch gut in die Gesäßtasche. Die technischen Daten sind ordentlich, mit einem 18,2 Megapixel-Sensor, Full HD Movie, dem über Kippschalter steuerbaren 5fach Zoom und einem brillanten Display, der sich auch in eine geringere Qualität einstellen lässt, um Strom zu sparen.

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Gar nicht dumm, denn in der Tat braucht diese Kamera mehr Energie als ihr Vorgänger. Das liegt vor allem daran, dass nahezu alle Funktionen über Touchscreen angewählt werden. Derer gibt es reichlich. Und nach ein wenig Übung ist es auch nicht schwer, die Menüführung zu verstehen, um zum Beispiel eine hohe Isoempfindlichkeit, eine Dämmerlichtaufnahme oder eine Serienbildfuntion mit drei oder sieben Fotos pro Sekunde einzustellen. Die wählt die Kamera dann übrigens automatisch im Modus Selbstauslöser, sofern nicht Einzelbildmodus eingestellt ist.

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Wirklich herausragend macht die Kamera allerdings ihre Wasserbeständigkeit. Sie ist Wasserdicht bis zehn Meter. Das fest stehende Zeiss-Objektiv wird einfach mit dem Klappschieber aus Metall abgedeckt, der sehr leicht zu bedienen ist und gleichzeitig das Gerät ein- oder ausschaltet.  Heftiger Regen oder eine schweißgetränkte Hose machen dieser Kamera nichts aus. Die Linse bleibt zudem immer gut geschützt, wenn die Klappe oben ist.

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Etwas fummelig ist das Handling der Micro-SD-Karte bzw. das übertragen der Fotos auf den Computer. Denn bei einer wasserdichten Kamera liegen Einschubfach und Kabelsteckerbuchsen natürlich geschützt hinter einer mit Gummilamelle versehenen Klappe. Aber auch das ist kein wirkliches Problem.

Und die Aufnahmen? Als RGB oder jpg in beliebiger Größe wählbar sind die Fotoeinstellungen. Die Kamera tendiert zu einer leichten Unterbelichtung. Aber das lässt sich in den Voreinstellungen oder am Rechner problemlos bei Bedarf korrigieren. Die Panoramafunktion von Sony gibt es auch bei der TX30. Und was es mit der „überlegenen Bildautomatik“ auf sich hat, muss jeder mal selbst ausprobieren.

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Natürlich ist die kleine Schwarze keine Spiegelreflexkamera oder Actioncam. Aber als Notizbuch für fotoverrückte Läufer taugt sie wirklich gut. Einziger kleiner Kritikpunkt: Die Abdeckplatte lässt sich für alle etwas zu leicht öffnen, die den Handgriff erst einmal geübt haben, mit dem sich die Klappe blitzschnell herunterziehen lässt. Wer also das Teil bei einem Spaziergang in der Hosentasche hat, sollte die Hände aus denselben nehmen. Sonst ist der Akku schneller leer, als einem lieb sein kann.