Matsch und mehr

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Der Spätsommer ist Geschichte. Herbstzeit ist Matschzeit. Da jubelt das Kind im Läufer.
Wenn auf den Trails die Pfützen erst einmal so groß sind, dass man ihnen nicht mehr ausweichen kann, dann macht es tierischen Spaß, den direkten Weg hindurchzunehmen. Und wenn der Matsch so tief ist, dass sich ein Verspritzen desselben laufend nicht mehr verhindern lässt, dann ist jeder Spritzer auf der Wade so etwas wie die Belohnung für ein kleines Naturabenteuer.
Gut also, wenn ein Paar wasserundurchlässige Schuhe im Regal steht, um ab sofort wieder häufiger ausgeführt zu werden. Zum Beispiel beim Auftakt der familiären Eifelläufe  am Samstag in Ernzen oder acht Tage später beim Wurzelweglauf in Konz.
Nicht benötigt werden Trailschuhe dann am 8. November beim Deuluxlauf in Langsur, für den der Trierische Volksfreund wieder fünf Freistarts verlost. Viel Spaß und Erfolg!
Ich persönlich werde am Samstagmorgen in kleiner Runde mit einer nicht zu langen Runde den Einstieg in zwei Wochen Auszeit vom Job zelebrieren. Durchschnaufen und Akku aufladen. So lautet die Devise.

Fast wie Weihnachten

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Die Tage werden kürzer. Angesichts der rapide schwindenden Helligkeit am Abend lässt sich nicht mehr leugnen: Der Sommer ist vorbei. Für Läufer wird es also wieder Zeit, im Kleiderschrank nach den Utensilien zu suchen, die einen genussvollen und gefahrfreien Sportausflug bei Dämmerlicht und Dunkelheit ermöglichen. Die Hose mit den Reflektorstreifen gehört ebenso dazu wie die Warnweste und die Stirnleuchte. Noch eine Blinkleuchte dazu, die, an die gelbe Schirmmütze gepinnt, nach hinten Signale aussendet. Ja ist denn schon Weihnachten?

Zumindest ein wenig erinnert die Ausstattung für Herbstläufe zu früher und später Stunde daran. Wie in jedem Jahr, komme ich mir anfangs mit all den sicherheitsrelevanten Ausrüstungsdetails vor wie ein Christbaum. Aber zum Glück laufen Christbäume nicht. Mein strahlender Auftritt im Licht der Scheinwerfer führt also zu ausreichend sicherem Abstand von Autos und anderen motorisierten Gefährten. Zudem ist es doch besser als Christbaum unterwegs zu sein, denn als Leuchtkugel.

Eines finde ich bei allem Verständnis und Lob für mehr Sicherheitsverständnis allerdings schade: Es ist noch gar nicht so lange her, da war ich mit meiner grell-gelben Laufjacke eine echte Ausnahmeerscheinung. Inzwischen ist jede(r) Zweite als leuchtende Laufboje unterwegs. 😉

Du siehst gut aus!

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Wer kennt nicht diesen Spruch, wenn er/sie, gefühlt im erschöpften Kriechmodus, bei einem Volkslauf damit kämpft, auch die letzten Kilometer einigermaßen standhaft zu überstehen. Er hilft dabei, das haben Forscher aus den USA beweisen. Ein Thema für meine neue Laufkolumne.

Du siehst gut aus!

 

Der Dom bebt! Na, vielleicht nicht ganz. Aber zumindest wird die Stimmung am Sonntag großartig sein, wenn beim Köln-Marathon Zehntausende Zuschauer auf der Domplatte und entlang der Strecke den Tausenden Läufern Beine machen werden. Auch viele Hobbysportler aus der Region Trier werden an den Start gehen. Für nicht wenige von ihnen ist es das persönliche Sportereignis des Jahres.
Beim Passieren der jubelnden Menschenmassen am Straßenrand und vor der gigantischen Gotikkirche werden sie bestimmt zumindest zeitweise ihre Anstrengung und Schmerzen vergessen, die bei so langen Läufen wie einem Marathon unvermeidlich sind.
Aufmunternde Zurufe haben tatsächlich einen positiven Effekt, auf die Psyche – und auch auf die Bewegungsökonomie. Das haben Wissenschaftler der University of Nevada bewiesen. In zwei Vergleichsgruppen war bei jenen Läufern der Sauerstoffverbrauch niedriger und damit die Leistungsfähigkeit höher, die regelmäßig positive Kommentare erhielten. Dass Lob und Wirklichkeit realistisch gesehen nicht immer im Einklang standen, war dabei egal. „Du siehst gut aus!“ Dieser Motivationsspruch wirkt immer.

Ich hab’ Rücken

Bitte nicht erschrecken. Meinem Rücken geht es auch nach dem ersten Arbeitstag gut. Allerdings wird er ebenso wie meine Schultern in den kommenden Wochen zumindest im virtuellen Sinn reichlich zu tragen haben.

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Für eine kurze Laufkolumne drängte sich der bekannte Ausspruch von Horst Schlämmer alias Hape Kerkeling allerdings dann doch auf.

 

Ich hab‘ Rücken

Urlaub! Endlich Zeit, um sich ohne Zeitdruck auf den Weg zu machen. Lang, so weit die Füße tragen. Fernwanderwege wie der im Spessart sind dafür wunderbar geeignet. Zumal sich dank moderner Technik und Smartphone-Zusatzakku das „Taxi“ zurück zum Urlaubsort nahezu an jeden Ort rufen lässt.
Also Laufrucksack gepackt mit ordentlich vollem Trinkbehälter, Ersatzklamotten und Verpflegung. Dazu eine dünne Jacke für alle (Regen)Fälle. Und los geht’s! Es warten viel Wald, mehr Steigungen und die Erkenntnis, wie anders sich so ein Langlauf mit vollem Gepäck anfühlt: Ich hab’ Rücken! Eindeutig! Denn dort folgt der Schweiß zeitweise in Sturzbachdimension den Gesetzen der Schwerkraft und verwandelt auch die Hose in einen nassen Lappen. Ein Hoch also auf gute Planung und trockene Ersatzwäsche.
Wenn jetzt noch das Handy Empfang hätte …

Ferienzeit ist Trainingszeit

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Es ist tatsächlich so weit: Das gefühlt längste Schuljahr aller Zeiten geht zu Ende. Durchschnaufen dürfen die Schüler. Für Läufer, die im Spätsommer oder Herbst bei einem Halbmarathon oder Marathon starten wollen, hat der späte Ferienbeginn eine andere Konsequenz. Denn wer sich gewissenhaft vorbereiten will, darf nun nicht pausieren. Laufdress und -schuhe sollten dann zum Urlaubsgepäck gehören.

Wer seinen Urlaub nicht an den Ferien ausrichten muss, kann die Sache natürlich gelassener angehen und wie gewohnt seine Vorbereitungsläufe machen. Zum Beispiel am Samstag am Nürburgring. Der „Run am Ring“ ist ein echtes Bergtraining und bietet die Gelegenheit, die legendäre Rennstrecke per pedes unter die Lupe zu nehmen. Nachmeldungen sind für Frühaufsteher am Veranstaltungstag noch möglich.

Ähnlich anspruchsvoll, aber noch abwechslungsreicher ist der Maare-Mosel-Lauf. Bei dem lässt sich am 30. August testen, ob die körperliche Verfassung dem entspricht, was ein schneller Halbmarathon oder ein Marathon im Herbst erfordert. Ganz nebenbei ist das auch noch einer der schönsten Landschaftsläufe in der Region. Die Schulferien werden dann wieder fast vorbei sein. Der kluge Läufer meldet sich rechtzeitig an. Oder er gewinnt einen Freistart. Das Bewerbungsformular dafür ist im TV-Laufportal zu finden.

Danach ist’s immer schön!

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Nachzuliefern bleibt an dieser Stelle die aktuelle Laufkolumne, die noch vom Stadtlauf und der Aktion „Der TV bewegt!“ geprägt ist. Gültigkeit hat sie allerdings auch darüber hinaus.

Danach ist’s immer schön! 

 

Aus, vorbei! Der Trierer Stadtlauf 2014 ist Geschichte. Für viele teilzeitaktive Menschen endet damit auch wieder das Kapitel „regelmäßige Bewegung tut gut“. Leider, denn wer in den vergangenen Wochen auf der Piste war und nicht gespürt hat, wie gut Sport den trägen Gräten tut, hat etwas falsch gemacht.
Der Körper des Menschen wurde nicht dazu geschaffen, um am Schreibtisch zu sitzen. Regelmäßiges, moderates Training setzt Reize, die nicht nur das Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen. Auch die Selbstheilungskräfte von Muskeln, Sehnen und Knorpeln werden aktiviert. Das Vorurteil, bei Knieschmerzen sei der Laufsport grundsätzlich zu vermeiden, ist jedenfalls widerlegt. Ich muss dazu nicht einmal in den Spiegel schauen, der in dieser Woche damit titelt: Bewegung!
Regelmäßige Bewegung ist übrigens auch für die Psyche gut, macht den Kopf frei. Und sollte der innere Schweinehund wirklich einmal zu laut jaulen, hilft der Gedanke an ein schönes Lauferlebnis – oder an das Gefühl danach. Denn mag der Lauf auch noch so schwer sein. Danach ist’s immer schön!