Biester!

Leider keine guten Nachrichten von meiner persönlichen Verletzungsfront. Der erneute Laufversuch am Mittwoch war ernüchternd, um es sachlich zu beschreiben. Ich werde jetzt tatsächlich konsequent drei Wochen nicht laufen und hoffen, dass sich die Leiste in dieser Zeit beruhigt hat.

DSC08973

Meine Zeitungsleser habe ich mit dem Thema heute übrigens auch genervt …

Biester!

Auf einer meiner Lieblingslaufstrecken im Trierer Tiergartental gibt es zwei steile Anstiege. Eine der beiden Rampen habe ich auf den Namen Kleines Biest getauft. Ziel war es damals, den Anstieg ohne Verschnaufpause zu bewältigen. Zumindest bei vielen meiner Lauffreunde ist der Name für das Kleine Biest inzwischen ebenso etabliert wie der für den wirklich steilen Berg der Runde.

Das Große Biest im Laufschritt zu erklimmen bleibt eine echte Herausforderung, zumal der Zugang durch Zaundraht versperrt ist. Vor allem den Mountainbikern, die zu leichtsinnig das Biest hinunterrauschten, ohne sich um den Verkehr auf der Straße im Tal zu kümmern, verwehrt der Eigentümer damit ihre kamikazegleichen Abfahrten. Sie müssen nun, ebenso wie die Läufer, ihre tierischen Herausforderungen an anderer Stelle suchen.

Gemeine Biester gibt es tatsächlich genug. Jetzt, am Ende des Winters, ist es für viele der Innere Schweinehund, in der Szene gerne mit ISH abgekürzt, der zu schaffen macht. Manchmal sitzt das Biest aber nicht im Kopf, sondern schmerzt in der Mitte des Körpers oder an der nach dem unglücklichen Achilles benannten Sehne. Diese schmerzhaften Monster lassen sich in der Regel mit Geduld und gezielten Übungen besiegen. Manchmal – das sind die fiesesten – hilft nur Zurückhaltung und Ruhe.

Nun ja, auch mein laufsüchtiger Luxuskörper macht Zwangspause. Er wird diese Zeit überstehen und hoffentlich nur in kleinen Häppchen von der in den vergangenen Monaten hart erkämpften Fitness zehren. Danach aber mögen sie kommen, die kleinen und großen Biester. Sollen sie mir nur wieder den Weg versperren. Sie werden mir Spaß machen.

Es war schon besser …

Ruhig ist es geworden in meinem Laufblog. Dabei hätte ich so viel Energie für größere Taten. Aber leider scheint sich die Serie  – zwei gute Jahre, ein schlechtes – tatsächlich als solche zu manifestieren. Warum sich vor einigen Wochen immer wieder bei längeren Strecken zunehmende Leistenbeschwerden eingeschlichen haben, kann ich nicht sagen. Aber auch nach zwei Wochen Pause ist es nicht besser geworden.

DSC00683

Heute früh war das Wetter so prächtig, da musste ich es einfach probieren, nachdem mein Urologe gestern nichts Auffälliges finden konnte. Kein Leistenbruch, keine verdächtige Verdickung, die an einen Narbenbruch denken ließe. Entzündungshemmende Mittel und Abwarten ist sein vorläufiger Therapievorschlag …

DSC00688

Nun ja, wie gesagt: prächtige Morgensonne. Zumindest eine kleine Tiergartenrunde als Test sollte erlaubt sein …  Nun ja, die knapp acht Kilometer waren schön, aber leider nicht beschwerdefrei. Es war schon besser, deutlich besser also. Aber ich weiß, dass ich irgendwann wieder beschwerdefrei sein werde. Allerdings glaube ich kaum, dass es bis Ende Mai so gut sein wird, um in Luxemburg den Marathon zu laufen. Die Hoffnung bleibt

DSC00697

… und für Übermut ist an so einem traurigen Tag wie heute eh kein Platz. Belgien kommt nicht zur Ruhe. Mein Mitgefühl gilt den Betroffenen und deren Familien.

DSC00699