Weit(en)Sprung mit Dame

Wieder Samstag wieder ein Lauf mit Freunden? Nachdem mir Coach Christoph zugesagt hat, dass erneut eine Doppelrunde gelaufen wird, mit Rücksicht auf den langsam steigernden Wiedereinsteiger, lasse ich mich um 6:45 Uhr von meinem Smartphone aus dem Halbschlaf reißen.

Eine Stunde brauche ich vor einem Lauf, um aus der Besinnungslosigkeit in die notwendige Grundspannung zu kommen. Es klappt. Und meine letzten Zweifel, dass es ein schöner Lauf mit Freunde würde, verflüchtigen sich, als kurz vor 8 Uhr die Kommunikation auf der WhatsApp-Gruppe beginnt. Auf dem Weg zum Treffpunkt – es sind nur 500 Meter – erzählt mir Christoph, dass auch Birthe kommen wird. Prima, die hatte ich auch schon etliche Monate nicht mehr gesehen.

Jürgen wartet schon, Bernd kommt zeitgleich mit uns angelaufen, und als auch Marc mit leichter aber angekündigter Verspätung da ist, geht es in Damenbegleitung gut gelaunt auf den Weg in Richtung Mattheiser Weiher.

Es ist schon einigermaßen hell, so dass dort sogar bereits ein Foto von der Gruppe gelingt. Das Morgenrot schafft Vorfreude auf einige Sonnenstrahlen. Schon am Mittag werden Regentropfen allerdings die Freude auf einen wirklich sonnigen Tag vertreiben.

Kommunikativ geht es zu in der Gruppe. Immer wieder finden sich die Gesprächspaare neu zusammen. Etwas ruhiger wird es lediglich auf der langen Steigung vom Pfahlweiher hinauf durch den Mattheiser Wald fast bis nach Konz-Roscheid. Da oben liegt noch griffiger Schnee auf den Wegen. Damit wird es aber bald vorbei sein, denn es sind Plusgrade angekündigt.

Im Flachen fordert mich das Tempo der Gruppe noch etwas. Bergauf bin ich schon wieder gut dabei. Bergab ist Zurückhaltung geboten, zumal der operierte Bereich da noch mit etwas Zwicken protestiert. Ingesamt ist es aber ein tolles Gefühl, nun tatsächlich die Distanz langsam steigern zu können. 16 Kilometer sind es heute, nachdem ich die Gruppe im Tiergarten mit Handschlag verabschiedet habe. Davor haben wir aber noch Mariahof fast komplett umrundet uns sind wieder ins Tal hinuntergelaufen.

Fazit: Dank an die Gruppe für die Streckenwahl. Es geht wieder voran. Der weiteste Lauf des Jahres. Dennoch nicht übertrieben. Am kommenden Samstag wartet ein vermutlich matschiger Zitronenkrämerlauf in Bekond.

Dunkel

… sind nun schon fast die meisten Stunden des Tages. Wie angenehm ist es da, nicht zu früh mit dem beruflichen Tagwerk beginnen zu müssen.

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So schaffe ich es also, am Morgen zumindest bei Dämmerlicht unterwegs zu sein.

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Die Runde zu den Mattheiser Weihern ist mittlerweile wieder möglich. Langsam werde ich dann wohl am Wochenende wieder die Distanz steigern müssen. 12 Kilometer müssten am Samstag möglich sein.

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Noch hält der Herbst eine etwas dunklere Farbenpalette bereit. Auch das hat etwas für sich. Die kommenden Monate werden aber zunehmend graue Töne bringen.

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Da wird dann jeder Lauf bei hellem Licht zum Genuss, so wie der am Sonntag gemeinsam mit Karin.

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Heute lasse ich mal meinen Osteopathen nachspüren, was meine Innereien nach der OP im Spätsommer zu melden haben. Bei diesem trüben Wetter spüre ich doch noch Nachwehen.

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Kontrapunkte

Es war am Mittwoch kein gutes Erwachen. „Kaum noch Chancen für Clinton“ tönte da aus dem Radiowecker. Ja, ich lasse mich noch von so einem analogen Teil wecken. Wenig gestört hätte es mich, dass Frau Wachsgesicht die Wahl in den USA verliert, sofern da nicht der größte Populist der Zeitgeschichte gewonnen hätte.

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Gut, dass ich mich schon einige Tage davor mit Anne verabredet hatte, um einen gemeinsamen Morgenlauf zu absolvieren. Es kam uns beiden zugute, ein wenig Dampf und Frust abzulassen. Nachdem ich am Sonntag zehn flache Kilometer ohne große Probleme geschafft hatte, war die Runde zu den Mattheiser Weihern so etwas wie eine Bestätigung: es geht voran! Die Farben des Herbstes haben wir genossen. Es wird immer weniger – leider. Aber wir haben es trotzdem und trotz der Wahl in den USA geschafft, einigermaßen entspannt in die Kamera zu blicken. (Es muss ja niemand wissen, dass wir dafür vier Versuche benötigt haben …) .

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Wieder keine Nachwehen. So habe ich mich also tatsächlich  für den Deuluxlauf am Samstag angemeldet. Den flachen 10er auf der deutschen und luxemburgischen Seite der Sauer werde ich mitrollen und es genießen, zum ersten Mal seit dem 7. März wieder einen Volkslauf zu bestreiten.

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Auf dem Rück hat mir Anne noch den Schönstatt-Park gezeigt. An dem bin ich bislang sonderbarerweise immer vorbeigelaufen. Sehr idyllisch ist der, öffentlich aber hinter einer hohen Mauer und nur durch zwei schmale Türen zugänglich. Ich freue mich, neue Dinge zu entdecken.

Nach dem Sturm

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Geplant waren einige Tage im Schnee mit den Jungs in den Vogesen. Angesichts der Wetterprognosen haben wir uns das erspart. Gut so. Denn Regen und Sturm hätten dann nicht nur etliche Karnevalsumzüge ins Wasser fallen lassen. In Trier soll der Rosenmontagszug nun am Samstagabend nachgeholt werden. Ich bin gespannt, wie groß da die Schar der Schaulustigen sein wird. Und wie ist es mit Fastenzeit und Süßigkeiten auswerfen? … Na ja.

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Die freien Tage am Montag und Dienstag habe ich dazu genutzt, endlich mal wieder das Laufjahr in ein Fotobuch zu packen. Unglaublich, was da an Erlebnissen und Fotos im vergangenen Jahr zusammengekommen ist. Und verrückt, wie viel Zeit es kostet, daraus die schönsten 300 bis 400 herauszusuchen, um sie in einem Fotobuch möglichst attraktiv zu platzieren. Vielleicht zeige ich demnächst mal die zwölf Favoriten.

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Heute gibt es allerdings – passend zum Wetter – viel im Restlicht auf Festplatte gebanntes Wasser. Hoffentlich regnet es in den kommenden Tagen nich weiter, sonst führt die Mosel wieder ein kritisches Hochwasser.

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Der Wind war auf der kleinen Abendrunde zu den Mattheiser Weihern ordentlich. Margitta hätte es vermutlich gefallen. Jedenfalls musste ich an sie denken, als die steife Brise auch mal zum Rückenwind mutierte. Ansonsten war es erstaunlich anstrengend, gegen den Wind einigermaßen Tempo zu halten.

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Am Aschermittwoch ist dann wieder alles vorbei. Karnevalistisch gesehen stimmt das (siehe oben) in diesem Jahr zwar nicht. Aber zumindest gilt es für vier erholsame freie Tage. Warum geht das nur immer so schnell?

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Hallo Welt!

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Eine Arbeitswoche mit einem Lauf zu beginnen, ist eine prima Sache. Meine Arbeitswoche hat zwar bereits am Sonntag begonnen. Aber den rechne ich in meinem Zeitschema einfach mal der vergangenen Woche zu.

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Das Eis vom Wochenende ist nun Geschichte, hat sich in Dunst aufgelöst, der über der Landschaft schwebt. Frühlingshaft präsentiert sich Trier an diesem Morgen. Der volle Mond legt sich schlafen, als ich um 8 Uhr an den Mattheiser Weihern bin, den ehemaligen Fischteichen des Klosters, in dem sich das einzige Apostelgrab nördlich der Alpen befindet.

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Die Stimmung an diesem Morgen ist wirklich schön. Und die Vögel zwitschern erleichtert ihr Lied dazu. Als wäre es schon abgemacht, dass der Winter nicht mehr seinen eisigen Atem schickt.

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Auch das Tiergartental erlebt unter blauem Himmel eine wunderbar ruhige Atmosphäre. Ich könnte jetzt mindestens noch eine Stunde weiterlaufen. Dann könnte ich auch tatsächlich noch einige Sonnestrahlen genießen. Zeit dafür habe ich aber leider nicht. Wie gut, dass die Zahl der hellen Stunden nun auch am Morgen zunehmen. Ich freue mich schon auf die ersten Morgensonnenläufe. Ihr auch?

Kalte Füße

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Ein sicheres Zeichen für Bewegungsarmut sind kalte Füße am Abend. Manchmal begünstigen auch andere Dinge gefühlte Eisblöcke an den unteren Extremitäten. Das kann zum Beispiel ein sehr langer Arbeitstag sein, der mit einer mehr als zweistündigen Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtinge seinen Höhepunkt findet. Auch dort zeigten einige Diskussionsteilnehmer kalte Füße, allerdings in einem anderen Zusammenhang.

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Für mich war jedenfalls klar, dass ich heute Morgen unbedingt wieder Bewegung in meinen Alltag bringen muss, nachdem mich die Wunde am Rücken seit Donnerstag zum NIchtstun gezwungen hat. Die liegt zudem an einer Stelle, an der ich mich nicht selbst verpflastern kann. Aber da meine Frau wegen einer starken Erkältung heute einen Ruhetag einlegt und darauf verzichtet, Patienten in der Klinik einem Ansteckungsrisiko auszusetzen, kann ich tatsächlich eine Runde drehen.

Nichts aufregendes, aber die elf flachen Kilometer mit Besuch der Mattheiser Weiher haben gut getan. Mit einem Schnitt von exakt 5 min/km war das Tempo nicht einmal sehr langsam. Nächste Gelegenheit leider vermutlich erst am Samstag. Ich bin gespannt wie sich meine Füße heute Abend anfühle …