Das war’s

Eine intensive und arbeitsreiche Woche. Da blieb keine Zeit fürs Bloggen. Ein wenig scheinen sich die Prioritäten verschoben zu haben. Denn wichtiger ist mir derzeit, zumindest etwas Puffer einzuplanen, um nicht den ganzen Tag auf vollen Touren zu drehen. Dazu gehört auch Autogenes Training, das ich seit sechs Wochen fast täglich übe.

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Beim Rückblick auf die vergangenen Tage bleibt aber der Gedanke an wunderbare Herbstbilder. Einige davon will ich auch in meinem virtuellen Tagebuch festhalten und meine Leser teilhaben lassen.

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Wer häufiger bei Anne zu Besuch ist, hat zumindest von unserem gemeinsamen Spaziergang auf dem Felsenpfad schon ähnliche Fotos gesehen.

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Dieser Weg ist einer der schönsten in Trier. Aber wenn sich im Herbst der Wald bunt einkleidet, der Himmel blau ist und alles von einer tief stehenden Sonne beleuchtet wird, dann ist der Blick von dort einfach nur atemberaubend.

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Es passte zur guten Laune, dass uns mein bester Laufkumpel Christoph dort einholte. In einigen Wochen werde ich hoffentlich wieder so fit und beschwerdefrei sein, um die regelmäßigen gemeinsamen Touren genießen zu können.

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Aber noch müssen acht Kilometer genügen. Leiste und Adduktoren geben zwar Ruhe. Im seitlichen Bauchbereich  rumort es aber noch. Dort sind bei der Blinddarmoperation großflächig Verwachsungen des Dünndarms gelöst worden. Das erklärt die Empfindsamkeit, besonders wenn es bergab geht.

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Das ist auch der Grund warum ich der Versuchung widerstehe, heute beim Wurzelweglauf in Konz zu starten.

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Das Tiergartental ist mein derzeitiges Laufrevier. Ich schaffe schon die große Runde. Einmal sogar gemeinsam mit Anne. Da merke ich, wie gut ein Lauf in Begleitung tut.

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Immer der einsame Wolf, das ist auch nicht gut.

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Das war’s aber leider vorerst mit der Sonne. Nun ist erstmal Novembergrau angesagt. Aber auch gedämpfte Farben haben ihre Reize.

Zwischen Himmel und Mosel

 

dsc02167Ein wunderbarer Tag mit lieben Freunden an der Mittelmosel. Ziel der inzwischen traditionellen Wanderung bei unseren Treffen war der Klettersteig bei Erden. Ein wunderbares Erlebnis mit exklusivem Blick auf die höchste Talbrücke Europas, die da in wenigen Kilometern Entfernung entsteht. Die Meinungen darüber gehen auseinander. Profitieren wird vor allem der Schwerlastverkehr, der bald wesentlich direkter vom Frankfurter Raum an die holländische Küste kommt.

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Aber ich will nicht wieder so lang texten und lasse die Bilder sprechen, inklusive römischer Kelter und Informationszentrum. Die dreistündige Rundtour ist sehr empfehlenswert, ebenso wie die anschießende kulinarische Erlebnisreise im Jugendstil-Hotel Bellevue in Traben-Trarbach. Auch davon habe ich ein Foto, das vor allem die Damen interessieren dürfte. Denn für die lüfte ich damit ein Geheimnis …

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Und noch eine gute Nachricht: Fünf Kilometer ohne Leistenschmerzen! Aber die Adduktoren mucken noch immer, allerdings schon etwas weniger.

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Beim Fährturmlauf

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Der alte Fährturm von Schweich ist ziemlich schief. Das Spitzdach neigt sich ordentlich. Aber vermutlich hat gerade das zu seinem Kultstatus beigetragen. Heute führte jedenfalls mal wieder der nach ihm benannte Lauf etliche Hundertschaften bewegungshungriger Zeitgenossen an ihm vorbei.

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Es ist traditionell der Auftakt der Wettkampfsaison nach der Winterpause. Und da der Lauf zu den von meinem Laufportal präsentierten Veranstaltungen gehört, konnte ich da natürlich nicht fehlen.

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Übermäßig groß war die Lust darauf nicht. Denn ich mag derzeit keine schnellen 10er. Und auch das Wetter lockte nicht unbedingt auf eine Pendelstrecke an der Mosel.

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Andererseits ist es immer wieder schön, Bekannte zu treffen. Und da ich Dominik versprochen hatte, ihn nach Schweich mitzunehmen, gab es auch keine Ausrede mehr.

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Seit zehn Tagen bin ich nicht mehr gelaufen, auch um meine unruhige Leiste zu schonen. Deshalb war für heute klar, dass es kein Lauf am Limit sein würde. Dafür hatte ich mir vorgenommen, einige Fotos mehr auf der Strecke zu machen. Das Ergebnis seht Ihr hier zwischen den Absätzen.

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Es ist schon beachtlich, was die Freunde vom Lauftreff Schweich da auf die Beine Stellen. Dass es zur Belohnung zum Hauptlauf dann doch nicht geregnet hat, sondern sogar die Sonne herauskam, hatten sie sich verdient.

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Nach einigen Überlegungen hatte ich mich entschieden, die Jacke anzulassen. Zusammen mit der langen Winterlaufhose sorgte das trotz des nicht an das Limit reichenden Tempos allerdings zu ein wenig mehr Wärmestau als mir lieb sein konnte.

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Anders als Dominik hatte ich mich in das hintere Drittel des Starterfeldes begeben. Zeit genug noch für das ein oder andere Schwätzchen und ein Selphy in gelb. Dann ging es auch schon stockend los.

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Nach einigen Hundert Metern war an der Mosel dann etwas mehr Platz, um der Gefahr auszuweichen, Mitmenschen auf die Füße zu treten. Zudem wollte ich ja noch das eine oder andere Foto schießen.

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Nach gut vier Kilometern wartet in Schweich der erste Wendepunkt. Bereits mehr als 500 Meter davor kam uns schon der führende Läufer entgegen. Alexander Bock vom Postsportverein Trier. Er hat unangefochten gewonnen und sah dabei weniger angestrengt aus als die Flitzer, die ihm mit deutlichem Abstand auf den Fersen waren.

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Für mich genügte ein Tempo um 4:25 min/km an diesem Tag. Wer von weiter hinten startet kann damit zumindest auf dem ersten Drittel der Strecke im Vorbeilaufen viele Menschen motivieren – ich meine das ehrlich so …

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Da sich meine Beine bereits beim Einlaufen nicht wirklich gut angefühlt hatten, war ich nicht wirklich überrascht, dass sich bei Kilometer 7 wieder das Ziehen in der rechten Leistengegend bemerkbar gemacht hat. Es könnte tatsächlich mit den Adduktoren zusammenhängen. Wie ich nach dem Lauf spüren musste, scheint da rechts wohl eine Verhärtung zu sein.

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Trotzdem hatte ich nur kurz überlegt abzubrechen. Lieber noch ein wenig Tempo herausnehmen bis zur zweiten Wendemarke an der Autobahnbrücke und dann zurück ins wunderbare Schweicher Stadion, wo mich Lauftreff-Chef Dirk Engel ebenso begrüßte wie viele andere Läufer.

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Im Ziel dann doch so etwas wie Freude. Es war einfach schön, die aufgeregte Stimmung zu erleben und noch einige Bekannte und Freunde zu treffen. Dominik war natürlich schon lange vor mir im Ziel. André, der inzwischen vom Postsportverein abgeworben wurde, war noch früher da.

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Besser als sein ärmelloses Shirt haben mir allerdings die roten Oberteile gefallen, mit denen zwei Wahlwerber auf der Strecke waren. Die Manga-Figur zeigt eindeutig nicht Julia Klöckner. Das virtuelle Rennen um die Stimmenmehrheit dauert hier in Rheinland-Pfalz noch eine Woche. Dann wird sich zeigen, ob Manga-Malu oder Jubel-Julia die Nase vorne haben werden.

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Unter all den Plakaten, die ich an diesem Samstag gesehen habe, stand mein Favorit eindeutig am Eingang zur Festhalle. Wer genau hinsieht, wird nachvollziehen können, warum. Ich hoffe, dass ich mit Blackroll, Massage und wenig Belastung mein Geläuf wieder so fit bekomme, dass ich beim Bendersbachtallauf keine Probleme haben werde. Schnell muss und werde ich dort jedenfalls nicht unterwegs sein.

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Mal wieder Mosel

Die Wettervorhersage hat Regen und Wind angekündigt. Spätestens als mich in der Nacht das Trommeln auf das Dachfenster weckt ist klar, dass dieser Samstagslauf unter reichlich ungemütlichen Voraussetzungen stattfinden würde.

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Aber da Dominik sein Kommen zugesagt hat, gibt es keine Ausrede. Zudem soll ja der  ganze Tag regnerisch werden. Nach den berufs- und gesundheitsbedingten Absagen der restlichen Truppe sind wir also mal wieder als Duo unterwegs, was dazu motivert, sich an die Zeit vor einem Jahr zu erinnern, als wir im Training für Düsseldorf regelmäßig an der Mosel zu zweit Tempo gemacht haben.

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Die Mosel ist bei diesem Sauwetter also das Ziel. Dominik will einen langen Lauf machen. Er wird in Hamburg starten. Ich will auch lang, obwohl ich bis zum Luxemburg-Marathon Ende Mai noch reichlich Zeit habe.

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So laufen wir also über die Konrad-Adenauer-Brücke und dann an der Mosel bis zu Eisenbahnbrücke Konz. Das war meine Tempodauerlaufstrecke im Herbst vor Frankfurt. So flott sind wir heute nicht, Aber knapp unter 5 min/km ist nicht langsam. Luft zur Unterhaltung bleibt noch. Wenn nur der Wind nicht so sehr um die Ohren rauschen würde, dass es kaum möglich ist, etwas zu verstehen.

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Auf dem Rückweg auf der anderen Moselseite ist es dann besser. Rückenwind. Wir entscheiden uns, durch die Stadt zurück nach Olewig zu laufen. Da ist an diesem Morgen wirklich noch nicht viel los. Einfach zu ungemütlich für einen frühen Stadtbummel. Insgesamt ist das Wetter aber weniger nass als vor einer Woche in Irrel.

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Am Ortseingang von Olewig verabschieden wir uns. Ich nehme die Variante durch das Tiergartental und das kleine Biest.

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Die Beine sind nach 27 Kilometern ordentlich schwer. Ein wenig Sorgen macht mir aber das Ziehen in der Leiste. Das muss ich im Blick behalten. Heute werde ich aber  nicht in die Versuchung kommen, es zu übertreiben. Sonntagsdienst – mal wieder. Allen, die den Tag genießen können, wünsche ich viel Spaß dabei.

Mosellauf mit Graffiti

Der 21. Dezember ist ein magisches Datum. Denn an diesem Tag neigt sich die Dunkelheit wieder der hellen Jahreszeit entgegen. Also sind die Samstagsläufe, die in ziemlicher Düsternis beginnen, schon bald wieder Geschichte.

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Wenn aber wie heute auch noch der Himmel sich in dicke Wolken packt, die in der Nacht ordentlich Wasser auf das Land regnen ließen, wenn ein Mitläufer gerade eine Erkältung überstanden hat, dann kann es passieren, dass wir einen unserer Mitläufer sogar in nahe Zuhause begleiten, damit er seine Trailschuhe gegen Straßentreuer auswechseln kann.

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Bernd, unsere neue Lauftreffbereicherung, hatte damit gerechnet, dass wir wie in der vergangenen Woche besonders die unbefestigten Wege suchen würden. Aber mit Rücksicht auf Marc stand dann doch ein flacher Lauf an. Zu den Mattheiser Weihern, dort eine Runde und dann an der Mosel und durch die Stadt zurück nach Olewig.

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Ein Abstecher unter Konrad-Adenauer-Brücke musste sein, um mal nachzusehen, was die Graffiti-Künstler neu an die zuvor tristen Betonpfeiler gezaubert haben. Klar, dass wir uns mit der virtuell tätowierten Dame zu einem Fotoshootings einlassen mussten. Sie hatte nichts dagegen.

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In der Stadt beginnt gerade der für den Tag zu erwartende Trubel. Er wird vorweihnachtlich-hektisch, ganz bestimmt. Aber zumindest ist es beruhigend, dass um 9.30 Uhr noch kein Glühwein ausgeschenkt wird.

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Und der Dom ist auch an einem so trüben Tag beeindruckend, an dem 19 Kilometer genügen sollen. Morgen kein Dienst, dann wird ausgeschlafen, sofern mich nicht dumme Gedanken früh aus den Federn treiben.

Im Dunkeln

… ist das Laufen zwar nicht so schön wie im Hellen. Ab und zu kann es aber auch Spaß machen. Es ist in jedem Fall besser, als es gar nicht zu tun.

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Meiner dem mäßigen Sehvermögen meiner Augen geschuldeten Vorliebe für Helligkeit ist es auch zu Verdanken, dass sich seit kurzer Zeit ein wirklich leistungsstarkes Stirnlämplein in meinem Besitz befindet.

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Gestern Abend die Premiere beim Montagslauftreff. Tatsächlich habe ich es geschafft, rechtzeitig aus dem Büro zu kommen. Die überraschten Gesichter kann ich sogar ohne künstliche Beleuchtung erkennen. „Du bist also das Phantom?“ Diese Aussage einer der beiden mir bis dahin noch unbekannten neuen Läuferinnen lässt mich schmunzeln und nachfragen, was denn alles über mich erzählt wurde.

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Ist natürlich alles eher spaßig gemeint. Aber zumindest hat sich herumgesprochen dass ich immer mit Kamera unterwegs bin. Das ist auch an diesem Abend so, allerdings kann die auf der nur etwas über zehn Kilometer langen Runde, die auch an der Mosel entlangführt, meistens in der Tasche bleiben. Denn für wirklich scharfe Bilder reicht auf einige Meter Distanz nicht einmal ein kleiner Flutlichtstrahler vor der Stirn.

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Spaß hat es trotzdem gemacht und einen Erkenntnisgewinn gebracht: Bei Dunkelheit fühlt sich so ein Lauf wesentlich länger an als er tatsächlich ist.