Wechselspiel

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Lieber Besuch ist bei uns immer willkommen. Und so ist die Freude groß, dass Anja es trotz des Eisregens gewagt hat, am frühen Morgen durch die Eifel nach Trier zu kommen. Ein ausgedehntes Frühstück, bei dem Anne die Runde komplett machte, und dann ein ausgedehnter Spaziergang bei Nebel, Sonne, Regen und Grieseln über den Felsenpfad und durch den Weisshauswald.

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Und dann – natürlich – noch vegan gekocht. So darf ein Sonntag verlaufen!

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Die Woche war arbeitsreich, aber beruflich durchaus effektiv. Erfreulich wenige Kommentare gab es bei einer großen Geschichte über Alleinreisende jugendliche Flüchtlinge. Insgesamt drei Läufe – das ist auch in Ordnung.

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Schnee, Eis und Polarkälte waren dabei die wechselnden äußeren Bedingungen. Entsprechen unterschiedlich sind die Fotos, die ich nicht weiter kommentiere. Euch allen einen guten Start in die Woche!

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Wieder oben

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Die Zeit vergeht. Das merke ich auch daran, wie lange der letzte Beitrag in meinem Blog zurückliegt. Das liegt nicht nur daran, dass mein Optimismus einen deutlichen Dämpfer erhalten hat. Auch die berufliche Situation lässt kaum Zeit und Energie für Blogeinträge. Genauer gesagt, mir ist die freie Zeit zu wertvoll, um auch davon viel am Computer zu verbringen.

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Meine Steigerung auf 14 Kilometer war nur bedingt gut. Der Euphorie folgte bei den nächsten beiden Läufen doch eine deutliche Zunahme der Beschwerden, die zu meinem Erschrecken wieder an jene erinnert haben, die mich im Februar zunehmend geplagt haben.

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Also erst einmal eine Woche Pause, in der eh ein Besuch beim Osteopathen  anstand. Entzündung im Übergangsbereich von Dickdarm und Dünndarm hat er erspürt. Genau in dem Bereich, wo mein Gedärm mit dem Beckenknochen verwachsen war.

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Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als es doch noch vorsichtiger anzugehen. Um den mentalen Absturz zu vermeiden, sind Spaziergänge bei Sonne ein gutes Rezept. Einen davon habe ich am letzten Wochenende mit einer Schneideaktion verbunden, um den vollkommen zugewucherten  Einstieg zu meinem Lieblingstrail freizuschneiden. Ein schweißtreibende Sache, die sich aber gelohnt hat, wie die Bilder hier zeigen.

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Die sind nämlich entstanden bei einem wunderbaren Vormittagslauf aus dem Nebel in die Sonne. Nach überraschend schmerzfreien sieben Kilometern bei Eisnadelwetter am Mittwoch, waren auch die zehn ruhig gelaufenen am Samstag komplikationsfrei.

So scheint es doch nicht ganz so schlimm zu sein, was sich da in meiner Körpermitte abspielt. Es dauert eben länger als gedacht, bis solche innerlichen Wunden komplikationslos verheilt sind.

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Belohnung sind dann solche Bilder wie gestern. An einem sonnigen Tag an der Nebelgrenze zu laufen ist so ziemlich das Schönste, was einem Läufer passieren kann. Die vielen Fotostopps sind dabei sicher nicht schlecht für eine moderate Belastung.

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Nun denn, das Zwischentief ist überwunden. Ich werde mir noch ein wenig mehr Zeit nehmen. Zehn Kilometer ohne Schmerzen sind ja schließlich auch nicht ohne. Und der Silvesterlauf geht ja nur über acht Runden … sofern ich wieder richtig zähle …

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Alles Gut(e)

So ändern sich die Zeiten. Vor einigen Jahren waren an einem Geburtstag noch einige Karten mit guten Wünschen im Briefkasten. Heute nichts, dafür aber Hunderte gute Wünsche in den elektronischen Postkästen, vor allem aber natürlich im Fratzenbuch. Viele zu viele, um wirklich jede einzeln zu beantworten. Deshalb auch an dieser Stelle vielen Dank für Eure Gedanken und Worte!

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Mir persönlich habe ich auch ein Geschenk gemacht: Zum ersten mal seit dem Endwinter bin ich meine geliebte Drachenrunde über den Petrisberg gelaufen. Elf profilierte Kilometer, über wiegend auf unbefestigten Wegen und Pfaden.

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Meine Freude daran war so groß, dass am Ende der Runde wirklich viele Fotos auf meiner kleinen Kamera waren. Der Einstieg in meinen Lieblingsstreckenabschnitt ist zwar vollkommen zugewuchert.

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Nach einem kleinen Umweg zwischen Hecken und über eine Streuobstwiese ist der Zugang aber möglich.

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Die Sorge, dass auch die Ginsterbüsche in meiner Abwesenheit ein weiteres Durchkommen unmöglich machen, erweist sich als unnötig. Hier wurde mächtig gehäckselt. Schneidearbeit wird also auch im Frühling hier nicht notwendig sein.

Nach dem Sturm am Morgen und den kurzen Aufheiterungen zu Beginn des Laufs, schicken die schnell ziehenden Wolken nun wieder Regentropfen ins Trierer Land. Kontaktlinsenwetter!

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Seenlandschaften, die in Wirklichkeit nur große Pfützen sind.

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Die Innenstadt mit dem Doppelweltkulturerbe Dom und gotische Liebfrauenkirche sind wie immer beeindruckend, auch im Regenschleier.

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Und dann – keuch – die letzte Rampe hoch und ab in den Wald. Ich laufe, schnaufe heftig, und freue mich.

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Auch auf Franzens Knüppchen war ich schon lange nicht mehr.

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Eine Runde um das Wasserband muss sein, das diesen Namen ganzjährig verdient.

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Die Rinnen und Wannen für die Versickerung des Oberflächenwassers sind derweil selten so geflutet wie in diesen nassen Novembertagen.

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Angesichts der Enten könnte der Eindruck entstehen, hier ist immer ein kleiner See.

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Der Turm Luxemburg ist bei jedem Wetter interessant.

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Kilometer 8 ist hier absolviert. Jetzt geht es fast nur noch bergab. Ein weiterer Test für die Leistengegend also, wo bis zur Blinddarm-OP auch der Dünndarm an Beckenknochen und Bauchfell festgewachsen war.

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… Auch das geht immer besser. Bei den steilsten Bergabpassagen bin ich aber noch sehr zurückhaltend.

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Die folgen nach dem Skulpturenpark und der Halbrunde um den Uniweiher.

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Nach gut elf Kilometern ist es dann tatsächlich vollbracht. Das ist derzeit genug für die noch nicht ganz fitten Beine von midLAUFcrisis. Aber die Adduktorenprobleme vom Neustart Anfang Oktober sind verschwunden. Die Leiste gibt komplett Ruhe und das leise  Murren im Umfeld des Darmoperation-Zielgebietes  am Ende der Läufe wird immer geringer.

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So kann es weitergehen! Das gesundheitlich so fiese 51. Lebensjahr lasse ich nun hinter mir. Alles wird gut!

Unterwegs auf alten Pfaden

Nach langer Zeit am Wochenende mal wieder ein etwas längerer Spaziergang über den Petrsiberg. Erschreckend, wie in den vergangenen Monaten mein Lieblingstrail zugewuchert ist. einfach unpassierbar. Und die Natur hält inzwischen knausrig mit dem Wasser Haushalt. Ganz schön gelb und trocken geworden, die Landschaft. Leider sind die Trauben auch nicht wirklich in einem guten Zustand. Ich bin schon jetzt gespannt auf den Weinjahrgang 2016 …

Die positive Nachricht: Ich kann auch wieder ohne Beschwerden bergab gehen. Es geht voran. Ich freue mich auf den Oktober! Dann wird wieder gelaufen!

Hier die Fotoausbeute von diesem Spaziergang:

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