Freundliche Eifel

Wir hatten es uns schon länger überlegt, mal bei einem der Eifelläufe zu starten. Seit 20 Jahren organisieren Läufer von verschiedenen Vereinen ehrenamtlich im Winter Trainingsläufe. Alle 14 Tage an wechselnden Orten, geführt von ortskundigen Laufbegeisterten, über unterschiedliche lange Strecken.

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Heute war es also so weit. Mit Christoph als Chauffeur und Teamchef ging es nach Röhl, unweit von Bitburg. Mit im Auto: Marion, Marc, Rudi und meinereiner. Dass die B51 wegen Baumfällarbeiten gesperrt ist, stört nicht weiter. So dürfen wir auf der Alternativeroute schon einmal die Vorzüge des ländlich strukturierte Raumes kennenlernen:Viel Landschaft, viel Landwirtschaft. Im Winter wenig Grün.

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Zehn Minuten vor dem offiziellen Start um 14.30 Uhr sind wir da. Und in den folgenden zehn Minuten addiert sich die Zahl der gut gelaunten Läuferschar am Gemeindehaus in Röhl auf rund 50 Frauen und Männer. Darunter auch Silvio, den ich beim TV bewegt-Training 2013 kennengelernt habe. Und Monika aus Pronsfeld, die ich vor allem als Facebookfreundin kenne.

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Organisator Wolfgang erklärt noch schnell die angebotenen Gruppen über 9, 16 und 20 Kilometer. Er erzählt davon, dass es einen Verpflegungspunkt gibt, und danach Kaffee,  Kuchen und mehr zur Stärkung.

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Noch ein Gruppenbild. Los geht’s.

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Rudi, der erst seit kurzem wieder nach längerer Verletzungspause ins Training eingestiegen ist, schließt sich der 16er Gruppe an. Wir anderen machen auf 20. Der ursprünglich vorgesehene Wegweiser hatte kurzfristig abgesagt. Dafür übernimmt Evelin charmant diesen Part. Ihr Mann Arnold ist auch dabei, verspricht die etwas Langsameren in der Gruppe zu begleiten.

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Los geht’s … wow, ein ordentliches Tempo ist das.

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Die Eifeler können Berge laufen. Das wird ganz schnell klar. Die Eifeler können Berge schnell hochlaufen. Uff. So flott bei einem profilierten 20er war ich seit langem nicht mehr unterwegs. Da kommt es gar nicht ungelegen, dass ich mit Evelin quatsche, und die Vorausläufer die ein oder andere Abzweigung verpassen, was für sie Umkehren bedeutet und für mich ein wenig Verschnaufpause.

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Bei Kilometer 9 die versprochene Verpflegungsstelle. Die 9er-Gruppe ist schon da. Wolfgang natürlich auch. Der Tee kann gar nicht süß genug sein, kommt gerade rechtzeitig. Ohne Zwischenstärkung wären weitere elf Kilometer in diesem Speed sicher nicht möglich.

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Marion wartet auf die in etwas gemächlicherem Tempo laufende 16er-Gruppe, die schon herannaht. Wir Männer aus Trier lassen uns natürlich nicht lumpen und werden auch auf der zweiten Streckenhälfte ordentlich Gas geben …

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Die Sonne kommt nun sogar zögerlich zwischen den Wolken hervor. Die Fernsicht ist heute eh grandios. Gut ist auch die Stimmung in der Gruppe. Auch wenn einige sichtlich am Limit unterwegs sind.

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Christoph bekommt dagegen die zweite Luft und läuft die letzten vier Kilometer mit zwei anderen schnellen Jungs an der Spitze vorneweg.

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So nah bin ich noch nie an der ehemaligen amerikanischen Airbase Bitburg vorbeigelaufen. Der Tower ist fast zum Greifen nah. Röhl ist nicht mehr weit. Was alle dazu veranlasst, nochmal zuzulegen. Der letzte Kilometer in 4:32 Minuten. Holla die Waldfee.

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Dann ist der Spaß auch schon vorbei. Stimmung gut. Duschen gibt es nicht, also Schweiß abwischen, trockene Klamotten anziehen und ab in den Keller, wo ein üppiges Kuchenbüffet, belegte Brote, Kaffee und allerlei Bitburger Gebräu warten, wobei überwiegend die alkoholfreien Varianten Abnehmer finden. Gastfreundschaft pur. Und wie uns in gemütlicher Runde erzählt wird, ist es bei allen Freundschaftsläufen in der Eifel so.

Danke! Wir werden wiederkommen. Diese Einladung nehmen wir gerne an!

Zwar hatte ich vor lauter Euphorie erst nach 800 Metern daran gedacht, die Streckenaufzeichnung zu starten. Aber die restlichen Daten geben noch einen ordentlichen Eindruck von Lauf, Profil und Tempo.