Traum(hafte)schleife

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Es hat also doch noch geklappt mit dem gemeinsamen Lauf mit Marc. Dafür bin ich heute sogar etwas früher aufgestanden als in den vergangenen Tagen. Nach einem kleinen Frühstück und dem Texten der Laufkolumne für die Silvesterausgabe habe ich mich also ausnahmsweise mit dem Auto durch den Nebel auf den Weg nach Gutweiler gemacht.

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Dort bewohnt mein Laufkumpel ein sehr hübsches Häuschen, von dem sich prima eine 15 Kilometer lange Runde laufen lässt, die überwiegend auf der Romika-Traumschleife des Saar-Hunsrück-Steiges verläuft.

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Den Wanderweg bin ich mit Karin bereits gewandert. Ein sehr schöner Rundpfad, der mit reichlich Anstiegen gespickt ist.

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Die bekommen wir heute natürlich auch zu spüren. Vor allem für Marc ist das heftig, weil er gestern Intervalle gelaufen ist. Aber wir nehmen uns Zeit, um auch heute das Wechselspiel zwischen Nebel und Sonne zu genießen.

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So geht es also von oben hinunter, wieder hinauf, wieder hinunter zum alten Steinbruch, der regelmäßig die Kulisse für Karl-May-Festspiele bietet, wieder hinauf und hinunter zur Ruwer.

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Am Fluss entlang führt der Weg und steigt dann noch einmal mächtig, aber sehr idyllisch an bis in den Weiler Lonzenburg, wo wir wieder die Sonne zu Gesicht bekommen.

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Das ehemalige Romikagelände sehen wir nicht. Es war einmal die Heimat von gleich zwei großen Schuhfabriken, die dem ganzen Tal Arbeit und Wohlstand brachte. Allerdings ist es leider auch ein Vorzeigebeispiel, was der Nationalsozialismus angerichtet hat. Denn die jüdischen Besitzer mussten nach dem Boykott ihrer Ware erst Konkurs anmelden, dann nach Frankreich fliehen. Und als 1940 die Deutsche Wehrmacht und die SS-Schergen nach Calais kamen, nahmen sie sich in tiefster Verzweiflung das Leben …

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So weit darf es nie wieder in Deutschland kommen, nicht einmal in Ansätzen, wie sie derzeit mit Pegida und Teilen der AfD zu spüren sind.

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So ist das Flüchtlingsthema auch auf diesem Lauf präsent, der am Ende noch einmal einen mächtigen Anstieg in den Weg stellt.

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517 Höhenmeter auf 15 Kilometer. Für einen Halbflachländer ist das doch ganz schön ordentlich. Und inzwischen kommt auch in Trier die Sonne durch.

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Für Blütenstauballergiker taugt dieser Winter nicht …

Regen-Berg-und-Tal-Berg-Tour

Die vergangene Woche war verdammt anstrengend. Vielleicht habe ich mich ja zu sehr an die durch Feiertage verkürzte Wochen gewöhnt. Es kann natürlich auch daran gelegen haben, dass zusätzlich zu den fünf langen Arbeitstagen noch zwei Abend- und ein Frühtermin hinzukamen. Und irgendwie habe ich auch zu wenig Schlaf bekommen.

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Gut also, dass der Gemeinschaftslauf in kleinem Kreis am Samstagmorgen ein Pflichttermin ist. Andernfalls hätte ich mich vermutlich nicht aufgerafft. Christoph und Marc sind mit mir das Kernteam dieser Longjog-Gruppe. Heute war auch wieder André mit Nala da. Ich vermute, dass damit unser Samstagstreff dauerhaft Zuwachs bekommen hat. Das passt!

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Es war das erste Mal seit dem langen Vorbereitungslauf auf dem Ruwerradweg drei Wochen vor Düsseldorf, dass der Himmel pünktlich zum Start seine Schleusen geöffnet hat. Damals habe ich mir dabei eine dicke Erkältung geholt. Heute wird das hoffentlich nicht passieren, denn heute macht der Regen Spaß. Die Lufttemperatur liegt angenehm knapp unter 20 Grad.

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Die Natur kann Wasser dringend gebrauchen nach dem wenigen Niederschlag in den vergangenen Wochen. So ist es fast schade, dass schon während unserer 22-Kilometer langen Tour die Wolken ihre Fracht über dem Trierer Land abgeregnet haben. Aber die Luft ist schön feucht und staubfrei.

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Das ist gut, weil wir für diese Tour ordentlich Puste brauchen. Gut 450 Höhenmeter, verteilt  auf zwei lange Anstiege, sind doch ordentlich fordernd, zumal wir nicht bummeln. Wir bleiben dabei überwiegend auf befestigten Wegen. Besonders idyllisch ist die alte Hauptstraße von Korlingen hinunter nach Waldrach, die längst für den motorisierten Verkehr gesperrt ist.

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Da diese eingewachsene Straße ganz ins Ruwertal hinunterführt und wir nicht darauf eingestellt sind, eine ganz lange aber flache Runde über Ruwer und Kürenz zu laufen, geht es von Kasel eine lange Steigung hinauf auf bis zur Tarforster Höhe. Das erinnert sehr an den zweite langen Anstieg beim Hunsrück-Trail vergangene Woche, allerdings ohne Wald.

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Wenn ich mein Tempo bergauf laufe, setze ich mich derzeit etwas von den Anderen ab. Ich mache so zusagen den Marcel, der heute nicht dabei ist, weil er morgen beim Eifelmarathon in Waxweiler startet. Kein schlechtes Gefühl!

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Laufhündin Nala wird heute diesem Namen besonders gerecht. Nicht nur, weil sie sich inzwischen auch ohne Leine wirklich vorbildlich verhält. Da sie ihre besonderen Tage hat, muss sie aber immer an die Leine genommen werden, sobald wir anderen Hunden, insbesondere Rüden, begegnen. Die wollen sich am liebsten auf sie stürzen.

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Da heute aber auch alle anderen Hunde angeleint sind, gibt es bis auf ekstatisches Bellen keine Zwischenfälle. Und am Ende dieses schönen Laufs ist auch Nala ordentlich geschafft.

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Schön war’s wieder. Ich möchte dies Läufe nicht missen.

Nass!

Nicht, dass mir Volker gleich wieder vorwirft, ich würde zu viel Selbstmitleid zeigen. Aber gestern war tatsächlich der bessere Tag für einen langen Lauf. Der Regen heute war nicht schlimm, ganz im Gegenteil, den mag ich, weil die Luft dann schön feucht und besser zu atmen ist. Aber die Kälte und auch der zeitweise deutlich spürbare Wind trübten zumindest ein wenige die Freude an dieser langen Tour.

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Mit Dominik hatte ich mich für 32 Kilometer auf dem Ruwer-Radweg verabredet. Start also um 8.15 Uhr in Trier-Nord, damit er nicht noch drei Kilometer nach Olewig kommen musste. Korrektur: Start um 8.25 Uhr, nachdem ich zweimal den Trinkflaschenhalter auf dem Gürtel neu und falsch eingefädelt und befestigt hatte. Aber so ist das eben an einem frühen Samstag …

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Knapp vier Kilometer bis zum Beginn des Ruwer-Redwegs, der auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse verläuft und mit einer dezenten Steigung von 3 Prozent in den Hochwald führt. Sehr spannend ist so ein Tassenweg nicht, da früher die Züge ja keine engen Kurven fahren konnten. Entsprechend lang sind die Geraden. Aber nach so vielen Moselgeraden ist der Lauf durch das Ruwertal schon eine Abwechslung.

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Also 16 Kilometer in die eine Richtung, dann wieder zurück. Nach 90 Minuten – so die Weisung von Coach Jens – durfte bzw. sollte dann auch etwas getrunken werden. Kurz danach begegnete uns Michael Zender in Begleitung, mit dem ich mich am Tag davor auch an der Mosel abgeklatscht hatte. Er ist einen sehr schnellen Halbmarathon in Freiburg gelaufen – 1:24er Zeit – und will beim Bonn-Marathon eine neue PB aufstellen. Das wäre dann eine 2:58. Die hat er ohne Zweifel drauf.

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Am Gewebegebiet Gusterath Tal vorbei – sie entspricht in etwa dem ehemaligen Romina-Werk, das einst dem gesamten Tal Arbeit brachte – geht es durch Waldrach, Mertesdorf und Kasel zurück bis Ruwer und von dort durch die mächtige Pfützenlandschaft zurück nach Kürenz und Trier-Nord. Die vorsorglich ins Auto gepackten Wechselklamotten verhindern hoffentlich einen gesundheitlichen Rückschlag.

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32 Kilometer in 2:43 Stunden mit 160 Höhenmetern. Die Beine sind nach dieser Woche mit insgesamt 85 Kilometern zwar ausreichend schwer. Eine Konditionsproblem war dieser Longjog allerdings nicht.

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Euch allen schöne Ostertage! 

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Traumschleife Romika-Weg

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Eine neue Traumschleife! Wieder eine wunderbare Wanderstrecke in Ergänzung zum Saar-Hunsrück-Steig? Romika-Traumschleife heißt sie und verläuft nur wenige Kilometer von meiner Haustür entfernt. An so einem wunderbaren Tag wie heute muss die einfach erwandert werden. Und nach 3,5 Stunden gemütlichem Spazieren über die elf Kilometer lange und mit mehr als 600 Höhenmetern versehene Strecke kann ich sie wirklich empfehlen. Start am Sportplatz Pluwig oder am ehemaligen Bahnhof Gusterath-Tal.

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Mehr schreibe ich nicht dazu. Ich habe die Informationstafeln auch abfotografiert. Da lässt sich viel interessantes nachlesen. Besonders die Geschichte des Romika-Werkes ist interessant und erschütternd.

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Viel Spaß mit den Bildern und ein schönes Rest-Wochenende!

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Neuland

Der letzte Samstag des Jahres – der letzte Samstagslauf 2013 2012. Kein Kontakt zu Achim, Absage von Marcel, Christoph noch nicht wieder zurück aus dem Weihnachtsurlaub … Auf Rudi kann ich mich allerdings als Laufpartner verlassen. Und tatsächlich hat es auch Birthe endlich einmal geschafft.

Sie hatte mir gestern früh schon von einer besonders schönen Strecke erzählt, die auf der Höhe über Trier-Filsch von der „Schell“ …

zur ehemaligen Fluchtburg im „Naumett“ führt.

Dort bietet sich von einem Felsensporn ein sehr schöner Blick auf Waldrach.

Auf halber Höhe über dem Ruwertal geht es weiter bis zum Saar-Hunsrück-Steig im Gewann mit dem passenden Namen „Die Gott“.

Die Sonne spitzt inzwischen durch die laublosen Bäume und verwandelt den von Blättern bedeckten Boden und das phosphoriszierend aufleuchtende Moos in einen Zauberwald.

Von dort wieder etliche Höhenmeter auf wunderbar weichen Wegen hoch auf den „Heidenkopf“ …

und an der Domäne Avelsbach vorbei über den Petrisberg …

… zum Aussichtspunkt in der Sickingenstraße, wo sich ein wunderbarer Blick auf die Altstadt von Trier bietet.

Birthe hatte vorsorglich ihren Laufrucksack für Jacke und Getränk angeschnallt. Angesichts der ingesamt 2:20 Stunden, die wir unterwegs sind, keine schlechte Entscheidung. Ich habe lediglich eine Handvoll Rosinen in der Jackentasche (besondere Grüße an Margitta, die mir einmal diesen Tipp gegeben hat), allerdings nichts zu trinken.

Entsprechend schwer sind die Beine auf den letzten zwei von insgesamt 24 Kilometern vom Amphitheater zurück nach Olewig. Das ändert allerdings nichts an der Freude über diesen tollen Lauf, zumal sich die Sonne in voller Pracht zeigt, seit wir zurück auf der Höhe waren. Das alles bei 9 Grad und kaum Wind. Ein Traum!

Hier Details und Streckenverlauf

Danke Birthe, für die neue Streckenvariante! Wir werden sie nicht zum letzten Mal gelaufen sein. Es war ein gelungener Abschluss für die Samstagsläufe 2012. Der wirklich letzte Lauf in diesem Jahr wird am Montag der Silvesterlauf in Trier sein. Acht Kilometer mit viel Stimmung in der City. Wer das noch nicht erlebt hat, kann sich noch anmelden. Aber bitte hurtig. Es gibt nicht mehr viele Startplätze.