Wieder oben

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Die Zeit vergeht. Das merke ich auch daran, wie lange der letzte Beitrag in meinem Blog zurückliegt. Das liegt nicht nur daran, dass mein Optimismus einen deutlichen Dämpfer erhalten hat. Auch die berufliche Situation lässt kaum Zeit und Energie für Blogeinträge. Genauer gesagt, mir ist die freie Zeit zu wertvoll, um auch davon viel am Computer zu verbringen.

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Meine Steigerung auf 14 Kilometer war nur bedingt gut. Der Euphorie folgte bei den nächsten beiden Läufen doch eine deutliche Zunahme der Beschwerden, die zu meinem Erschrecken wieder an jene erinnert haben, die mich im Februar zunehmend geplagt haben.

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Also erst einmal eine Woche Pause, in der eh ein Besuch beim Osteopathen  anstand. Entzündung im Übergangsbereich von Dickdarm und Dünndarm hat er erspürt. Genau in dem Bereich, wo mein Gedärm mit dem Beckenknochen verwachsen war.

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Es bleibt mir also nichts anderes übrig, als es doch noch vorsichtiger anzugehen. Um den mentalen Absturz zu vermeiden, sind Spaziergänge bei Sonne ein gutes Rezept. Einen davon habe ich am letzten Wochenende mit einer Schneideaktion verbunden, um den vollkommen zugewucherten  Einstieg zu meinem Lieblingstrail freizuschneiden. Ein schweißtreibende Sache, die sich aber gelohnt hat, wie die Bilder hier zeigen.

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Die sind nämlich entstanden bei einem wunderbaren Vormittagslauf aus dem Nebel in die Sonne. Nach überraschend schmerzfreien sieben Kilometern bei Eisnadelwetter am Mittwoch, waren auch die zehn ruhig gelaufenen am Samstag komplikationsfrei.

So scheint es doch nicht ganz so schlimm zu sein, was sich da in meiner Körpermitte abspielt. Es dauert eben länger als gedacht, bis solche innerlichen Wunden komplikationslos verheilt sind.

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Belohnung sind dann solche Bilder wie gestern. An einem sonnigen Tag an der Nebelgrenze zu laufen ist so ziemlich das Schönste, was einem Läufer passieren kann. Die vielen Fotostopps sind dabei sicher nicht schlecht für eine moderate Belastung.

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Nun denn, das Zwischentief ist überwunden. Ich werde mir noch ein wenig mehr Zeit nehmen. Zehn Kilometer ohne Schmerzen sind ja schließlich auch nicht ohne. Und der Silvesterlauf geht ja nur über acht Runden … sofern ich wieder richtig zähle …

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Im Frühtau zu Berge …

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Geträllert haben wir nicht. Aber zumindest etwas gejauchzt, angesichts der doppelten Freude, eine profilierte Trailstrecke wie die durch Tiergarten und über die Kernscheider Höhe wieder laufen zu können.

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Ein gemeinsamer Lauf pro Woche mit Anne, wird schon fast zur Gewohnheit. Es hat wieder viel Spaß gemacht. Fü rmit 10 Kilometer, für Frau Weinbergschnecke war es sogar einer mehr.

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Und die Farben des herbstes sind noch immer eine Wucht, auch bei eher trübem und feuchten Novemberwetter.

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Allerdings war es nach dem frostigen Montag fast frühlingshaft warm.

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Und am kleinen Biest haben sich nach einer knappen Stunde unsere Wege wieder getrennt.

Das war’s

Eine intensive und arbeitsreiche Woche. Da blieb keine Zeit fürs Bloggen. Ein wenig scheinen sich die Prioritäten verschoben zu haben. Denn wichtiger ist mir derzeit, zumindest etwas Puffer einzuplanen, um nicht den ganzen Tag auf vollen Touren zu drehen. Dazu gehört auch Autogenes Training, das ich seit sechs Wochen fast täglich übe.

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Beim Rückblick auf die vergangenen Tage bleibt aber der Gedanke an wunderbare Herbstbilder. Einige davon will ich auch in meinem virtuellen Tagebuch festhalten und meine Leser teilhaben lassen.

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Wer häufiger bei Anne zu Besuch ist, hat zumindest von unserem gemeinsamen Spaziergang auf dem Felsenpfad schon ähnliche Fotos gesehen.

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Dieser Weg ist einer der schönsten in Trier. Aber wenn sich im Herbst der Wald bunt einkleidet, der Himmel blau ist und alles von einer tief stehenden Sonne beleuchtet wird, dann ist der Blick von dort einfach nur atemberaubend.

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Es passte zur guten Laune, dass uns mein bester Laufkumpel Christoph dort einholte. In einigen Wochen werde ich hoffentlich wieder so fit und beschwerdefrei sein, um die regelmäßigen gemeinsamen Touren genießen zu können.

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Aber noch müssen acht Kilometer genügen. Leiste und Adduktoren geben zwar Ruhe. Im seitlichen Bauchbereich  rumort es aber noch. Dort sind bei der Blinddarmoperation großflächig Verwachsungen des Dünndarms gelöst worden. Das erklärt die Empfindsamkeit, besonders wenn es bergab geht.

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Das ist auch der Grund warum ich der Versuchung widerstehe, heute beim Wurzelweglauf in Konz zu starten.

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Das Tiergartental ist mein derzeitiges Laufrevier. Ich schaffe schon die große Runde. Einmal sogar gemeinsam mit Anne. Da merke ich, wie gut ein Lauf in Begleitung tut.

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Immer der einsame Wolf, das ist auch nicht gut.

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Das war’s aber leider vorerst mit der Sonne. Nun ist erstmal Novembergrau angesagt. Aber auch gedämpfte Farben haben ihre Reize.

Bergauf

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Jede Minute Sonne muss genossen werden. So ist zumindest das Gefühl in diesem Herbst. Und so musste ich auch sofort los, als sich am Samstag der Nebel gelichtet hat.

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Das Tiergartental bietet derzeit wunderbar herbstliche Farben. Aber vor allem der Laubwald ist eine Pracht.

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Weil sich aber immer wieder Wolken vor die Sonne schoben, habe ich dem Impuls nachgegeben und bin am Brückchen nicht im Tal zurück, sondern den steilen Anstieg hinauf in Richtung Kernscheid gelaufen.

 

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Mein Körper ist zwar noch eine Baustelle, aber die Sanierung geht langsam ihrem Ende entgegen.

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Wenn ich schon noch nicht weit laufen, kann, dann ist doch auch auf der kurzen Runde mal eine ordentliche Anstrengung nicht schlecht.

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Eine Pulsgurt hatte ich nicht dabei. Der hätte sicher Werte im Bereich des Maximalpulses registriert. Puh, dagegen ist das kleine Biest ein Kinderspiel.

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Aber hat letztlich doch Spaß gemacht, vor allem, weil zur Belohnung dann doch wieder die Sonne die Landschaft verzaubert hat.

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So kam die Kamera dann doch wieder häufiger zum Einsatz. Auch das hat mir in den vergangenen Monaten gefehlt. Es schult die Aufmerksamkeit für die Schönheit der Natur.

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In diesem Sinne: die Sonne hat gerade wieder den Nebel im Moseltal vertrieben. Gleich muss noch ein Spaziergang sein. Der Felsenpfad ruft. Die Kamera nehme ich mit, natürlich.

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Einen wunderbaren Sonntag allen Gästen meines Blogs!

Einer mehr

Wie habe ich es nur geschafft, fast täglich zu bloggen? War das vor sieben Monaten wirklich so viel einfacher als heute? Oder ist es tatsächlich eine Frage der Prioritäten?

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Nun ja, in den beiden Läufe in dieser Woche habe ich einen Kilometer draufgepackt, so dass es nun 6000 Meter sind, die ich zunehmend beschwerdefrei unterwegs bin. Es geht sogar schon ohne mehrfache Dehnpause dazwischen.

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Die Adduktoren beruhigen sich langsam, und auch der Kopf wird langsam freier. Es gibt sogar Passagen, in denen ich nachdenken oder nur die wunderbar herbstliche Natur genießen kann, ohne auf den Körper zu achten.

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Leider ist es um 8 Uhr am Morgen doch ziemlich düster, was das Fotografieren etwas erschwert. Aber nach der Zeitumstellung am Wochenenende wird das dann etwas besser sein. Ganz finster ist es zu dieser Zeit nicht einmal Mitten im November.

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Mal sehen, in der kommenden Woche wird dann ein komplette Tiergartenrunde ausprobiert, sofern mein Orthopäde am Montag nichts dagegen hat. Es läuft wieder, und Anne ist mittlerweile ein wunderbares Beispiel, dass sich Geduld lohnt, auch wenn zwischendurch die Verzweiflung nah scheint.

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Das kleine Biest macht wieder Spaß.

Besser nicht bergab …

… das scheint der Schlüssel zum Wiedereinstieg zu sein: Die steileren Bergabpassagen gehen statt laufen. Das bedeutet weniger Erschütterungen im Darmbereich und lässt alles, was da noch rumort, ruhig bleiben. Die Innenseiten der Oberschenkel gewöhnen sich so langsam auch wieder an die ungewohnte Bewegung. Die gut fünf Kilometer waren heute so überraschend gut zu bewältigen.

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Im Tiergarten ist der Weg wieder frei. Fleißige Säger haben die seit Monaten dort querliegenden Bäume gekappt. So können die Sinne, sofern sie nicht zu sehr ins Körperinnere gerichtet sind, den Zauber des Herbstes ohne Hindernisse genießen.

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Die Bäume sind nun schon reichlich bunt. Bald wird ein Herbststurm vermutlich reichlich Blätterkahlschlag betreiben. Vielleicht gibt es bis dahin ja noch einige sonnige Tage zum Genießen. Das Farbenspektakel dieser Jahreszeit ist schließlich etwas ganz Besonderes.

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