Die falschen Schuhe

… hatte ich heute an den Füßen. Zumindest für den zweiten Teil meiner Petrisbergrunde. Denn ich wollte ursprünglich auf festem Untergrund bleiben und die Möglichkeit genießen, einmal am späten Vormittag laufen zu können.

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Nach dem Elternsprechtag hatte ich mir das verdient. Also Mizuno-Straßenschuhe an, ausnahmsweise zu den roten Schuhen eine schwarze Jacke. Irgendwie so gar nicht fastnachtlich. Ist mir aber auch reichlich egal, da ich mit der Narretei eh nicht besonders viel anfangen kann.

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Rauf also auf den Petrisberg. Vorbei an hübschen Frühblühern. Nicht durch die Weinberge, sondern zuerst über den Unicampus. Dort laufe ich zehn Minuten  gemeinsam mit einem offensichtlich gut trainierten Läufer, der gerade die letzten Kilometer seiner 20er Runde abspult.03-DSC05455

Immer wieder interessant, was sich unbekannte Läufer so alles ganz spontan zu erzählen haben. Fachgespräche sozusagen.

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Beim Weidendom biegt mein Teilzeitlaufpartner ab und ich nehme den Weg zur Sickingenstraße.

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Schön ist die Wolkenstimmung und der weite Blick über das Moseltal. Immer wieder schön. Auch der Blick auf die Stadt,

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… den die Bewohner dieser Villen täglich genießen dürfen.

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Und dann zurück … soll ich, oder soll ich nicht?

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Meinen Lieblingstrail, der auch als Verbindung zum Saar-Hunsrück-Steig ausgezeichnet ist … Der ist bestimmt noch ziemlich matschig … Egal, wer wagt gewinnt … und hat kurze Zeit einige Probleme, mit Straßenprofil an den Füßen auf den Beinen zu bleiben.

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Schön ist es ja auf diesen Abwegen. Aber ohne Trailschuhe ist der Spaß zumindest lauftechnisch derzeit eingeschränkt.

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Aber ich habe es ohne Sturz, Zerrung oder Ähnliches überstanden. Und zur Belohnung blühen im Garten die Christrosen.

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Ganz zeitgemäß, denn es ist doch offiziell noch Winter 😉

Im Test: Asics Gel-FujiTrabuco 2 GTX

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Als ich vor zehn Jahren mit dem regelmäßigen Laufen begonnen habe, gehörte der damals graue Trabuco von Asics sehr schnell zu meinen Lieblingsschuhen. Das ging so weit, dass ich sie sogar bei Wettbewerben getragen habe, die auschließlich über Asphalt führten. Einige Jahre sind seitdem vergangen. Der Trabuco hat sich zu einem der beliebtesten Trailschuhe in Deutschland gemausert. Nun ist die neue Generation aus dem Markt. Die wollen getestet werden.

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Die Optik: Von den grauen „Laufmäusen“ von früher ist nur das Asics-Signet übrig geblieben. Der Gel-FujoTrauco 2 GTX präsentiert sich farbenfroh in Orange, Silber, Blau und Schwarz. Die Laufschuhwelt ist bunt geworden. Mir gefällt das. Optisch ein heißes Teil.

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Die Passform: Viele Läufer wollen vor allem im Gelände einen eng anliegenden Schuh. Diesen Anspruch erfüllt der Trabuco. Der Innenschuh umschließt den Fuß komplett und vergleichsweise fest. Asics spricht von einer „Monosock-Konstruktion“. Alles aus einem Stück. Das Gefühl ist typisch Asics. Wer deren Schuhe mag, fühlt sich in jedem Fall wohl. Das Sofagefühl des eher weichen Ur-Trabuco gibt es allerdings nicht mehr. Das Versprechen, durch eine spezielle Konstruktion zu vermeiden, dass kleine Steinchen in den Schuh gelangen, erfüllt sich zumindest in meinem Fall nicht immer. Aber das ist sicher auch eine Frage des Laufstils. So einen Geröllhaufen wie einst finde ich nach dem Laufen jedenfalls nicht mehr in meinen Schuhen.

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Die Sohle: Hier hat sich wirklich viel getan in der Trabuco-Familie. Das signalisiert schon die Optik: Auch die Sohle ist en Farbenspiel aus Schwarz, Silber, Blau und Orange. Die „90-Grad-Flexkerben“ an der Außensohle versprechen guten Halt und eine gewisse Agressivität. Als Schutz gegen Steine und Stöße auf felsigem Untergrund hat Asics dem Schuh eine schützende Zwischensohle spendiert. Gel-Elemente im Vorderfuß und Fersenbereich sorgen für eine Dämpfung, die nicht das Gefühl für den Untergrund nimmt.

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Der Außenschuh: Wie schon beschrieben fabrlich auffallend gestaltet. Das Obermaterial ist glatter geworden. Gestützt wird der Fuß im Fersenbereich durch eine extern verklebte Konstruktion, die zusätzlich gut schützt. Besonders praktisch ist die kleine Tasche an der Zunge, unter der die gut haltenden Schnürsenkel verstaut werden können. Ein Markenzeichen der Trabuco.

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Der Praxistest: Ich mag diese Schuhe: Natürlich fühlen sie sich vor allem auf Feld- und Waldwegen wohl. Nasses Laub, Schlamm und Lehm, Pfützen und Steine – alles kein Problem. Das Profil greift sehr gut. Lediglich vor dem fränkischen Lehm kapitulierte auch dieser Schuh und verlor die Bodenhaftung. Die GoreTex-Membran macht den Schuh wasserdicht. Vermutlich taugt er auch für Schnee. Aber in diesem sonderbaren Winter konnte ich das noch nicht ausprobieren.

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Auch auf der Straße versagen die Schuhe nicht. Die Bodenhaftung ist – zumindest bei leichten Läufern – auch auf nassem Asphalt ausreichend. Da der Schuh insgesamt aber härter ausgelegt ist als früher, erhalten  unbefestigte Untergründe aber klar den Vorzug.

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Fazit: Der Asics Gel-FujiTrabuco 2 GTX erfüllt die Erwartungen an einen stabilen und griffigen Trailschuh. Mit 380 Gramm gehört er nicht zu den Leichtgewichten. Wer einen stabilen und wasserdichten Schuh will, wird  sich daran aber nicht stören. Für kurze und wirklich schnelle Läufe ist er sicher nicht die erste Wahl. Aber für Geländeausflüge im Wohlfühltempo taugt der Trabuco bei jedem Wetter und jedem Untergrund. Vor allem natürlich in der kältreen Jahreszeit. Ein echter Dauerläufer für Spätherbst und Winter!

Prädikat: Sehr empfehlenswert

Der von mir getestete Schuh – vielen Dank an Keller-Sports für das Material – ist die Version für Läufer mit Überpronation. Für Normalläufer gibt es eine weniger gestützte Version.

Steil und schmutzig

Heute wieder Laufpause. Rumpfstabi mit dezentem Bauchmuskeltraining. Die Leiste soll schließlich nicht überfordert werden. Aber es ist Kolumnentag. Hier das Ergebnis:

DSC08998Dieses nette Foto vom vergangenen Jahr habe ich noch als passende Illustration gefunden 😉

Steil und schmutzig

Wer gerne im Matsch wühlt, hat als Läufer in diesen Tagen wahre Freude. Mit grobster Stolle durch tiefes Geläuf, das macht Spaß. Das haben die Teilnehmer am Samstag beim kleinen aber feinen Crosslauf in Gladbach erlebt. Wer Lust und Energie für mehr als sieben Kilometer hat, dem sei am kommenden Sonntag der Wurzelweglauf in Konz empfohlen. Prunkstück der schwierigen Streckenpassagen ist dort der steile und nach viel Regen mit enorm geringer Griffigkeit glänzende Wurzelweg hinauf zur Roscheider Höhe. Wer über zehn Kilometer an den Start geht, kommt ebenso in den Genuss dieser Herausforderung wie jene, die bei dem erst seit drei Jahren stattfindenden Wettlauf über 15 Kilometer ihre Kondition testen. Und wie in jedem Jahr werden vor dem Eingang zu den Umkleiden wieder Zuber mit Wasser und Wurzelbürsten stehen, damit sich die Läuferinnen und Läufer zumindest den gröbsten Schmutz von Schuhen und Beinen schrubben können. In den Geburtsstunden dieses Volkslauf-Methusalems, der nun in die 38. Auflage geht, war das übrigens völlig normal. Straßenläufe waren damals noch verpönt und selten. Auf Straßenverläufe sollten die Teilnehmer an diesem schönen Landschaftslauf allerdings auch am Sonntag achten. Da die Niedermenniger Straße zum Schulzentrum Konz teilweise gesperrt ist, müssen Läufer und Fans auf die Umleitungsschilder achten. Start aller Wettbewerbe: 10 Uhr, für Kinder 30 Minuten früher. Den Kleinen bleibt der Wurzelweg freilich erspart.