Wasserläufer

Wer an Land nicht laufen kann und darf, der geht ins Wasser … Das Thema Aquajogging wird mich noch einige Zeit beschäftigen.

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Alleine kann das ziemlich öde sein, auch wenn das Freibad wesentlich besser taugt als das Schwimmkorkendasein im Hallenbad. Aber wenn nette Begleitung dabei ist, vergeht sogar eine Stunde Wassertreten fast wie im Flug.

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Mit Anne funktioniert das jedenfalls. Und wenn dann auch noch mein Schatz nebenan ihre Schwimmbahnen zieht, gibt es die Haltungsnoten inklusive Korrekturvorschlägen gleich dazu.

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Jetzt weiß ich also, worauf ich morgen achten muss. Heute waren Magnetfeldgedöns und manuelle Therapie an der Reihe. Im Doppelpack ist das ganz schön reizend, wie zu spüren glaube. Aber wenn’s hilft, ist mir nahezu alles recht.

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Vielen Dank Euch allen für die guten Wünsche. Die tun gut.

Kolumne und Korken

22 Grad Wassertemperatur! Da macht es doch schon viel mehr Spaß, sich am Morgen ins nicht mehr ganz so kühle Nass zu begeben. 800 Meter Brust und Kraul im Wechsel, dann noch 25 Minuten als strampelnder Schwimmkorken. Mehr war vor Arbeitsbeginn nicht möglich. Es musste aber auch nicht mehr sein.

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Meine neue Laufkolumne greift übrigens ein Thema auf, über das ich jüngst in meinem Blog schon einmal sinniert habe:

 

Total entspannt

 

Vor allem vor Marathonläufen sind diese Typen zu sehen: hagere Menschen, vor allem Männer, mit dünnen Körpern und ausgezehrten Gesichtern, in denen begeisterte Augen glänzen. Jede Falte zeugt von den langen Kanten, mit denen sie in den vergangenen Trainingswochen ihren Körper auf die Königsdisziplin des ambitionierten Läufervolks vorbereitet haben. Die Fettdepots der Komfortzone haben sie aufgebraucht.
Auch unter den mehr als 2000 Menschen, die am Mittwochabend beim Firmenlauf den Trie?rer Asphalt unter die Sportschuhe genommen haben, waren solche Typen zu sehen. Schließlich ist die Vorbereitung für die Marathonsaison in der heißen Phase. Fünf Kilometer im Megapulk durch die Stadt waren da nur wenig mehr als ein Aufwärmtraining, vor allem aber Spaß.
Sicher gibt es einfachere Methoden, um Gewicht zu verlieren, als lange Laufleistungen. Nur wenige bringen aber so viel Zufriedenheit und Kraft für den Alltag. Besonders bewusst wird das allen, die von einer Verletzung ausgebremst werden, die eine längere Pause notwendig macht.
Ob ich in den vergangenen Wochen zugenommen habe? Ein wenig mehr habe ich wohl tatsächlich auf den Rippen. Meine Frau sagt jedenfalls, ich hätte weniger Falten und würde wieder jünger aussehen. Total entspannt … Nun ja, eine Zwangspause hat nicht nur Nachteile.

Krasse Typen

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Immer wieder kursieren im Fratzenbuch und anderen Spielarten des weltweiten Netzes mehr oder weniger kuriose Filmchen und Einlassungen über Läufertypen. Da ist die Rede von Halbmarathon-Typen, Eisenmännern, Trippelschrittlern, Plattfußplatschern, Fersenstampfern, Satellit-Gesteuerten, Springböcken, Gehläufern oder Wagenschiebern. Wer im wirklichen Leben darauf blickt, wie sich die Republik joggend bewegt, wird noch mehr bildhafte Beschreibungen finden. Denn so vielfältig wie die Laufbekleidung sind die individuellen Bewegungsabläufe.
Wer dann auch noch die Möglichkeit hat, einer Trainingsgruppe bei Koordinationsübungen oder Lauf-ABC zuzusehen, wird überrascht sein. Nicht alles davon taugt dazu, in einem Video der Öffentlichkeit präsentiert zu werden. Aber bekanntlich ist nicht jeder Meister vom Himmel gefallen. Und auch erfahrene Läufer können die Sache mit der Körperkontrolle gar nicht oft genug üben. Wer aber dann nach Hopserläufen, Kniehebeübungen, Anfers-Varianten, Strecksprüngen und Co. endlich loslaufen darf, wundert sich darüber, wie verändert sich das anfühlt. Es sieht auch viel besser aus als vorher.
Mein Lieblingsläufertyp ist – aus eigener Betroffenheit – übrigens der sogenannte Sitzläufer. Mit seiner durch überlanges Sitzen verkürzten Beinmuskulatur sieht er so aus, als könnte man ihm jederzeit einen Schreibtischstuhl unters Gesäß schieben. Mit Laufkoordination alleine ist bei degenerierten Streckern nicht mehr zu helfen. Dann hilft nur noch das Dehnen. Aber das ist eine andere Geschichte …

Nicht gut

… war mein Lauf zum Start in die Woche. Denn obwohl ich mich zunächst gut gefühlt habe, wurden die Beine einfach nicht leicht genug, um schnelle Intervallläufe einigermaßen in der definierten Zeit zu bewältigen. Aus geplanten 4 x 2000 Meter im Tempo 3:50 wurden so am Ende etwas gequälte zehn Kilometer im Tempo 4:45.

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Na ja, die Gründe dafür liegen einigermaßen auf der Hand. Mental ist es doch nicht ganz einfach wegzustecken, dass nun beide Lauffreunde, die das Projekt 3 Stunden mit mir angehen wollten, verletzt sind und voraussichtlich nicht laufen werden. Das wird nun doch eine härtere Nummer als gedacht. Und erneut muss ich mich in Frankfurt auf den offiziellen Pacemaker verlassen.

Aber es rächt sich vermutlich auch, dass ich in den vergangenen Wochen komplett auf Tempodauerläufe gesetzt habe. Alles unter 4 Minuten ist ab einem Kilometer eine echte Qual für mich. Und die verdoppelt sich dann, wenn der Darm auch noch protestiert, sobald der Körper auf volle Kraft voraus machen soll.

Nun ja, ich habe das mit den Intervallen recht schnell sein lassen und verlasse mich darauf, mein Wettkampftempo halten zu können. Ob es sich dann ausgeht, ist eine andere Frage.

Mein Rücken

… hat sich zum Glück inzwischen wieder beruhigt. Nach drei Tagen Laufpause und dank der heilenden Hände meines Schatzes bin ich wieder beschwerdefrei. Na, wenn das kein Grund ist, um zu jubeln!

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Das Foto ist heute früh entstanden, nach einem Tempodauerlauf über 14 Kilometer an der Mosel. Ich bin ausnahmsweise mal von der Konrad-Adenauer-Brücke in Richtung Konz und einen Kilometer am Sauerufer gelaufen. Das ist tatsächlich etwas schöner als die langen Geraden flussabwärts. Zeit für Fotos hatte ich bei der Durchschnittspace von 4:11 min/km allerdings nicht.

Ich hoffe, diese echte Jubelpose stellt nun alle Erwartungen zufrieden.

Für  meine geringe Präsenz derzeit in der Blogosphäre bitte ich zu entschuldigen. Ich habe einfach wieder super viel zu tun. Aber es ist spannend!

Die Mosel …

… hat mich wieder. Ich hatte fast vergessen, wie schön der Moselradweg bei Trier mit seinen unendlichen Geraden ist (Ironiemodus aus).

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Nun ja, da ich wieder etwas schneller werden will, kann ich auch Tempodauerläufe nicht  mehr vermeiden. Heute also zwölf Kilometer in 4:20 min/km. Das ist doch zu schaffen … Los geht’s also um 7.20 Uhr zur Mosel und nach zehn Minuten Warmlaufen und drei Steigerungsläufen auf dem linken Ufer ab der Konrad-Adenauer-Brücke in Richtung Pfalzel und zurück.

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Stopp, das war doch noch was? Auch ja, Jubelpose vor dem Lauf. Das hätte ich fast vergessen. Nun denn, erst gejubelt, dann gelaufen. Ganz großen Spaß hat es nicht gemacht, aber das Jubeln hat dennoch geholfen, wie der Blick auf die Durchschnittspace zeigt. Die Pulsanzeige ist zu ignorieren, weil ich keinen Gurt anhatte.  Wenn ich die Zeit aber einmal mit Puls 92 laufen sollte, dann habe ich es wirklich in den Olymp der Laufasse geschafft. Aber das wird nie passieren.

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Gestört wurde die flotte Doppelgerade höchstens von dem nervigen Dröhnen der Rallye-Autos. Es ist ADAC-Rallye mit Basislager in Trier. Was für ein Aufwand … Aber ich zeige ihn nicht, nur ein paar recht unspektakuläre Teilnehmergefährte.

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