Spätsommer im Tiergarten

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Herrlich ist dieser große Nachschlag des Sommers, das uns diese Großwetterlage gönnt. Da ich den September beruflich in dem zwar schönen aber 40 Autominuten entfernten Städtchen Wittlich verbringe, sind meine Morgenaktivitäten etwas eingeschränkt.

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Aber so ungelegen kommt mir das ehrlich gesagt gar nicht, weil mir zu viel Bewegung auch in der fünften Woche nach der Operation noch nicht gut tut.

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Dennoch überwiegt inzwischen das Gefühl, dass es gut wird. Oktober ist als Termin für die ersten Laufversuche gesetzt. Zu dem einen oder anderen Spaziergang und leichten gymnastischen Übungen auch für den Rücken reicht es schon.

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So war dieser zügige Morgenspaziergang im Tiergarten ein wirklicher Genuss. Mein Laufrevier neu zu entdecken ist eine schöne Sache, auch wenn es noch nicht im Laufschritt funktioniert und die Distanzen folglich doch eher kurz sind.

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Auch bergauf und hinunter geht es sich inzwischen schmerzfrei. Zumindest innerlich bringt mich das zum Jubeln.

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Aber natürlich kann die Stimmung auch nicht schlecht sein bei den wunderbaren Bildern, die ein solcher frühherbstlicher Spaziergang bietet.

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Der Bach führt wenig Wasser, das Gras ist gelb und der Weg, der sich im Winter wieder zu einer einzigen Marschwanne verwandeln wird, ist knochentrocken.

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Die Brombeeren in diesem Jahr eher kümmerlich, der Ausblick prachtvoll. Und so zugewachsen wie mein Lieblingstrail am Petrisberg ist es hier auch nicht.

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Noch ist es angenehm kühl. Aber auch an diesem Tag wird die Sonne den Nachmittag in Hochsommer verwandeln.

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Dann habe ich die Bilder vom Morgen im Kopf und freue mich:

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Und das Schild am kleinen Biest nehme ich einfach mal als Symbol dafür, dass die Erinnerung an eine lange Zeit mit Bewegungseinschränkungen bald verblassen werden.

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Biester!

Leider keine guten Nachrichten von meiner persönlichen Verletzungsfront. Der erneute Laufversuch am Mittwoch war ernüchternd, um es sachlich zu beschreiben. Ich werde jetzt tatsächlich konsequent drei Wochen nicht laufen und hoffen, dass sich die Leiste in dieser Zeit beruhigt hat.

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Meine Zeitungsleser habe ich mit dem Thema heute übrigens auch genervt …

Biester!

Auf einer meiner Lieblingslaufstrecken im Trierer Tiergartental gibt es zwei steile Anstiege. Eine der beiden Rampen habe ich auf den Namen Kleines Biest getauft. Ziel war es damals, den Anstieg ohne Verschnaufpause zu bewältigen. Zumindest bei vielen meiner Lauffreunde ist der Name für das Kleine Biest inzwischen ebenso etabliert wie der für den wirklich steilen Berg der Runde.

Das Große Biest im Laufschritt zu erklimmen bleibt eine echte Herausforderung, zumal der Zugang durch Zaundraht versperrt ist. Vor allem den Mountainbikern, die zu leichtsinnig das Biest hinunterrauschten, ohne sich um den Verkehr auf der Straße im Tal zu kümmern, verwehrt der Eigentümer damit ihre kamikazegleichen Abfahrten. Sie müssen nun, ebenso wie die Läufer, ihre tierischen Herausforderungen an anderer Stelle suchen.

Gemeine Biester gibt es tatsächlich genug. Jetzt, am Ende des Winters, ist es für viele der Innere Schweinehund, in der Szene gerne mit ISH abgekürzt, der zu schaffen macht. Manchmal sitzt das Biest aber nicht im Kopf, sondern schmerzt in der Mitte des Körpers oder an der nach dem unglücklichen Achilles benannten Sehne. Diese schmerzhaften Monster lassen sich in der Regel mit Geduld und gezielten Übungen besiegen. Manchmal – das sind die fiesesten – hilft nur Zurückhaltung und Ruhe.

Nun ja, auch mein laufsüchtiger Luxuskörper macht Zwangspause. Er wird diese Zeit überstehen und hoffentlich nur in kleinen Häppchen von der in den vergangenen Monaten hart erkämpften Fitness zehren. Danach aber mögen sie kommen, die kleinen und großen Biester. Sollen sie mir nur wieder den Weg versperren. Sie werden mir Spaß machen.

Spaziergänger

Ich bin also mal wieder zum Spaziergänger geworden. Zumindest für die nächsten Tage. Meine Beine und die Leiste brauchen ganz offensichtlich etwas mehr Schonung als mir lieb ist. Aber zum Glück ist es nun am Morgen auch schon so hell, dass ein kurzer Spaziergang durch die Weinberge Spaß machen kann.

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Die Natur erwacht. Bald wird es wieder blühen und duften. Der Weißdorn – sofern ich das biologisch zuordnen kann – steht jedenfalls bereits in Startposition.   Zu,mindest bin ich heute wieder ohne Belastung beschwerdefrei. Gestern war das nicht so. Eine frustrierende Sache …

 

Schon wieder Aua

Da war doch der Abschluss des alten Jahres so viel versprechend. Und auch der Lauf am Samstag hat richtig viel Spaß gemacht. Die dezenten Schmerzen am rechten Großzeh habe ich dabei ignoriert.

Am Sonntag dann der erste wirkliche Reportereinsatz beim verkaufsoffenen Sonntag in Trier. Hat Spaß gemacht. Einige Stunden durch die City in Straßenschuhen haben aber dem Zeh gar nicht gut getan. Am Abend war das Nagelbett dick und rot. Und ein beständiges Pochen von ganz unten machten auch die Nacht nicht unbedingt zu dem, was man Erholung im Tiefschlaf nennt.

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Heute Morgen also direkt um 8 Uhr zu Hausärztin meiner Wahl, die dann zunächst ein wenig mit dem Kopf schüttelte, dann ein große, sterile Nadel auspackte mit dem Spruch, jetzt könnte es ein wenig schmerzhaft werden, flugs mit der scharfen Nadelspitze die Schwellung aufschlitzte und behandschuht reichlich eitrigen Schmodder herausdrückte, bis es ordentlich geblutet hat.

Der Druck ist nun weg, der ärgste Schmerz auch. Jetzt heißt es, zweimal täglich medizinisches Fußbad nehmen und Iodsalbe auf die Wunde. Und dann ist  hoffentlich bald wieder alles in Ordnung. Denn sonst kommt der Chirurg zum Zug, und damit ist nicht der auf den Schienen gemeint.

Also wieder einige Tage Laufpause. Dabei soll hier an der Mosel morgen der Frühling kommen mit bis zu 16 Grad. Aber das Wetter ist ein ganz anderes Thema …

Erste Schritte

Das Wochenende mit einem heißen Tag werkeln an der Garagenfassade und einem angenehmen Sonntagsspaziergang bei leicht verregnetem Wetter am Sonntag verbracht. In Gedanken war ich natürlich auch bei den Freunden und dem Eifelmarathon.

Christoph hat in 4:02:29 den Marathon gefinisht.  Marcel benötigete für den zehn Kilometer längeren Ultra 4:54:54. Das wäre dann wohl auch meine Zeit gewesen … Herzlichen Glückwunsch!

Birthe Hilmes hat das Ding natürlich gerockt: Platz 1 bei den Frauen in 4:16:23. Eine Knallerzeit. Riesigen Glückwunsch, Birthe!

Und ich? Heute mit Spannung nach über eine Woche Pause der erste Laufversuch. Lockere 8 Kilometer mit ein wenig Lauf-ABC und Parkbank-Übung  garniert … Das hat gut funktioniert. Danach gekühlt und Voltarensalbe. Keine Schmerzen. Ich hoffe, es geht jetzt wieder aufwärts. Morgen ist aber erst einmal wieder Ruhe angesagt.

Da der Fotoupload hier mal wieder nicht funktioniert, gibt es die Bilder zu diesem Beitrag nur über diesen Umweg zu sehen: