Wechselspiel

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Lieber Besuch ist bei uns immer willkommen. Und so ist die Freude groß, dass Anja es trotz des Eisregens gewagt hat, am frühen Morgen durch die Eifel nach Trier zu kommen. Ein ausgedehntes Frühstück, bei dem Anne die Runde komplett machte, und dann ein ausgedehnter Spaziergang bei Nebel, Sonne, Regen und Grieseln über den Felsenpfad und durch den Weisshauswald.

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Und dann – natürlich – noch vegan gekocht. So darf ein Sonntag verlaufen!

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Die Woche war arbeitsreich, aber beruflich durchaus effektiv. Erfreulich wenige Kommentare gab es bei einer großen Geschichte über Alleinreisende jugendliche Flüchtlinge. Insgesamt drei Läufe – das ist auch in Ordnung.

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Schnee, Eis und Polarkälte waren dabei die wechselnden äußeren Bedingungen. Entsprechen unterschiedlich sind die Fotos, die ich nicht weiter kommentiere. Euch allen einen guten Start in die Woche!

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Das war’s

Eine intensive und arbeitsreiche Woche. Da blieb keine Zeit fürs Bloggen. Ein wenig scheinen sich die Prioritäten verschoben zu haben. Denn wichtiger ist mir derzeit, zumindest etwas Puffer einzuplanen, um nicht den ganzen Tag auf vollen Touren zu drehen. Dazu gehört auch Autogenes Training, das ich seit sechs Wochen fast täglich übe.

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Beim Rückblick auf die vergangenen Tage bleibt aber der Gedanke an wunderbare Herbstbilder. Einige davon will ich auch in meinem virtuellen Tagebuch festhalten und meine Leser teilhaben lassen.

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Wer häufiger bei Anne zu Besuch ist, hat zumindest von unserem gemeinsamen Spaziergang auf dem Felsenpfad schon ähnliche Fotos gesehen.

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Dieser Weg ist einer der schönsten in Trier. Aber wenn sich im Herbst der Wald bunt einkleidet, der Himmel blau ist und alles von einer tief stehenden Sonne beleuchtet wird, dann ist der Blick von dort einfach nur atemberaubend.

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Es passte zur guten Laune, dass uns mein bester Laufkumpel Christoph dort einholte. In einigen Wochen werde ich hoffentlich wieder so fit und beschwerdefrei sein, um die regelmäßigen gemeinsamen Touren genießen zu können.

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Aber noch müssen acht Kilometer genügen. Leiste und Adduktoren geben zwar Ruhe. Im seitlichen Bauchbereich  rumort es aber noch. Dort sind bei der Blinddarmoperation großflächig Verwachsungen des Dünndarms gelöst worden. Das erklärt die Empfindsamkeit, besonders wenn es bergab geht.

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Das ist auch der Grund warum ich der Versuchung widerstehe, heute beim Wurzelweglauf in Konz zu starten.

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Das Tiergartental ist mein derzeitiges Laufrevier. Ich schaffe schon die große Runde. Einmal sogar gemeinsam mit Anne. Da merke ich, wie gut ein Lauf in Begleitung tut.

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Immer der einsame Wolf, das ist auch nicht gut.

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Das war’s aber leider vorerst mit der Sonne. Nun ist erstmal Novembergrau angesagt. Aber auch gedämpfte Farben haben ihre Reize.

Herbst auf dem Felsenpfad

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So schnell ist der Sommer eine schöne Erinnerung. Der Herbst taucht nun die Landschaft in erdige Töne. Eine kleine Wanderung auf dem Felsenpfad hat dennoch Spaß gemacht. Die ausblicke von hier sind einfach immer grandios. Aber es lohnt sich auch der Blick auf die Details. Und wenn im falschen Biewertal dann auch noch die Downhill-Rad-Artisten ihre neue Bahn durch den Wald einweihen und ihre sündhaft teuren Räder präsentieren, wird auch der Rückweg nicht langweilig.

Hier wieder einige Fotos. sucht Euch Eure Favoriten aus:

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Vor dem Regen

Eifellauf in Schnecken am Nachmittag oder früher Morgenlauf ab Olewig? Das war am Freitagabend bei zumindest sechs Teilnehmern bei der bewusst an das Januarende vertagten Weihnachtsfeier des Lauftreffs Olewig. Wenn ich jetzt aus dem Fenster auf den heftigen Regen und Wind schaue ist es nicht schwer sich darüber zu freuen, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

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Denn trotz der inkludierten Brauereibesichtigung und einigen Humpen mit dem Gerstensaft unseres Trikotsponsors hatten wir uns heute für 8 Uhr verabredet. Weil heftiger Wind angekündigt war, ersparen wir uns einen reinen Waldlauf. Coach Christoph schlägt vor, zur Eisenbahnbrücke Pfalzel zu laufen. Kein Widerspruch.

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Den Kleeburger Weg hoch, das Aveler Tal hinunter und an der Riverissiedlung vorbei.  Der Biergenuss vom Vorabend zeigt bei niemandem größere Nachwirkungen. Gute Stimmung, wenn auch so mancher Witz im Niveau tiefer liegt als die Wegoberfläche. Aber immer niveauvoll zu sein, ist auch nicht lustig.

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Weil der Wind doch noch nicht so stark ist wie angekündigt, laufen wir doch in den Wald. Yes! Keine lange Moselgerade!

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Durch Biewer in das falsche Biewertal und dann am Hang hinauf und hinauf und links – wunderbar weicher Boden im Laubwald – nochmal rechts und schon ist das Sextett auf dem Felsenpfad. Wer im Trierer Land läuft der wandert, muss diesen teilweise ausgesetzten Weg am Rand der Bundsandsteinfelsen erlebt haben. Zu jeder Jahreszeit ist das ein Traum mit traumhaften Ausblicken auf die Mosel und die Stadt.

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Ein Gruppenfoto für das Jahresalbum muss da natürlich sein, bevor es weitergeht zum Weißhaus. Das Restaurant ist derzeit nicht bewirtschaftet. Das ist vermutlich auch der Grund, warum die Terrasse noch von den Resten der Silvesternacht übersät ist. Das nervt!

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Marc will noch nicht auf direktem Weg nach Olewig zurück. 25 Kilometer hat er sich in der Vorbereitung für Hamburg verordnet. Also doch eine längere Gerade an der Mosel bis zu Konrad-Adenauer-Brücke und durch Trier-Süd und den Tempelbezirk, wo die Überreste etlicher römischer Tempel unter der von Kleingärtnern genutzten Erde darauf warten, dass sie irgendwann ausgegraben werden. Durch das Tiergartental zum kleinen Biest. Von dort ist es genau einen Kilometer bis zu meiner Haustür.

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Marc schlägt noch einen Haken durch den Ort. Marcel hängt diverse Kilometer an. Für Bernd, Christoph, Jürgen und mich genügen 24 Kilometer mit gut 400 Höhenmeter heute reichlich. Draußen stürmt und regnet es.

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Sorry Bettina, dass wir uns für die angenehmere Alternative zum Eifellauf entschieden haben.

Zurück

So schnell sind zwei Wochen Urlaub Geschichte! Aber wie kann die Rückkehr besser bewältigt werden als mir einem schönen Samstagslauf? Ich nehme an, die meisten von Euch, die das lesen, werden mich verstehen.

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Nach neun Stunden Autofahrt am Freitag ist reichlich Bewegung auch mehr als angesagt. Wegen der Hitze wieder bereits mit Start um 7 Uhr. Dieses kurzfristige Verabredung hat am Vorabend noch geklappt. So warten Marc, Marcel und André bereits am Sportplatz, als ich  pünktlich auftauche.

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Meinem Vorschlag Weißhauswald widerspricht niemand. Von dort ist der Blick auf die Stadt einfach am schönsten, da lassen sich sechs Kilometer Anlauf inkauf nehmen.

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Die Runde über den Felsenpfad und hinauf zum Schusterskreuz, wo ein netter Trierer uns als Quartett ablichtet,  ist einfach wunderbar. Und da es viel zu erzählen gibt, nicht nur von meiner Seite, verfliegt die Zeit wie im Flug. Zurück auf dem zeitweise mit Kunst bestückten Moselufer und über die Römerbrücke nach Olewig. Am Ende sind die Beine gut durchbewegt, ausreichend schwer und um knapp 26 Kilometer Lauferfahrung reicher.

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Ich bin zurück und habe die Zeit der Computer- und Smartphone-Abstinenz genossen. Doch der Alltag hat mich noch nicht wieder. Das hat noch einige Tage Zeit …

Schneller als mit dem Rad

… sind Läufer manchmal, besonders, wenn es steil bergauf geht. Es soll sogar Läufer geben, die haben besondere Freude daran, wenn sie auf einer solchen Strecke zu einem Mountainbiker auflaufen und ihn – akustisch untermalt mit einem fröhlichen Spruch – überholen. Das ist immer noch besser als diese Fieslinge, die sich das Überholen sparen und zwei Meter hinter dem Radler laufend für dessen Pulsbeschleunigung Sorge tragen.

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Der Samstagslauf führt heute also auf die andere Moselseite in den Weißhauswald. Eine schöne Strecke, von der ich schon einige Male berichtet habe. Weil der Tag aber bereits früh sehr heiß sein wird, starten wir bereits um 7 Uhr. Da ist es noch angenehmen, aber dennoch bereits deutlich über 20 Grad warm.

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Wir sind mal wieder eine reine Männerrunde, dafür aber eine vergleichsweise große. Neben Christoph, Marc und Marcel haben sich auch Jürgen und Michael eingefunden, dem ich am Donnerstag offensichtlich Lust darauf gemacht habe, mit uns zu laufen.

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Alle haben wir Wasser dabei. So kommt zum ersten Mal in diesem Jahr mein Trinkrucksack zum Einsatz. Ich muss mal sehen, ob ich nicht für solche 2,5-Stunden-Läufe eine kleinere Ausgabe finde.

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Der Weg durch die Stadt zu den roten Felsen lässt sich zu so früher Stunde gut laufen. Verkehr gibt es auch noch so gut wie keinen. Dafür sind aber bereits ungewöhnlich viele Läufer unterwegs. Am Eingang zum Kleingartenbereich Tempelbezirk – hier liegen noch die Überreste von Dutzenden Tempeln aus Römerzeit unter der Erde –  treffen wir Mario und Dominik. Mario macht nur eine kleine Runde. Dominik hat leider Probleme mit einer schmerzenden Großzeh und wartet nur, um uns zu signalisieren, dass er wieder umkehrt. Gute Besserung an dieser Stelle. Bis zum Hospizlauf muss das wieder in Ordnung sein!

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Als Sextett also auf den Felsenpfad, der nicht ohne Gedanken an die dort abgestürzte oder getötete Tanja Gräff zu laufen ist. In der kommenden Woche sollen endlich die Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung veröffentlicht werden. Heute ist das Mysterium um ihren Tod aber nur kurz Thema auf diesem wunderbaren Trail mit den sensationellen Blicken auf und über das Moseltal.

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Es ist zwar ordentlich warm, aber so lange man nicht stehen bleibt und die Schweißdrüsen zu gesteigerter Aktivität motiviert, lässt es sich noch ertragen. Selbst beim steilen Anstieg hinauf zu Schusters Kreuz, bei dem ich mit Michael die Vorhut mache. Dort werden wir in einem flacheren Abschnitt auch von zwei Mountainbikern überholt, von denen einer wenig später an besagtem Hang wieder in Sicht kommt. Der Abstand wird immer geringer. Und je mehr er sich reduziert, desto schneller nimmt er ab.

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Wir hätten ganz schön beschleunigt, sagt Mark ein paar Minuten und Höhenmeter später, als wir den behelmten Radler locker und gut gelaunt hinter uns gelassen haben. Michael war einfach nicht zu stoppen …

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Der Radler nimmt es sportlich und schimpft über die Hitze, die inzwischen spürbar zugenommen hat. So wird dann also der Rückweg nach Olewig schweißtreibend. Wir klopfen uns mental auf die Schultern für die Entscheidung, eine Stunde früher zu starten. Und vom Tag ist nun auch noch mehr übrig. Allerdings ist es inzwischen so heiß, dass es auf der Terrasse nicht mehr auszuhalten ist … deshalb wurde dieser Bericht etwas länger als üblich …