Zu Besuch

Wer kann schon in meinem Alter von sich behaupten, noch zwei Omas zu haben. Wenige. Noch weniger werden zwei Großmütter haben die beide 97 Lebensjahre zählen.

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So war es an der Zeit ins Allgäu zu reisen und auf den Spuren meiner Kindheit zu wandeln. Denn bei meiner Oma Resi habe ich seit dem Kindergartenalter viele wunderbare Ferienwochen verbracht. Sie lebt noch immer alleine, obwohl sie sich seit einem Unfall in ihrem neunten Lebensjahr mit eine Beinprothese durch das Leben schlägt. Das hohe Alter hinterlässt inzwischen natürlich Spuren, aber es ist noch immer ein Genuss, ihren Geschichten zu lauschen, die ich so ähnlich auch schon vor mehr als 40 Jahren gehört habe.

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Nach einem schönen Nachmittag und Abend, einer Nacht in schlechten Hotelbetten und einem gemeinsamen Frühstück mit emotionalem Abschied geht es weiter nach Würzburg und Umgebung. Eibelstadt, Höchberg, Rimpar und Kist sind die wesentlichen Stationen auf unserer Familientour.

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Bei einem Stadtbummel in Würzburg darf natürlich weder ein Besuch bei der Bäckerei Brandstätter am Hauptmarkt fehlen, noch der Spaziergang am Mainkai mit obligatorischem Schoppen auf der Alten Mainbrücke.

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Die Brückenfiguren  wachen über dem Alten Gemäuer, Frankonia, die Patronin des Frankenlandes, ebenso, wie Pippin und die anderen historischen und metaphorischen Statuen.

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Zu meiner Schulzeit, damals war die Brücke noch nicht vom Autoverkehr befreit, gehörte der Gang über die Brücke fast zum täglichen Ritual. Denn das Deutschhaus-Gymnasium, benannt nach dem kreuzfahrenden Deutschherrenorden, liegt nur einen Steinwurf entfernt auf der linken Mainseite. Die Deutschherrenkirche, in der Friedrich Barbarossa geheiratet hat, ist rechts im Bild oben zu erkennen.

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Der Marktplatz mit Falkenhaus im Renaissance-Stil und der Marienkapelle mit den Riemenschneiderfiguren bzw. deren Kopien sind ein Stück Heimatgefühl, auch wenn wir ausnahmsweise auf Knüpfings Geknickte verzichten. Die mürben Brezeln von Brandstätter lassen dafür einfach keinen Platz.

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Die Gebäude sehen zwar historisch aus, sind aber  nach dem Krieg wieder neu entstanden. Denn Würzburg war am 16. März 1945 das Ziel eine martialischen Bombardements, das die Stadt in Schutt und Asche legte.

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Das Ausmaß der Zerstörung wird von Historikern mit denen von Dresden verglichen. In einer Seitenkapelle der Marienkapelle erinnert eine Heiligenfigur an das Grauen von damals. Unvorstellbar, so unvorstellbar wie das, was in diesen Stunden beim Sturm auf Mossul passiert …

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Wie privilegiert sind wir doch, dass wir von Krieg verschont bleiben und in der Lage sind, den Betroffenen zu helfen, … sofern sie es schaffen, bis zu uns zu kommen.

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In Rimpar, wo mein Elternhaus steht, prachtvolles Herbstwetter. Zumindest für einen kurzen Spaziergang im Plaichachtal muss Zeit sein, bevor es wieder zurück nach Trier geht.

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Laufschuhe hatte ich bei unserer Rundreise nicht dabei. Aber heute sollte natürlich wieder ein Übungslauf sein. Fünf Kilometer durch das Tiergartental. Das ist die Distanz, die noch für einige Zeit genügen muss. Ohne Dehnübungen geht nichts. So schlimm wie sie zu sein scheinen, sind sie aber nicht. Ich muss mich gedulden. Demut und der Gedanke an meine Oma helfen dabei.

 

 

 

 

 

 

Zu Besuch bei Karl

Karl der Große ist mir schon als Kind begegnet. Auf der Alten Mainbrücke in Würzburg steht er als eine der Brückenfiguren seit einigen hundert Jahren und blickt würdig auf alle, die da über die Pflastersteine die Flussseite wechseln.

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Über seinen Vater habe ich mich als Schüler, der das nur wenig entfernte Deutschhausgymnasium besuchte, allerdings eher lustig gemacht. Pippin der Kurze … na ja, ich konnte schließlich nicht wissen, dass dieser Beiname darauf bezogen war, dass er in der Wortwahl eher kurz angebunden gewesen sein soll.

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Solche Dinge erfährt man von einem guten Gästeführer wie Rolf Schnier, der in Aachen höchst kenntnisreich durch das historische Rathaus geleitet, also jenem Ort, an dem der Karlspreis verliehen wird und dessen Vorgängerbau Anfang des 9. Jahrhunderts nach dem Vorbild der Konstantin-Basilika in Trier errichtet worden war.

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Sage und schreibe 600 Jahre lang haben dort und in seinem Nachfolgebau die deutschen Könige nach ihrer Krönung im benachbarten Dom Hof gehalten. Und alles hat mit Karl begonnen, der nicht nur groß an Körperwuchs war.

DSC01500Der erste gekrönte Karolinger gilt bis heute auch als einer der größten und weitsichtigsten Männer der Weltgeschichte, gab er doch fast ganz Europa einen gemeinsamen Wertekodex, Bildung und eine einheitliche Währung. Der Denar war der einzige legitime Vorgänger des Euro.

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Dass ein Arbeiter eine Denarmünze im Jahr 789 in einer Baugrube verloren hat, belegt den Baubeginn des heutigen Karlsdoms, der als Marienkapelle zu der großen Pfalzanlage gehörte, mit der sich der für damalige Verhältnisse schon betagte Karl den baulichen Mittelpunkt seiner zukünftigen Herrschaft errichten ließ.

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Es waren wohl die heißen Quellen von Aquis, die dem von Gicht und durch das viele Reiten malträtierten Körper von Karl so viel Linderung brachten, dass er sich dort niederließ und den Grundstein für einen Personenkult legte, der bis heute die schöne Stadt mit Touristenströmen versorgt.

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Als der erste Kaiser des Abendlandes am 28. Januar 814 seinen letzten Atemzug getan hatte, wurde er umgehend in seiner Palastkirche beigesetzt. Gästeführer Rolf Schnier erklärt das mit der Cleverness der Aachener Ratsherren. Sie wollten die Gebeine des großen Karls für die Stadt sichern, auch mit Blick auf die absehbare Heiligsprechung und die Zukunft als Wallfahrtsstätte.

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So geschah es dann auch. Im vergoldeten Schrein der im 19. Jahrhundert bunt gestalteten Kirche – erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist es Dom und Bischofssitz –  liegt allerdings heute ein reichlich unvollständiges Knochengerüst.

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Wer den Beweis dafür sehen will, der muss nur in die benachbarte Schatzkammer gehen und dort einen genaueren Blick auf die goldig glänzenden Ausstellungsstücke werfen. In der Armreliquie stecken tatsächlich Elle und Speiche von Karl. In der berühmten Karl-Büste ist seine durch die Küsse der nachfolgenden Könige und Kaiser glänzend polierte Schädeldecke eingelassen.

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Da die Krone für eine Ausstellung verliehen ist, lässt sich das knöcherne Schädelfragment derzeit sogar mit Hilfe eines Spiegels betrachten. Ein wenig gruselig ist das schon. Aber wir können heutzutage vermutlich nicht mehr wirklich verstehen, wie die Menschen seinerzeit tickten. Die verehrten auch die vermeintlichen Gürtel von Jesus und Maria und einen original Geißelstrick von der Peinigung des Gottessohns.

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Da Karl als Heiliger nie vom Papst offiziell anerkannt wurde, gilt er heute nur noch als Regionalheiliger. Über die vielen Gäste in seinem zur hübschen Universitätsstadt und Kurort mutierten (Bad) Aachen würde sich der alte Herr, dessen Großvater übrigens Karl Martell war, sicher freuen.

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Da gibt es nun interessante Einkaufsstraßen, viele Brunnen und Skulpturen, die zum Beispiel den kleinen Finger zum Aachener Gruß spreizen,

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oder den Kreislauf des Geldes darstellen.

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Die Aachener Printen hätten ihn vielleicht nicht gereizt, die es an jeder Ecke zu kaufen gibt. Anders wäre es vermutlich angesichts der vielen hübschen Gelegenheiten zum Tafeln oder Zechen gewesen.

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Vor allem vor dem im zweiten Weltkrieg stark beschädigten und danach wieder aufgebauten Rathaus tummeln sich auch Nachts die Menschen. Kein Wunder, die Technische Universität liegt schließlich nur einen Steinwurf davon entfernt.

Der weiße Saal ist sicherlich zudem einer der schönsten Räume für Paare, die sich trauen wollen. Freitags geht es deshalb im Rathaus zu wie in einem Taubenschlag.

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Im mächtigen Krönungsfestsaal ist von Betriebsamkeit allerdings nur zu ausgewählten Gelegenheiten etwas zu spüren, zum Beispiel bei der Verleihung des Karlspreises an Persönlichkeiten, die sich um Europa besonders verdient gemacht haben.

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Dann ist es vielleicht ein wenig so wie 1520, als Karl V. hier – wie alle seine Vorgänger – sein Krönungsfestmahl hielt, oder wie zur Jahreswende 804/805, als Papst Leo III. in Aachen weilte. Was Napoleon und Lord Sandwich mit Aachen und seinem Rathaus zu tun hatten, ist eine andere Geschichte.

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Und auch die Erzählung vom Teufel, der beim Bau des Doms ausgetrickst wurde, wird hier angesichts der bereits enormen Länge dieses Blogeintrags nicht mehr verraten. Das goldige Tintenfässchen, das diese Legende zeigt, ist allerdings bis heute in Gebrauch: bei allen Einträgen ins Goldene Buch der Stadt.

Würzburg – zu schade …

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Auch wenn mir nach wie vor nicht wirklich die große Motivation packt, wieder regelmäßig in der Bloggerwelt aktiv zu sein. Die Langzeitverletzung fordert leider ihren Tribut. Die Tage in meiner alten Heimatstadt waren einfach zu erlebnisreich und schön, um nicht in einigen Fotos dokumentiert zu werden.

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Ich will nicht zu viel schreiben, empfehle aber sehr „111 Orte in und um Würzburg, die man gesehen haben muss“, einem etwas anderen Tourismusführer. In dem stehen nicht nur selbst für Einheimische interessante Dinge, die sie bislang nicht wussten. Das Büchlein enthält auch Tipps für das Umland, wie zum Beispiel dem Einsiedel im Gramschatzer Wald, wo ich schon als Kind häufig über riesige hohle Baumstämme geklettert bin.

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Die sind zwar nicht mehr vorhanden. Dafür hat sich das Gasthaus im wunderbar grünen Wald zu einem echten Erlebniszentrum entwickelt, mit einem Lehrpfad für alle Sinne, Kletterpark, einem Naturerlebnishaus und natürlich viel Wald.

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Bier und Radler im Steinkrug gibt es in dem Biergarten natürlich auch. Auch wenn Thüngener Bier bei den Einheimischen in Rimpar doch eher für Stirnrunzeln sorgt.

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In Würzburg, das uns nach längerer Zeit auch mal wieder Nachts verzaubert hat, wird allerdings überwiegend Würzburger Hofbräu ausgeschenkt.

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Nich vom Faun am Steinbäck-Brunnen. Aber zum Beispiel in den Biergärten am Mainkai, die immer wieder ein Erlebnis sind, besonders die lange Promenade mit der Kaimauer, die an schönen Tagen die beliebteste Sitzbank in der Stadt ist.

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Manche wagen sich sogar in den Main, aber das sorgt bei den Zuschauern doch eher für Kopfschütteln.

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Der schönste Platz jenseits des alten Mainkrans, um einen Schoppen Wein zu trinken, ist allerdings die alte Mainbrücke, die sich damit rühmt, die älteste Steinbrücke weit und breit, vielleicht sogar in Deutschland zu sein. Das mag ich allerdings nicht so recht glauben.

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Wer in einer Stadt mit 56 Kirchen ist, muss natürlich auch einige davon nicht nur von außen sehen.

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Der Würzburger Dom in Verlängerung der ehrwürdigen Brücke, die vor einigen Jahren für den Autoverkehr gesperrt wurde, ist wie die gesamte Innenstadt am 16. März 1945 bei einem katastrophalen Bombenangriff weitgehend zerstört worden und präsentiert sich nach dem Wiederaufbau eher schlicht.

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Im in Weiß gehaltenen Innern erinnern aber der Altarraum und die Grabplatten und Figuren der Würzburger Bischöfe an die alte Pracht. Würzburg gilt schließlich als ein Juwel der Barockzeit.

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Bildhauer, Ratsherr und Bürgermeister Tilman Riemenschneider gilt als der größte Figurschnitzer seiner Zeit. Die beiden dunklen Bildnisse im Vordergrund stammen aus seiner Hand. Besonders beachtenswert ist dabei, dass er den 100-jährigen Mützenträger im Vordergrund tatsächlich wahrheitsgemäß und nicht idealisiert dargestellt hat. Das erzählen zumindest die Domführer, die nichts dagegen haben, wenn man sich mal für ein paar Minuten der Führung anschließt.

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Ein Besuch bei den Frankenaposteln nebenan in Neumünster muss auch sein. Kilian, Kolonat und Totnan – Missionare aus dem schönen Irland – wurden erschlagen und unter dem einst an diesem Ort stehenden Pferdestall verscharrt, weil sie ihrem Gastgeber nahe gelegt haben, sich von der eigenen Schwägerin zu trennen. Dieser hat das gar nicht gefallen und die Liebesspielverderber meucheln lassen.

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Jetzt werden ihre heiligen Knochen – die Schädel liegen im Dom – einmal im Jahr durch die Stadt getragen. Dann ist Kiliani, als Volksfest auf der Talavera, dem größten Parkplatz der Stadt, der an die Mainwiesen grenzt, wo einmal im Jahr das Afrikafestival tobt.

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Auch das steht natürlich auf dem Programm dieses langen Wochenendes. Milliuuunen Leut‘ würden die Trier sagen und damit ausnahmsweise auch fast recht behalten. Denn es braucht tatsächlich Immunität gegen Platzangst, um sich in diesem Getümmel zwischen Zelt, Bühne, Basar- und Essständen wohl zu fühlen.

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Damit es aber nicht zu bunt wird, noch einige Fotos von barocker Kultur.

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Zum Beispiel die Marinekapelle und das Faltenhaus Marienkapelle und das Falkenhaus auf dem Oberen Markt. Die Stände davor gehören übrigens zum Würzburger Weindorf, das zum Genuss von Silvaner, Ortega und Müller-Thurgau einlädt.

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Grauen Burgunder gibt’s wohl auch, wie der zum Kerzenständer umfunktionierte Bocksbeutel beweist. Das Wappen darauf gehört übrigens zu Fürstbischof Julius Echter, nach dem auch ein Weizenbier und natürlich das Spital benannt ist, das er auf einem ehemaligen jüdischen Friedhof errichten ließ. Der Wohltäter seiner Glaubensbrüder hatte wenig Nachsicht für Protestanten und Andersgläubige. Die Hexenverbrennung nahm unter seiner Herrschaft an Fahrt auf.

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Aber davon erzählen heute die Nachtwächter, die Touristen und Einheimische vom Vierröhrenbrunnen aus durch die Stadt führen, mit eine Schmunzeln, na ja, vielleicht nicht wirklich. Aber mit erhobenem Zeigefinger.

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Zum Beispiel vor dem Riemenschneiderhaus (rechts hinten) und dem Gebäude, in dem einst Balthasar Neumann lebte, der als Barocker Baumeister manches wunderbare Gebäude schuf.

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Aber davon gibt es dann vielleicht beim nächsten Mal Fotos. Denn meine alte Liebe zu dieser Stadt ist wieder erwacht, Dazu benötige ich nicht einmal ein Liebesschloss, wie sie massenhaft an den alten Metallringen und Ösen der alten Mainbrücke hängen, an denen früher mal die Pferde festgebunden wurden.

P.S.: Ein Tipp noch, der auch zu den 111 Orten gehört, die man besucht haben sollte: Knüpfings Geknickte, wer die beste Bratwurst des Frankenlandes probieren will, muss sich auf dem unteren Markt anstellen, immer.

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Aber danach strahlt die Familie – garantiert!

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Und geschrieben habe ich nun auch wieder viel mehr als ursprünglich geplant …

Würzburg – meine Stadt

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Ich hatte ja versprochen, noch etwas zu Würzburg, meiner Geburtstadt, zu berichten. Ich werde mich auf Fotos konzentrieren und darauf hoffen, dass sich die Entscheider in Trier etwas davon abgucken, was Stadt am Fluss bedeutet.

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Das war in Würzburg nicht immer so. Als ich da noch zu Schule ging, bretterte über die alte Mainbrücke noch der Verkehr. Und das Mainkai war längst noch keine Flaniermeile wie heute. Noch ist Trier also nicht verloren. Vielleicht schreiben meine Jungs in 25 Jahren ja etwas Ähnliches wie ich heute.

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Schön war’s in der Hauptstadt Unterfrankens. Auch wenn an der Brückenschänke die Schlange so lange war, dass nicht daran zu denken war, sich dort ein Glas Wein zu organisieren, um es auf  der Brücke mit Blick auf die Festung Marienberg und das Käppele zu leeren.

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Fränkischer Lehm

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Fast hätte ich vergessen, wie sich fränkischer Lehmboden anfühlt. Wenn Du da nach einem Regentag über einen Feldweg läufst, wirst Du nicht nur mit jedem Schritt größer. Im gleichen Maß, wie sich der Lehmboden an Deine Schuhe haftet, werden die Füße auch schwerer. Und nach kurzer Zeit gibt auch der profilierteste Laufschuh seine Bodenhaftung auf …

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Aber zum Glück gibt es auch viel Wald in meiner alten Heimat. Genauer gesagt den Gramschatzer Wald. Und der taugt zu schönen Läufen mit nicht zu wenigen Höhenmetern.

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Wenn dann auch noch der Schwager seine Gewichtszunahme mit regelmäßigen Läufen bekämpft und der dazugehörige Hund problemlos und freudig mal 18 Kilometer und mehr den fidelen Begleiter spielt, wird auch ein mehrtägiger Mama-Geburtstag-Feier-komm-gut-ins-neue-Jahr-Ausflug nicht nur zur Kalorienaufnahme und Intensivkommunikation genutzt.

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So fand mein persönlicher Silvesterlauf nicht in Trier statt, sondern ganz ohne Konfetti auf der Gemarkung meines Heimatortes Rimpar, wo scheinbar jeder am Jahresende zum Holz machen in den Wald fährt – oder kurz davor seine Brennholzstabel bereits aufgeschichtet hat.

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Charakteristisch für die fränkische Flur sind die „Madderli“ – Gedenksäulen, meist religiöser Natur – die, meist von zwei Bäumen gesäumt, Landmarken und Orientierungspunkte in den weiten Ackerflächen sind.

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Ein Ausflug nach Würzburg darf natürlich beim Besuch der Heimat nicht fehlen. Und einer der schönsten Orte, um den letzten Nachmittag des Jahres bei einem Glas Wein in guter Gesellschaft zu verbringen, ist die Brückenschänke an der alten Mainbrücke. Mit Blick auf Fluss und Festung Marienberg, wahlweise auch auf den im zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörten und wiedererrichteten Dom, dessen Innenrenovierung in diesem Jahr abgeschlossen wurde.

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Ein ruhiger Silvesterabend ohne Vorsätze für das neue Jahr. Es wartet so oder so mit einigen Herausforderungen. Beruflich und auch sportlich. Wobei es dabei vor allem darum geht, wieder ganz unbeschwert auch größere Ziele anstreben zu können.

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In diesem Sinne wünsche ich allen Gästen meines Blogs, allen Freunden und Verwandten ein glückliches Jahr 2014.

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